Mittwoch, 27. März 2013

Denkwürdigkeiten

Die Not und ihr seliger Sinn

Wahn * Sinn
Texte täuschen, bleiben nicht Text, werden zu Flucht-Helfern, wenn man die Wirklichkeit so in den Text einflicht, dass alles, Text und Welt zu Illusion, Traum und geschriebenem Text wird. Und der Autor fliegt auseinander in einen Dichter der sinnreichen Sprüche und einen Narren und Betrüger. Zwei sehn sich durch Glas, nicht im Spiegel. Schreber hat seinen Glauben nie fallen, seinen Anhalt der Männlichkeit, Berechnung und Gefühlskälte nie sein lassen. Er hat gelogen. Wahrscheinlich. Nur im Buch und schriftlich für das Berufungs-Gericht hat er immer das Gegenteil behauptet. Keinem trage er mehr etwas nach. Ja, keinem und jemals. Angeblich. Sagt die Wunsch- und Triebanalyse nicht gegensinnig, dass über-triebene Verneinung versagt und bejaht? Er war ein Lügner. Vielleicht. Er war ein Dichter: er hat nicht sich als Opfer der Behandlung und Misshandlung den Behandlern zuliebe eine dämliche nachträgliche leidensbejahende entwürdigende Selbstdarstellung zugelegt und diese sich und den Ärzten zur Beruhigung und Befriedigung untergeschoben, sondern fremde Einwirkungen als solche fremde gesondert beschrieben und von sich gewiesen, sich Autorität bewiesen, sich den Wahn schreibend angeeignet, sich des Wahnsinns bemächtigt, den Körper mythischen und Traum-Bildern, einem Sprechen ohne Ende und Sinn und die Welt der Sinne wundertätiger Zeichnung überlassen. Er hat sich aus sich heraus gewundert (und fort ins Märchenland der Sinne, auf die glückseligen Inseln). Er war Dichter und hat einen Narren neben sich gestellt (wie andere Dichter auch). Er war hintersinnig und boshaft, gebildet und verlogen (wie alle Dichter). Seine Analyse der Welt der Anstalt im Buch ist ein von seinem Körper ausgehender Zusammenschluss von Zeichen, Bildern und Sprache. Der scheinbare Rest-Wahn verschließt ihn uns nicht, der ist nur sein Zugang zum Realen, sein Loch zu den Zeichen, die Öffnung in der Mauer, seine Autorität, seine Schamhaftigkeit, Verlegenheit, sein Buch im Verlag. Für uns ist der Rest seine Erlösung. Die Erlösung ist die der andern, eine eigene gibt es nicht. Es gibt keine sichere Deutung.

Seelen * Reste
Als Autor, der sich verramschen durfte, ist er also leider wieder geprüfte Seele geworden, natürlich ein wenig gescheiter(t), gern ratlos, noch lieber wieder stumm. Draußen vor der Tür war er nicht wieder Mann – er war entehrt, beschnitten, ein geschlechtsloses Tier, eigentlich nett, nur manchmal brüllend vor Wut. Er hat die erste Mauer durchbrochen und ist bei uns vor der nächsten stehen geblieben: raus aus dem Sollen, rein in ein neues Wollen: mit einem Rest des Wahns, als Rest eines Bürgers im Recht, mit dem Rest eines ehrenhaften Seins, Gehalt/Staatspension, Rest einer Ehe mit Frau nebenbei, Rest einer Familie mit adoptierter Tochter, Rest eines Heims mit Mutter darin, Rest von Bildung mit wahnhaftem Sinn, Traum von Schriftstellerei, Rest von Religion mit eigener Offenbarung (wie alle dichtenden Leuchten sie haben). Wieviel Halt als letzten Rest braucht der letzte Mann noch? Viel weniger in Wirklichkeit als uns die Gläubiger des Sinns, die modernen Sklavenhalter, Herrn der Unterhaltungsmittel glauben machen wollen? Er war nah dran am Größenwahn, hat dann aber irgendwie allen vergeben, verziehen. Wie nett. Hat alle sein lassen. - Hat natürlich e i n e n vergessen, sich selbst. Auch sich hätte er sein lassen müssen, gehen lassen sollen, gegen Alltag und Zweck und Rest-Autorität. Das Schwerste beim allgemeinen Schuldenerlass, ist immer wieder das große Gewicht des eigenen kleinen Vermögens. Jeder erzählt sich doch zuletzt immer wieder neu im Text ohne Sinn, ohne Grund, ohne Welt, ohne Leben und richtige Deutung und ohne echten Wahn. Adieu Therapeuten, Dichter und Deuter, Schreiber und Schreber. Seid alle nur Lügner. Ihr hättet euch selber deuten sollen, euch sehen, euch ahnen, den Schatten erkennen im Zeichenblock, ihm heraushelfen aus dem blöden Text-Stück des Sinns.

Mann * Frau
Wir alle brauchen nun nur mehr eine Handvoll 'vielleichts'. Vielleicht war also alles gelogen. Vielleicht ist alles Deuten ziemlich ungewiss. Und Schreber hat alle und noch sich selbst dann betrogen. Wir sind so ratlos mit ihm und so wie er unordentlich. Sein Brüllen war wohl die unterdrückte Wahrheit. Boshafte verlogene Arroganz straft sich mit einem Brüll-Zwang. Vielleicht. Vielleicht hat er seinen Hass bewusst - oder nicht - umgebogen, seine Frau also bewogen, sich ihm wieder zuzuwenden, sich ihm fast restlos zu fügen, statt ihn zu betrügen, ihm allein nur mehr sich zu geben mit ihm in einem Buch voller kleiner Lügen zu leben. Das also ist die Jeder-Macht des Willens, das Wollen der Lüge. Die Frau in ihm und an sich, Schrebers weibliche Seite (Gefühl, Körper, allgemeine menschliche Beziehungsfähigkeit – und und und ... wie die dummen Phrasen alle heißen), die sich ihm angeblich doch irgendwie stets gerne aufgedrängt hat, die an ihm hängen durfte, wie sein Schatten und die er sich nahm als zweite Haut, Verkleidung und Kleid, also heimlich und harmlos und doch schamlos jedem mitgeteilt, hat seine Frau nicht richtig erkannt, gedeutet, sondern von ihm Sein mit Sinn damit auch nur als Text erhalten, den scheinbar freundlichen Geist, den Irrtum unverbindlich für einen dämlichen Glauben, eine Illusion, ein Spiel mit Figuren, von denen sie ohne ihr Wissen eine sein durfte, um sich dann mit ihm in seiner und ihrer Scheinseligkeit zusammenführen zu lassen. Willst du, Weib, sein Traum sein, sein Lachen und mit ihm nie mehr erwachen? Zumindest doch kurz und ein bisschen für 's Album. Tatsächlich hat sie nach fünf Jahren der Schlag getroffen. War sie seine Freiheit und Insel und Vorhof himmlichen Glücks? Da ist sie doch noch erwacht. War sie trivial-literarisch glücks-besoffen bis zuletzt? Auch er ist dann wieder erwacht - in der Anstalt. Sie hätte fliehen müssen, er sein dummes Werk sein lassen.

