Montag, 27. Mai 2013

Ich, Er und unsere Sie


Der Mensch, der ihn kleidet, ist nicht sein eigener Körper. Es ist ein zweiter Leib, der ihm nahe ist, wie sein eigener. Also hat Judas Jesus nicht verraten, sich nicht verstellt, sich nicht von sich aus von ihm ab/gewand/t. Sie wurden getrennt. Der Täter liefert uns sein Geständnis in einem Bild: er verweist auf den zerrissenen Judas. Es ist der Mörder beider, der vom zerrissenen Täter Judas erzählt. Der Riss, die Tat hat Jesus und Judas getroffen, Kleid vom Körper, Körper vom Kopf und Geist weg gerissen. Jesus ist nicht am Kreuz für andere gestorben. Seine Himmelfahrt war eine Reise in die Nacht, das Schweigen, das geistige Nichts, die Sinnlosigkeit, Leere. Judas hingegen ist eines gewaltsamen Todes gestorben. Die übrigen Jünger und die großen Evangelisten und alle Geist-Gläubigen nach ihnen haben Jesus das Leben genommen, sein irdisches Leben und seinen Körper in Judas. Jesus und Judas zusammengenommen, vereint, sind ein Leib, ein Körper jenseits jeder Vergeistigung, jenseits jeder Religion und Göttlichkeit. Beide zusammen sind Mensch. Getrennt sind sie die Unmenschlichkeit der anderen, der Gläubigen, der Mörder. Das ist darum des Christen Bestimmung und Fluch: einerseits immer das Feuer des Geistes im Kopf zu bekämpfen und andererseits das Fleisch zu zerreißen, vom Kopf weg zu reißen und abzutöten. Geist ist dem Christen äußerlich und Körper ist ihm ewig fremd. Was für schöne Lügen er sich ausdenkt über Jesus und Judas – noch als Deutung des Judasevangeliums – und zum Schluss entlässt er doch immer wieder nur seinen eigenen Geist um ungehemmt dann zu töten. Es ist keine Moral in der Geschichte - wie Nietzsche im Zarathustra schreibt - kein Sinn, nur ein Sein der Sinne, nur das Sein, das Leben, lebendiger Sinn, der Körper, der Leib. Es wird keine leere Lehre weiter gegeben an Schüler oder gar Prediger des Sinns. In der Ent-Zweiung öffnen sich die Körper dem Sein. Zusammen waren sie. Sei, der du bist, ist unvermitteltes Sein. W/Erde, der du bist, kommt aus der Trennung der beiden, ist ihr Vergehen, das einzige sinnliche Vergehen der beiden, weiblich, Weiblichkeit und zum Scheitern verurteilter Selbstverstand immer verwirklicht und verwirkter Verstand in der Liebe zu einer Frau, Schwangerschaft, Zeugung und Kind. Es gibt keinen Stern am Himmel dafür und keine Bestimmung, es gibt nur ein Weib, zum Körper der Männer den sinnlichen Leib. Erkennen hat darum auch zurecht die doppelte Bedeutung: der verzweifelte verstandesmäßige Versuch Sinn in das irdische Sein zu bringen, der die Menschen entzweit und die Sinnlichkeit und Geschlechtlichkeit an sich (nun nicht mehr als die erkannte eines Verstands), in der das Sein sich ewig wiederholt. Das Rätsel offenbart sich in dem Moment, da der Körper der Frau allumfassender Gesellschaftskörper geworden ist: Frau ist gesellschaftliche Wirklichkeit, handelt politisch mit Verstand, macht Männer zu Körpern mit abgerissenen Köpfen, Verrückte mit zerrissenen wirklich wunden Körpern, klärt auf und gibt Vernunft. In der Entzweiung von Judas und Jesus war die unbefleckte Empfängnis das Wissen der Frau, die Frau mit dem Wissen und dem Kind war allein: jedoch hat die gleiche Verlogenheit, die die Männer in den Himmel gehoben hat, aus der Frau mit Kind eine unbefleckte Mutter gemacht. Aber nun ist die Lüge mal aufgeflogen. Das Rätsel also offenbart sich in einer Welt der Zeichen, die endlich in letzter Konsequenz nur weiblich ist, in der aber auch die Frau ihre Kinder an die Zeichenhaftigkeit abgibt: das Rätsel in Zeichen und in einem Bild ist das Wunsch-Sein der beiden getrennten Männer, vernünftig geplant gegen aller Entzweiung und das erwünschte Werden der unerreichbaren Frau, die nur mehr sich selbst plant und die körperliche Erfüllung ebenfalls hinausschiebt. Darum war auch zweifellos LouAS die einzig wirklich Liebe und Geliebte von Nietzsche und Ree und die hässliche Cosima war in dem Spiel nur eine lächerliche Randfigur und natürlich behaftet und dauerschwanger mit einem uralten Denkfehler und der dämliche Über-Gott dazu, ihr Vater-Ersatz und ihr Großer und Mann war notwendig ein Evangelist, ein Verkünder des Blödsinns, Christ und Antisemit.

Dienstag, 21. Mai 2013

R schöpft


Der coitus normalis ist so köstlich und sättigend wie ein halber Leib trucken Brot oder zwei Pfund weiche Kartoffeln ohne Pelle. Er macht müde brav dumm. Er macht so satt lustlos und fromm. Nichts ist einer zufrieden ergebenen Strebsamkeit Bescheidenheit Einfachheit im Denken mehr zuträglich als eine oder zwei Wiederholungen täglich. Gib uns also unser täglich Brot.

Doch dies fade Gefühl, mit einer seltsamen Lüge gläubigen Sinns für die tauben Sinne gepaart, die eine vierfach Lust bespricht und verspricht und nie und nimmer hält, hält auf die Dauer kein Menschen-Mann aus. Weiß Frauchen auch. Nimmt sich darum gern so oft sie kann ihr drei- vier- fünffach Glück von ihm, gibt es ihm gerne zurück. Los-Glück für ihn. Und er zieht so oft er halt kann. Ihr Körper ist Liebe. Sie bringt sie ihm bei. Ihr Wille geschehe. Er lernt Hunger Durst Gier, brennende Lust auf Leben. Adam aus Erde. Sie wird ihm brennend sein Leib. Eva immer schon Leben der Erde. Ihr Fleisch brennt auf seinem Gestell. Er schuldet ihr Fleisch für sein Feuer. Sie hütet es und bereitet ihn zu. Sie schürt sein Feuer, brennt ihn in Ton und is/st mit ihm s/ein Fleisch.

Die spätere Entstellung Verwandlung der Geschichte in eine der schriftlichen Zeichen, löscht sein und ihr Feuer, das Adams und Evas und das der Geschichte im mythischen Lügentext einer Schrift. Und vergib uns unsere Schuld nun, herr-liche Schriftlichkeit, wie auch wir vergeben uns schrift-lichen Schuldigern des Übels im Weib, ergeben uns ewig dem leeren Selbst im männlichen Sinn-Reich der Welt. Rlöse uns endlos im himmlischen Vorspiel der Liebe.


Wendungen
Der schriftliche Sinn als das schöne Vorspiel im dritten Absatz gehört für den einfachen Verstand ganz nach oben und vor die eingebildete große Liebe der simplen kleinen körperlichen im ersten. Der mittlere Absatz bleibt wo er ist und muss nur inhaltlich gewendet werden und ergibt dann einen jedem bekannten unbegreiflichen Schöpfungsmythos. Zum falschen leeren Mythos gehört noch der falsche schriftliche Geist, der scheinbar schöpft. Ist das nun ein schön hingewunderter wunder Punkt?

Samstag, 18. Mai 2013

Ich, Du und ihr Wir


Vergebliches Mühen der großmächtigen Halbheiten, Ich und Du, zeugt nur Unsinn, Wir. Wir ist doch nur eine echte Offenbarung nach unten zum Leben hin und und also einladend schwanzwedelnd imaginärer RLöser. Oder ist der Autor ein Geist und er und Wir sind gerissen, zwei ausgelassene, alle ausnehmend auch und zwei gelassen gelöste Halunken?

Traumwörter

Der Traum hat mit dem Ghirn wenig zu tun, sondern scheint ein Herausfallen des Menschen in eine prähistorische, vielleicht sogar vormenschliche Wirklichkeit zu sein. Das Gehirn formt daher beim Aufwachen für ein Ich den Traum lügenmythisch um. Der Traum ist ein wörtlicher, aber die blöde Deutung eine buchstäbliche. Wörter sind kleine Texte, die man buchstäblich aufeinandergelegt analysieren kann. Umfassend bewertet zerfallen alle Dinge in Wörter aus Buchstabenreihen. Wörter verschließen sich zu Satzganzen und Sätze zu Texten. Texte sind durchsichtige Körperhüllen. Komplexe Texte versteckten komplexe Körper. Der Großbuchstabe ist ein Narr, der uns einen Rest von Sinn vorgaukelt, die kleinen Riesen verschlucken kleine Buchstaben und behaupten kleine Trittbretter zu sein und werden trügerische Sicherheit. Aber die Analyse bringt uns den alten Leib nicht zurück. Auch die großen Konsonanten sind nur Vokalschlucker und erhalten die Wörter nicht. Darum stottern wir beim Reden und Stolpern beim Lesen, weil buchstäblich Wörter am Anfang oft eigene Autorität haben, große Anfangszeichen mit Sinnverrätern hinterher. Wir stellen die Texte auf den Kopf und lesen sie gegen die Zeichen und finden im Traum zum Körper zurück, wir glauben ihm gern die verlorene Sicherheit eines natürlichen Leibs und wissen es besser: das Besserwissen ist unser Untergang.

