Pommerland ist eine Verundeutlichung/Eindeutschung, Vergewöhnung des französischen pommes de terre. Das deutet deutsch derbst deutlich ein urdeutsches Missverständnis hinein in den Sinn vom Fressen, Nahrung als Sinn, Sinn-Nahrung, Hunger für Sinn: Land ist dem Deutschen seit je-heer dreckiger Boden und Untergrund wie auch reine Welt als große Erdigkeit, Mutter-Erde und nie war 's nur simpel Land. Text umgepflügt, gewendet, um- oder ungekehrt, (herbstlich) aufgewühlt, aufgeworfen, fruchtbar und furchtbar, Gewühl und Gewurf, seltsam aufgeräumt: Erd-Verkehrt-Land. Hinterland, Unterland, irgendwo irgendwas zwischen Winter- und Wunderland, vor Hölle hin zum Paradies nebenan - und durch die Hintertür. Pommerland ist also verborgen und unten und - gleichzeitig hoch droben und überall, unter der Erde wie die Erde sich drehend und selbst, leider jedoch nie simpel (also lebendig und echt?) darauf, unterirdische Blödheit also und - zugleich auffliegender aufgehender Größenwahn, Gründlichkeit mit Herrlichkeit und – totem Text (unheiliger Simpel!). Deutschland, vornehmlich jenseits der Grenze des Limes, der Grenze der Sinne zum Sinn, ist also: rätsel- und märchen- und traumländlich Erd-Paradies, Pomm(det)er(re)-(Kartoffel-)Land. Gelesen von außen und sinnlich betrachtet: eine grunddeutsch-hässliche überschriftliche Monstrosität.