Montag, 14. April 2014

Übermensch

Nur eine Katastrophe zum Schein kann man mit Geld aufhalten. Sie ist ja durch Geld auch erzeugt. Das heißt doch aber auch: die Wahrheit ist notwendig umsonst.

Den Übermenschen gibt es nicht umsonst. Man muss den Menschen sehend durchleiden. Dann erst überkommt er einen, ist ganz frei zu haben. Völlig vergeblich ist er zu erstreiten. Er kann geschrieben werden und sogar beschrieben. Aber er ist auch ...

... das Ende der Schrift.



Nachträglich:
noch ein bisschen Zahlensymbolik: Post 400 war der der Vollkommenheit und die Zahl der Posts insgesamt ist 430: das ist nefesch oder der Neuanfang (natürlich nach dem Untergang?)
man beachte auch Post 160, nofel, den Fall (der jedoch mit Sünde nichts zu tun hat - ich bin ja auch kein Gefallen der Engel)

und siehe da: 9. aw: Vom Selbst über (den) Winden

Sonntag, 13. April 2014

Sacro Monte

Jungfräulichkeit

Die Jungfräulichkeit ist eine zufällige Begleiterscheinung der allgemeinen urmenschlichen Passivierung des Mannes, also seiner allmählichen Menschwerdung durch die koitale Verblödung.

Für Ihn mit seiner kleinen Beschränktheit ist ja der Schamberg der mons sacer auf dem er betend steht, in Wahrheit aber steht da nur ein Schlachtalter für ihn und der Aschehaufen seines Rests von Fleisch und Gebein. Ihr Busch brennt schon von allein. Dieses Rätsel ist seine einzig wahre Sicht des Wirklichen: sein so sinnlos verzweifelt brennender Geist steht in der Verbannung von ihrem ganzen brennenden Leib.

Der Riss zwischen tierischem Sein und menschlicher Not tritt immer hervor, wenn die Frau sich den Mann zur Brust nimmt. Der Koitus ist dabei so langweilig wie auch unsinnig neue Not nur zeugend in Hunger und Kinderschrei'n (noch einmal kommt er nur allein). Die Frau allein für sich ist gespalten hint für die Lust und vorn für die eigene Wollust. Die Konstitution des Weibs mit der außergewöhnlichen Orgasmusfähigkeit verweist auf die Natürlichkeit der Stellung, die ihr nicht nur den Vortritt (auch menschheitsgeschichtlich betrachtet) gibt, sondern auch den Vorrang und jedes Vorrecht vor allen Männern. Die Fähigkeit gehört notwendig zur geregelten Vielmännerei [die sog. Vielweiberei funktioniert leiblich gar nicht]. Jedes geschriebene Recht ist nur nachrangig männlich und ein großer Betrug: eine schriftliche Dauererektion als Folge seelisch-leiblicher Impotenz - und anders herum.

Vorn am Weib wird die Wollust zweigeteilt für Mann und Weib: seine geht an ihr verloren und ihre tritt dagegen rein und klitoral hervor.

Bei der Frau ist also der Leib analustig und noch klitoralüstiger. Nur an ihr selbst fällt die Lust auseinander in zwei. Für den Mann zerfällt sie nur nebenbei am Leib des Weibs. Er ist halt nur ihre Begleiterscheinung.

Beim Mann ist nun die Wollust an ihr hinten und/oder an ihm für sich, an Frau Voran aber hat er die selige Einlustigkeit der absolut leeren Langeweile. Gegen die verblödende Sinnsucht vor der Schönheit der Welt hilft aber der - KunstDarm als Überzieher. Alle Kunst kommt also, ganz nebenbei, so auch aus dem Darm. Priapos allerding hat es schon immer gewusst: die Dauererektion ist scheiße, ob nun künstlerisch erzeugt oder als Krankheit.

Dem Mann ist aber der Irrtum heilig: im Geist ist ihm die Wollust versprochen vorn und gottgegeben er/wartet auch in seiner 'Jungfräulichkeit'. Das ist und bleibt jeder richtig harte Mann: eine Jungfrau mit Kreuz und eisernem Ständer in alle Ewigkeit.

Da wird ein Wahn hochgehalten gegen den Lohn der allgemeinen Enttäuschung. Der Glaube versetzt Berge und die Wollust an einen hin, der ihr ewig verschlossen ist: sacro monte. Zu dicht?

Die Verwechslung der Natürlichkeit erzeugt der Frau Lustlosigkeit in Verbindung mit Verstopfung und den Männern die gegenseitige Arschkriecherei mit Gewalt eines Vorstoßes gegen Frauen und Kinder, der folgerichtig in die weite Leere und die zu enge Hose - auch die der Kleinen - geht. Das ist doch die ganze heilige Ehe, eine vollkommen widerwärtige Vieherei. Mit ihr ist der Mensch im Tierreich zurück: bei der Rammelei zwischen Hierarchie und sinnvoller Über-Zeugung.

Hündisch Sein

Das ist die Lösung des kleinen sich niederschreibenden vollkommenen gerichteten Leibs: die einzige Alternative zum Große Freien Geist der Besitzenden, der über der Großen leiblichen Armut der Mehrheit der Menschheit schwebt: schreibend nach einer hündischen Existenz suchen. Das ist auch der Hund des Pythagoras, wenn der Schreiber cynisch überall in der Welt sich bescheiden gerichtet erkennt und doch nie ein eigenes hündisches Sein hat, sich immer dazu nur vergeblich bekennt, sich danach strebend vergeblich müht. Das ist vielleicht ein trauriger Hund, in dem ein trauriger Mensch sich erkennt! Man kann über/zeugt sein und arm oder aber überzeugend und reich. Das eine ist eine rein leibliche Angelegenheit, das andere eine rein geistige. Cynismus ist der ZwischenText, Aphorismus also, ein unberechenbarer Streuner, früher lieb und sinnreich, der beste Freund.

Samstag, 12. April 2014

Eine Schlange windet sich

Die drei Sterne oder kleinen Feuerbälle sind als dreifaches Gut auch Trikka, der Ursprungsort des Asklepioskultes. Die Schlange windet sich, sündigt fleißig und verkündet das leibliche Heil.

Durch die große Not kam das Wissen zur Welt, aber auch die große rote Feuerkugel der Sünde. Die weiße Feuerkugel ist nur die der göttlichen Langeweile. Die brennende Neugier ist es, die das Feuer der Wollust verschlingt und die schönen Leiber der Liebenden versteinert, zur Bildung macht, alles technisch verfeinert erneut zerkleinert zu trockenem staubigen Sinn, vergangener, verlorener Sinnlichkeit, Verstand oder Hirnsand.

Das Kreuz, an das mann glaubt. ist aus zwei verschiedenen Holzarten gemacht. Die Bäume dafür stehn in seinem Paradies. Die leibliche Wirklichkeit dazu sieht anders und etwa so aus: die Frau hat seit ewiger Zeit auf dem Buckel das tote Wissen des Mannes und allen Unterhalt menschlichen Lebens: daraus ist halt ihr Kreuz aus Fleisch und Bein gemacht.

Ein Mann hat immer nur Rückenprobleme: oben auf dem Buckel, wenn er seiner Natur folgt und kriecht oder unten knapp über dem Arsch, wenn er versucht, aufrecht zu gehn.

Frauen sind stärker belastbar. Die haben hint unten von Natur aus seit jeher mehr als nur einen Arsch zu tragen. Einen Buckel kriegen sie nicht, vorn haben sie nämlich für den Arsch ein kleines Ausgleichsgewicht. Das ist das Lockmittel der verkleinerten Lust, Zeichen der Armut des Verführten.

In Asklepios kommt die Männlichkeit eben zur Welt und die Schlange windet sich im Kreis wieder hin zur sichtbaren Wirklichkeit, zurück zum Weib und der Befreiung ihres Leibs. Die Schlange häutet sich ganz und schält sich nicht bloß aus der Vorhaut. Ein Seher hat keine Visionen, er erleidet Häutungen und sucht Heilung für einen wunden Leib .

Füllig sich wölbendes Charisma hat die Frau, der Mann nur hohle kurzsichtige Begeisterung. Z. verlässt seine Höhle und trägt nicht Begeisterung und Glaube wieder ins Tal, sondern in die Tiefe des Leibs und hin zum Ursprung des Menschseins ein tiefes Feuer der Liebe. Z. ist als Werk Flugapparat, ein ganzer Leib, aber von außen betrachtet (Idealismus noch, Körperlichkeit). Z. ist ein Heiler im Sinne des Asklepios, der sich erkennt und seinen Mangel durch einen leiblichen Rückbezug, eine Rückgeburt scheinbar berichtigt. Das Werk ist also eine Maschine, die fliegt. Der Autor stürzt ab und wird Herr über unsere Träume. Den Traum vom Heilen hat er mit H. v. B. gemein. Flugmaschine und leibliches Heil sind aus dem Text noch nicht extrahiert.

Und Professor Hippokrates schreit immer weiter und weiter noch nur 'Sieg heil!'. In der Mitte der Hierarchie am Ende des Weges zum anderen Wissen und nur im Bild befindet sich ein falscher kalter weißer Feuerball, der männliche Geist. Über diesen Gott und Lügengott, das üble Gegenstück der Leiblichkeit, spricht Hildegard am Ende ihrer Wege nicht mehr. Weiß wie das leere Blatt steht da die Opposition zum Wissen.

*
Das Weltall ist ein Zwiegespräch der Liebenden. Manche sehen mehr darin. Da schwimmen sie zum Schein wie der Fisch aus Stein in einem Meer der Falschheit und Lüge und versinken in tiefer Traurigkeit.
**
Das Weltall ist ein Gesicht der Liebenden. Manche sehen das nicht ein. Die sind blind und taub voller Hass und allein. Nie spricht ihnen eine Geliebte zum Herzen.
***
Das Weltall ist ein ganzer Leib. Das wollen manche nicht spüren. Immer wollen sie die Leere und Langeweile der ewigen Lust. Nie werden sie Not und Wollust erkennen und nie die reine Begierde sein und nie nie ganz eins mit sich und den anderen in vollkommener Liebe.