Das Tier als Wort und Zeichen


Tierhaut war Wortsinn. Tiersehnen und -knochen machen Sätze. Tier war wörtlich neu zusammen zu Sätzen. Haustier ist ganz anders, ist neu, in ihm schafft sich der Mensch ein Bild, wird zum Schöpfer, schafft es sich im Spiegel an, hat menschliche Züge: ist als Totemtier erstes Zeichen der Lügen-Geschichte. Gott schuf nicht den Menschen, er schuf nur das Haustier. Gott selbst wurde menschenähnlich in Katze und vornehmlich Hund. Die Bibel verfälscht die Schöpfungsgeschichte: es war Gott, der das Paradies des Tiers verlies als des Menschen elend Haus- und Opfer-Tier. Totem ist ein aus seinen Teilen neu erschaffenes Tier. Gehört zum Patriarchat. Totemtier ist Haustier und Freund und Schöpfertier, der traurig heulende und freudig jaulende Schöpfer im Tier. Das ist des Schöpfungsmythos erster simpelster und also oberflächlichster Sinn. Weitere R-Öffnungen r-forderlich? Und 'mutabor': hier wendete sich und heute die Zeit: im Märchen, im Text, in der schriftlichen Fiction, wird ein Tier Mensch, es spricht, kleidet sich und ist verrückt, es entstellt die Welt, bringt sie in Unordnung, verursacht Aufruhr, fiktive Tiere sind Anarchisten, Chaoten und Terroristen – und umgekehrt, der Revolutionär im Sinn, Umwertung der Werte ist Tier im Bild im Text. Dem Macht-Menschen war noch echt ein Löwe im Sinn, gleichsam als Haustier, dem Demokraten (also Anarchisten, Humanisten, Nihilisten, Christen, Sinngläubigen von Unsinn so geleerten Gelehrten und Wissenden) ist das Tier nur mehr Vergleich und Parabel, der hat sich im Reim-Käfig und der hungrige Löwe ist nahende Wirklichkeit. Dem Demo kommt jedoch die Ahnung der Wirklichkeit seines Tiervergleichs, wenn man ihm die Haut abzieht für seine Verbrechen gegen die wahre Menschlichkeit sinnlichen Seins, ihm die Sinn-Haut aufreisst, das tolle Bewusstsein vergeht. Aufklärung ist die Vorbereitung auf ein neues gewaltsames blutiges Tiersein des Einzelnen: entweder in äußerer Zerstückelung und Zerschneidung oder innerer sinnlicher Zerreissung. Und was kommt danach? Wörtliche Erfassen ist schwierig. Missverständnis möglich. Der eine Feuerhund der Anarchie und des Aufruhrs, der großen Ereignisse der Welt in der Bild spuckt nur oberflächlich Feuer und Rauch. Aus der Tiefe des Herzens, der Sinne aber redet und atmet ein anderer im Goldrausch, irgendwie doch goldig. Zwei tolle Hunde. Höchste Zeit ist es, Hochzeit der Sinne. Wenn ich und Selbst in den Text eingetreten sind und das Ich erscheint unter seinesgleichen Zeichen und Es also seine Herkunft verrät, dann ist die größte Gefahr das Klammern des Selbst noch am Sinn. Selbst ist jeder sich Sinn, predigt es, und es ist sinnlos und leer. Selbstbetrug, größter Betrug aller Zeit: alles ist Nichts ihm und letztes Ziel ist ihm selbst, das eigene Nichts, die Vernichtung aller als Ziel, das Werden seiner Vergangenheit, aller Erlösung im Untergang. Also ganz nah beieinander: Christentum, Buddhismus und Nihilismus. Die schlimmsten Hirnseuchen der allgemeinen und hohlen Menschlichkeit. Nicht einsam, sondern einzeln in unendlich großer Zahl, steht er da, der letzte Mensch, das Selbst in Person und in seiner erbärmlichen Hässlichkeit und träumt von der Herde Erlösung und Tod. Ziel und Nichts ist sein Leid. Wie könnte die Lüge anders vergeh'n als mit aller Vernichtung. Die Wahrheit der Lüge ist also aller Menschen und Tiere Tod. Das ist das Selbst des Buddhisten, die Seele des Christen, die Märchen-Menschlichkeit des Nihilisten und Anarchisten. Die Welt ist eine der Zeichen und des Ichs - und im Loch des Selbst sind nur Leichen.

Gesichte gewendet

R-Schrickt
Die Veränderung auch des Körpers bleibt nicht aus. Er wendet sich auch, windet sich gegen sich. Ihm gehört das Wort: im Anfang war wahrlich das Wort. Wort ist der Mensch selbst, Wort ist die erste Einheit im Sinn. Wort ist weiblich, Wort vernichtet Mann. Mann ist Speicher für Wort und Gedächtnis ist Zwang. Der wörtliche ist nun allerdings ein körperlich schmerzlicher Kampf. Im Schmerz muss das Gedächtnis den Wortsinn freigeben. Es raubt ihm den Sinn und gibt ihm sinnliche Form. Ihm gehören im G-dachten Text die härtesten Wörter, die Bilder von Hammer und Stein. Wort gegen Wort wird bearbeitet, das Alphabet heraus gebrochen, heraus aus dem Sprach- und Wort-Steinbruch des Sinns, von unten wird der Sprachberg angegraben. Die Wortbrocken sind älter als der Buchstabe, Der Buchstab ist männlich, gehört zur Ordnung des Sinns im patriarchalen Gegensatz der Geschlechter, der Stämme, der Familien. Es wird nun falsch buchstabiert und Wortsinn neu erbrochen, alte Texte und Mythen werden wörtlich neu und anders gedacht, müssen über den kleinsten Sprachlaut dann abwärts zum Sinn und Satz neu geschrieben, gedacht werden. Hier wie an seinem Beginn, am Anfang der Zeit, wo eine neue Kraft war, sinnlich Objekt im Wort und wörtlichem Sinnlichsein, berührt nun der Mensch auch wieder Tier. Ein Bild von ihm in einer offenen Wunde des Körpers. Eine offene Wunde wird dem Menschen zum Schluss der Offenbarung und der endgültigen Entwendung und Befreiung vom Sinn im Körper erzeugt. Der Text ist nicht verstanden und verinnerlicht, bevor sich nicht die Bisswunde der eingebildeten erfundenen letzten Bestie zeigt. Vom Tier wurde einst dem Untier Mensch das erste Material herübergegeben in den Spiegel, gewandelt im Spiegel des Selbst. Tierlaut wurde nachgemacht. Tierlaut ist nun wieder da im buchstäblichN Sinn. Das Summen und böse Brummen der Fliegen des Marktes. Das eigene Brüllen, die sinnlosen Schreie des höheren Menschen, die bösen Zeichen an sich und die guten Zeichen für mich im sinnlosen Sprechen der Tiere (der Insekten auch und deutlicher bei DPSchreber,  auch der Vögel - die größeren Tiere fehlen bei Schreber, die musste er am Tor der Anstalt zurücklassen). Wo ist der Tierlaut, wo sind die ältesten Worte, die ersten der Zeit, der Sinnlichkeit im Schädel verankert? Welcher Bereich zerreist, wenn die Analyse der Welt im Wort den Körper und schließlich das Gehirn noch erfasst? Wo steckt der Bildbereich, der rechts aus dem Auge austritt? Was weitet die Pupille dem inneren Licht? Wer folgt so weit Zarathustras G-Sicht? G ist gewendet, gewesen, gedacht.