Verführer * Hure
Um sich hat Schreber zurück in der Freiheit des alltäglichen Seins gegen eine ich- und neid- und intrigen- und sinn-bestimmte feindliche Welt eine neue Mauer, einen Verband von Frauen zum Schutz für sich um sich gebildet: ein Rest-Wall blöden Sinns: Mutter war da, Frau und Tochter, um den Rückfall zu bannen sowohl den in den Wahn als auch den in die unbequemen ganz 'weltordnungsgemäßen' männlichen Verhältnisse. Schrebers Rückfall und Rückkehr in die Anstalt folgt dem Zusammenbruch dieses Schutzwalls. Ab, ab ins Niemals-Land. Keine gelebte Utopie war das also für den Staatspensionär, keine Evolution heraus aus dem Sinn. Eine weitere Falle nur, eine Flucht, die nicht lange gedauert, eine Rettung und Hilfe, die nicht wirklich funktioniert hat. Die Frau hat ihm also über das Buch hinaus, den Text so ergänzt, dass er zum Flucht- und Flug-Gerät werden konnte? Nö. Schreber ist nur zum lieben und passiven Traum-Mann und der allen eingebildete Verführer geworden? In einer Welt, in der sonst Männer zu Huren gehen und sich Frauen im Gegen-Zug einen Verführer nehmen? Der Verführer ist nur das Pendent zur Hure im gleichen dummen System. Männer kaufen was Frauen sich einfach suchen? War Schreber ein Verführer? Nicht nur ein Gedanken-Verführer, sondern ein Püppchen für 's Leibchen den Frauchen? Wer war dieses 'andere Herz' in der Leipziger Universitäts-Nevenklinik? Was macht dann die Hinterlist dieses Dreckstücks von Verführer-und-Hure? Ver-Dichtung als Lügen-Rest von Sinn (Papadopolis? Zarathustra? Sinnbildlich auch ihre Autoren? Schreber war Autor in der erfundenen Figur seines Spiegel-Selbst). Alle Dichter glauben so gern an die eigene Verwandlung: sind immer Kröten, vermeintlich verwunschene Prinzen, die gerne Prinzessinnen wären. So was wird nicht geküsst!

Sinn * Not
Ist Schreber den Deutern und Therapeuten und sonstigen Denkern des Sinns nicht vor-bildlich? Schreber hat im Buch die Zeichensysteme auf- und angegriffen. Das ist eine Flucht-Maschine, die allen Schwindel mit auffliegen lässt, im Schwindel einen hoch mit auffliegen lässt. Was ist, wenn es keinen Unterschied zwischen äußeren und inneren Texten gibt? Schreber zum Verführer und zur Hure, wirklich ein Dichter und Lügner geworden ist, großen Sinn in der Not gefunden hat, sein Sinn-Loch in der Anstalt? Er hat seinen Wahn behalten, nicht nur heimlich, nicht zu werten, deuten. Er hat sich im Berufungsverfahren doch so deutlich dazu geäußert, sich dazu bekannt. Wahnsinn und Schrift, Buch wurden schließlich Berufung, der neue Beruf. Schreber war nicht restlos (selbst-)therapierbar, seine wahre Geliebte hat er mit aus der Anstalt befreit: die Wahrheit, dass er für seine Gefühle einen Teil des Verstand, des Körpers und Sprechens, der Zeichen, des Sinns im Kerker gelassen hat. Er hat dort ein Not-Verhaftetes und einen Sinn-Schatz sein lassen. Er hat über den äußeren Gegensatz des Wertvollen (unerreichbarer Schatz, Mehrwert des Begehrens) und des Unrats (des Unnötigen, Hässlichen und Schmutzig-Alltäglichen der Arbeit und der Begierde) seinen inneren heimlichen Gegensatz des Wertlosen (oberflächlich flatterhaften und Tand-behafteten des weiblich wollüstigen Wünschens) und des Notverhafteten (die Realität der Zeichensysteme und ihre Wahrheit) als mühsamen Sinn-Schatz gelegt. Er hat das 'Luder' des Realen zurückgelassen, den homo ludens befreit? Ist Bewusstsein dazu erforderlich, möglich? Der heimliche Gegensatz ist einer des reinen Erkennens: das Leichengift bleibt drin und verborgen und die Oberflächlichkeit darf raus. Der Körper bleibt drin und sein Schatten ist frei. Das ist schwer zu glauben, schreiben, beschreiben, weil in Text wieder Text, das Reale als Zeichenwelt ins Imaginäre gezogen oder die Bilder über die Wirklichkeit gestülpt werden müssen. Dazu kommt die gern unbegreifliche Grundsprache der hingewunderten Wesen. Der Sinn kommt dauernd zurück. Die Begriffe der Grundsprache bezeichnen das Reale und das Sinn-Begehren darin, das zur recht männlichen Welt gehört (im Buch ist die Grundsprache nach Schrebers Erklärung die der sogenannten großmächtigen Kulturvölker). Grundsprachlich ist Schreber dann auch nicht geheilt, sondern 'verflucht' (ergänze, richtig gerückt: geschickt) und (ergänze verrückt hier: gerne) 'gefickt'. Schreber ist nicht 'geheilt', sondern seine Welt ist echt und ziemlich gut geworden, große Wunde mit Text-Pflaster, die Welt außerhalb und die innerhalb der Anstalt, seine innere Welt draußen und der weg geschobene reale Zwang drin, und sein Buch dazu sollte ein Schlüssel sein, der sperrt: auf, aus und wieder ein. Für sich Freiheit und für uns Bauanleitung? Nö. Den Rest von Geist darf er behalten. Flieht der Geist, schließt sich der Kreis, Gerades wird krumm im Nu. 'Ei verflucht, was ist das für ein Gott, der sich ficken lässt' schreien die Vögel und meinen Schreber, schreien bis heute auch wahnsinnig verärgerte Deuter: soll wohl heißen: so viel Unsinn, so viel sinnlichen Leib und Weib für nur einen Mann, für einen Irren, Perversen, so viele Leserinnen vielleicht für einen Schreiber (Leser gibt 's eh nicht - wer immer auch liest, ist ein Weib). Soll sich einfach jeder nur selber lesen und deuten, der schreibt. Soll doch jeder für sich deuten.

