Freitag, 8. März 2013

Zelig


... der Körper ist kein Ur-Text. Er ist beliebiges Zeichensystem u. a. Er ist nicht das Maß der Dinge. Er ist keine Vorstellung von etwas und sich, kein Wille für und gegen das Nichts. Er braucht auch kein Objekt an und für sich, keinen Urheber Sinn. Es gibt keine Seele in ihm, kein Selbst. Es gibt eine zufällige eingebildete Ordnung der Dinge mit einem zufälligen vorgestellten Bezugssystem Text. Weitere Texte ergeben weitere Bezüge, wieder ohne viel Sinn. Entsteht etwas Sinn, dann als fremder im Andern. Also wandelt sich Zelig. Er wandert. Er ist auf dem Sprung. Er bleibt nicht stehen, ist selbst nicht zu sehen. Zelig ist nicht Anpassung (der Autor kein Moralist). Wer sich anpasst und bleibt, hat erst Glauben und Grund, Blöd-Seligkeit. Zelig ist keine Opportunisten-Kritik. Er nistet nicht im Bewusstsein. Er spricht nicht. Er durchfliegt alle Texte. Nenne dem Simpel ein Buch, und er liest es, er ist es. Er ist die reine Lust am Lesen und Text. Er kann nicht urteilen, nicht verurteilen, er wandelt sich, handelt sich kein Leben ein (er entwickelt sich nicht). Ein wenig Leben hat er schon, darum altert er kaum, wird 2-00 Jahre alt: Z-NN. Das ist Synchronizität, ein leerer Begriff wie ein Stolpern über Sinn. Zwei Nullen auf einmal: Stolpern un' Sinn. Leben ist wie ein Lottogewinn, nur momentaner Unsinn. Maikäfer, Leichenvogel, Scarabaeidae. Zelig kennt keine Gegner. Stolpert hin über Sinn Stolpern nur gegen Sinn. Er wird jedem gleich gleich. Z-00. Er ist oberflächlich. Hätte er ein Selbst zum Identifizieren, wäre er auch Anderer Dinge und Regel. Er weist sich nicht aus, ist nicht identifiziert, nicht euphorisch infiziert und schriftlich beglaubigt, nie Stelle mit Rang. Er wär vielleicht gern unverbindlich in Jedem geborgen. Er tritt jedoch nie aus der Maske heraus, ist Keinem entgegen und wird Keinem jemals wirklich begegnen ...