Brecht mir Zeichen II


R-Löst
Der Sinn für das Schöne gehört dem Schmarotzer, für ihn blutet der Wirt. Der ist nun nicht unter uns. Durch Geldwert entfremdete Lohnsklaverei. Der Sklave ist da und real, nur ist er nicht sichtbar, nicht fassbar. Sinn unhandlich. Das macht uns noch die Antike fremd. Es gibt keine ihr entsprechende Klassik geschriebener Zeichen. Also blutet den Freien der Wirt noch im eigenen Körper. Witzig: die Behandlung der Hysterie im 19. Jahrhundert ging mit Blutegel ans weibliche Genitale, der sich schreibend veröffentlichende Psychiater war ein Berufspornograph, wie gern doch unschuldig und tief triefend vor ihrem Sinn. Wo ist der Sklave des Sinns im Text? Er ist unsichtbar geworden, Gespenst. Endlich frei – scheinbar, gespensterfrei, wirkungslos, willenlos, sinnlos, Unsinn bis zum verordneten ärztlichen Schwachsinn. Es lohnt sich nur dann, der Umwertung und Verwandlung im Text zu folgen, also die Lektüre, wenn der Autor in Wirklichkeit sich körperlich auch selbst verwandelt. Ansonsten bleibt das Schreiben doch wertlose, sinnfreie Spielerei. Die wirkliche Flucht auf die Glückseligen Inseln war notwendig zugleich ein physisch und wirklich erlebter Höllentrip. Die Inseln im Text hingegen sind die Ideale des Autors Nietzsche und seiner Höheren Menschen, ein stiller Traum zum Abschluss eines Textes, der Neuordnung der Zeichen zum Nachtrag gemacht. Übermensch als G-Macht. Der Text ist keine simple und an sich wertlose Anleitung zum Umdenken, so wie dieser Text hier, den ich ohne weiteres und ohne Schaden auch wieder verlassen kann. Der gute Text verlangt ein Mit-Texten, kein Lesen. Kein Hin-Lümmeln ins Auditorium, kein gekünsteltes Platzen des Affekts im Zuschauerraum. Keine Anerkennung gibt es, kein verständnisvolles Sich-Zunicken. Sonst findet der Text seinen Körper nicht. Der Körper muss mit, mehr als nur im Affekt, in Trauer und Lachen. Der Körper muss Bühne werden, Welt und Text und Ich und Selbst, Subjekt der Welt. Es ist nicht der Größenwahn gefragt, der in die Welt hinaus will, und sich tatsächlich auf die Bühne stellt: der ist vom Blick und vom Zuschau'n der andern berauscht, der hat keinen Körper, dem ist der Kopf in Suff vom Hals gefallen, wahrscheinlich im Puff. Aufmachung ihm öffentlich recht. Es ist dies nicht die Größe im Wahn, die sich nachträglich dem Leid an Körper und Text ergibt. Das Subjekt muss in den Text fallen und der Text auf den Körper. Der Text muss als Steinplatte auf die Kopfplatte knallen, das Brett muss vor der Stirn brechen. Dem Körper und Kopf muss der Sinn im schmerzlichen Kopf-Zerbrechen, im R-Brechen kommen. Die Zeichen müssen erst wegbrechen, der Körper muss zusammenbrechen. Der Sinn der Dinge ist nicht ihr End-Wert, sondern im Hin- und Her- und Umwerten zu entwerten. Also ist der Autor beim Schreiben in der Zwiesprache mit dem Körper, er muss beim Körper auch bleiben. Verzweifelt bisweilen schaltet er ab, er schaltet sich ein und aus. Der Text ist nicht utopische Fluchtinsel als Gegenbild zum Realen. Er ist Welt im Bild und ein Bild, in dem man ganz bleiben muss. Er ist nicht die Bild, also das falsche Bild-zu-Welt, auf das der satte Körper stets neu fällt, der Kopf blöd hereinfällt. Geld-Werte Sklaverei macht, dass Wahn von Schwachsinn so schwer nur zu scheiden ist. Der Warenwert verbirgt die physische Grundlage des Werts der Waren, den leider noch unverdroschenen wahren Wert. Also kann man sinnlos auch als Konsument in die Welt der Zeichen eintauchen. Jedoch ist das kein Brechen von Regeln und Zeichen. Im Exzess des Konsums widerspricht sich nur ein krankes System: Gewalt gegen Körper, den eigenen und andere, dem Erbrechen und den Verbrechen folgen ausgleichend und regulierend die immer gleichen alten Regeln der immergleichen Zeichen. Darum werden die simplen Regeln im Zarathustra sofort zum Deppenfutter: Gedenke, Mensch, den Wollust ausgeloht … Ein-stein war nicht von Wollust ausgeloht und Nietzsche war kein Wüster. Die Peitsche gehört auch nicht Text und Texter, um die raufen immer nur sich die Huren/Verführer des Sinns.

Der hässlichste Mensch und die Schönheit der Zeichen


R-Kennt
Ein Text muss inhaltlich den Schreibprozess in Sprache und Schrift enthalten. Die Denkmaschine selbst muss ihr Innerstes ausbreiten. Wie läuft das Denken ab, wie erzählt es sich, Es wird Umwertung. Schreiben und Lesen nähern sich an. Es ist eigener Körper. Es schränkt sich nicht weiter ein, es schenkt sich. Objekt fehlt, Abnehmer. Für diese Art Schreiben gibt es keine Leser. Erst, wenn der Autor tot ist, tritt der Leser an sein Grab, seine Grube, in seine Falle des Sinns. Der Leser kann unvermittelt ins Werk einsteigen, er wird selbst Autor und Körper des andern. Die erste Umwertung und die, die er stets als solche bezeichnet, ist die der Oberfläche, sie erfasst schon die ganze Begrifflichkeit, alles was wir als Sinn glauben: alles was der Verstand war und niedergeschrieben im Grundgesetz der Vernunft. Die erste Umwertung erfasst auch schon das Sprechen und muss sich ständig neue Begriffe, Wörter und Werte schaffen. Das Schreiben bezieht den Leser, den Zuhörer, den Gesprächspartner als Selbst des Autors ins Schreiben mit ein. Das Ich und sein Selbst durchstreifen die Welt. Die Welt ist eine des Textes, der geschrieben Zeichen. Ich und Selbst nehmen sich die ihnen zugehörigen Zeichen der Welt. Die Welt der Zeichen zerfällt in Ich, Selbst und eine Zeichenwelt vor und nach dem Zerfall. Ich und Selbst verweisen den Geist, Vernunft und Verstand aus der Welt der Zeichen heraus auf den Körper des Subjekts. Das Subjekt der Zeichen wird frei. Es wird Subjekt seiner selbst und Ich wird als zeichenbestimmt erkannt und gegen die Welt gestellt. Dem Selbst, einst Sklave des Ichs, das ohne den Herrn im Grund nicht ist, wird die Freiheit als Schmerz des Ichs im Kampf gegen sich selbst in der Welt. Ich ist so tot wie die Zeichen, Ding und abstrakt. Selbst ist simple Lebendigkeit, das Leben selbst, der Körper für sich in seinen Funktionen und mit seinen Sinnen. Es ist dies der Aufstand der Sinne gegen den Sinn. Die Befreiung des Autors von der abschließenden Moral einer Geschichte. Die Befreiung des Menschen von der Geschichte. Die Befreiung des Denkens und Sprechens vom Diktat des Sinns und der Grammatik. Die Erfahrung ist Schmerz im Kopf, Kopfschmerz und Schmerz in der Seele, Sinn-Schmerz und Depression. Die Zeichenwelt ordnet sich von allein dem Körper zu im Zufall, zufällig sich ergebendem Sinn. Das ist aber nicht zufälliger Unsinn. Es ist auch nicht 'höherer Blödsinn'. Die Zeichenwelt fällt auf Ich und Selbst und beide auf ihren Körper zurück. Der Körper ist aber verstellt nur Ich und Selbst. Schreibend erkennt Mensch, der Körper ist ihm entstellt. Sich selbst am nächsten ist dieser Körper beschrieben als 'hässlichster Mensch'. Er ist reiner Text-Körper. Aus diesem Textkörper heraus fällt ein Autor, den der Text erzeugt hat. Er ist Kind seiner eigenen Welt und wieder ein Zeichen. Er ist der absolute Begriff der Schönheit. Er ist sich widerstandslos ausgeliefert, willenlos, ohne Macht, ohne Willen zur Macht, vom eigenen Text willenlos gemacht, er spiegelt sich aber nur selbst in seiner Text-Oberfläche und sieht seine Haut, seinen Körper und auf ihm die Wahrheit der Welt in einer Schönheit der Zeichen. In der Schönheit der Zeichen ist die entfremdete Welt, die Verstellung und Entstellung des Sinnlichen im Sinn, die Erkenntnis der Weise des Sinns, des weisen Unsinns, des vaterlosen Waisen, die Umwertung rückwärts gedacht wieder und nun einem nackten und freien Körper verbunden. Der freie Körper real wird im Kopf noch Rest-Schein und nackt und schön. Bei Kafka ist es die Schönheit der Angeklagten im Prozess. Die Schönheit gehört nicht dem realen Körper. Der ist belastet von wirklicher Schwere. Die Schönheit ist das Abbild des Autors, die Autorität im Text, auch die Muse selbst, der Traum eines Schreibers hingestellt als Kontrast zum hässlichsten der entwendeten und überwundenen Zeichen. Zarathustra ist ja der Held, der Wille auf dem Weg zur Macht, zum Text, der G-Macht, Nietsche ist seinen Willen los, zum willenlosen Texter gemacht. Macht ist immer nur G-Macht, die Macht eines andern.