Charisma

Positive Rückmeldungen mit leichter Verspätung gehören zu meinen kleinen Sorgen. Das ist wirklich der kleinste Kreis, der sich schließt um den Leib. Mühsam muss ich mir das bewusst machen. Bewusstsein ist so unvollkommen allein. Frauen sind von Natur leiblich ganz und können Wissen natürlich anders sich hingeben. Ist ihnen das auch bewusst? Sie schaffen eine Verbindung von Wissen und Zufriedenheit: sie sind diese Liebe, die Liebe zum Wissen vermittelt: sie haben das also, was man Charisma nennt. Das ist nicht übertrieben, sondern mir nur bewusst rational (und pünktlich) gewaltig schwer fassbar. 

Schönheit

Frauen sind nie eitel. Sie sind Schmuck, Pracht, Leib, schön. Männer hingegen sind oft blöd eitel selbstgefällig und brauchen Besitz um die Leere zu füllen. Sie denken 'schön' und wissen doch wahre Schönheit des ganzen Leibes gar nicht zu würdigen.

Das Zeichen

Zarathustras nachträgliches Sein

Nachtrag zu den drei Leuchten: 'Mitleid! Mitleid! Mitleid!!, schrie er und 'hit me!,' echote es zurück, 'du dreckiges RhythmusStück!’. Da ward es höchste Zeit, sein Antlitz verwandelte sich in Erz, und so verzerrt bedachte er glücklich sein Werk. Löbens Mittag, angeschmiegt Kinn da nah wo Golgatha lügt. Zarathustra ward reif nach einer Stunde und Nietzsche kam [wörtlich wirklich: e r war reif und m e i n e Stunde kam].

Hängt euch also nun hin und macht es ihm gleich, ihr höher liegenden Menschen, seid muttiger ZuDritt wie Autor Leser und Text, kommt wie der AusHöhler raus, glühend stark und rot wie die Sonne am Morgen, die aus dunklen [also dem Hintern] Bergen zu seligem Ende und heißen Backen kommen.

Da ist noch Platz für Bedeutung. Unersättlich ist ihr Hintersinn.

Lebens Mittel

Wir bauen keine Träume und an keiner Utopie. Die Flugmaschine aber gibt es in Wirklichkeit. Die grausame Wahrheit jedoch, die bisher verschwiegen ist, ist die: der Leib in seiner Ursprünglichkeit wird nicht nur wieder des Lebens Mitte, er wird auch das einzige Lebensmittel sein.

Von den drei Leuchten

Die ganz anderen Wege des Wissens:

'Drei Leuchten brannten der Reihe nach über ihm [dem Feuerball]. Sie gaben ihm Halt durch ihre Glut, damit er nicht versinke.'

Hildegards Denken geht an gegen die männliche EinBildung und den herr-lichen Unverstand. Bildung steckt im Bild, der Text aber geht darüber hinaus. Scivias: die Seherin sieht nur die Wirklichkeit. Die blöde Erleuchtung hingegen ist nur Bewerbung von Waren, Größenwahn, sinnloser Selbstbezug unbedeutender Zeichen, ein Großhirn, das sich mit der Großen Welt über die Sinne stellt: käufliche Träume, Idylle, Utopie. Visionen haben nur Männer (und vergewaltigte Frauen). Erleuchtung ist Bühnenbeleuchtung für den Zuschauer. Die Seherin aber sieht nur den eigenen Leib. Dafür braucht man das Licht von oben nicht. 

Sehen wir mal vom grünen Hügel herab und ab von der dämlichen Interpretationen der in die Ferne sehenden Gläubigen. Ein Bild liefert nur Bedeutungsersatz oder Sinnverschiebungen ohne Ende: mann nennt das Wunsch, Liebe, Begehren, Schönheit und und und.

Der 'Kosmos' ist doch bloß für den dämlichen Männerverstand gegen den Text von 'Scivias' gedreht. Was die meisten Männer als ihren Lustknubbel am Weib missverstehen ist der Hildegard das eigene Arschloch und Jedermann. Feuerball. Wenn man nämlich draufschaut von oben, dann dreht sich die Muschel (und ist dem Herrn plötzlich unbegreiflich).

Das angebliche Pornobildchen ist eine Briefmarke für den Versand des umgeschlagenen Leibs. Das ist wahrliche ein entwendeter Brief. Ist Dupin nicht der Leib, also der Lebensbaum? Du pin, Herr von der Fichte. Der löst das Rätsel ohne Logik und intuitiv. Die Logik wird nur nachgeschoben für die befeuernde Begeisterung. Wissen befriedigt nämlich leer nur sich selbst und das eitle Verlangen des männlichen Publikums.

Das dreifache Leuchten im Text ist der dreifache Koitus per - anum (der Wolfsmann hat natürlich auf der Couch lügend a tergo gelegen bzw. hat Freud die Wahrheit vom Rücken mühsam theoretisch verlegen zur Vagina hingebogen).

Der Mann hängt verdammt noch mal am Kreuz über Hildes Feuerball! Ihr Arsch ist so unersättlich.

Für den Werwolf in der Analyse war es natürlich der FeuerWerBall mit einer gewaltsamen Misswahl und dem Lohn der leeren Schatulle am Ende für den impotenten Allwissenden oder den schwachsinnigen Alten.

Die Deuter sind also verrückt, wenn sie unter dem Kreuz sich verständigen und den gemeinsamen Rücken nicht wahrhaben wollen. Sie teilen sich das eigene Arschloch nur und nennen es ihren göttlich-übersinnlichen Erlöser. Rubbelt, rubbelt noch ein Weilchen am hängenden Knubbel euresgleichen.

Und der Seher sieht weiterhin nur - Hildegards allmächtige hintere EinEiigkeit und natürlich die passende eigene Dreibeinigkeit.

Dreieinigkeit: Pater-Filius BrennSpiritus, Kirche-Staat zündende Freiheit für den Scheiterhaufen unterm lebendigen Leib.

Am Kreuz des Weibs hat mann den Erlöser aufrecht vorne - den jenseitigen hat er einfach am eigenen Kreuz hinten. Der Erlöser am Kreuz des Mannes muss natürlich von hinten aus dem Jenseits erst nach vorn runtergeholt werden. Wer dann zuerst wiederaufersteht, darf nochmal tief hinab in den Himmel. Schwule(n) darf man nicht trauen, das sind die geborenen Priester und Dauerschwätzer -prediger der Widernatur.  

Mitleid: das ist die hinterhältig oder kreuzweis allen Gläubigen anhängende Traurigkeit. Sie beweinen sich allein nur im ringelnden Reih'n.

Da habt ihr die Wahrheit des christlichen Glaubens: Taufe, Kommunion und hinscheidende Seligkeit. Dreimal macht der es all so, der es sich immer nur selber macht. Rein und raus, rein und raus, dazwischen wiederauferstanden. 

Drei Leuchten hängen am Kreuz des Weibs unter wirbelnden Stürmen über runden Hügeln. Eine prächtige Umrundung ist der mächtige Feuerball die blühende Glut - und das Kreuz auf ihm reicht hinauf bis zur Schädelhöhe (wörtlich genau bis Golgatha).

Zum Holzkreuz gehört notwendig der Hohlkopf oder Totenschädel - und zum Hohlkreuz eine kräftige Erektion.

Und noch eine letzte leibliche Wahrheit: dreimal gekreuzigt ist soviel wie einmal gehenkt. Symbolisch ist das lustig. Als wirkliche Strafe für Vergewaltiger angemessen.

Donnerstag, 10. April 2014

Der Feuerball

Der Ball ist natürlich weiblich und das Feuer, das ihm entgegenspringt, ist männlich. Bei Hildegard ist nur das Geschlecht weggelassen. Der Feuerball ist identisch mit meiner 'Blühenden Glut'. Er sieht bei Hildegard ja auch aus wie eine Blüte. Das ist meine Phantasie und Hildegards hintere Fröhlichkeit. Zuweilen neigt sich der Ball nach unten: dann hat er die 'hängende Krankheit'. Hängt nicht die ganze befeuerte Zone auch an meinem Wirbelgewinde?

Der Geist der Schwere ist die finstere Haut. Das ist im doppelten Sinne die Last des Mannes der am Kreuz des Weibes hängt. Dem Mann ist es die Last der Wollust und der Frau ist es die vom Mann vernachlässigte Fröhliche Wissenschaft, der verweigerte Humor (Humor ist ein Lachen über die leibliche Natürlichkeit – das wissen die Männer bloß nicht).

Die weiße Feuerkugel ist die Kugel des weiblichen Sinns des Wunsches und der männlichen Dummheit und zwecklosen Begierde. Sie ist durch einen Zwilling getrennt von der Blühenden Glut. Es ist auch der blasse HalbMond. Die Zwillinge darüber sind ein kleines Abbild des blumigen Feuerballs. Das sind dann ja wohl reine 'Blüten', der kleine Hintern ohne Loch. Weiß mann, was gemeint ist? Die drei Kleinen Leuchten die sich auf die Kugel herabsenken, sind die DreiBeinigkeit. Da haben die Geisterjäger das B übersehen und ein 'heilig' ergänzt.

Die Beschreibung ist auch ein Zwiegespräch: der Sinn entleert sich in Begriffe und wird beantwortet vom neuem Feuer zum Ball. Das ist Reden und Tanzen zugleich.

Der Äther ist der Wunsch und die Große Sehnsucht - die wieder Feuer der Begierde wird: Mann und Weib verwinden sich.

Im erlösungsbedürftigen Weltall Hildegards steckt die letzte wollüstige Tiefe des Genesenden sowohl als auch die große Sehnsucht des Partners (Zarathustra III).

Das größte Gebilde im erlösungsbedürftigen Weltall ist die Erde. Zurecht! Unsere einzige fassbare Wirklichkeit sind Erde und Leib.

Dies ist der RätselTeil: die Erde ist sowohl gespalten als auch zerrissen. Die Spaltung ist unversöhnlich. Sie beschreibt die nichtige koitale Lust verteilt auf die Geschlechter.

Er beschreibt beider Geschlechter Lust, den schwangeren Leib die Spaltung in hint und vorn.

Der Leib des Menschen sitzt beim Koitus und als schwangerer ziemlich auf dem Trockenen. Ihm fehlen die erlösenden Mittel der Flüssigkeit. Die Feuchtigkeit kommt nicht aus der Blase, die ist ein Verwinden der Gebärmutter, der sandigen Trockenheit. Wie soll man das fassen oder schreiben. Das kann man nur malen oder es sich leiblich mitteilen.