Samstag, 23. März 2013

klammer


Jetzt wird es klammer. Doch, auch wenn es anders aussieht. Da ist keiner wirklich und in der Klemme. Kein A und kein O bei der Rücksicht. Hat keiner gemerkt. Das hier war und ist kein abstraktes Zeichen-Denken. Es ist und bleibt bildhaft, imaginär, nicht illusionär. Es geht oder fällt in zweifacher Hinsicht oder in zwei Richtungen aus der Zeichenwelt raus, wir sind nicht auf der Bühne dazwischen, blutig geklammert: ) raus aus der Klammer - wir sind raus als Körper, der sich nicht festschreiben lässt, der sich verändert auf eine Art und Weise, die den Zeichen nicht zugänglich sein will, wir ver-formen uns, sind ungezogen, ziehen aus, verziehen uns - hier muss ein Spiegel her zum Begriff - und wir sind raus aus dem Körper als zeichenlose gelöste Körperlichkeit - hier muss ein Spiegel her für den Begriff -, die den Wahrnehmungsvorgang im Erwachen der Superstition des Tags umkehrt und die - nun zurück in die Klammer: () - zurückkehrende Zeichen-Reiche sprengt und neu ordnet, die Reste reichen für bescheidenes allgemeines Verwerten: Umwertung der Werte (nicht neu auf-wertend). Von der Körperlichkeit ausgehend durch eine Umwertung von Werten, also eine Spiegelung von Sinn und Zerstörung von Hierarchien/Machtstrukturen (Widerlegung des Wollens) als Gegen-Willen zum Text, gelangt man auf die Ebene tiefer, die der Vor-Zeichen (z. B. den Ort scheinbar so grausamer Gedächtnisbildung). Nachdem die Körperlichkeit (abstrakt und leer und weit) durch eine Umwertung den Raum der Vorschriftlichkeit geöffnet hat, müssen die Ur-Szenen dort, die uns nur falsch in einigen Mythen diese ganz andere Welt darstellen, noch/schon diesseits, erkannt und rückübersetzt werden: wir brauchen dafür nochmal den Spiegel (besser: erst noch – in der verkehrten Klammer oben und links), für körperliche Vorgänge. Wir können natürlich nicht raus aus unserer Haut, brauchen für jeden Verstand irgenwie Zeichen, aber wir brauchen keinen Willen zur Macht und zum Sinn, wir haben einen Willen zur Kontrolle des Texts und zur unbestimmt spielerischen Beherrschung des eigenen Körpers. Sind nie in der Zeichenwelt? Ungern und in Klammern, Texte, die das erklären wollen, mit Schmerz und Unsinn, mühsamst körperlich und anderen also textlich erträglich gemacht. Wir sind schon Text, verformen uns nicht wirklich, bleiben dem verdammten SpieGl verhaftet. Was ist nun der Wahnsinn, scheinbarer und meiner? Nur ein Text, textlicher, kein für die Richtigen wirklicher. Ein Missverständnis anderer seits und u. U. - sofern man mich also für simpel (und) verrückt hält (und und): ich bin jedem gern ein Spiegel. Es braucht Schreiben nicht sein, und kann es jederzeit enden. Sein-Sein ist absolut unauffällig, 0-0. Diese Texte sind keine falsche oder hinterhältige Litera-Tour, überhaupt keine Tour, und schon gar nicht breit oder stark, kein hirnweiches Triefen vom Wissens-Schaft. Nur Lust, keine Begierde und keine Wollust. Da wär ich ja forscher oder wie blind und Odysseus, der gern mit verbundenen Augen dem Gesang der Kastraten oder anderen seltsamen Klang-Körpern lauscht. Gewaltig blöd oder falsch verbunden, Gewalt und falsches Bewusstsein, Zuschauer, Opfer, das sich im Spiegel verkennt: denn, wer immer (freiwillig, gern) die Bühne der Zeichen betritt, ist ein Lügner und Blender, für sich ist er Unrat-Sammler des Sinns, hat für sich und an sich selbst einen kleinen und weichen birnen-gleichen Spender der Zeichen. Nochmal raus aus der Klammer und raus aus dem Text: Ergebnis des Textens: in der Wirklichkeit jenseits des Schreibens ergibt sich die Tendenz zu freundlicher (hintersinnhältiger) Harmlosigkeit, zwanglos sich teilendes Sein-Lassen. Nochmal rein in die Klammer: Begeisterung führt mich nun nur zur Umwertung und schreibend Verwandlung von Zeichensystemen. Beides, Aus- und Einklammern, ist auf den Körper bezogen und geht weg von der Gewalt verselbständigter Zeichenwelten (der falschen, abstrakten und jenseitigen mit ihrem höheren Sinn und tieferen Grund).

Mittwoch, 20. März 2013

Rück-Sicht

dm dm dm ... und unter der Bühne des Rückens hängt ein Arsch-Kreuz. Es ist doch so deutlich, sichtbar ein Sinn-Loch und unmittelbar eingehendes Bild, dass Kreuzigung Ver-Arschung ist. Es ist körperlich spürbar, greifbar, unverkennbar. Schaut euch von hinten an. Kreuz ist am Arsch. Es ist ein Sinnbild des Patriarchats. Primitives Flug-Gerät für den Sturzflug ins Reale. Ein Gott wird aufs Arsch-Kreuz geklebt. Deutlicher geht es nicht. Auf Linie des Arsch-Endgerichts! Prähistorisch betrachtet - denn alle Historie ist patriarchalischer Unsinn, Entsinnlichung - wurde die Hintertür mit einem Leichenvogel abgedichtet. Heilige Schwulität aber auch! Schwanz ab? Unmöglich. Der wird immer nur denen abgeschnitten, die nicht selbst dieser Christen-Schwanz sind. Josh stand im Schatten und lachte. Klammer auf [wir kommen noch zum Baum des Lebens] Klammer zu. Nicht hat also ein Gott sich für die Menschen (Männer) geopfert und sich an ein zufällig gerade greifbares und beliebiges Mord- und Marterinstrument der Menschlichkeit nageln lassen. Karthago zustimmend nickt. Einer der keinen Schwanz hatte, weil er einer war, wurde beschnitten. Ein Buckel-Rutscher wurde aufs Arsch-Kreuz gelegt. Damit war zu rechnen bei Männschen, die am Arsch der Mammi kleben und zweimal mit dem Messer befreit werden müssen. Ihnen klebt ein Sinn-Organ über ein Loch am Arsch-#. Ist Ihnen der Ärmel übers Messer gerutscht? Klammer auf [über Adam und Eva reden wir noch] Klammer zu. Flugs zurück bücklings und okzidental ins Untertan-Land: auch wenn es die Weisen in weißen Kitteln, die Organschlächter in den Schlachtkrankenhäusern nicht sehen wollen (nicht gesehen haben wollen - von uns) der Mensch denkt und fühlt zum großen Teil mit dem Rücken, dem Mark dazu und den großen Nervenspangen, der Riesenkralle des Sinns, die hinter uns nach der Wirklichkeit greift, (sie) denkt mit und ohne Gehirn. Rücklings-verkehrt. Zur Sprache bringen es, Alles, was ist, zwar äußere Zeichen und Teile der Hirnbeule, aber mitgedacht - oder eher vorgedacht - wird im Rücken des Sinnoberhaupts des Körpers. Seliges Sinn-Oberhaupt eines marmornen Körper-Tempels. Möglicherweise - als Möglichkeit nur vorsichtig für dämliche Zweifler gedacht: also zweifelt und staunt mal schön - ist der Rücken die verkehrte, verrückte Bühne der Welt an sich, der Ort des Gefühls, der falschen Affekte und Vorstellungen, des schmerzhaften Widerstands gegen die Wa(h)rheit und Sinn-Wirklichkeit. Rückenschmerzen für Alle! Und alle Organe, die angeblich Toten (von Gläubigen/Hirntoten) entrissen werden, Leben aus lebendigem warmem Fleisch, aus atmendem Körper, sie schreien, und sie schreien weiter in fremden Körpern und ihren Alb-Träumen, sie schreien am Tag und sie schrei’n bei der Nacht. Zerrissene Seelen aus gesegneten Körpern mit der Priester Aussegnung ausgeweideter Körper. Spendet mir Wut! Es wird einst ihrem finsterem Gott und seinen seligen - oder sinnlos dämlichen - Knechten in den Ohren klingen, wenn Seelen zerstückelt im Himmel mehrstimmig und völlig unstimmig singen. Ironie und Sinn-Dissonanz! Steckt doch den Kopf in den Sand oder einfach in den Arsch des neuen Über- und End-Organs - Himmel im Arsch? - ein Organ dankt nun ab, ein anderes Organ kommt, Zweifel, Staunen geht und kommt und - wer immer die Bühne gerne betritt, ist ein Lügner und Blender, Würger und Schänder - und endet am Kreuz seines Sinns ... pm pm pm

Dienstag, 19. März 2013

)Aus-Klammern(

(http://ub-dok.uni-trier.de/diss/diss27/20010129/20010129.htm)

... halb zum Spiegeln geeignet, perfekt, vor-textlich körperliches Spiegeln und Vorrang der Frau, nach-textlich körperloses Spiegeln und Vorrang des Mannes, beides jedoch verwandelt, zeichenfrei - nur mühsam beschreibbar, beschrieben, wie es geht und was es als Zeichen nicht ist, die Welt wie sie vielleicht neu in Klammern anders ent-stehen könnte ...

[Z]


Zwischen der wunschlosen Körperlichkeit, die auch zeichenlos ist, letztes Zeichen, sinnlos und Wunsch an sich und dem Leib, der reine Begierde/Wollust und möglicherweise Angst ist, liegt die fremde Bühne der unguten Zeichen.