Sonntag, 12. Mai 2013

Sinnliche Mythen

~ Vorspiel

Was ER oder ES zusammengewürfel hat / soll also der Mensch nicht erkennen.

Einer sieht im Traum
liest im Licht des Tags
sieht anderes anderer
weiß nur Schwarzes auf Weiß
und sieht immer nur schwarz

(§) Lesen und Erkennen

Sündenfall: aus dem höchsten Reich der Erkenntnis, dem Gteilten Hirn, zwischen Leben und Wissen hindurch, fällt der Apfel, wortwörtlich durch Namensgebung und vorbei an der Aussprache und an Adams Sinneknoten

Mensch ist Körper und Leib. Geschichte beginnt mit den Knochen und dem Fleisch auf dem GRipp.

Schrift und Schreiben sind nur ein Herauswinden aus dem, was ihr/man Bildung nennt. Jeder fremde Text, der nicht Körper ist, wir von mir wieder erbrochen. Dies ist die wahre Geschichte von der Schöpfung des Schöpfers. Körperlich ist Schöpfung und Schöpfer exakt wiedergegenben in: Nachgeburt und Exkrement. Ist Schöpfung nicht eine Windung des Leibs hin zum Exkrement? Und ist damit nicht … ? der Leib ein Schlüssel zum Sinn? Der Frau vielleicht, doch dem Mann kriecht der Sinn ganz andeswo hin.

Die Schöpfungs-Geschichte hat zwei Teile: Geschichte der Schlange und Geschichte der Rippe. Der Rest ist halt Rest, Verzierung und Sinn, also für den Arsch, den Herrn des Sinns, der ich nicht bin und – und auch der Wahrheit, allgemeiner, selbst meiner.

Die Geschichte der Schlange handelt vom Körper des Menschen als Ganzem. Die Geschichte der Rippe ist eine Kürzung und Verdichtung der anderen Geschichte durch eine Verlagerung ins Zeichenhafte. Insofern ist die Rippe eher ein Teil des Kopfes des Menschen, Hirnanhang.

($) Variationen (schmerzhaft anstrengendes Auf-Arbeiten)

In der Geschichte von der Rippe ist alles verkleinert: Körper in einen Teil davon geschrumpft - und nicht aus einem Teil davon, Rippe aus Adam! Lächerliche Lüge -: die Geschichte spielt auch im Kopf, in einer Welt der Namen, steht mitten im Text; Gesellschaft ins Familiale: durch ein Auseinanderreißen von Fleisch werden Vater und Mutter erzeugt: Kind wird aus dem Körper der Frau gerissen (entwendet, zum Sinn entstellt – Schmerz und Wunde im Bild des Mannes), Mann aus dem Körper der Frau, weg von ihr, passiv wie aktiv, Asket, Vergewaltiger seiner selbst (ganz unentstellt: Mann wird zu Erde gemacht und nicht aus Erde, ist Exkrement, Zeichen des Leibes des Weibs).

Mann und Mensch überhaupt ist anfänglich Produkt einer Not. Frau wird schwangerer Leib als Zeichen ihrer selbst, ein Sein wie ein Stein, der von allen getragen werden muss. Armes Menschlein erkennt sich im Stein. Mann ist aus Namen gemacht, er selbst ist nur etwas aus der Erde ausgeschiedenes. Erbrochen wie mein blöder Text. So wie Kind Fleisch aus Fleisch ist, so Mann Staub aus Staub. Nicht ist Frau sein Fleisch. Göttliche Lüge. Diese Aussage ist nicht ein und mein Programm, sondern nur Teil des/seines Schöpfungsmythos. Mann und seine Wahrheit ist verborgen, Kind ist geborgen vor mir. Fleisch aus Fleisch ist immer nur Kind. Mann und Mensch sind etwas, das anfänglich im Dreck steckt. Mann ist in Not. Es ist anfänglich auch keine Not, die zur Arbeit zwingt. Es ist nur die Not, die Selbstzerstörung ist.

Mann war gern Opfer, Brand, sein Geist sein Rauch. Der Mann weist im Mythos, der Lüge, irgendwann aufgestiegen im/mit Geist und mit/im Rauch in/mit der Rippe der Frau die Not zu, zum eingebildeten geistigen Verzicht sich einen zwanghaften Trieb.

Übrigens: moderne Weiblichkeit übernimmt für den eigenen Verstand der Welt die männliche Fehldeutung und Lüge und verweigert sich der Schwangerschaft. Die seltsamen psychoanalytischen Wahrheiten, die selbst nur moderne Mythen und Lügen sind, laufen für die Frau auf eine banale Verdichtung von Mann, Kind und Scheiße hinaus. Frau macht sich damit zum Mythos eines Mannshirns. Das ist ein Widerspruch in sich. Für alle Herren des Sinns von Anfang der Mannswelt an (ist noch nicht sehr lange her): der Mann macht sich das Bild des Weibes und das Weib bildet sich nach diesem Bilde - und wird so nicht Weib. Weitere Ausführungen gestrichen.

Die Geschichte mit der Rippe ist also noch jung, handelt von der Aneignung der Frau, Weib als des Mannes Besitz. Vom Sinn und Zeichensinn her gedacht war im Anfang der Name, das Wort. Wort ohne Sinn war aber ava nur Brandzeichen auf dem Körper des Mannes, sinnlose Wunde, Schmerz und Schrei. Frau war geteilt, doch Mann war zerissen. Rippe ist Rune, Schriftzeichen, Vater und Mutter, alles im Namen des Vaters, mit seinen Namen und Zeichen gedacht. Rippe ist Vater-Mutter-Kind Grund und Gerippe gesellschaftlichen Seins, der Sinn nackt und falsch gedacht, Scham ist da angebracht. Und sie schämten sich doch! Von Anfang der mannswelt an.

Übrigens: Psychiatrie ist Ort der Verdichtung von Mann, Scheiße und Kind:
- Aufenthalt für Frau, die sich für Mann hält, sich Mann als Kind hält und Scheiße für sich behält, ein/gebildet ist und wirklich sich (für) verstopft hält;
Aufenthaltsort für Mann, der sich begriffen hat: als Verdichtung von Mann und … . Psychiatrie ist also Ort der Selbstverwirklichung des modernen Mannes (als Arzt und Patient – Autor trifft dort seinen Verleger! Mann mit Büchleich und bescheidenem Ansinnen auf textliches Fortdauern).
Psychoanalyse: Autorität versucht Frau den Sinn des schwangeren Körpers zu offenbaren in amüsanter Sinn-Verrenkung, absurder Verschränkung von Sinn und Sinnlichkeit, der frau sich ergeben soll, freiwillig dem Zwang – gelegentlich sich befreit, indem sie sich den Analytiker zur Brust nimmt, sich den Unsinn und kleinen Herrn nicht versagt. Herrlicher Blödsinn. Gilt doch für jeden Text. Aber Text wirkt auch ohne Verstand!

Die Geschichte von der Rippe ist geschachtelt. Außen Scham und Geschlechterteilung (entstellt), dann Reich der Zeichen mit Namensgeber, Adams Sinn (unentstellt), zuinnerst gewendet: Vater und Mutter als Ergebnis sinnvollen Handelns, ein Fleisch ist sein Fleisch zerissen, vom weiblichen Körper gelöst: Zeichenlüge: Mann zeugt Weib aus Rippe, sich aus dem Weib als Kind und gibt ihr noch seinen Namen (nennt er sie nicht Schlange und Falschheit?). Bedankt euch, Weiblein, seid oder werdet nun fromm! 'Fromm' ist bei Nietzsche: Witz komm! oder: Vorsicht, Ironie! Gelehrte Text-Dämlichkeit wird Gehirn gelegentlich zu gewaltigem Körperschmerz. Dem flachGdachten Glehrtenhirn ist das Oberflächlichkeit, Metaphern-Seligkeit. Aber Körper kommt noch aus Text hervor, mörderische Gewalt aus unmenschlichem Zwang, Gewalt aus Hunger und Not. Wenn Texte mal zu deutlich Körper sind, werden sie mit dem Autor totgemacht: was bleibt: unbegreiflich viel Sinn, Übersinn, Glaube, Ruhm - Dichterlos: textlos, verstandlos, leblos. Es gibt in manchen Texten noch deutlichst Körper zu finden.

Die Sach mit der Rippe ist später gemacht als die Schlange, aber von mir irgendwie deutend weiter zurückgedacht.