Reich hat beim dauernden Koitieren die Trockenheit gefühlt! und das Sandige zum Orgonensauger erklärt. Er hat wissenschaftlich bewiesen, dass wilde Rammelei zu gelehrter Hirndürre führt. Im Knast ist ihm der Knopf aufgegangen und das Hirn und das Herz geplatzt - oder zerprungen vor blauer Wollustigkeit.

Es geht im 'Kosmos' auch um ein gegenseitiges Verwinden der Blasen. Was ist damit schon wieder gemeint? ---

Die Erlösung ist das Kind und die Not und die nachträgliche Wollust der Armut. Aber das steht endlich folgerichtig nicht mehr im Text.

Brennen der Worte

Der Mensch des alten Glaubens hatte sein besonderes Lachen. Lachen war ihm einfach lichter leibloser Geist. Wo steht denn, dass etwas anderes als Lachen mit 'Lachen' in der Bibel gemeint ist? Der Christ stellt seinen Leib dagegen und es ist ihm das richtige Lachen fremd. Er lacht nur mehr heimlich – oder unheimlich, wie er es nennt. Er hat einen völlig geistlosen Leib. Er verleumdet Lachen und Lust. Beides ist ihm Lüge Falschheit. Er hat eine 'Wahrheit' erkannt. Die Wahrheit der Impotenz. 'Es war einmal ...' ist seine märchenhaft leere Lust an der Vergangenheit. Unbewusst ist ihm dabei die Wahrheit gekommen, dass des Lachens Lust nicht die höchste und tiefste ist. Die nahe Wahrheit und Wirklichkeit nennt er nun aber leider das Böse und das vollkommene Übel. Da wird mir schlecht. Das ist nur hinterhältigste menschliche männliche Bosheit. In diesem 'Bösen' der tiefsten Wollust hat er aber wenigstens 'unbewusst' die Erlösung des Weltalls erfasst. Das einzige uns bekannte Unbewusste ist das: diese sichtbare christlich-leiblich-sinnige Verkehrtheit und faule Verderbtheit. Dem 'Kosmos' der Hildegard v. B. fehlt nichts dergleichen. Da steckt keine Krankheit drin, kein 'Unbewusstes' und von hint nach vorn Verdrängtes. Da ist jede Lust und Wollust säuberlich skizziert und leiblich ausgemalt. Das ist ein Hortus Deliciarum, der nicht beschränkt ist auf die kleine Öffentlichkeit. Es ist in diesem Kosmos des Weibs nur eine Kleinigkeit verschwiegen: das offensichtliche Geschlecht wird nicht in Worte gefasst. Jedoch ist das Wirken der Leiber von Mann und Weib im Kosmos dem Wissenden buchstäblich im Innersten sichtbar und nur begrifflich dem Geist versteckt. Scivias ist bildlich in Worte gefasst, die brennen. Ihr sinnliches FeuerWerk hebt sich und ein Feuer der Begeisterung sprüht ihr und ihm entgegen. Blühende Glut. Es geht nicht weniger klar eindringlich. Zugleich ist der bunte Text zum schönen Bild und die Erleuchtung der sehenden schreibenden Frau jedoch leider auch vom sich bedeutenden Feuer der christlichen Bosheit Dummheit und Einschüchterung umschlossen. Der Christ hat im 'Kosmos' die innere Not und außen herum den tödlichen Zwang. Der kann nicht das Große und Kleine und nicht einmal innen und außen richtig scheiden. Der fällt auf die eigene Blödheit rein und nennt das Trieb. Der presst seine Not zwanghaft in engste Löcher. Der Hortus Deliciarum aber ist ein mächtiges Weib, das mit Bescheidenheit lockt und mit Schüchternheit täuscht. Der ist keine männliche Monokultur, in dem die alte WildSau frei und Gärtner ist. Der lädt in sinnlichem Reichtum zu vollem Genießen ein. In seiner leiblichen Wirklichkeit behandelt der 'Kosmos' eine innere Spaltung in Lust und Wollust und ihren Grund in äußerer Not. Hint gespalten und vorn, duldet er die Befeuerung zum Preis liebenden Bekennens. Blöde Begeisterung soll gefälligst nicht an ihm fehlen. Die soll sich zum eigenen Teufel schern. Scivias ist ein simpel sich wunderbar äußernder Zwang, er gehört ganz der Erde, dem WeltLeib der Menschlichkeit. In der Mitte des Bildes ist die Erde, genau über der HarnröhrenÖffnung. Bei diesem Rätsel beginnt die Deutung.

Nachträglich Sein

Ich hab stets nachträglich meine Eindrücke so kurz wie nur möglich zusammengefasst - alles mit Bezug allein auf die Tätigkeit des Vortragens und versucht auch dem einem absolut weiblichen Selbstverständnis dabei nicht zu widersprechen. Ich füge also einen Nachtrag zum Vortrag hinzu und verdichte darin meinen und ihren Verstand. Ich bin zweierlei, SchreibWunsch, männlich und weiblich. Natürlich hab ich damit mein Maximum an verehrender Liebe niedergeschrieben. Mit jeder Niederschrift nachträglich und Vortrag künftig wird mir schmerzlich bewusst, dass ich unfähig bin zur Niederkunft in der Gegenwart, zu Rede und Begegnung in Wirklichkeit. Ich hätte nie niemandem nichts schreiben sollen. Seht doch jede Nachricht als Missgeburt an - und mit Recht nach Gesetz. Dies Schreiben ist Erwartung von Strafe, Warten der Besserung, Unrecht - Warten auf irgendeine Befreiung.

Die Zuhörer winken ab, sind lang schon nicht mehr befremdet: 'Das ist nur der Schreiber Unser, so harmlos ist der, wie unbegreiflich - bei nah berechenbar.'

Was ist ein Schwenk? Eine Abweichung, ein AbBiegen? Mir ist es lieber ein Schwenken [care and shake] und sanftes Wiegen, Nachdenken in wohltuenden müd-seligen Schlaf hinein.

Schweinchen in Freiheit

Alles dreht sich im Kreis. Wir laufen uns immer nur nach. Wirbeln herum im LustKarussell. Die Menschen wären gern bei sich und pünktlich und still beruhigt. Das funktioniert aber zum Schein nur, nachträglich. Die Vorstellung an sich funktioniert auch nicht wirklich. Das ist die vom toten Leib, der Frau als Körper und Maschine, die mann zahlt und für eine Runde besitzt. Da bin ich wieder bei mir und beim verlorenen Leib.

Schreiben geht oft nicht, Worte sträuben sich.

Glück ist: der Ritt auf dem Schwein, das man ißt, in die Freiheit. Wie kann mann nur so traurig gemein sein. Ist das nun eine Vorstellung oder die Möglichkeit des echten Zusammenseins. Nur ein Nebeneinander bleibt. Irrgarten ist das! mit Glaube an garantierten Ausgang. Nietzsche hat auch schon mal Lotto gespielt - in Nizza natürlich - nur ein einziges mal. 23 skidoo. Was das wohl bedeutet. Dem Stündchen der Lust hat er nach gedacht kaum bereut. Es war halt nur eine kurze Erlösung in kleinen Scheinchen.

Montag, 7. April 2014

Die Ewige Wiederkehr des Gleichen

Der Wunsch* sich zu offenbaren macht das Nachdenken bedeutend und schwer. So kann man nicht Schreiben. So schreiben die Gebildeten sich nieder die ewig wiederkehrende Langeweile des gleichen Wünschens. Sie äußern sich. Ich aber erinnere mich stumm lediglich an das was geschehen soll. Das bleibt sich ganz anders gleich. Da ist immer das EwigGleiche nur gebunden an meinen Leib. Ich leb gedanklich von der Hand in den Mund. Ich hab keinen MitteilungsWunsch. Jeder Wunsch ist ein Äußerer, einer der von Dingen aus am Herzen immer vorbei nur durch die Köpfe der anderen geht. Der frisst nur vom Hirn aus den Leib. Ich hab den Kopf nicht mehr zum Schauen der Dinge BILDung. Ich erinnere mich an mich und manchmal passt es zur Welt. Der Mensch soll weder ganz sorglos sein, noch sich um viel mehr als das Essen kümmern, also weder christlich verblödet noch schwachsinnig materialustig. 'Zeitlos sein' heißt einfach nur sich verdichten von heute auf morgen, einen Morgen mit dem Abend davor verschachteln. Der morgige Tag wird dann frei machen von den heutigen kleinen Sorgen. Das ist mein einziger Glaube. Die Sättigung meines Abendmahls macht mich dafür frei. Dieser Halbpension gehört der ganze Arbeitstag. Wunsch und Sorglosigkeit allerdings schaffen das nicht. Sie gründeln in der koitierenden dummen Langeweile der Nacht. Sie werfen sich unruhig übernächtig hin und über sie her von oberflächlich blank zu schmutzig seicht. Die ewige Wiederkehr des Gleichen dauert genau einen Tag. Sie orientiert sich an der Drehung der Erde über und unter der Sonne. Die Ewige Wiederkehr des Gleichen dreht uns wieder hin zu ihrem/unserem Leib. Sie löst den einzigen großen Knoten, der Mann und Frau trennt bis zum Verscheiden. Dies Rätsel bleibt. Sie ist das Leben und die neuen Geburt. Es geht nicht um Wissen und Sein und Wissenschaft und schon gar nicht dabei um Wiedergeburt. Sie umgeht das Heer der Idioten. Das Gold der Erde bei Nietzsche kommt aus dem Geringen, dem Nichtigen und der Narretei. Die großen Gedanken sind für die Blöden und schaffen nur etwas die Sorgen weg für morgen allein**. Die sind ein Spiegel den Hässlichen Mächtigen WissensGläubigen. Die sehen den Leib nicht. Die haben bucklichte*** Gedanken und schielen. Die großen Gedanken sind keine Handlungsanleitung, sie zersetzen sich selbst für die Befreiung des Leibs. Sie sind eine Falle reizen zu Widerspruch auch halten für die Schrift fest was nicht wert ist in den Armen gehalten zu werden.