Heils-Geschichten


Es gibt nie sowas wie Glauben, oder Sinn für Religion, wenn schnell und früh das Kind jeden Aberglauben abstreift (was aber finsterer Glaubensunterricht gern unterbindet). Denn wahrscheinlich ist für einen glatten Glauben eine Verbindung von Aberglauben mit sexuellen Wünschen und Nöten zur Zeit der Pubertät erforderlich. Wird der Aberglaube zu früh überwunden, bleibt dem Körper nur die reine Superstition, Erleuchtung, und in der Pubertät bildet sich kein dämlicher Glaube aus, und keine kranke Moral, der Körper wird zur Körper-Denkmaschine. Physisch wird den Dämlichen, der geistigen Langsamkeit nun leider in der Pubertät die allgemeine Lebenskraft des Animismus vom Körper ganz aufgesaugt und den Dingen wird ein Glaube geschenkt. Standard Verstand hat also Welt (der Dinge), Körper als Ding und Lebenskraft gewandelt zum Selbst. Das Unfassbare des Aberglaubens ist also Selbst und Lebenskraft, Körper und Welt sind objektive Bilder oder Dinge und - der Oberbegriff dazu ist schließlich Gott. Leider haben wir (also zumindest hab ich für mich) die Entwicklung übersprungen, die Superstition behalten, mir die Lust am Körper gespalten und den Geist klein gehalten. Ich leugne, dass es Geist gibt und Sinn. Gott wird schon Sinn machen für die geistig Schwachen. Sinnmacher zu einem verkehrten Körperbewusstsein. [Es kommt also zum Sprung vom belebten Objekt der Welt zum beseelten aus dem Subjekt heraus.] Ohnglaube ist also für mich kein Wunsch, sondern simpel da. Das bin ich, ist einfach, was ich bin, bleib ich. Das ist nicht Wille und auch nicht Nichts. Das ist eine Klammer um die Zeichenwelt und ihre -vorschriften, um mich, Objekt des Nachdenkens, artige Einzigkeit zu behaupten gegen herrliche Gegenständlichkeit, das ist auch eine Klammer des Menschen der Vorgeschichte hin zum Menschen ohne sozialen Anhalt und (was) dazwischen steht (ist) Geschichte. Geschichte ist also auch nichts für mich. Bin nicht in der Klammer, wie der Herr auf der Burg und im Schloss. Klammer ist Angst um Schmerz, und Klammer ist auch Unsinn im Sinn / in den Sinnen. Die Klammer umschließt einen falschen Körper mit falschen Affekten, daher ergibt sich beim berichtigenden Nachzeichnen mehr oder weniger Schmerz und Entstellung im 'Sinn'. Daher sind für mich Symptome auch nicht zurück zu deuten in die Welt eindeutiger fremder sinnvoller Zeichen/Dinge/Objekte, Symptome sind nicht Entstellungen, sondern Korrekturen, Berichtigungen, sie sind keine Vergewaltigung (Kontrollverlust gehört zum Glauben, nicht zum Unglauben), denn die verursacht richtige sichtbare Verletzungen, will Dinglichkeit des fremden Körpers, pervertierte eigene Lebenskraft nimmt dem anderen Leben, Symptome brauchen auch keine kleine analytische Gewalt, die zaubert doch nur selbst ihre Schein-Symptome herbei für die anschließende Schein-Heilung (wenn ein Analysant/Analysand/Analysent vom goldenen göttlichen Mistkäfer träumt, sollte der Analyst sich doch einfach erkennen - sowas wär für mich kluge Synchronizität).

[Geschichte als Bild dazu: das kindliche Opfer/Ding/Objekt priesterlicher Gewalt und Vergewaltigung wird nach erfolgloser Flucht - Rückführung dank sinnreicher polizeilicher Hilfe - zur Kastration/Versächlichung ins katholische Krankenhaus gebracht - Existenz (berufliche, priesterliche) als Lüge und Falschheit, Sexualität als Lüge und Falschheit und Mensch als toter seelenloser Gegenstand und  - Gott? wird in der Geschichte nicht erwähnt, hat sich im Mitleid der Leser, selbst der geilen gläubigen, verkrochen, ist von der Empore gefallen in die reine Empörung. Die Geschichte wird sich wiederholen und wiederholen und wiederholen.]

Sonntag, 17. März 2013

Pommerland

Pommerland ist eine Verundeutlichung/Eindeutschung, Vergewöhnung des französischen pommes de terre. Das deutet deutsch derbst deutlich ein urdeutsches Missverständnis hinein in den Sinn vom Fressen, Nahrung als Sinn, Sinn-Nahrung, Hunger für Sinn: Land ist dem Deutschen seit je-heer dreckiger Boden und Untergrund wie auch reine Welt als große Erdigkeit, Mutter-Erde und nie war 's nur simpel Land. Text umgepflügt, gewendet, um- oder ungekehrt, (herbstlich) aufgewühlt, aufgeworfen, fruchtbar und furchtbar, Gewühl und Gewurf, seltsam aufgeräumt: Erd-Verkehrt-Land. Hinterland, Unterland, irgendwo irgendwas zwischen Winter- und Wunderland, vor Hölle hin zum Paradies nebenan - und durch die Hintertür. Pommerland ist also verborgen und unten und - gleichzeitig hoch droben und überall, unter der Erde wie die Erde sich drehend und selbst, leider jedoch nie simpel (also lebendig und echt?) darauf, unterirdische Blödheit also und - zugleich auffliegender aufgehender Größenwahn, Gründlichkeit mit Herrlichkeit und – totem Text (unheiliger Simpel!). Deutschland, vornehmlich jenseits der Grenze des Limes, der Grenze der Sinne zum Sinn, ist also: rätsel- und märchen- und traumländlich Erd-Paradies, Pomm(det)er(re)-(Kartoffel-)Land. Gelesen von außen und sinnlich betrachtet: eine grunddeutsch-hässliche überschriftliche Monstrosität.

Buch-Handlung


Hin und rein, her und raus

... Also sprach Pom Gram aus Lahmfromm, Alles wird toll, wenn Sprache und Text unter Handel gestellt werten - oder werden? Egal. Druckfehler. Buchhandlung. Haufenweis - G Scheit auf G Scheiter in Haufen mit Preis. Texthandel ist gefangener Text, gut hin gerichtet? Textil halt. ... Macht doch nichts. Text-Handlung selbst ist flüchtig, so gern verkäuflich, identisch in schnell-länder, elendig schneller, einziger Artigkeit, fühlreiches G, lieblicher Leiblichkeit, kostbar Lende endlich messbar pro Gramm. Inhalt nicht Lamm (oder Pferd umhalst und verzehrt), nicht lahm-fromm. ... Jedoch Verzicht auf Verkauf wär für knapp 100 der Schreiber pro Zehnt finanziell gar kein Pro-Blemblem, denn außer schlechtem Träumen verlegen verlegtem Verlogenem bringt keinem je Schreiben was unter Druck, keiner ihm Wert und niemals auch nur eine Ahnung des wahren Gehalts. ... Halt, Ihr leeren Versprecher! Verdamm-mich doch! Schreiberinnen vergessen (fast oder vielleicht oder etwa nicht?): verkauft und sozialisiert S mit Pom-Pom, freie Körper für Alle, Text-Stoff (oder Pommes), gut und umwunden die und der Männer-Welt schön-schön Bon-Bon, Tanz joga-verrenkt fettreduziert in den Spiegeln der Geschichten - oder Gesichter frust-rosa und es erklärt sich die Welt wie von selbst, einem selbst wie ihr Selbst - das der Welt - wie 1-t: Also sprach Zara Thustrosa. ...