(*) Improvisationen (spielerisches lustvolles Ausbessern)

Augäpfel-Sternchen vorsichtig verdreht, nicht wirklich restlos nach innen: es muss ja noch Text ins Gerät – und die Gelehrten machen ja immer noch jeden, der nicht gerade hinausschaut am Fester des Turms in die krumme Weite der eingebildeten Welt zum Rätsel-Genie und Epileptiker, zum Tausendfuß und zum Elf im Ritz und vergessen die Treppe, die 30 Stufen, die sie selbst hochgestolpert sind. Jetzt hängen sie hilflos an Almas Rockzipfel. Also ist Adam der Apfel in die Hand gefallen und die verdammte Schlange erhebt sich mit ihm und schreit ihn an: 'Beiß ab!, Beiß zu! Ab und zu.' Schmeckt gut, so unendlich gut. Der Apfel ist echt und kein buchstäblicher, kein Schwarzer auf Weißer. Hängt da nicht noch einer in der Baum-Schöpfung Krone? Kriech doch rauf, hopp hopp weiter ins Heitere, rüber und wieder runter, bevor dein Alter kommt, und mich dir und deinen Ausblick und mir diesen prächtigen An-und Einblick wieder aus dem Kopf schlägt.

Die Geschichte mit der Schlange ist schwerer zurück zu richten oder andern zu deuten. Sie ist dem Körper näher, ist älter, muss aber nicht so weit weggeschoben werden, schließt Hirn ein wie Haut, während Gerippe und Fleisch älter zu sein scheinen, da sie zum Hirn und dem Rippen-Zeichen darin einen größeren Abstand haben. Die Schlange ist nah beim Kreuz und der Wirbelsäule. Das Kreuz ist nur ein Wiederherrichten der WS. Die Sache mit der Rippe war eine Wiederholung der alten Geschichte mit Betonung der Sinn-/Zeichen-/Namensgebung. Sie war eine Übersetzung ins Private und daher den Sinn-Süchtigen leichter zugänglich: Lüge liegt gern auf Lüge. Übrigens: zum # kam die Schlange einst wieder, war dann im Sinn schwieriger niederzumachen. Christlicher Witz hat dann daraus ein sinnloses Zeichen-Nichts gemacht: ein neues Schriftzeichen, ein abstraktes Symbol: wenn man dichtend dran ist, kann man die Wahrheit/Sinn-Lüge beinahe schon wieder riechen. Adam hat mir die Rippe mitten durch die Stirn ins Vorderhirn gerammt. Die Rippe ist wirklich nur ein Knochen und schriftlich Zeichen, Bindeglied, Brücke, Achse.

Ein Schöpfungsmythos muss auf Frau bauen. Ein Text aber kommt aus dem Kopf und behauptet folglich das Gegenteil. Frau wird nachträglich gebaut. Also folgt im Text dem Baum der Erkenntnis (Adam wird auf sein Pflänzchen hingewiesen) der Kopf mit einer dicken Lüge (Adam ist souveräner Namen(s)geber) und dann der Körper (Geschichte von der Verführung durch Schlange und Eva) mit dem Baum des Lebens als seltsamen Anhängsel. Übrigens, meint Er, dem Menschen könne man nicht mehr trauen, der frisst auch noch den andern Baum leer. So sei es. Sieht man also das Ganze als lebendigen Körper, ist die Frau mitten drin und am Beginn. Das Leben vor dem Tod (vor dem Eintritt ins Reich der Zeichen) ist dann auch der Beginn des Mythos: deutlicher: mit dem berichtigten Fehler vom Anfang, der falschen Kopfgeburt: wird der Körper auf den Kopf gestellt und das Anhängsel gewendet: vom Leben für des Menschen Tod zum Leben vor dem Tod. Sinnmacher zieht den Schwanz ein.

Das Bildreich der Schlange wurzelt im tierischen Sein, Baum der Erkenntnis zu Baum des Lebens, beides in eins gedacht: geheimes Wissen alter Hirne in eigenen Hälften: nicht Wissen (Erkenntnis gewendet) um Tod (Leben gewendet). Bildlich zurückgedacht. Gezeichnet statt getextet. Verdammte Kreativität. Beides gehört nun ins Paradies. Nicht-Wissen und Tod. Gab es also ein Paradies? Nein, oder ein anderes, leibliches. Das Paradies ist also ein Bild für die Not. Not ist Wendepunkt. Allgemein menschlicher. Damit hat sich der Geist verflüchtigt. Seltsame Nachsicht und Blindheit. Nicht nur meines Geistes im Ersatz der Metapher durch seinen wirklichen Sinn. Sondern auch der Urheber der Handlung, die göttliche Schlange, ist weg. Wir haben ihn und sie zum Ende verdammt. Es gibt anfänglich doch noch kein Wissen mit Über- und Hintersinn, keinen Adam mit Sünde und Schulden. Eva isst nicht nur den Apfel, sondern sie ist als schwangerer Leib und auch sonst, Zeichen gegen die Not. Mann hat nicht Apfel von Frau: Mann wird verführt, Frau nimmt ihm Not: erste Annäherung im Sinnlichen. Frau nimmt mann Mangel ab. Beides, Tod und Leben wird überwunden: zweite Annäherung im Sinn. Die Annäherungen waren Spiegelungen, Sinn-Gebungen, keine simplem Korrekturen des Mythos, kein blödes Weiterspinnen.

Es ist ein körperliches Überwinden des Todes, der Not. Dazu gehört anfänglich nicht die Arbeit, sofern sie mehr ist als bloß Leid. Auch die Scham gehört nicht hierher, sondern unter das Zeichen-Kleid. Aber der Eva wurde schon einmal ein Sinn, ein Fleisch, sein Sinngeber zutiefst eingefleischt. Nun dazu die letzte der Lügen: der Schmerz der Gburt. Ist diesmal gar kein richtiger Schmerz. Körper kann sich wenden: kommt denn dem Adam nicht, wenn Eva ihn sich zur Brust nimmt, wie einst dem Kind, die Seligkeit wider Willen? Ihr wird das Kind symbolisch entrissen, im Namen des Vaters entwendet. Der Geburtsschmerz wurde vom Mann dazu erfunden. Dieser Schmerz ist doch seine wirkliche Wunde aus Wollust und Not, der Brand seines Körpers, die Röte, die Scham, aus der sein Geist, seiner Hass-Opfer Rauch aufsteigt. In der Not wurde Frau für den Preis seines langsamen Todes der Mann entrissen und ihr zeichenhaft wiedergeschenkt für beider leidlos lustlosen Zeugungs-Genuss, schriftlich gesichert, körperlich unsicher.

Schluss mit Sinn, oder?

Ist die Rippe nicht ein erhobener Zeigefinger, Schlange Arm und Hand, die Bgreift, liefert nicht der Rücken die Requisiten dem paradiesischen Entzücken, sind nicht Adam und Eva jedem mitten im Sinn und Gehirn, sind nicht die Baumkronen des Großhirns mit Zeichen Früchten reich über ihnen und ist Gott nicht dieser Donner- und Hammerschlag::: was machen alle Gläubigen und was ist Religion: tote Schriftzeichen hirnlos anbeten, noch nicht einmal lesen, Menschen in Massen als 'Ungläubige' ausgrenzen, vergewaltigen und schlachten. Das also ist lebendiger Sinn der Schrift! und vielen der Baum des Lebens mit den Früchten: Selbstsucht, Genuss und Hurerei, Vergewaltigung und Mord. Trag jeder den Sinn, sinnsprengend ins eigene Gotteshaus hin. Wenn der Sinn-Deckel weg ist, Mauern des Zwang und der Lügen gebrochen, Prediger fortgekrochen, dann gehn wir wieder hin und schaun in den Himmel mit unserm Eigensinn.

Und was macht der Dichter? Gibt sich Äpfeln hin, simplem Apfelgenuss, und ihrem köstlichen Mus, das macht ihm Sinn, sinnlich, Muse im Sinn. Religion ist nur Sinn-Mus(s). 

Samstag, 11. Mai 2013

Sinnloses Nichts


Die ersten Zeichen des Menschen sind nur das, was sie darstellen, sie sind Vertreter des Menschseins, sie brauchen keine Deutung, sie sind die Sache selbst. Die Zeichen sind der pralle, volle, mächtige, vollmächtige schwangere Leib, der Körper des fruchtbaren Weibs. Diese Zeichen vermehren sich und verdoppeln sich, verwandeln sich und spalten sich. Sie sind nach der Verwandlung Lüge und ihr Ursprung ist verdeckt. Aus Versteck und Verwandlung erhebt sich der Sinn, ein falsches Zeichen, der 'Phallus', den Mann irgendwann einmal dann mit seinem Genitale verwechseln darf. Phallisch war nur eine Deutung des Sinns, eines Einschnitts in den schwangeren Körper der Frau. Grund der Schwangerschaft war anfänglich das Kind, nicht ein Mann. Beschneidung ist symboische Wiederkehr des schwangeren Leibs, geschieht im Zeichen, als Zeichen der allmenschlichen Weiblichkeit. Menschlich, Allzumenschlich ist des Menschen Wahrheit im schwangeren weiblichen Leib.