* Kommas sind Dornen und Haken einer gedanklicher Jungfräulichkeit. Die meide ich.

** Belege sind mir so wenig Bedürfnis wie Anerkennung Glaube Geld, die heilige männliche Drei(b)einigkeit. Belege sind Hänger, und der Glaube ein eingebildeter Ständer.

*** Für die Bucklichten gibt es die einfache Erlösung durch Sinn (Z. II: Von der Erlösung). Der Kreis der unendlichen Gedanken ist durch ein 'Zurückwollen' und 'so werde ich 's wollen' sehr eng. 

Sonntag, 6. April 2014

Die hängende Krankheit

Was ist die letzte Konsequenz, die aus allem VorGestellten zu ziehen ist? Der Wunsch ist ein Trieb der Erwartung, der wieder zurück muss in die Gegenwart. Die ewige Wiederkehr eines Gleichen ist nicht die Wiederholung der koitierenden Langeweile. Es ist der verfluchte Glaube an sich, der den wollüstigen Leib als verdammten fremden wieder und wieder hereinfallen und ein'n brechen lässt. Der gefallene Engel ist der, der sich auch ewig erbricht. Wer sich etwas zurücklegt, bekommt, was er verdient - oder hat sich das Leben gespart (N. Briefe 8, 1011). Keiner sollte sich etwas zurücklegen für eine falsche Sicherheit. 'Von welchem Stern sind wir uns zugefallen', war noch vor der Wende. Das ist als Grund der Langeweile längst erkannt. Die Freiheit beginnt mit dem Bekenntnis zum natürlich pluralen wülstig wollüstigen Leib. Die absolute als Leib ist für den Mann die allein durch die Einsicht noch eingeschränkte. Sie ist also eine mühsame, die er sich erarbeiten muss. Im Absoluten liegt der letzte und äußerste Widerspruch zum freien Leib. Den freien gibt es nicht von allein. In ihn hinein muss mann sich in der Welt der Zeichen sogar durch eine übermenschliche Anstrengung erst winden. Es sind nicht zum blöden Schein hinauf tausend Stufen zu erklimmen über zahllose immer neue Missverständnisse bis zum --- Absturz. Viele Stufen führen nur hinan ins geistige Nichts. Die  e i n e  richtige Drehung, Wendung und Windung reicht. Sie öffnet die falschen Bilder und Zeichenverbindungen, führt hin zum Leib und gibt ihn der Erde wieder. Das ist der Unterschied zwischen einem leblosen Unter-die-Erde-Kommen (im Tod der Erlösten Gläubigen oder im buddhistischen Nichts - durch den 'Umweg' über das Grab) und einem Der-Erde-Unterliegen im leiblich irdenen Sein. Der Mensch ist nicht der Erde Anfang und Grund. Er ist nur die seelische Unterlage und Sie ist sein erdiger Überbau. Erde ist Sinn und Inhalt des Leibs. Man muss jeder rechten leiblichen Einsicht die richtige Qualität (Intensität) auch und ihren Charakter des Geschlechts zuweisen. Bei der Frau ist die Fülle des Leibs selbst Einsicht. Beim Mann gehört zur Einsicht der Widerspruch des Leibs gegen den Geist. Einsicht heißt laufend sich um ein Überleben kümmern. Die Frau ist natürlich uneinsichtig als leiblicher Speicher. Der Speicher ist die leibliche Fürsorge, von der mensch leben kann. Eine fürsorgliche Einsicht ist falsch: von der Einsicht selbst kann man nicht leben, das ist die laufende Rente, für die der Mensch sein Leben sinnlos verschwendet und es auch mal irgendwohin verwandert hat. Das ist die Wurzel des Übels dabei: die hängende Krankheit vorn am Weib und hinten dazu der  e i n e  Schwanz, der ihr gehört, die betende männliche Anhänglichkeit. Pferdefuß zum Pferdeschwanz. Hohe Liebe? Was ist das denn? Ein toter Anhänger vorn an beider Leib, Schmuck der Impotenz, Luftwurzel des Geists, die auf eine Dürre verweist? Die Dürren sind wahre Armut und aller Mühen Untergang. Die Wurzel wächst in der Erde und muss da nicht mit Ein- und Absicht erst reingerammt werden. Dreimal steht sie hart ihm richtig aus ihr herausgedreht. Der dreifache Koitus a tergo (deutlich in den Erinnerungen des Wolfsmanns und versteckt in der Verwandtschaft) ist eine Lüge, ein Drehen, Wenden und Winden. Versteckt ist er fast eine Wahrheit*. Er besteht aus wirklicher Wollust, verdrehter Einbildung (für den Analytiker) und der Umkehr in der Zeit, der schriftlichen Wieder-Holung, die der wirklichen Befriedigung immer den Rücken kehrt (vom Abraum des Abschaums - eigentlich). Zum rechten Leib hin sind dem Mann zwei Drehungen geboten (also erforderlich - oder als schöne Vorstellung eines tanzenden Weibs). Die Frau allerdings braucht keine Drehung: sie hat den aufrechten Gang seit Anbeginn der Menschheit und die Spaltung in eigene leibliche Freiheit und Mannes Not am Arsch. Das ist nun  a u c h  ein Aspekt der Spaltung des Weibs, dass sie die ältere Geschichte der Menschheit sich hat geteilt: der Mann hat sich an ihr erst verspätet aufgerichtet, a tergo halt zu jeder Zeit. 

Mann und Frau sind aktuell also leiblich frontal verknotet oder fürsorglich aneinander gekettet und widernatürlich verkümmert. Adam und Eva waren als Paar nicht die ersten Menschen, sondern das sind die letzten. Die letzten Menschen sind paarweise (eheschriftlich verdummt) von Angesicht zu Angesicht ineinander beschränkt, verlangweiligt durch die vaginale Injakulation. 'Unschuld' nennt der BlödMann seinen Wert losen Besitz, seine EntsamungsAutomatik.

Die Schöne Schamlosigkeit hatte in alter Zeit lauter Brüderlein, Dreckel, die Notdurft, zum Mann, niemals aber die moderne hängende Krankheit.


* z. B. in der Wahlverwandtschaft: 'da wird hinten immerfort gespielt'

Don Qujote

Man muss übrigens auch beim Don-Qujote-Syndrom – gibt es sowas schon als verrückter Ärzte Begriff? - einen männlichen und weibliche Teil unterscheiden.

Jeder Mann ist ein DQ, ob er es glaubt oder nicht. Don Juan ist nur die SpiegelVariante: ein Mann, der sich nicht wahrhaben will als Verführter. Er ist zur bekennenden Blödheit noch verdammt.

Die harte Arbeit und Anstrengung des Mannes ist erforderlich und führt zu - nichts. Sie bedarf der weiblichen Erlösung. Die Erlösung ist leicht. Immer kommt zur rechten Zeit ein weiblicher Engel und überreicht einen Schlüssel. Der Schlüssel öffnet eine Tür und der Mann hat einen Blick auf eine ihm fremde Unendlichkeit.

Ist das nicht eine schöne kleine Erweiterung jeder Präferenztheorie: DQ bevorzugt die Unerreichbare und vereinsamt vor der Unendlichkeit aller (insbesondere: aller Frauen).

Allein

Ich bin kein Querdenker und muss und will mir kein Gehör verschaffen. Ich verachte jede Art von Aufmerksamkeit (insbesondere auch die blöd-muhend leidend buddhistische) und natürlich die Öffentlichkeit. Ich bin einzig beziehungslos allgemein und völlig allein.

Höchste Zeit

Dieser so deutlich neue Einsatz und Teil des Blogs ist so allgemein peinlich, dass es keine Leser für ihn mehr geben dürfte. Er teilt die Menschheit in zwei völlig getrennte Teile: einen vor Z. und einen danach: einen der weiblichen Armut und einen des reichen männlichen Behinderten. Es ist dies auch die Teilung in männlich-materiellen Reichtum und eine allgemeine Armut im Geist. Z. steht zwischen Mann und Frau sowohl als auch zwischen Arm und Reich, Leib und Geist.

Alles dicht und schnell hingeschmiert. Höchste Zeit!

Ich bin ein Parasit, der einen anderen Parasiten befällt. Ich erkenne die Krankheit, die ich bin. Ich distanziere mich mit ihr vom befallenen Leib. Ich falle von der kommenden großen Gesundheit ab, vom fremden Leib wie auch von der fremden Krankheit.

Die schriftliche ist ganz dicht gesprochen die kurze Geschichte der Menschheit. Sie ergibt sich aus Nietzsches SelbstBegriff und -Verstand. Der größere lange Teil der Menschheitsgeschichte aber, der ergibt sich aus seinem leiblichen Untergang. Die kurze Geschichte steht in den Büchern, die lange im Brief (brieflicher - allgemein auch prophetischer – Selbstmissverstand/hier ist er selber Prophet und Erlöser). Die kurze Geschichte der Menschheit ist die der Umwertung der Werte (sogar noch des Materialismus selbst, dem Stirner das kurze Ende bereitet). Die lange ist die, die beide Geschlechter wegen ihrer verschiedenen Natürlichkeit (geerbt von Tier) unterschiedlich trifft. Die lange Geschichte der Not hänge ich noch gelegentlich an den kleinen Haken der Jungfräulichkeit.

Z. ist das Zwischenstück des sich selbst erlösenden männlichen Irrtums. Briefliche Wahrheit: Einsicht der Narretei. Das Briefliche ist mit Bezug auf die lange Vorgeschichte der Menschheit zu sehen! Im Kleid ist der Mann erlöst (Narr) oder größenwahnsinnig (Uniform und Ornat). Der Mann hat keinen ganzen Leib.

Das ist das maximale Pathos: die distanzierte Narretei, die Liebe zur eigenen Peinlichkeit. 

Ich stelle Nietzsche also um und schreibe ihn noch mal als  g a n z e n  nieder und - schreibe damit und mit ihm die Geschichte der Menschheit neu.

Es ist 'höchste Zeit' für eine unvollkommenene Verdichtung. Die Verdichtung ist eine absolut männliche. Sie ist der Knoten 'Zarathustra', der Wendepunkt, der sich selbst zwischen einer jungen und alten Geschichte erlöst. Sie ist der widersprüchliche männliche/Leib. Sie ist Ausblick auf ein Unbestimmtes des Mannes (im Überhöhten des unfassbar Übermenschlichen) und auf den Untergang des Widerspruchs und der falschen Selbsterkenntnis (also des analytisch verdrehten und schriftlich fixierten 'Wahnsystems').