Das Tier im Spiegel


... wenn man alles aufdreht und zurück-, was verdreht und entstellt ist im Kopf, wär man dann wieder Tier? Wenn man es uns/sich also aufdrehen könnte wie ein verwundenes Seil. Doch es dreht nur das wie, den Satz gewunden zum Text, entwindet dem Sinn - wen oder was. Es steht nur die Linie auf gegen den schriftlichen Sinn und dessen Verstand. Kein Tier hat Ver-Stand in dem Sinn, keines spricht, kein Tier lacht oder weint - so wie ihr. Was zeugen Schmerz und Fülle, Körperlichkeit und Hülle, Reinheit und Spiegel, eingebildete Hässlichkeit als Leid davor und an sich? Eine viehische Fratze im Spiegel und - in der Bild? Was sitzt du da und glotzt in blöder Fernsicht in eines Anderen Traum? Warum wollt ihr Wüste und wüster nicht sein und weniger sanft im textlichen Rasen, wieso denn nur flach Bild schirmend nachreden und nicht vom Sinn her und hin sinnbild-röhrend in sinn- und sinnlos-wörtlicher zeichen-vernichtender Raserei? ...

Donnerstag, 14. März 2013

Schleier-Haft


Für M.P. - Ihr Unsagbares

Was ist mir jetzt recht gerade und licht und was oder wer verworfen und krumm, nicht leer noch schwer treibt es dahin? Recht ist ein Zwang für den Anderen? Hehre Verhaltens-Zwangs-Stellung vor Zwang zum Zwingen, Zwang-Zwangs-Idee, wirkt mit und ohne Wissen, gleich gleich, Bewusstsein, mit und ohne Lehrer, Weisen, Prediger, An- und Nachbeter. Was ist Unrecht, Vergehen? Der Irrweg, der Gang in die Fremde, der Fremde vor Ort, der ausgeschlossene Fremde im unechten, unrechten Raum, in dem ihn die Sonne verlies? Versinkt doch mit ihr! Was kommt dazwischen noch mal, wie verdammt, als Näherung-An und Tritt-Auf dem Menschen? Was kommt da dem Sinn des Hell-Heutigen dazu, dem Sinn-Häutigen, zum Nahsichtig-Nasig-Weisen, Schaf-Sinnigen? Dass er gar nicht gern bekehrt, getreten und hässlich berührt sein will, krank infiziert von unreinen Pfoten, belehrt von Hinterwelt-Schmutz-Sinns Idioten? Wer will mir dies Land nun nur absprechen dazwischen, mein Gebiet - jenseits des Gebietens, das Verwerfen vorwerfen, nehmen, Nerv töten, Sinne ent-eignen? Nehmt euch die Weiblichkeit also, die nebenbei übrigens und sächlich euch ist und schwächlich in Körper für euch - und wohl auch im Geist. Nehmt sie jungfräulich in euren Besitz, das Heil und die Heilung dem machtlosen Mann, sein Hier-bei-uns-Sein im Zwischen-Reich des Vergehns ohne Bieten. Es sei kein Vergeh'n, kein Verbieten! Vergebung? Der Not-Stands-Befehl an die Furchtsamen, seid Fruchtsamen und mehret euch feige, seid Not-Ständer, Feigen. Kämpft also nicht Mann gegen Mann, kämpft wie Not gegen Gebot, Glaubens-Mann gegen Heiden-Klein, Mädchen-Macht, Gewissen gewesen, überall soll und muss vorrangig hinterhältig heimlich Schwachheit sich winden vor Harmlosigkeit, arglos bäuchlings wie schleimig schief und zur Seite sich weg- und verdrehend und schielend - verlegen falsch grinsend. Schreib ich zu lange gegen den harten und rechten Sinn, der auf- und ab-handen gekommen ist? Vom Messer nach hinten geschoben der Ärmel beim Ringen mit fremden und gegen die vornehm gesetzten Regeln? Vorhut, verlassen im Segens-Reich, Los ihrer Mütter, Hut und Schleier der Schwestern, Brut der Nacht, vermummt, Memmen-Rudel, Bluts-Brüder vom tropfenden Schaft. Einweg-Kunst-Schleier-Sack zieht sie hinaus in die Nacht der Täschchen im Raff-Wahnsinn-Land. Rauf-Wunder, Besitz und Schuld, Schulden, Ersticken, Erwürgen, Ertränken, Weichwehr und -Macht der Hände Glaubens-Erguss, erfüllte jüngst fraulichst Ungläubiger Alb und endlich ein eigenes Mütchen zu eigenster Mütter unheimlichem tränentriefäugigem Stolz.

Freitag, 8. März 2013

Alltag im Heil-Land

Aufstand der Linien gegen den Text.

Die (im doppelten Sinne) vor-schriftliche Beziehung der Geschlechter, wird sehr grob und deutlich zum hierarchischen (Schreib-)System in Beziehung gesetzt, Herrschaft durch ein Spiel also mit deutlichen (entstellten) Verweisen auf vorpatriarchale archaische Beziehungsmuster. Leer und abstrakt? Je nun: das Opfer wird vernichtet, weil die Begierde sich nicht anders abschütteln lässt und weiter versteckt sein will. Die Begierde war Bühnenspiel im Kleinen, Lüge, falsch, sie wird abgelegt, verfeinert, einfach negiert. Sie ist weiter da, aber gar nicht verträglich mit Alltag, der neuen, der anderen Lüge und höherem Zwang und Schein. Aus verlogenem Körpersein wird ein Ehrenwort. Ganz simpel nun: der Täter ist in seinem Heil-Land der äußeren Ferne, seinem Alltag (der Institution und dem Büro) verpflichtet (und er ist dickhäutig, faul, stumpfsinnig). Die Vergewaltigung heißt jetzt: Erb-Sünde, ist ererbte Macht und ererbter Reichtum, Trägheit, Schein-Erfolg gepaart mit Blödheit, Schein-Schönheit des Charmes seines Geldwerts. Das Spiel endet also mit einfacher Spiegelung eines Irrtums, eine ersten Lüge, einem einfachen Schnitt, quer durch das Opfer, der heimliche Text wird zerrissen, verbrannt, versteckt, negiert, geht auf in des Geistes Rauch. Opfer-Tod. Zweite Spiegelung: zurück oben im anderen künstlichen Licht, im Alltag der Pflicht, in den Roben, den Priestergewändern, den Uniformen der Täter zeigen sich scheinbar im falschen Licht des Blätter-Tags: öffentlich, irgendwie passend zum Inhalt des Albs in wiederum oberflächlicher Verdichtung von Wahrheit, Wahn und Wirklichkeit in simpelster Symbolik die gleichen Elemente wie im kleinen heimlichen Spiel der Verbrecher, nun als grauenhafte kotzbunte Selbst-Entmannung, Schmuck im sinnlosesten Kleid (was sonst ist das Prachtstück denn, verloren am falschen Körper?) mit einem eingebildeten weiblichen Wunsch-Wollust-Körper darunter, zusammengepackt und beides im Sack (ersehnter zerrissener Gravi/di/tät), die (krumme) Gestalt mit dem großen Gehalt. Einerseits affig und seltsam viehisch, andererseits wirkungsvoll wirksam die reine Begierde verdeckt. Jeder Mensch mit offenen Sinnen und Augen im Kopf, sieht im öffentlichen Theater nur blöde Kasper in absurder Szenerie, sieht Ekel für und aus Ekel. Spiegel von Schande zu Scham. Vorherrschaftlich gedacht nochmal zur Verdeutlichung des Unsinns im Manns-Kleid der neuen Herrschaft: der Körper-Schmuck der Frau wurde zum Sonder-Kleid des Mannes, darunter dessen Körper, verweichlicht und weiblich, versteckt. Würde ist immer manns-hässlich außen und innen, im Großen und Kleinen: eins in perverser, perfider Lust. Uniformen sind also Ersatz für die sekundären Geschlechtsmerkmale der Frau, somit Brust mit Keule (oder Titten mit Arsch), in diesem Sinne auch Hülle eingebildeter Weiber-Trächtigkeit. Heilige Einsicht und Einfalt, heiliges Ornat! Übrigens auch: ist die Krawatte kein Penis-Ersatz, sondern gespiegelt das heilige #, der Aufstand der Arschlinie über die Mitte des Hintern mit seinen hämorrhoidalen Sinn-Knoten hin zur Lendenraute. Übrigens nochmal: ist jedes # deutlich Rücksicht auf Sinn, Rückansicht der Begierde, Wahrheit im Arsch, und in Wahrheit – nur wirksame wirkliche Weiblichkeit, natürliche Weibertracht. Wahrheiten schau ich von hinten an. Zum Himmelreich führt euch also - die Hintertür?