Der Mann ist tatsächlich aus Erde gemacht, die Frau ist aus reinen Anzeichen erdacht. Mann ist nachträglich gemacht, wurde aus Zeichenleiblichkeit ausgeschieden. Aus der großen endlichen Leibweltlichkeit. Frau teilte sich sich für Freuds Not, seinen Grund seiner Hoffnung, seiner Erkenntnis, seiner Entfaltung, seiner Verbreitung. Aber die Not bleibt dem Mann, der Mann verhaftet der Erde.

1000 x 1000 Jahre war auf das Männchen, das Hinter-Menschchen gesitzt. Erde zu Erde und Notdurft zu Not. Bis sich der Sinn erheben durfte, dank eines Schnitzers, eines göttlichen Schnitts in den Körper des schwangeren Leibs: jetzt als Lüge der Lügen, Phallus, Zeichen der Männlichkeit. Sinn erhebt sich um sich selbst zu zerstören, der Schnitzer war immer schon auch ein finaler Schnitter: das Patriarchat, Zeichenwelt, maschinelle, macht von Beginn an Jagd auf Groß-Hirn. Zurecht sich die Dinge Denken ist gefährlich, Simpel ist stark gefährdet. Sinn-Macht ist mörderisch. Der einzige Fortschritt den das Patriachat dem Menschen vererbt ist eine kleine Veränderung des Kleinhirn. Autist ahnt sich in der Tat. Das Patriarchat ist ein Stammspalter des Hirns.

Als Ursprung sind die Zeichen heute nun so leer wie ein Grab, das wartet, subjektive Sinnlosigkeit und zugleich als Lüge sind sie die Vergangenheit, die lebt und ein objektives Nichts. Über diesem neuen Loch im Körper der Erde, das niemand haben und sein will, in dem keiner sein will, erhebt sich der Sinn, das sinnvolle Sein, die Form des Leibs im Stein, hin zur Negation des Lebendigen und es wendet sich die Bdeutung, verendet im Phallus, das eine soll zu Sinn sich selbst werden und das andere zum Symbol, das eine zum Zweck, das andere zur Absicht, das eine zum Mittel, das andere zum Willen, das eine zum Wunsch, das andere zu Wille und Macht. Aus der Bauchhöhle wird endlich nach vielen Umwegen das Grab und auf der Erdoberfläche bleibt als Symbol übrig nur ein Kreis um ein Loch. Bauch wird Loch und Loch zu Kreissymbol: doppelt gelogen hält für Ewigkeiten dicht. Damit ahnt mann jetzt die ewige Wiederkehr seinesgleichen. Das einfache Erdloch war einmal für den Mann einfaches Zeichen zu Zeichen, Grabenloch, Falle, in die er gerne doch ging.

Das nächste Zeichen ist ihm das gestopfte Loch, ihre Schwangerschaft, erstes Zeichen an sich und ihr und es ist ihm sein zweites: er schuf sich in ihm die eigene Schwangerschaft. Sein zweites Zeichen wurde auch Zeichen-Abnabelung: mit einem Schnitt verwandelt sich der aus der Erde geborene Loch-Sinn in seinen phallischen doppelten Unsinn. Auch der Phallus als Symbol ist eine doppelte Lüge: Sinn-Deckel eines Grabs, das nie eines war: Dreckdeckel, Dreckel. Not-Loch seiner Sinne. Dreifach Falschheit, da es eine Lüge war, die ihm von ihr geschenkt ward. Am Kreis werden die neuen Zeichen aufgerichtet (wie auch immer: zum Steinkreis, der wohl ursprünglich ein Erdwall war mit vergrabenen Seiten- und freiem Deckstein, ein schwerer Stein-Himmel war das den beiden, zwei Lügen und Lügnern, des Erd-Haufens Sinn).

Zusammengefasste verlorene Menschlichkeit: Fünf Lügen (nicht nur die fünf Finger, sondern auch fünf Teile des Körpers und Hirns) tragen nun in sich ihren und seinen Sinn, die Sinne und einen sehenden Übersinn. Erstes Zeichen war also schwangerer Körper (künstliche Erhebung) mit fremdem Nabel-Loch (sein Loch aller Löcher und Wohnloch). Zweites Zeichen: Ver-Schüttungen. Vor der Neuzeit gab es nie ein Grab und es gab überhaupt noch nie eine Gräbersymbolik. Auch den Tod gab es nicht. Den sehen nur wir seit heute und jetzt als unsern Über-Sinn im Spiegel.

Tod und Sex sind ein modernes Paar, Sinn und Nichts, die ewig sind und keine Ende mehr haben wollen. Sex für sich wird damit dem Mann zu Verzweiflung und Verlust. Im Verein mit Gewalt andererseits, also dem Zeichen unterworfen, wird er gespürt als sinnlos und leer. Sex ist sich so Selbstzweck, Eigenmacht und Sucht. Für die Frau ist das Sexuelle nun Liebe, geliebt werden und erfüllte Sinnlosigkeit oder Schwanger-Sein für einen anderen, sie wird sich damit gefülltes Loch und ebenfalls Nichts. Für sie ist schon das Verlangen nach Sex leerer Zweck, Eigensucht und Eifersucht. Sie ist schon weiter und bei einer Liebe angekommen, die nach fremdem gleichen Körper verlangt.

Es gab eine Zeit davor (vor den Zeichen der Zeichen – die gibt es auch noch für die Menschen mit Eigensinn und GHirn), für die Menschsein anders zu beschreiben ist, weil Mann und Frau noch einen Körper bildeten im Denken und Handeln und Sprechen. Utopische Insel-Seligkeit, von der man nur die Glückseligkeit in Abzug bringen muss.

Es gibt auch eine Zeit nach dem Patriarchat, für die Menschsein gespalten ist in ein Quantum Mann-Mensch-Sein (ist seltsames Einsamsein mit gelegentlichen Ausbrüchen in Höhlen-Zorn) und ein davon verschiedenes Quäntchen Frau-Mensch-Sein (Liebe, die sich nach Körper sehnt, der aber dem Sehnen nicht Erfüllung sein kann oder soll). Frau-Mensch-Sein ist sich scheinbares Erfülltsein, will nicht mehr prall sein vor Kind. Mann- und Frau-Mensch-Sein begegnen sich in einer Art taub sinnlosem Tanz und vereinigen sich in ihrer Fremdheit zu einer (T)Raummaschine. Traum von Huren und Verführern.

Gelegentlich geistert erstmals aber auch manchem ein Gesamt-Konstruktionsplan durch den Sinn. Gesamtkunst. Sinnsprengend Begeisterung kommt ihm dazu. Hirnverbrannt. Sinnwandern verrannt: mit Schlag auf 's Hirn. Tanz einmal anders. Die Maschine fliegt. Im Grunde ist das so eine Art Dialektik. Ist nicht sinnloses Hin- und Herwenden mit abschließendem sinn-losem Kompromiss. Ist Spiegelung, Spiegelung und finales Umwerten mit – Sinn/Sinn-Verlust. Der menschliche Körper hat sich nur einmal verändert, weg von Tier durch eine Spiegelung. Die zweite ist Folge der Erweiterung des GHirns. Die zweite ist bereits keine körperliche mehr, sondern bewirkt durch die Veräußerung der Zeichen, kommt also von außen und ist realer Spiegel, Spiegel der Realität. Diese verdoppelt daher einen der körperlich schon da war - und Schluss der Entwicklung des Großhirns - das Patriarchat schafft nichts neues, sondern beginnt mit der Auflösung des schon vollen Menschseins, treibt es voran hin zum Abgrund, vernichtet allmählich den Menschen, verbannt ihn sich körperlich fremd nun mit dem ganzen Körper in eine Welt von Zeichen, toten und maschinellen.

Sobald sich der Körper auflösen muss in Zeichen, selbst tot und abstrakt sein soll, offenbart sich die subjektive Sinnlosigkeit und das objektive Nichts auf dem und im lebendigen Körper, das eine wird zum haltlosen Sinnumwerten als dauerndem Prozess mit physischem Schmerz (als Rache der Zeichen) das andere wird zu einem unsinnigen Sinn- und Sinne-Überwerten und finalem Blödsinn, Sinn-Unterordnung.

Volles Körpersein ist nun ein einmal einfach gezeichnetes plus furchtbarsten Schmerz, also ein hin und her zwischen hilfloser Phantasie und wirklichem Körper-Leid, auch An-Triebhaftigkeit, andererseits ist es getriebene, durchtriebene Leiblichkeit, räumliche Hohlheit, Grenzenlosigkeit, sinnlose Zeichenhülle. Also phallische Blase? Rückkehr in den Mutterleib? Interpretationsfehler, männlicher, Leere an Deutung. Die Menschheit freut sich über des Menschen Weisheit und Wissen und nachträgliche Theorien bis - sie der Hunger beisst und - alle und alles widerlegt. Oder körperlich An/trieb im Verschluss von Leib verflüchtigt sich sinnlich.