Der Schrei in vierten Teil des Zarathustra ist eine Warnung des Männlichen vor sich selbst und wurde von N. u. a. als Anti-Anti-Semitismus in die Deutung hineingezogen. Der Antisemitismus als schwarze Wolke über Europa war eine viel zu deutliche Gefahr. Die allgemeine religiös-männliche Verblödung der Menschheit ist das meinem Z. wohl undeutlich erst erklingende Hintergrundrauschen. Die Deutung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert durch N. geht der Vernichtung des Geists (also mit einem anderen Bild N.s: der jüdischen Kultur) in Europa im 20. Jahrhundert voraus.

Was für ein Vorspiel und was für ein trauriges unendliches Endstadium.

Die höchste Grausamkeit hat nun den 'letzten Menschen' erzeugt. Es bleibt Stumpfsinn, der sich dem Waren Rausch des blutigen Hintergrunds völlig ergeben hat.

Es ist höchste Zeit für den letzten Einschlag. Der braucht keine Stellvertreter, keine Ideologen und Demagogen mehr. Er kommt aus heiterstem Himmel ganz von allein.

Einer kommt, einer geht, einer bleibt. Ich bin der Hintergrund, die schwarze Wolke nun auch. Die Analyse ist der Blitz, der Schlaganfall. Es kommt --- Krieg. Verlust aller Männlichkeit. Was bleibt?: vor uns: das Weib.

Das ist der Kreis (s. o.): die männliche Analyse fällt ab von sich selbst wie die fremde Krankheit an einer erlösenden Weiblichkeit.

Z.: Ein Buch also für Alle und Keinen? Für alle Frauen und keinen Mann!

Vorgezogener Rest

Bald werden alle Texte verloren sein und mit ihnen 2/3 der Menschheit.

Die Geschichte besteht aus 2 Teilen: meiner kurzen der Langeweile des Patriarchats und einer langen der Wollust, die zweigeteilt ist. Die zweigeteilte ist zeitlich zu sondern in den aufrechten Teil der Frau und den aufgerichteten jüngeren des Manns. Der erste ist Grund der allgemeinen menschlichen Leiblichkeit, der zweite ein Vorgriff auf die Körperlichkeit, die ist eine Fälschung der Leiblichkeit der Frau und die verkehrte einseitig menschliche Selbstanalyse des Mannes.

Die Jungfräulichkeit ist ein Dorn der jüngsten Geschichte, an den wie an einen Haken die ältere gehenkt werden kann.

Um den jüngeren Teil der Geschichte zu 'verstehen', muss man die Fälschung ihrer Gesamtheit aus einem männlichem Leib erzeugen. 'Männlich' und 'Leib' allerdings ist ein Widerspruch. Der erste Schritt zur Wahrheit ist seine Auflösung. Ein vollkommener Widerspruch will in einem vollkommenen Leib vergeblich aufgehoben sein.

Das Ende der 'Geschichte' ist der Anfang und der Textleib wird vom Hunger gefressen. Aus Falschheit wird Not, aus Not Bescheidenheit. Aus Bescheidenheit wird Freiheit und Erlösung in neuer geschlechtlicher Verschiedenheit.

Also beginnt nun mein Untergang.

Samstag, 5. April 2014

Würde

Was soll bitte Würde sein? ein unvollständiger Fakulativ? Der fünfte oder Sündenfall des Deutschen? Ich würde sagen, die wichtigsten Rechte sind einfach das Recht eines jeden Menschen auf körperliche Unversehrtheit und das der uneingeschränkten Verfügungsgewalt aller über die Produkte der eigenen Arbeit. Das schmerzt wohl manchen. Es kostet etlichen wohl Stand. Aber Bescheidenheit und Mäßigung verfeinern doch die Sinne. Die Reichen werden sich auch noch herzlich bedanken. Es kostet sie doch der Verlust ihrer 'Würde' - unsere ist das nicht - nur etwas Schuld und lästiges Mitleid.

Rot und Weiß

Immer, wenn ein großer Krieg - eine vieldeutige Ent-Scheidung - bevorsteht, erscheint ein großer unbedeutender Leib. Zarathustra beginnt mit der Geburt eines Menschen der Entstehung der Menschheit und dem Sturz in ein erwachsenes Sein. Ist nicht jeder Krieg immer wieder dieser eine Sturz? Und warum gehen wir Verbindungen nicht friedlich ein - ohne Vertrag? Warum muss uns die Wahrheit und Wirklichkeit so sehr bedeutet werden wie vollkommen unreifen Kleinen? Lasset doch ja nicht wieder die unschuldigen Kindlein für euch kommen - zu Verstand. Wendet mir die Rückseite zu, ich betrachte dies als das größte Kompliment, als einen Verweis mit Bezug auf das höchste Gut: es gibt eine Große Blüte noch in der tiefsten Tiefe der Schwarzen Seele. Nehmen wir also Afrika als den Sinn der Erde uns vor, denken wir den Kontinent weg von der Kälte und nehmen wir ihn zu Herzen uns als - die blühende Glut. Gibt es nicht alle BlütenPracht kombiniert auch mit Feuer und Rauch. Der letzte Krieg ist der schwarz auf weiß. Der Buchstabe will befreit von der schrecklichen Ordnung der Einsicht sein. Hingeschmiert will er sich und durcheinander, unlesbar ungeschickt, ein frecher Klecks soll er sein. Zarathustra ist ein Fluch, alles Denken in ihm Leib alle Einsicht umgestellt alle Wahrheit gedreht. Der Löwe brüllt nicht, weil er vorn - sondern weil er vor mir steht. Nimm das Geschlecht mit rein. Löwe frisst Mensch. Das ist die furchtbare Wahrheit nur für den Mann. Mensch frisst Löwe, ist das Zeichen der Befreiung der Frau. Das Zeichen am Ende des Zarathustra ist der Wunsch nach der Befreiung von der Krankheit für IHN sowohl aus auch die Befreiung selbst in IHR allein. Lasst doch den Arsch frei und der Öffentlichkeit eine sich windende Scham zwischen heißen Backen erblüh'n.

Histamin I

Mit dem Histamin im Fisch holt sich der Mensch sein archaisches Sein zurück.

Sobald ich die Welt in Ihnen neu erschaffen habe, werden Sie erfüllt sein mit einem Gefühl tiefen Glücks und unendlicher Traurigkeit angesichts ihrer unbegreiflichen Schönheit.

Mann muss reichlich Fisch essen bei jeder Gelegenheit und erfährt u. U., wenn man aufmerksam ist gegen sich, den ganzen Leib.

Die Wirkung ist nicht jedem deutlich, sie fordert - Gegengeschlechtlichkeit. Nur mit ihr ist möglich die Wahrnehmung des Gegensatzes von unendlich archaischer Pracht und versteinerter Schönheit.

Warum wurde die Schönheit den Griechen zu Stein? Weil sie  I h n e n  sonst unerträglich gewesen wäre. Sie stürzt, meine Liebe, in gewaltigste Sinne berauschende träge Traurigkeit. Dagegen hilft nur unablässige Arbeit. Arbeit schlägt Traurigkeit in Stein und hölt Sinne aus. Was herausschaut ist Geld Wert-an-sich Schönheit Aufhebung des Wertunterschieds in scheinbarer Gleichheit. Gleichmaß Kindlichkeit Vergänglichkeit Stein.

Das Xtum hat den Fisch geheiligt gegen den 'sündigen' Leib. Man verstehe das richtig. Diese Perversion ist unser ganzes 'Unbewusstes'. Es gibt kein anderes als dieses: man muss das Falsche der Sünde als solches einfach sehen. Dann erkennt und begreift man auch jedes Verbrechen. Mit seinem Begriff versagt der Verbrecher noch und ist geheilt. Man ist immer entweder geheilt oder geheiligt. Geheiligt ist ein Verbrecher, der sich nur vorübergehend widerwillig und -wissentlich die Tat versagt, der hat die Krankheit der ekligen Reue auf Dauer.

Im Geheiligten ist das Archaische insofern entstellt, als es - mit seinem Leiblichen - ist verbösert zur Qual. Es tritt damit nicht mehr hin an die gewaltige Schönheit sondern verkehrt mit und in der blutleeren Körperlichkeit mit dem toten Fleisch endlich jenseits der Fülle des Leibs.

Wer nur koitiert, bekennt sich zum Verzehr gereinigten Fleisches und - zur höheren Verständnis losen Langeweile.

Nietzsche hat durch sein vollkommen schriftliches Sein sich das Bild eines bei nahe unbegreiflichen Leibs gezeugt. Seine Bücher und Briefe verdichten sich zu Lesers eigener LeibHaft Haken und Fischfang. Histaminreich läuft er gegen sich an.

Wandle es

Schönheit: unter der erwachsenden Symbolik des Leibs ersteht die versteinerte Kindheit. Immer greift die Entwicklung zurück und verwandelt eine Vorstufe in Stein. Der erste Mensch war ein versteinertes Tier, das Kind ist die Härtung des fertigen MenschenSeins  und die unfertige Jugend ist zunehmend ein langsamer Vorgriff auf den kalten Tod.

Die vollkommene Liebe gehört dem dessen steinerne Schönheit mit dem ihm zugehörenden hohen Sinn das eigene höchstes Gut den Leib einem so ganz unerträglich macht hart und schwer. Schwer ist die unerträgliche Sehnsucht die Wahrheit verfluchten Glücks. Die Vornehmheit des Geliebten kontrastiert schmerzlich unerhört wunderbar und unablässig die eigene Tugend und Traurigkeit.

Ich bin verloren gegen den ganzen Leib, Ihre wachsende Erinnerung mir, bin das andauernd wertlose Sterben. Ein unerschütterbares Dasein mit absoluter Gesicherheit soll meines zerbrechen. Ich wünsche mir dass äußerst die harten Knoten der Seele des Leibs endlich sich mir lösen.