Zelig


... der Körper ist kein Ur-Text. Er ist beliebiges Zeichensystem u. a. Er ist nicht das Maß der Dinge. Er ist keine Vorstellung von etwas und sich, kein Wille für und gegen das Nichts. Er braucht auch kein Objekt an und für sich, keinen Urheber Sinn. Es gibt keine Seele in ihm, kein Selbst. Es gibt eine zufällige eingebildete Ordnung der Dinge mit einem zufälligen vorgestellten Bezugssystem Text. Weitere Texte ergeben weitere Bezüge, wieder ohne viel Sinn. Entsteht etwas Sinn, dann als fremder im Andern. Also wandelt sich Zelig. Er wandert. Er ist auf dem Sprung. Er bleibt nicht stehen, ist selbst nicht zu sehen. Zelig ist nicht Anpassung (der Autor kein Moralist). Wer sich anpasst und bleibt, hat erst Glauben und Grund, Blöd-Seligkeit. Zelig ist keine Opportunisten-Kritik. Er nistet nicht im Bewusstsein. Er spricht nicht. Er durchfliegt alle Texte. Nenne dem Simpel ein Buch, und er liest es, er ist es. Er ist die reine Lust am Lesen und Text. Er kann nicht urteilen, nicht verurteilen, er wandelt sich, handelt sich kein Leben ein (er entwickelt sich nicht). Ein wenig Leben hat er schon, darum altert er kaum, wird 2-00 Jahre alt: Z-NN. Das ist Synchronizität, ein leerer Begriff wie ein Stolpern über Sinn. Zwei Nullen auf einmal: Stolpern un' Sinn. Leben ist wie ein Lottogewinn, nur momentaner Unsinn. Maikäfer, Leichenvogel, Scarabaeidae. Zelig kennt keine Gegner. Stolpert hin über Sinn Stolpern nur gegen Sinn. Er wird jedem gleich gleich. Z-00. Er ist oberflächlich. Hätte er ein Selbst zum Identifizieren, wäre er auch Anderer Dinge und Regel. Er weist sich nicht aus, ist nicht identifiziert, nicht euphorisch infiziert und schriftlich beglaubigt, nie Stelle mit Rang. Er wär vielleicht gern unverbindlich in Jedem geborgen. Er tritt jedoch nie aus der Maske heraus, ist Keinem entgegen und wird Keinem jemals wirklich begegnen ...

Heil-Land der inneren und äußeren Ferne

Noch ein Stück im Text.

Im Unterschied zum (Tag-)Traum-Welt-Erleben, bei dem Wünsche wahr zu werden scheinen und sich mit Wirklichem verweben können, wird im Heil-Land der inneren Ferne ein Albtraum für Täter und Opfer inszeniert. Ein Traum überformt und gestaltet hier nicht Alltag und Wirklichkeit in Zufall und Deutung, sondern wird als äußeres fremdes anderes Bild daneben gesetzt und betrachtet. Einem Andern im Bild, dem Opfer, wird der Traum angetan. Laute Laute unterdrückt, Opfer geknebelt, Alles schön hingerichtet. Inszenierung im kleinsten Raum, Sinn im großen Raum, mensch-/körperlosen. Notwendig gehört Heimliches, Intimes zu Öffentlichem, Anonymes, Kleines zu Unpersönlichem, Großem, Schmutziges, Krankes zu Reinem, Heiligem. Im Theater trifft es sich. Alles ist Bühne, Alles gehört zum Schauspiel. Heil-Land der äußeren Ferne: Öffentlichkeit:  Menschen auf der großen Bühne gibt es nicht, dort sind nur Masken. Nicht-menschliche Masken für die Unmenschen des Innenraums. Der Täter steht auf der kleinen Bühne und ist den scheinbar harmlosen Zwängen der großen verhaftet. Im Verborgenen wird er mit Regeln und Zwängen Autor seines Albtraums. Er träumt sich nicht, er verkennt sich. Er glaubt an sein Glück und an sein Recht und seine Gerechtigkeit und das Leid seiner Opfer: das ist sein Glaube*. Glaube ist eine Verbindung von Regel, Gesetz aus dem Heil-Land des äußeren mit der inszenierten Gewalt und der Vergewaltigung im Heil-Land der inneren Ferne, der intimsten finstersten Bereiche des ganzen Sozialen. Kein Mensch mit Körper Hirn Haut Haar Augen und im Licht des Tag hat einen Glauben. Lässt sich die Inszenierung beschreiben? Mit der großen Unlust des Wollens wird auch die Wollust ins Bild gesetzt, wird zu Lust ohne Wollen: Lust als Objekt (war einst die Frau) zu Not, Angst als Objekt (der Mann)? Das Schauspiel in der Hinter-Raum-Hölle braucht wie die veröffentlichte Welt meist auch einen Text als Regelwerk, Texte im Text, es braucht den Vertrag, den Pakt, die Anleitung und die Begründung. Für eine Beschreibung des Archaischen müsste man den Albtraum wenden. Er wird aber hier nur inszeniert, wiederholt. Kleiner fremder Raum, Bühne - für Gläubige: die Hölle - als Abbild des großen fremden Raums, Öffentlichkeit - für Gläubige: der Himmel. Für die Inszenierung im unheimlichen versteckten Kleinen sorgt eine Mannschaft, die auch das Bild im Großen maskenhaft füllt: der Regisseur: ein Politiker und großer Vertreter (und Führer) der großen Welt, für die moralische Rechtfertigung (die Inhalte) ein Priester, für Regel und Vertrag (Hoheit und Text) ein Richter, für die Schreib-/Ritz-/Schneidarbeit kommt ein Arzt (oder Metzger) dazu. Im Text des Teams erfüllt sich Begierde durch Gewalt. Das ist falsches Denken, es behauptet sich darin der Zwang an sich (richtig wäre vielleicht: in der Begierde erfüllt sich Not, die aufzuarbeiten ist). Gewalt erhält für alle die Not, zeugt Schuld (Zwang und Gewalt verwandeln Not, Notwendigkeit und Arbeit in Schulden und Schuld). Also wird das Lebendige überall falsch niedergeschrieben und zum Stück. Schuld-Verschreibung. Als Text-Körper und als Projektions- und Schreibfläche (Körper der Bühne) dient Lebendiges, ein gestohlener Körper (wehrlos gemachter Mensch). Im Idealfall ist der Zubringer des Opfers, der Körper-Dieb und Zuhälter der Exekutive angehörig oder mit ihr eng verbunden (als Dieb, Mörder und/oder Polizist). Wer immer freiwillig und gern eine Bühne betritt, ist Lügner und Blender im Großen, ist Mörder und Schänder an und im Kleinen. 




*Glaube: Kryptische Sinn-Zu-Gabe: Werk Gottes: die Gespenster am Fenster verlangen die Transformation von Blut in Weinen, legen in ihren Kellern Fleisch zeliger Kinder auf tote Heilige, die Gaben zum Sinn, unser simples Leben erfüllt ihren blutleeren Blödsinn.