Donnerstag, 9. Mai 2013

Leid geht mit Leid

Mensch zu/gericht gegenüber und gegen Weib und gegen über End-Christ. Gegen Besitz an Zeichen. Gefühlt und Bild folgend. Was unterscheidet Mann und Weib? Mann erkennt und zerlegt sich den Schänder, restlos, ausnahmslos gegen die Regel, begreift und versteht, wendet den Willen ihm, lähmt, entmachtet, verleidet ihm Wollust, misstraut, vertraut nur gebrochenen Gliedern, zerrissener Haut, erloschenen Sinnen und spricht: 'Mein Leid sei dein Leid, doch deines sei auch Lust und Befreiung mir für alle Zeit und Ewigkeit.' Und Frau? Oh je nun. Sie betet für beider Bekehrung! Glaubt an Reue, Belehrung. Dem Mann nur Empörung: 'Ein zehn- hundert- tausendfacher Tod sühnt nicht die Tat, die geschah. Niemals erlischt mir DRache Durst.' Die Frau aber wird niemals dem Ich sich entgegenstellen und kann nur selbst sich verleugnen und wieder gibt sie dem Fremden, der haarigen Hand des haarigen Affen, dem Arzt auch das eigene Kind zum Hinschlachten, dem Priester in und mit ihrem Kind auch ihr eigenes gieriges Fleisch zum Bgrabschen, BgAffen. Sie hat ja noch eins und noch eins und mehr und und und. Frau steht an der Front der Zeichen und ringt immer weiter mit sich und ihnen als ihres gleichen, sie nimmt sich und Ich und ihren Köper im Selbst und den Zeichen, den weichen, ihr scheinbar so gleichen - für sie ist die Welt ein Puzzle aus lauter gleichen quadratischen Teilchen: 'Warte doch, wart nur ein Weilchen, mein Körper gehört zu den Waren und Zeichen, die Welt ist ein Blumen-Beet - und ich und mein kleines Selbst und mein Kind – wir sind alle wohl Veilchen.' Doch Mann spielt nicht mit, zerreißt weiter den Text der Lügen, der Blender, den Täter, den Mörder der Sinne und Kinder-Ver- und -Entwender. Frau hat weiter den Schleier der Tränen, die Lehre, den lieben verehrten Lehrer und lehrt selbst längst für immer entehrt, entblößt: 'Alles wird wahr, war und wird wieder gut. Alles lässt sich neu/wieder richten, Alles sich ewig zum Besseren wandeln und fügen, recht schlichten.' Sieht kopfschüttelnd Mann sich abwenden: 'Wunde seid ihr mir, blutig noch, voll schon von Eiter. Dein und Du sind Huren des Feindes, nichts weiter und weiter. Es gibt keine Versöhnung, kein Reichen der Hände, blöd heiter, wenn Du ist im Missbrauch der Pranken des Feindes verendet. Gib mir den Sinn doch zurück, dann lass vielleicht ich dir Haut und eins der Zeichen darauf, ich lass etwas von dem, das dir so wichtig, gewichtig, zurück, mit einem, wie einen langen schnellen durchgehend Schnitt. Gib mir mein Glück. - Wie? Sinn ist dahin!? Dann nimm Welt und Weib dir dazu doch noch. Denn wenn ich schon richte, hinrichte, dann - Alles, Alles: die Welt, ihr Sinn-Glaubens-Übel und ihren dämlichen Ur-Mutter-Grund-Weg dazu. Weg also! Mit-Leid vergeh, Leid geh mit Leid!'

Moralin

Moral-in der Geschichte

für die Sinn-Gelehrten mit/in ihrem theoräthselhaften Sinn-Gegen-Himmel ist der Autist der oder das Böse an sich, das unfassbare Übel. Unterhaltung ganz ausgeschlossen. Jedoch mit Überheblichkeit, Mitleid, Verachtung und Bedauern v/erschließt er dich sich, enttäuscht dich sich, verwandelt sich, dich, lädt dich auf und ein zu sich, Kimme zu einer Sicht, Einsicht zu Korn, und auf Augenhöhe ihm und im Spiegel des Blicks kommt die Wirklichkeit her zum sehnenden Schuss. Sinnverdreht, Sinnverdruss. Pfeil ist selbst Ziel - so fiel mal Genuss - eintausend Augenblicks-Brustnippel starrend auf sehnsüchtig Schwellen der Kusslippen - und so so so gut zum Schluss.

Aber das dumme Böse entflieht, entwindet sich ihm: ausgrenzen kann jeder/mann nun mal sich selbst und eingrenzen seinen eigenen Unverstand. Der ach so Weise hat nun unter seinen Füßen den irdenen wackligen Umstand, mag am Himmel den begrifflichen wörtlichen Sinn und hat dahinter sein Hoffen auf ein eigenes artiges dingliches Nichts, das kleine geschmacklose Schwarze muss mit dem Textchen da rüber. Nur Aufregung und Sorgen. Groß-Mutter Gottes, hörst du mich nicht? Erhörend pressdichten schmatzenden Ton, furchtbar, sinnloses Urwort, Unworte schwätzend erwartend wie Brand-Gerüchte in ausweglosem Bau: für Unmenschen auf Erd-Bären zum panischen Ausreiten aus dem verstopften Theater, und ob ob hipp, hin/über hopp der/den Vordermann, musste doch auch mal ausgetreten werden. Ist er tot? War eh schon lang ausgebrannt und durch- und hinaus in die Welt und die Sünde.

Herrlichen Sinn gsucht in rätselhafter Realität - und beschissen scheint allen der Leib: für die echt arme Wirklichkeit braucht der Sinn-Herr zwingend im ihm so heiligen Sinnreich auch noch seinen Nutzen und also zur Langeweile und zum Überdruss - nützliches tröstendes Sinne stumpf machendes Lügen-Morphin. Zur Lehre gehört ihm nämlich der leere Genuss, Gedanken ins Blaue, Leere/Lehre mit einem leisen Schuss vom betäubenden Saft, tiefer Nutzen und Zweck tief tief drin - schafft euch dumm und seid nützlich und entleert euch mit ehrlicher Arbeit, Fleiß, Strebertum - ergebt euch dem Sinn.

Dienstag, 7. Mai 2013

---------------- U/N/D ---

                               sie ist eine G Tarn
                           sie ist eine G Warn
                     und ohne D rückwärts
                        und im Nachhinein
                 ein G Rüst ist sie auch
             und ein Sprach-Terrorist
                G Verwirr Purzelbaum
                      VN D ohne RAmmt
           noch ein mal zum Angriff
                    eines Sinn-Generals
                 UN Sprachverbrecher
                      D versprochen UN
               UN-gebrochen vor Sinn
             Sinn vergeh doch, vergeh
                   tut den Sinnen so weh

                  Pein verG doch in Wut
                        tut so gut, tut so gut
                             allen unNdlich gut


Sonntag, 5. Mai 2013

Besinnung


Krise entsteht dadurch, dass sich der Sinn des Seins bemächtigt. Wenn einer nur die Widersprüche im Detail schildert und die Abläufe berechnet und löst und nirgends die Krise an sich selbst anfasst, so liegt das daran, dass er sich eine Mission aufgehoben hat, ein Manifest, das gegen die Auflösung der Widersprüche gerichtet sein soll, seine Autorität und seinen persönlichen käuflichen Weg aus der Krise. Krise ist ja nicht der Einbruch des Bösen und Sinnlosen in die Welt, sondern in ihr erscheint uns die apokalyptische Endlösung sinnvoller Zeichen. Es passiert etwas richtungverkehrt, ganz anders als es die apokalyptische Drohung verspricht: erst kommt die absolute Herrschaft der Zeichen und des so schönen himmlischen Sinns und daraus folgt der Zusammenbruch, das Vergehen im Unsinn. Wir krempeln den Ärmel runter und frei liegt die himmlische Glans. Der Glaube an einen jenseitigen Sinn verschiebt nicht nur Berge, sondern erzeugt sie auch. Glaube versetzt unter sich Berge. Schiebt Sinn hin, schiebt ihn her. Herr Sinn haust auf Berg (in Missionars-Stellung), nicht allein in schäbiger Herberge. Nicht nur der Mehrwert erhebt sich über körperliche Arbeit, sondern aller Wert. Links neben der Arbeit befindet sich der Körper, der wuchert im menschlichen Fleisch und rechts neben dem Kapital liegt die Grenze des Wirtschaftsraums, jenseits das Paradies, ein Schatz-Reich mit neuen Sklaven des Sinns, Traum-Reich mit Sinn-Engeln darin --- die auf Vergewaltigung und Sinn-Verblödung schon warten, genauer: auf Mission und Glauben und Sinn-Sklaverei und Verdummung und Hinrichtung durch sinnlose Arbeit. Sinn und Wert ordnen sich Wirklichkeit und Körper unter. Die Herren des Sinns erkennen die Widersprüche nicht. Sinn ist sich selbst frei vom Widerspruch, ist absolut. Das ist ihr Sinn. Die große Selbst-Täuschung des Sinns heißt übrigens: Kredit. Wenn der Glaube, also der Kredit, verloren gegangen ist, wird jeder Körper (einzeln verschlossen oder im beliebig großen und weiten Verband) ein Pflegefall, muss gefüttert werden - Sinn wird zu Wahnsinn, Schönheit der Zeichen vergeht euch dann. Was passiert, wenn Expansion nicht mehr möglich ist, weil alle Grenzen schon überschritten sind, alle Sinn-Paradiese erobert? und die letzte große Sinnblase platzt? Babylon umgedacht: entweder es kommt zur Erneuerung der Sprachgrenzen (körperlich und national – aber das hatten wir vielleicht schon) oder muss sich der Mensch aus den Resten selbst neu erschaffen? Aber Sinn schafft sich nicht neu, Sinn ist und war schon immer nur toter Rest des Körpers. Muss der Mensch sich erst in ein Tier wieder verwandeln, ganz simpel durch ganz natürliche Selektion vielleicht!? damit der Körper wieder recht bekommt! So fresst das und euch! Oder gibt es einen freiwilligen Verzicht auf Autorität und Sinn-/Vermögen? Sinn-Utopie.

