Übrigens ist der Traum nicht unvermittelte
Wirklichkeit. Und sieht bei dem, was wir für ein Gefühl und eine unmittelbare
Wahrnehmung des Realen halten, nicht ein Anderer durch unsere Augen und all
unsere Sinne? Ist das Reale weg, wenn wir träumen und träumen wir fort, wenn
wir sterben? Hängt wie der Traum im Hirn, alles andere der Welt auch nur in
einem großen Gespinst über und neben uns? Ist das Gehirn nur eine
Aufzeichnungsmaschine, der Traum ein Nachklang des Realen und das Reale das abschließende
und unfassbare Ende? Wenn Qualitäten im Gehirn nur ein Ergebnis der
Lokalisation der Aufzeichnung, also des Speicherorts und seiner zufälligen Lage
an sich sind, dann könnten auch alle Besonderheiten unseres Realen sich auf
jenseitige Speichertöpfe verteilen. Ohne diese Speichertöpfe und Farbtöpfe der
Schöpfung ist das Reale dann nicht möglich, es wird nur durch sie zur
bildhaften Gestalt. Die Realität entsteht genauso wie der Traum. Der Traum kann
sich selbst verändern und in die Wirklichkeit vordringen. Zwischen den Stufen und Ebenen gibt es also ein
Wechselspiel. Und das Reale wird sich auch ändern durch Eingriffe in seine
Grundlagen und gewaltige Reaktionen darauf. Wie ein Traum den Körper erfassen
muss, um sich zu ändern und um mehr als nur ruhendes Bild und ein kurzes Aufleuchten
im nächtlichen Dunkel zu sein, so musste die Welt, um mehr als nur Blitz und
Punkt zu bleiben, zurückwirken aus das, was es erzeugte und weiter erzeugt.
Darum braucht der Zauberer ein Medium, das empfänglich ist für den Blick des
Andern durch die Seele, den Geist und das Gehirn. Und er schaut durch es und
mit ihm die Zuschauer und Gläubigen und Zweifler und so geschieht ein Zeichen
und Wunder, weder messbar noch beweisbar noch widerlegbar, wenn einer so zu
vielen sagt, ich bin. An dem Punkt
wacht auch der Träumer auf und der Traum geht durch die Wirklichkeit hindurch.
Was halten nun denn die Menschlein jetzt für ein Wunder? Sich selbst doch und
glauben an die Begegnung mit etwas gleichartig denkendem Fremden. Erhofft es
und fürchtet es. Denn es ist da.
Nachtrag: selbst wenn man die Entstehung eines Bildes im Kopf wie ein Nach- oder Vorzeichnen sieht, eine Bewegung kreuz und quer durch das Hirn, durch tausend Orte und Qualitäten, als einen Prozess, der irgendwie den äußern Bildern des Realen Bilder im Innern zuordnet, dann bleibt immer noch die Rätselhaftigkeit des Bildes an sich. Das sind die Fixpunkte des Spinnen-Rätsel-Netzes, die einfach nicht fassbar sind. Da sind Löcher im Realen. Und der sogenannte Sinn des Seins dazu ist wie der Hammer, mit dem man auf den Kopf haut, um zu beweisen, dass es Bilder drinnen nicht gibt.
Nachtrag: selbst wenn man die Entstehung eines Bildes im Kopf wie ein Nach- oder Vorzeichnen sieht, eine Bewegung kreuz und quer durch das Hirn, durch tausend Orte und Qualitäten, als einen Prozess, der irgendwie den äußern Bildern des Realen Bilder im Innern zuordnet, dann bleibt immer noch die Rätselhaftigkeit des Bildes an sich. Das sind die Fixpunkte des Spinnen-Rätsel-Netzes, die einfach nicht fassbar sind. Da sind Löcher im Realen. Und der sogenannte Sinn des Seins dazu ist wie der Hammer, mit dem man auf den Kopf haut, um zu beweisen, dass es Bilder drinnen nicht gibt.