Ich möchte dass alles in Tränen schwimmt was die Dinge der Welt meinen Sinnen bezeugen. Ist der Liebe hohes Lied doch nichts als ein Vergehen in tiefer Scham vor des anderen unendlicher Reinheit. Es will nichts ändern daran und darf den Mut dazu sinken lassen.

Ich möchte Meer aus Scham noch sein um in mir selbst zu verschwimmen. Ich möchte so gern in mir endlich ertrinken fern über mir die bunten schwindenden Bilder des Lebens bewegt vom Spiel der Wellen. Ich will verlassen sein. Dies ist mein Leib und endlich einmal der grundlose Untergang.

Alle und Alles ist mir gegen die  e i n e  Schönheit unbedeutend wertlos und langweilig. Selbst bin ich der reinen schamlosen Liebe nur haltloses Unglück.

Das ist der Fluch der Schönheit dass der Körper des anderen sofort dem Geist ganz unterstellt scheint vom fremden Leib für überheblich oberflächlich zu halten ist. Hab ich mich leiblich unfreiwillig gegen  S i e  offenbart? Warum nimmt der Unschöne Trottel Verliebte das Bild seiner Dummheit wie natürlich im anderen hin?

Schönheit ist gleichgültig. Wird sie nicht geliebt, verlässt sie dich. Lieb es oder lass es. Mit 'es' meint die Schöne nur sich. Ich wandle es.

Blühende Glut

Brief an einen Leser oder - die verlorene Schönheit.

Ich bin nur Zuhörer meiner Gedanken und Zuschauer innerer Bilder.

Ist dem reinen Zuhörer je ein persönliches Wort an einen VorTragenden weit weg erlaubt? eine Rückmeldung ganz von unten aus sich vom innersten Gegen- und Bodensatz her? Darf er Ihm sagen, dass er sich über jedes der schönen dahin gegangenen Worte und jede der so hübsch frechen Gesten noch hat gefreut? Erinnert er sich an den, der allein nur gut zuhören kann, der nie viel für sich redet und - nie mit. Für keine Tafel hat er die Stimme. Sie ist nicht laut genug dafür, rasch flüchtige Unfähigkeit. Beiläufig Schriftliches nimmt hastig sie auf.

Ein reiner Zuhörer kann nur immer sich selbst erzählen. Er ist so besessen von seiner  'Verfassung', der Schriftlichkeit, seinem Geist bzw. - aus anderem Blickwinkel - seinem Texten, seiner Schreibarbeit, also dem ganzen TextLeib, der ihm gefragt scheint. Wieso bleibt immer am Ende die Fraglichkeit so furchtbar allein?

Nizza wäre ein Einstieg gewesen, den ich übersehen hab', bzw. ist die erforderliche Berührung nur im Geist zeitversetzt – von einem Tag zum nächsten - erfolgt. Das nenne ich eine rechte Verschiebung und Gedanken auf Wanderschaft: den Verweis auf die Trockenheit, die dem Ort in Frankreich (für Nietzsche) einerseits, und andererseits der reifen Scheibe im Zwischenwirbelbereich anhaftet. Zum Sprung wirbelnd hinüber gehört auch der von der wunderbar weiblichen Deutlichkeit hin zu meinen unscharfen Gedanken, die wie aufgerauht an ihr und Ihnen noch hängen. Ich bin manchmal so unordentlich zeit-los - aufgewühlteste unangenehme Klebrigkeit.

Ich will nun gern so sparsam sein wie nur möglich in den nötigen schriftlichen wie notwendig schon in den vergeblich bemühten mündlichen Äußerungen.

Behandeln Sie doch meine Gedanken vertraulich. Sie sind nur leicht für Sie allein dahin gedacht. Löschen Sie mich.

Löschen Sie doch gegen Lots Verderbtheit die brennende Stadt! Lassen Sie die Töchter frei und allein. Nehmen Sie sich in Acht vor dem dunklen FlügelMann, der auf jedem Umweg zu falschem Ruhm vorbei fliegt an der einzigen Pracht des Ewig-Weiblichen.

Ich schreib' doch nur, weil das Vergessen besonderer Menschen mir in mir so schwer fällt.

Das Schöne an Ihnen zieht zu sich hin - und erhält mir zäh fest ein Bewusstsein des eigenen schwer wiegenden Mangels. Wieso zieht es mich allein nicht hinan. Was macht ihm die Schwere Masse. Ich will vergessen sein. Ich bin nur Pein. Ich bin einem sich selbst fremden Geist gleich hin und her gerissen zwischen verborgenem leiblichem Glück und schmerzlichem Erinnern des fremden Wunders am schönen Wesen. Wie so kann Ich nicht so sein.

Sie sind noch da und sind mir unfassbar angenehm, herzlich gut, die herrlichste blühende Glut* in Ihrer ganzen Menschlichkeit.

Ich stehle Ihnen von der für Sie wertvollen Zeit, nicht wahr? Verzeihen Sie mir das gefälligst und nehmen Sie für einen Schlag meinen Dank oder Herzfehler an.



* Sand aus der Sahara gibt derzeit der Kirschblüte hier sommerlich-afrikanischen Charakter. Selbst die Natur bezeugt Ihre Vollkommenheit. Sie sehen das doch nicht als Kompromiss?

Freitag, 4. April 2014

Leib und Geist

Die höchste Einsicht ist nicht mitteilbar, weil sie so sehr selbstverletztend und intim ist.

Die ungeheuer hohe Liebe verschweigt sich, denn geäußert wird sie ist unglaublich schnell unpersönlich und ist leicht flüchtig.

Trauer steht dazwischen, hält beides fest und macht stumm. Zum einen gehört sie und dem andern steht sie entgegen.

Montag, 31. März 2014

Wiedergeburt

Ein Maler sucht nach seinem Herz aus Gold, indem er Schicht um Schicht Erde sich auf den Leib schmiert. Ein Mensch sucht ewig nach der höchsten Liebe, indem er Stück um Stück seinen Körper zu ihr hin verrückt. Manchmal nimmt ein Texter, der sich erkennt, Zeichen für Zeichen allein weg aus sich und bekommt dafür gelegentlich oder vielleicht seinen verlorenen Leib neu geboren zurück.

Das gute Jenseits des Bösen

Er ist nicht drüben geblieben, wo Ärzte die Krankheit lieben, hat das höchste Gut besessen, das böse Jenseits vergessen, war im Paradiese am Markt seiner freien Wahl über Nacht, ist am Morgen tot gewesen. Hat er sich nun überfressen, erlitten einen Herzinfarkt oder wurde er umgebracht?

Textleib

Das Glück hat zur Erde nieder
als ihr Leib in fremder Eintracht
sich erkannt - aufgemacht
über Erlösung berichtet
ward ausgelacht – hin gerichtet
und von ihr entbunden wieder

Sonntag, 30. März 2014

Des Lebens Mittel

Gibt es denn den Platz zwischen der oberflächlichen Schönheit und der gründlich tiefen Vergewaltigung? Man muss zugeben, dass diesen Platz die Lüge einnimmt. Sonst könnte die einfache Opposition, der abstrakte absolute Gegensatz, sich nicht halten. Der Gegensatz gehört zur Welt der Maschinen. Maschinen für sich Leben nicht. Brauchen Sprache nicht. Sie brauchen unsere Lebenslüge. Aber der Mensch gehört nicht dahin. Sein Leib will nicht so zerrissen sein.

Alles dreht sich ums sonst. Also soll es zu sich zurückgenommen sein. Also sprach der Leib und legte den Rückwärtsgang ein. Thus spoke ... Im 'Thus' versteckt sich unser 'sonst'. In der Übersetzung wurde es sichtbar.*

Also brauchen wir keine Gegensätze zum Analysieren und keine Wissenschaft. Wir dividieren uns nur auseinander in eine vergängliche Sicherheit, das schriftliche Verständnis, den Körper, der sich verkennt und zersetzt und das Leben, das geliebt sein will und dem sich der Mensch bedingungslos zu ergeben hat. Dazwischen erwächst uns ein Leib in seiner befreiten Wirklichkeit.

Darum brauchen wir auch keinen Autor und kein bewusstes Ich in unbewusster Blödheit. Wir sind nur Leib mit einer Einsicht, die ihn aus der Welt schafft und der sie hin zu sich zeugt. Zwischen Leib und Einsicht liegt die Wahrheit als LebensMittel. umsonst herum.

In der freien Selbstbestimmung, also der unmittelbaren Verfügbarkeit der selbst erzeugten Lebensmittel sucht man vergeblich nach 'Wahrheit'. Die gehört nur der falschen Freiheit und verlogenen Gerechtigkeit.


* ZaraThusTra: Um das THUS herum ringelt sich das unbedingte und gute rein leibliche Mitgefühl, das das schlechte herablassend männliche Mitleid überwinden soll (ethymologisch verbunden: tra - trans - para - Frau). Das Z ist nur ein gedrehtes oder hochgestelltes N, es bezeichnet die begriffliche Bedeutungslosigkeit (und ist insofern absolut sinnlos) und ist der reine buchstäblich sinnliche Wandel, die Rückkehr des Zeichens zum Leib und aufrechten Gang (alle Organe wollen zurückgenommen sein).