Donnerstag, 7. März 2013

Z

Zehn, Zehen, zehn Finger
zehn mal zehn Dinge
Zeichen zeigen sich
am falschen Ende im Besitz

Z ist aber nicht übersetzbar
nur zitiert, geborgen, erkannt
und mitten in Winzigkeit
wird z zur Zeligkeit

Aufmerksamkeit

Körperlichkeit bewirkt eine Auflösung der Körperselbstwahrnehmung im Gehirn und öffnet den Zugang zu den Zeichen für die Sinne, es werden Bilder nach außen projiziert. Einfache äußere Zeichen können dann einer Deutung unterworfen werden, also erfasst werden von einer im Inneren des Kopfes vorhandenen Struktur. Bei der Deutung ist immer das Band zwischen äußeren Zeichen und Körper noch vorhanden, der auf den Körper projizierte Zusammenhang der Dinge erhalten. Wahn entsteht, wenn die Deutung zu weit geht: die Dinge machen sich frei, werden selbständig. Wahn vergeht, wenn die Dinge sich selbst neu organisieren. Wahn entsteht im Rausch, Wahn vergeht im Schmerz. Das Zeichnen im Kopf braucht Grammatik und Bilder. Die Grammatik wird durch die Bilder vereinfacht. Die Bilder erzeugen die Leerstellen im Text. Die Bilder stehen auch zwischen Spracherzeugung und Sprachverarbeitung. Daher zerfallen mit den Leerstellen im Text auch die einzelnen Elemente der Sprachverarbeitung in Buchstaben. Der Mundraum als Ort der Spracherzeugung ist ein zentraler Ort des Wahns. Das Selbst ist Wahrnehmungsunterbrechung, Kurzschluss, Bewusstheit und Aufmerksamkeit und verantwortlich für die sinnlose Verselbständigung der Teile der Zeichenwelt außer uns in reale Objekte. Bewussheit und Aufmerksamkeit kann sich in sinnlosen Settings selbst steigern: künstlicher Wahn (wir wissen, wem an sowas liegt: den Herrn der verschlossenen Räume - aber wir sind nicht Sklaven ihres Sinns). Ein Objekt wird mit zunehmender Aufmerksamkeit und Bewussheit zunehmend selbständig und sinnlos, ein wesentliches Mal der Schizophrenie. Die Dinge suchen sich einen anderen Zugang zum Körper, sie werden nicht mehr gesehen und besprochen, sondern nutzen den einen Sinn der Körperoberfläche (bei Verkleinerung der Gefühle und Verdichtung der Sinne?) und treten wie mir scheint nun durch den Sprachraum oder den Mund in den Körper ein, sie werden nach innen gesprochen, und feste Objekte können so in Buchstaben zerfallen. Zunehmend abstraktes Denken geht diesen Weg: dabei verlöschen aber Bilder im Kopf und die Leerstellen in Texten verschwinden und Lesen und Schreiben wird schwieriger (zersetzt analytisches Denken sich selbst?). Wenn Sprechen und Denken und Wahrnehmen zwischen den beiden Hirnhälften hin und her sich bewegt, sind Leerstellen und Spracherzeugung nicht in einem simplen Tunnel zwischen den Hirnhälften zu lokalisieren sondern es ist eine weite Schleife erforderlich. Dornröscheneffekt: über den Mundraum lässt sich das Bewusstsein erreichen – die Seele kann durch den Mund in den Körper wieder eintreten (über das Auge der Achtsamkeit ist sie raus) – am anderen Ende des Tunnels (bei der NDE) wartet der Prinz, bzw. hat die schlafende Prinzessin nur einen Frosch im Hals, den sie noch nicht ausbuchstabiert hat.

Der Sänger im Traum

am Anfang war ich Zeichen - A - Arm - oben - O - fremde Begeisterung, mein Körper gab Zeichen, erzeugte Freude, für mich nur veränderte Gesichter. A zu O. Mein erster Gedanke war 'bin ich', erstes Wort 'ich'. 'Ich' war eine Sache, die mir etwas nahm von mir. Alles war ich. Ich ergab dann erst mich (war ich auch mal Gesang?). Alle Dinge kamen aus dem Ich, waren 'ich' dann aus 'mir', meinem Selbst. Jedes Ding war ich. Dann gingen die Dinge durcheinander, waren viele und ähnlich, und sie wurden schwächer, gleich. Ich wurde selbst durcheinander und bin mir fremd geworden. Auch gleich. Bin ein anderer, ich-ein-ander. Ein unlesbarer Text erst, dann zufällig Buch dazu. Zufällig klug? Es richtete sich. 'Ich' konnte nicht lesen. 'Ich' zeichnete Gesichter in Bücher. Wollte ich lesen? 'Ich' träumte seitenweise Text. Heute träume ich singende Menschen mit Instrumenten und Mikro im Mund. Die Texte berührten Worte, sinnlose, Worte holten sich Bilder im Traum, Traumbilder legten sich wieder zum Text. Aus dem Text erhoben sich Dinge, wie aus Platzmangel. Platzangst. Welt fing an zu sein. Ich hab Ich-Sein gelernt. Bin jedes Ding. 'Ich' muss nicht sein. Texte ordnen sich selbst. Du bist auch nur ein Text für mich. Ich spreche mit dir. Text zu Text. Bist ich, bin, blockiert mich nicht, bewege mich ganz ungehemmt schnell und umfassend durchdringend einfach. Kann mich dir nicht gleich verständlich machen. Sprache kann Gedanken im Text nicht folgen. Stolpert. Viele Texte machen das Denken langsamer, beschränken mich fast wie einen Text, der sich schreibt und noch wächst. Bin bald 'normal'. Spreche aber nur, was schon gedacht ist, gelesen ist. Die Welt wird mir endlich wieder einfach, ein Ding, das ich bin, unverständlich traumhaft. Zustand. Ich sehe mich, darin, wie ein anderes Wesen, seltsam. Bist du das, ist das du? Bist du der Sänger im Traum? Zwischen den Gegenständen gibt es Wesen, sogenannte Mit-Menschen, mir ähnlich, aber ohne Text-Sein, ohne Sinn, eher nur Anhang der Dinge, sehr müde, sehr genau betrachtet sind sie auch wie die Sachen selbst, in Farbe, Geruch. Erschaffen sie die Dinge? Werden sie von ihnen ausgeschieden, erzeugt? Ich mache ihnen Texte, in denen sie sein können, denke ich. Ich spreche zu ihnen und bin in Gedanken immer beim Sänger im Traum. Was besingt er? Was singt er bloß für uns?

Dienstag, 5. März 2013

Alltägliches und Festes


für und gegen Gewohntes

als einzig rechtes Echtes,

das wieder aufgerührt wird

durch deine Vergänglichkeit

und auch wirklich erschüttert,

wenn du es brauchst und es liebst,

setze Feste als Festes

und als feierlichen und

behutsamen Wandel der

Geschehnisse des Alltags

und kehr dann zurück in die

Wirklichkeit und Gegenwart



Montag, 4. März 2013

WSV


Manie des Stehlens wie des Schreibens?