Samstag, 29. März 2014

Wille und Schönheit

Der Wille ist ein Fremder uns unheimlicher Äußerer: er ist außer uns im Wert der Dinge und bedient sich über das Großhirn des Leibs. Das Großhirn ist nur deshalb so mächtig, weil der Leib nicht mehr Herr der Dinge und der Welt um ihn sein soll. Das Großhirn ist ein simpler Rechner, der ein 'mehr' ein 'weniger' nur kennt und über ein 'über sich' den 'Begriff' mit dem 'Kontostand' und dem 'mehr' oder 'weniger' an Waren und Besitz und dem 'Preis' als relativen Wert der Waren verbunden ist. Da wir nur mehr in einer Welt der geldwerten Zeichen leben, ist der Leib der Wirklichkeit vollkommen entfremdet. Das Großhirn ist der Agent der Entfremdung, der den Leib als komplexes Abbild der Wirklichkeit, als lebendigen funktionierenden Bestandteil des Lebens der Erde, zum Erhalt seiner selbst steuern muss. Das Bewusstsein ist daher nicht Zeichen menschlicher Souveränität und nicht Funktion und überlegene Besonderheit des menschlichen Geistes, sondern ein Mangel an Leben und der Geist repräsentiert nur die Kapitulation des menschlichen Körpers vor der Warenwelt. Daher ist auch der menschliche Geist mit dem des Tiers nur mehr schwer zu vergleichen. Das Tier beherrscht seine Welt und bedient sich ihrer leiblich über den Geist (hier: das Selbst der Lebenskraft), es braucht kein ZusatzBewusstsein, da es in seine Welt und die Wirklichkeit des Lebens und der Umwelt, der Erde, integriert ist. Der Mensch hingegen ist das stumpfsinnige Tier, das mühsam seinen Leib hinter sich her zieht und in die simple Welt der Waren einbauen muss. Der Mensch muss sich nicht nur sein Leben im Lebensunterhalt erarbeiten, sondern seinen Leib noch mit seinen 'natürlichen' Funktionen. Das Nervensystem ist beim Menschen ein System der Marionettenfäden, über die der Leib am Geist hängt. Den Puppenspieler oder Autor kennzeichnet zweierlei: die Besonderheit seines ihm entfremdeten Leibs und sein Kontostand oder Preis oder sein Wert im Bezug der Spieler, sein Nutzen. Daher ist dem Menschen auch die Schönheit als Symbol seiner Nützlichkeit für den andern, als Zeichen seiner Nutzhaftigkeit über den Leib als Oberfläche und nackte bloße Haut sowie ins Gesicht, dieser zweiten Welt im Kleinen, in neue scheinbar leibliche Tiefe geschrieben. Die Schönheit verdeckt also die Entfremdung des Leibs: seinen Verlust durch eine nackte Symbolik darüber in Form und Haut (als Blöße in Marmor und verborgene eingebildete Schönheit) und die Abhängigkeit des Körpers im Wert vom andern durch die metaphorisch überzeichnete Körperlichkeit des Gesichts (das erwünschte offensichtlich 'Schöne'). Das ist doch der Unterschied von Symbol und Metapher: Symbol ist der Leib nackt im toten Stein und die Metapher ist das aus dem Stein hervorgetretene Zeichen. Die Oberfläche des Körpers des Menschen ist ein funktionales Nichts. Das Gesicht ist der Ort der Verdichtung der unter der leeren Funktion zerfallenden Körperteile. Im Gesicht wird der Körper 'auf den Kopf gestellt'. Das Gesicht hat mit der Schönheit scheinbar auch eine Funktion, sie ist deutlich unsichtbar durch ein vielfaches Verkehren leiblicher Teile. Schönheit ist der Schatten des Körpers vor dem Schein der leiblichen Funktion. Eine Abstraktion (in männlicher und weiblicher Form) hat den Leib von sich 'befreit' und den in Stücke zerfallenden Leib gedreht und gewendet, verdichtet und verschoben im Gesicht wieder hergestellt. Schönheit gehört zum Willen und soll wohl die Abstumpfung der Sinne rückgängig machen. Sie ist undeutlich und schwach ausgeprägt und bedarf der Übertreibung.

Der Wille ist der große Wunsch des Menschen nach einem TierSein, das es nicht gibt. Der Übermensch ist das Tier, das aus Zeichen besteht. Wenn der Mensch selbst sein Verhalten mit dem der Tiere vergleicht, so ergibt das nichts als einen Haufen unsinniger Zeichen. Tiere leben und überleben sich. Der Mensch aber tötet sich für den Fortbestand eines Worts. Der Schwachsinn des Selbstmissverstandes tut mir so unendlich leid.

Salomon und Salomé

Die Vagina soll also dem Enddarm nur abgemietet sein. Wenn man Miete ins Menschliche reinrechnet, dann wären die ersten Menschen also Vormieter und wirklich aus 'Lehm' gewesen. Der Gedanke war natürlich menschlich und doppelt falsch.

Denn erstens stimmt für den Menschen die Ableitung an sich nicht – die ist lange vor jedem Menschlein schon im Tierreich erfolgt – und zweitens ist auch die Richtung falsch. Die Kloake war erst gespalten und dann geteilt – oder andersherum, gleichviel: es herrschte Gerechtigkeit.

Wird doch als göttliche Weisheit in heiligen Büchern und als hoher Priester Wahrheit seit es Bild und Schrift gibt uns eines hauptsächlich gelehrt: der Prachtbau ist göttlich und die Vagina verkehrt.

Jetzt müssen wir nur noch eine kleine Übersetzung vornehmen und die Verkehrung in der Bewertung wenden: der 'Prachtbau' ist ein menschlicher Überbau der wirklichen Lust und muss dieser immer abgemietet sein. Der Rückzug der Lust war einer der Not (des Hungers) und die Verkehrung war insofern notwendig und richtig.

Sobald mann Wert in Schein und Gold trennen kann, Dinge in scheinbare und wirkliche Arbeit auflösen, hat mann die Elemente für einen Umbau der Wirklichkeit, keine Wahrheit zwar, aber einen Schlüssel zum wirklichen Sein.

Der Überbau ist einer alten Hütte abgemietet und also wurde Scheiße zu Gold. Der tierische Vorbau in der gerechten Teilung wurde nachträglich Schein und Überwert. Er dient nur der Führung und Verführung: eine Frau nimmt sich vor den Verführer, schafft vorn langweilend sich zufällig Geist an und nimmt hinten zur Miete sich seelische Krüppel.

Das heißt, Salomons Tempel ist als Gesamtbild schon aufschlussreich und muss auch nicht umgebaut werden, aber es ist eine Verschiebung der Begriffe oder (Rück!)Übersetzung der Deutung bzw. Um-Deutung erforderlich. Im dem Moment, in dem die Notwendigkeit dieser Übersetzung begriffen ist, ensteht Salomons Tempel neu.

Das wirkliche Leben ist nicht vergangen, es wurde nur ein Bild des Tempels zerstört, unser moderner falscher gelehrter wissenschaftlicher göttlicher männlicher geistiger Begriff von ihm. Ein versteinertes Bild des Leibs wurde vernichtet und könnte als lebendiges wirklich wieder erstehn, aus sich geschaffen sein.

Der Neubau erfordert nichts weiter als die erkennende Fröhlichkeit.

Strampeln befreit die Seele und erzeugt nicht Geist. Geist ensteht durch Fesseln. Er ist äußerlich und pflanzt sich fort mit Gewalt. Kinder aber sollen w o l l e n lernen und nicht erzogen und verkrüppeltes Wissen sein (Der Leib ist das höchste Gut: La Mettrie).

Fröhlichkeit ist jede große Rundung am Weib. Dies ist eine notwendige Einsicht und keine Wahrheit.

Als ewige Schülerin hat Lou Salome sich männlichen Geist nur gesucht und gefunden. Der Große Geist hat sie gern zu sich genommen und die gelehrte Weisheit hat mit ihr diesen Bastard einer eingebildeten kleinen Wahrheit gezeugt. Schwarz auf Weiß geschriebener vergoldeter Scheiß in der gedruckten Öffentlichkeit. Und wie die graue kleine Langeweile von Inhalt jetzt gräßlich dazu brüllt und sich aus ihr schreit.

Freud hätte leicht erkennen können, dass ihm die beste Schülerin eigentlich eine Totgeburt geschenkt hat, einen bösen Verweis. Sein ganzes Werk nur ein Sarg, kein einziger lebendiger Gedanke, ein Witz, nur Masken und Fratzen von Kindern, Engeln, Eulen, Narren, die uns tausenfältiges tosendes höhnend spottendes Gelächter erzeugen*. Hätte Freud Nietzsche gelesen, wäre er ohne Zweifel umgehend einer der ihm im Spiegel Zarathustra anhängenden Seiltänzer geworden.

Nietzsche hat den 'Verkehr' mit LS als Wende seines Glaubens an sich, einer falschen Sicht auf einen eingebildeten Idealismus, bezeichnet. Er hat die Totgeburt des Autors aus seinem Werk erkannt. Ein Seiltänzer ist vom Seil geflogen (oder hätte er denn mit der Stange in der Hand sich einen neuen Lebens Faden Nachgeschmack ziehen sollen?). Stirners Schrift ist absoluter idealistischer Schlusspunkt: ein über alle Maßen verwundernder Stich mit unscheinbarem Abgang des Autors durch Hinscheiden des wirklichen Menschenleibs, mehr wirklich nicht, als ein kleiner Mückenstich mit großer Wirkung für einen einzigen. Mainländer hat seinen aufwendigen Leichtsinn der Über-Zeugung natürlich als erster beim Blick über den Druck erkannt und sich vom Druck des Leibs befreit als dessen erster und einziger 'Anhänger' - und sich also folgerichtig verdrückt.

Nietzsche hat immer zur Miete in (Hotel)Palästen sich verlebt und in Drecklöchern gehaust. Je mehr er schreibend hat sich bemüht, umso weiter weg geriet er von der erlösenden autoritären gelehrten und ehern beringten vorderen gründlichen Langeweile. Trauring, aber wahr: das eherne Meer. Wenn er sich über den 'Dreckel' empört hat, so allenfalls aus liebem Neid und freundlicher Eifersucht, weil er gelegentlich selbst so gern einer war. Dreckel heißt nur: ihm liegt an meinem Arsch (L.A.M.A.). Auch die Cosima war ihm nur eine Frau mit entsprechend nichtigem höchsten Stil. Sti(e)l ist ein Sargträger des Geists. Ein träger SinnHoler. Und Geist selbst ist nur Diebstahl (geht verstohlen hinten zum Tempel rein). Das ist salomonische Weisheit.

Der Geist - sollte damit die Seele bzw. das Hirn gemeint gewesen sein - war nie übermenschlich groß, noch - sofern beim Begriff 'Geist' an Autorität bzw. ein höheres Wesen an sich und Gespenst gedacht wird - hat es je irgendeinen gegeben.

Mann darf also Geist los sein, ihn sich schenken und also lassen - Nehmen ist wahrlich höchst selig - zur Wiederherstellung der menschlichen Wirklichkeit gegen die autoritäre gelehrte und lebenslänglich begattete Langeweile.

Eine Kleinigkeit wäre beim Neubau also in Abzug zu bringen. Nachdem der Alte Geist aber eh schon lange begraben ist und der Neue kürzlich abgestürzt, überlassen wir die Alte Hütte einfach dem Untergang und stürzen uns umgehend hinterrücks auf die Neue Ehrlichkeit.



* Zarathustra II, Wahrsager: damit ist nicht nur Wagner gemeint, da steht u. a. auch schon der ganze Freud.

Freitag, 28. März 2014

Vergebung und Strafe

Noch was zu Glaube und Religion im modernen Staat: zu ihnen gehört auch die auf die geistige Autonomie hoher und hohler Staatlichkeit zielende Absolution. Die Absolution gehört zu einem Glauben an den ständig drohenden allgegenwärtigen Weltuntergang. Vergebung im Vergeblichen. Erlösung im objektiven Gegen- und Widersinn. Der absolute Gegensatz von Schuld und Sühne erhebt sich hier weit über den Leib. Die Schuld wird umgerechnet in Arbeit und die Arbeit in Lebenszeit. Bei Gold und Sachwerten bestand noch ein LeibÜberzug. Sie waren Gut für die Entschuldigung wie Leben oder Teile des Leibs. Weg mit den Köpfchen nun oder der bösen Hand, die verkrampft! Unser Geld dient der wirklich wirksamen Entschuldigung nicht. Geld erlaubt absolute nackte Schamfreiheit im Verein. Wir modernen Menschlein haben eine absolute Schuld und werden von ihr mit Scheinen geheilt. An Verbrecher glauben wir nicht. Der ist nur ein Rest von Unglauben und Erinnerung an den Leib, hat nur ein fernes weit weg veröffentlichtes Sein. Statt eines Verbrechens haben wir einen Glaube an ein unbestimmtes Unbewusstes der Tat. Das ist auch der letzte Glaube an sich - auch des Menschen an sich selbst -: der Glaube an den verborgenen und verlorenen Sinn und die Erlösung im himmlichen Unsinn, regiert vom Loch noch hinter dem Nichts. Ein Unbewusstes allerdings gibt es nicht. Sinn ersetzt darin nur anderen Sinn. Warentausch ist bestimmt vom Geldhandel. Das Unbewusste erklärt und Bdeutet und ist also die Lüge als Überschrift des Bewusstseins. Die Dämonen zum Verbrechen sind nicht unbewusst, sondern der Leib unter der Schrift. Sie gehören zum Autor, dem wirklichen Teufel im Leib, der den Pakt mit dem freundlichen Geist unterschreibt. Der 'Verbrecher' büßt seine Zeit, ist damit geheilt und - wird natürlich rückfällig, denn jeder Schuld zugrunde liegt in der absoluten Freiheit der verstümmelte, vom Geist 'verdrängte', in der Welt der Zeichen und Waren verlorene Leib. Genauer sind das die Reste eines Leben ausscheidenden Leibs. Das Opfer des Mörders aus innerer Not und Mangel an Lebendigkeit ist immer nur der eine vom Geist widerlegte Leib. Er hängt irgendwo in der wirklichen Vergangenheit (nicht in der eingebildeten der PsychoAnalysten). Der falsche Ekel am Leben ist Täter und Grund der Tat. Die Therapie ist nur der absolute Glaube des Therapeuten an sich selbst. Im Christianismus glaubt auch jeder Pfaff , der sich ehrlich er- und bekennt, an nichts sonst, als an sich. Jeder Politiker glaubt nur an sich und nichts weiter. Zum Geist der absoluten Schrift gehört auch die objektive Schauspielerei. Ein Narr setzt als Spieler einer anderen Schau seine subjektive Sinnhampelei für die Leibfreiheit dagegen! Die wirkliche Lebens- Leib- und Todesstrafe gehört so wenig zum christlichen Glauben wie zum modernen Staat. Das Lebens ist ihnen begriffliches Jenseits, leiblos, bezahlbar und fassbar mit Arbeit und Zeit und also wirklich un-begreiflich. Die anderen großen Religionen funktionieren so nicht. Ihnen fehlt die Absolution der massenhaften Begeisterung, die Autonomie des Gegenwerts der Leiblichkeit. Die Bibel ist auch nur das Buch, an das die Christen gern glauben  m ö c h t e n. Keiner der Idioten hat es je durchgelesen. Nur Sinn gestohlen zerrissen: Lügenanhang an jedes wahre Wort: Neuzeugung und -deutung in Beliebigkeit: Neues Testament: Kollage und Karrikatur. Und was soll man den Koran auch ins ekelhaft Mitleidige übersetzten. Der ist nicht lesbar als neue Schrift, sondern nur lebbar einzig und allein im zugehörigen arabischen Sprachraum. Den alten großen Religionssystemen fehlt noch das antifamiliale Moment der vollkommenen vereinzigenden Innerlichkeit. Sie sind in ständigem Streit mit sich und ihrer Schrift und dem Staat und der Öffentlichkeit. Sie kommen aus dem GegenSatz ihrer Schrift und Schriften nicht heraus. Ihre Anhänglichkeit macht daher auch nicht diese seltsame Musik, die von der Sprache sich löst für den Geist ohne Leib. Sie jault nur traurig dudelt fröhlich ein wenig dazu und heult unablässig und ohne Grund. So klingt das Verständnislos unser. Aber holde Weinerlichkeit kennen wir hier gelegentlich natürlich auch. Es meldet sich dann auf politischer Ebene der alte Glaube aus ein/gebildeter UrväterVorzeit mit Leib zurück. Die innere Not sucht dann den zu widerlegenden bösen Leib. Der Mörder hat die staatliche Seligkeit abgebüßt und braucht wieder ein Opfer. Unser Land hat einen heimlichen Hang zu diesem vorstaatlich märchenhaft Völkischen. Allein das europäische Umfeld erzwingt ihm momentan eine glänzende ScheinStaatlichkeit. Manchem Altgläubigen erscheint das hier als sein Paradies, in dem er meint, glücklich auf Dauer leben zu können. Deutschland, versehentlich nur gelobtes Land staatlicher Unscheinbarkeit. Dem gläubigen Fremden ein Heimatland? Himmel auf Erden? Alles ist hier versehentlich nur vereint. Auch die Lüge mit der Wahrheit. Schicksalsgemeinheit. Ein schlimmer Irrtum ist der Verein und es wird sich vielleicht bald allen fremden Gästen ihr Her(Ein)kommen als grausamer Fehler erweisen. Deutsche Vereinsamkeit. Das Völkische kennt nur schwarz und weiß, eigenes Gut und fremdes G Schlecht. Schwarz unter weiß und Wut auf Böse. Und wie leicht ist doch leiblich oder 'rassisch' das 'Böse' in der Dunkelheit des ganz Anderen Geminderten vom 'guten' Weiß der bemittelten NordEuropäer zu scheiden. Das Ausscheiden aus Mitleid, das Morden der Bleichen, ist dem Völkischen ein Bedürfnis und Zwang und also wird sich dies Land einmal wieder als sich besondernder Vorort des 'Großen Staats Europa' erweisen und dann vielen Goldbeleibten wieder die furchtbarste Hölle, ein rauchender Schlund und Feuerhund, sein. Der erlösende Leib wird wieder ausgeschlossen sein aus der zusammen gerissenen Welt der so erlösten christlichen Reichen. Mager und arm wird er hängen am End, also am Hintern und mitten im fetten Leid gleich wie der Henker selbst in seiner erbarmungslosen Trauer unter dem Kreuz der irdischen Vollkommenheit*.


Es gibt also Schauspieler, die für andere den Narren machen, um leibfrei zu sein. Es gibt ja nichts schlimmeres in den Augen der andern, als die Wollust der Einzigkeit. Die muss mit der Narrenkappe des Fetischismus für andere zu deren Missverstand gedeckelt sein. Der Mensch in Sklaverei wird leiblich wollüstig eins mit Waren, entfremdet als Geldsklave wird er eins mit Zeichen.

Der andere Schauspieler ist der, der an sich glaubt, er steht über den Narren. Er ist der eingebildete Lohn der Sklaverei, das Geld und der in ihm verkörperte (Un)Geist dazu.

Der Sklave war leibliches Gold, der Arbeiter ist nur mehr unedles Metall und papierener Schein. Beide hängen fest zwischen Ware und falschem Leib (Konsum und Perversion).

Der UnGeist aber bewegt sich hin und her zwischen dem Glauben an sich und an sich allein und der leeren Vereinigung mit einem anderen (zwischen aufregendem Größenwahn und betäubendem kleinen Rausch).

Darum also ist wichtig die Annahme zweier Arten der Befriedigung.

Das ist die große Lüge des Patriarchats, dass der Mensch sich erkennt, wie in der Bibel steht, beim langweiligen Geschlechtsverkehr. Der Mensch aber erkennt sich und seine Geburt aus großer Not nur in der voll erstrahlenden Reaktion des Leibs bei der Befriedigung mit sich allein, also unter Abzug des symbolischen Steins (der der Verhütung von Kind und Langeweile dient) sowie aller Waren und Zeichen.

Der Schauspieler als Narr hat nur wieder Narren im Gefolge, keine Verbrecher. Die Narren treffen sich allenfalls zufällig und starren sich dann nur ungläublich an. Manchmal treffen sie aufeinander in Sils.

Der schauspielernde gläubige Größenwahn tritt im Rudel auf, rauft sich im Intrigen- und Konkurrenzspiel und pilgert nach Rom oder Bayreuth oder manchmal im Zeichen des weißen oder roten Kreuzes auch  weiterhin.

Gelegentlich verirrt sich ein Hund aus dem Rudel und holt sich beim Narren das Stöckchen. Den kleinen Schläger dürstete wohl da nach dem Glück des größeren Prügels. Immer muss es noch ein größerer Sein und am Ende führt er sich vermessen Welt und Zepter hinten ein.

'Große' Politik, wie immer schwarz auf weiß: ist momentan ein Bild der unfreiwilligen Narretei: zwei kleine Kläffer, die sich streiten, wer mit dem kleinen Zäpfchen oder seinem Kümmerling darf auf dem anderen reiten.

Vereint sind in sich ehegelich zwei Betthupferl also mit dem Versprechen gegenseitiger ewiger Langeweile.

Castrati erunt.

Der Hunger der Welt aber ist und bleibt der große Beschneider.


* Kreuz irdischer Vollkommenheit  =  Rückenpartie eines Weibs