Die Manie macht das, was ich auch mache, sie schreibt sich zurück, sie geht ins Vor-schriftliche, sie verletzt Vorschriften, sie überschreitet sie, sie verkennt aber ihren Sinn: sie inszeniert einen Albtraum, einen verkehrten Wunschtraum, einen Traum, aus dem man heraustreten muss. Wünsche arbeiten mit Zeichen. Aus der Differenz der Zeichen ergibt sich Mehrwert als Grund fremden Wünschens, anstrengenden. Eigenes Wünschen spielt nur mit Zeichen, verwendet sie sinnlos, wendet sich gegen Mehrwert, spart nicht auf, auf neue Wünsche. Mehrwert ist Wunsch auf Wunsch gelegt, unerfülltes leeres Begehren, das mehr Arbeit verlangt, als man fürs Wünschen braucht, als Körper und Sinne brauchen. Mehrwert ist leeres Wünschen, fremdes, wird auch entwendet. Manie des Stehlens, Manie des Schreibens, Manie des Sparens, Manie des Besitzens, Manie des Wollens, Zwang des Mehrwert-Entwendens ist nicht freies eigenes Wünschen, ist nur Inszenierung eines Albtraums. Eigenes Wünschen ist ein schönes Wünsche-Sinnlos-Verschwenden (mein WSV): im Ergebnis, ganz märchenhaft dreimal gewendet, ist ziemlich egal, also? Wurst - oder Liebe? Aber wieso inszenieren wir einen Albtraum und lassen uns Gewalt antun, tun sie anderen an, damit Wünsche mehr werden? Wir haben keinen Schreib-Wunsch im Sinne einer Manie, wir wenden den Wunsch dreimal: gegen ein mehr an Wunsch, gegen seinen ihm angedichteten Zwang und gegen - den als viehischen Trieb verkannten Grund des Wünschens und sein teuflisch wollüstiges Sein. Manie ist ein falsches Stück, eine Inszenierung von Trieb, Gewalt und leerem Wunsch. Sache erblickt, nicht richtig erkannt. Schreib-Wunsch löst sich auf, ist keine Manie, nicht gegen Arbeit und Schmerz, keine Erklärung schuldig. Haben Zeichen wert, vergeude ich ihn sinnlos für Unsinniges, Blödsinn. Albträume beschreibe ich manchmal, ich hab aber keine. Alltag. Ist mehr als Nichts, reicht für kleine Wünsche.

Sonntag, 3. März 2013

Heil-Land des Bösen


Im Heil-Land des Bösen, jeder kleinen heimlichen oder verschlossenen Gemeinschaft innerhalb einer großen (mit geistlosen inhaltsbunten Geheimbünden), einem autonomen Teil im Staat (mit Verband/Bande der Scheinheiligen und Überheblichen), jeder Anstalt, die sich nach innen und außen verschließt (mit seinen Kontrollinstanzen gegen die Menschen darin - in Gefängnis, Irrenanstalt, Kloster und Kirche, Kaserne und Schule), sind wesentlich Glaube, Gläubigkeit (Aberglaube, Hinterwelt-Über-Sinn) einerseits und Herrschaft, Macht (Besitz, Geld und/oder hohler Anspruch) andererseits notwendig so stark verdichtet, dass auf diesen Inseln des Sinns (eingebildet, lieber anders entstellt: des Un-Sinns) und in ihrer Mechanik, den Gebräuchen der finsteren Falschheit und unheiliger Heimtücke, unfassbarer, zwanghafter außerordentlicher und grauenvoller abartiger Menschen-Spielerei, unter dem perversen, wollüstig zurecht gedrehten Gewirk elitär-exzessiver geistiger und körperlicher Selbstverwirklichung und sinnloser Askese und gemeiner Züchtigung, hinter ritueller Maßregelung, Verwundung und Strafe, Mord und Missbrauch, unter den Larven der hässlichen Fratze der blöden Gewalt, im schmutzigen Versteck hinter der Bühne des Öffentlichen, in ihren Kellern und Verliesen und Hinterzimmern, verborgenen Kammern, hinter dem Schleier des Mysteriösen und Magischen, Üblen mit bösen Ahnungen, versteckten Be/Drohungen etwas Wahres erkennbar, des Menschen Auswurf ins Sein, die Injakulation ins Paradies und seine vorzeitige Wirklichkeit sichtbar wird, deutlich spürbar. Es wird Vor-Geschichte nachgezeichnet. Text in Text legt sich mir auf sehr dünne Haut: grauenhafter Wahnsinn wird mir körperlich Einsicht und Hass. Es ist ein primitives In-Szene-Setzen der Verwandlung des Tiers, archaischen Menschseins: der Täter distanziert sich durch die Gewalt von Wollust und Angst, selbst primitiv brüllend vor Lust, betrachtet er ideologisch verzerrt seinen Grund: Über-Mensch nennt er sich und ist noch nicht mal Vor-Mensch. Wenn man Versteck und Verbot und den Willen zur Über-Macht, also Vergewaltigung und Mord und Lust-Gebrüll aus den Geschichten vom Leben in jenen Einrichtungen/Anstalten abzieht, also Bewertung verkehrt, die Abwertung des Opfers entfernt, Erniedrigung wegdenkt, und die Handlungen aller verdichtet in Eins, hat man die Wahrheit vielleicht im Griff, wenn man sie (aus)halten kann oder darf gegen seine eigenen Zwänge, den Widerstand gegen den Verlust der perversen Lust, zu der man vielleicht auch verurteilt ist. Praktiziert wird ein verboten Geglaubtes, im Glauben Verbotenes in der Gestalt verbogener, also auf einen Andern gewaltsam hingewendeter Verhältnisse, in denen man dann mit etwas Anstrengung sowohl die Urszene (nach einer ersten Spiegelung/Transformation) erkennen, als auch die entscheidenden Momente der späteren Wandlung (zweite Spiegelung) herauslesen kann, gegen den durch diese weitere Entstellung schuldbeladenden zwanghaften Ausgang des Menschen in die Welt der Vernunft. Hinterfragt man das Patriarchat, wird das verwandelte Tier im Menschen noch mit befreit (und nicht mehr gequält und gefressen). Unsere nachschrifltiche Mündigkeit kann erst sein mit dem weiteren Ausgang des Menschen aus dieser selbstverschuldeten Vernunft. Ein unbestimmt weites freies Körperlich-Sein erlaubt Einsichten? Wir sind weiter selbst auf der Bühne und schreiben nur und beschreiben das Stück. Wir sehen, aber erleben es möglichst nicht. Wir gehen spazieren und denken nach. Ahnung der Urszene: es findet ein dunkles nacht-traumhaftes Eintauchen in ein tiefes subjektloses Körper-Sein statt, das im darauf folgenden wollüstigen Erwachen ein Subjekt der Angst und der Pein erzeugt. Es hüllt sich ein. Das Tier instinktiv, schaffte aus innerer Not noch die Bedingung des Fortlebens sich, paarte sich nachträglich. Dem Menschen verwandelte die äußere Not dies Verhältnis. Er erhielt durch den Zwang einen Körper der Not. Die Not ist ein erster Spiegel, der die instinktive Abfolge von Mühe und Lust, Arbeit und Leben vertauscht und verwandelt. Auf einem neuen Körper, der sein Tier-Sein so abstreift, wird die Notwendigkeit, Lust negiert und damit zur Wollust, sie ist vergangenes Fort-Leben der Art. Der blöde Instinkt, die Vorbereitung der Mehrung wird nun dem Körper neu eingeschrieben: er wird als künftiger physischer Zwang Schmerz und Pein, Angst. Körper des Menschen ist anfänglich Vergangenheit mit Wollust-Sein (mit Wollust vergangen sein) und Zukunft mit Angst-Sein (die Angst vor der Pein). Das Subjekt dazu und danach ist eines dieser Begierde und Angst. Das brüllende Lachen des Täters zum Heulen des Opfers gehört noch dazu, das Lachen ist archaisches Ab-Bild der Wollust, Weinen ihr Bei-Sein. Auf einer ersten Stufe des Bewusstseins bekam der Körper sein noch rein physisches Subjekt. Der Koitus übrigens wurde leer und wertfrei neben die Wollust gesetzt. Die Ent-Faltung des Gehirns, sein Winden gegen den Schädel, war nicht direkte Folge von großem (dämlichen) Selektionsdruck sondern ganz simpel Vergegenständlichung eines besonderen physischen Mangels, der Verwandlung des Körpers des Tiers in einen Körper der Not, der verlangte als Halt der Dinge Verstand. Fass es als reine Hülle. Ein erstes Stück im Text.