Die Vorboten des Glücks


Deuten verboten ...

... für sie der mühsame Versuch Sinn wiederzuholen, ihn zu wiederholen, du ausgelassenes Komma-Rad. Vorsichtig widerlich Sinn holen: ihm nur vergeblich Wühlen im Unsinn. Sie hat einen sinnproduzierenden schweren massigen Speicher-Leib. Sie ist so gescheit. Er ist gescheiter/t. Ihm drängt Sinn sich nur auf, er folgt ungern und hilflos, ihm ist Sinn sinnlicher Schmerz. Sinn ist außer ihm, Herrchen/Frauchen, Freund wie Feind. Für sie ist Text fremd und der Sinn einfach fremder, immer noch fassbar, immer neues gastliches Glück wird ihm für sie darin. Sie ist gelehrt. Er ist verkehrt. Ihr ist Text eigener und fremder Leib. Leib s/eines Zeichens. Er ist ein garstiger Text, gar nicht Körper, umfassende Körperlichkeit, sinnlösend, Sinne erlösend, Sinne in sich und Funktion auflösend, verwirbelnd, Körper zerissen, Kopf vom Körper gerissen, Texte verbrannt und zerrissen, Sinn auf Zetteln erbrochen, alles zerbrochen. Sie ordnet sich und ihn, sammelt, reimt zusammen, verleimt, was er war und ihm sich zufällig ergab. Er war ihr Sinn, nur Bruchstück, Buchstab, Schrei'n, Krächzen, Sinn unterliegt ihr und ihm, unvereinbar und unvergleichlich. Tot liebt sie ihn vielleicht noch am meisten. Ist das die Welt? Oder ihr Ende? Wille zum Nichts - und zum Zeichen? Nacht, Mond und heulender Hund? Abbeißen verboten! Aber ich weiß das doch! Aber was hab ich verstanden? Nichts. Entweder bin ich darin, war selber schon Sinn oder ich denke ihn. Heulend fall ich zurück durch Metaphorisches auf mich durch Spalten, Zwang mit Mann im sinnlichen Mond, Rätsel-Lösen in symbolischem Abgrund aus Lust und Angst, Lachen und Heulen - und bin im Glück, begrifflich und sinnlich doch, zum Glück aber nicht mehr im Sinn und nicht bei Verstand.

Freitag, 3. Mai 2013

Welt am Arsch I


Handfall zu Fallhand gib 8
wem gefällt die Handlung der Welt
auf edelste Arschm8 vom Pr8 
und Schmutz- WertPapier Geld 
wird kein G dicht mehr Gm8

Seit ein paar Längen Zeit ist die Welt zweigeteilt. Es gibt eine große scheinbar sich selbst und in sich selbst noch verschlossene Kunst und eine selbstherrlich strahlende Wissen und Weisheit schenkende spendende Wissenschaft. Die Kunst ist ein junges sinnliches Weib im Mannskleid und die Wissenschaft männlich im großmütterlichen Gewand. Die Vertreter der einen, uns ersten und schönen Seite - den andern sind 's Jünger des höheren Blödsinns und kindischen Spielens - haben ihr Schreiben als sinnschaffenden und sinnlösenden Prozess und die Vertreter der andern, uns zweiten und finsteren Rückseite - den einen sind 's die gewalttätigen Vertreter des äußeren Lügensinns, den sie Gott nennen oder auch Nichts, die beide nur realer Hunger für andere sind und deren blutiges Schlachten, ein Festgefressenes - haben ihr selbstgefälliges und sinnbedürftiges sinnlos hilfloses B-Schreiben. Beide haben e i n Motto: 'wer nichts zu thun hat, dem macht ein Nichts zu schaffen'. Fleiß eingetauscht gegen Schweiß! Wem gibt der Schweiß recht? Der Kunst ist das Nichts nun eines in sich und dem Wissenschaftler ist es ein Sinnloch im All. Der eine ist sich gern sinnlos, der andere hat ein käufliches Sinn-Los. Der eine wendet sich seine Sinnen zu, läßt sie los, läßt Sie auf die Dinge los, der andere hält seine 5 unterschätzten doch so lieben Kleinen dicht beieinander und zieht sie, die fünf Sinne mit seinen fünf Fingern der Rechten mit Recht nach rechts zum ihm Echten, er ist nur ein Deuter des Schlechten. Beide ziehen das Sinn-Vieh am Schwanz. Der eine textlich sich daran und den Schwanz ein, also das Tier am Schwanz hinter sich her, der andere lässt gern sein reales Tier in sich außer sich auf andere auch real los. Seit ein paar Längen Zeit wird der eine vom andern auch getreten, gefoltert, vergewaltigt, seziert und - also gefreit. Jetzt sind wir gescheiter: der eine Befreit und der andre Gefreiter. Und als wahr hat sich doch hoffentlich nun dem dämlichen Gelehrten des Sinns dabei ergeben? - tatsächlich nur und nichts als ein schwarzes Loch! Sein Glaube an des Opfers Wahnsinn! Dunkle Materie und Dunkle Energie? Gab 's doch schon immer: heißt mir Schöpfung und Sinn, Theologie und Philosophie. Das Arschloch ist 's und war 's, hinter ihm, dem andern, sein ach so reiches selbstloses sinnfüllig hirnloses hintersinniges Selbst. Selbstbewusstsein, das ihm sein dämlicher Selbstwert ist, weil er beides nicht auseinander halten will oder kann. Der Körper ist dem im Sinn Erlösten das Selbst. Das ist der Grund seines Willens. Man füllt einen leeren Sack mit Schund, altem Plunder vom Bauplatz der Geschichte und hat wieder Willen und Sinn. Seit ein paar Längen Zeit sind leider die Zeichen im Überschuss, Überfluss und über sich muss der Mensch sich ergeh'n. Kunst ist reine Körperlichkeit und Schreiben Leid, Leib und leider ist damit der Autor zu ganz oder zur Gans geworden. Leider ist auch der Selbstwert und Sinn dem andern jetzt endlich dahin, jedenfalls leer, offensichtlich nur Geld noch wert. Ein weniger und mehr, ein oben und unten, ein Ringen mit sich und – Nichts, inhaltslos, wertlos, geldgeltunsvoll, rätselhaft und verständnislos. Muss man aber auch gar nicht verstehen, ist sich doch selbst Wert genug und auch viel zu mühsam zu fassen. In Langeweile und Bequemlichkeit treffen sich wieder mal beide, Lehre und Muse, Masturbation und Arschfickerei. Kunst hat keine Mission, gibt sich gern hin, Wissenschaft schon, setzt gern Deckel auf Dreck und blickt heute im geradesten Sturz-Flug der losen Gedanken der Kunst in ein endloses krummes kurvenreiches Weites. Kunst hat nach dem zweifelnden Haften der beiden so vollen und prallen G-Nüsse nur sich wieder selbst. Der Gelehrte der Schrift ist jetzt wieder: 'Papier-Schmeißfliege(r)' mit Zeichen-Schiss bei 'Eintags-Leser' Löser des #-Wortes angekommen, und damit nicht mal Bild bei Zeitung, ist Unter-Strich sich endlich nur noch ein Pünktchen-Hüter und Komma-Jäger mit Angst vor des großen Papier-Tigers Unsicherheiten im Verstand, wohl konto-logisch.

Mittwoch, 1. Mai 2013

Der Genesende

Warum springt N/Z auf wie ein Toll R? Weil N. Leser seines (eigenen) Textes ist. Weil R sich liest. Jeder, der sich so liest, erschrickt. Weil die bloße Ahnung der Wahrheit-in-Wirklichkeit alptraumhaft ist. Angst, Panik den Rücken hoch kriecht. Die Tiere sagen die Wahrheit, schlimm ist darin, dass sie in ihm sind. Hingewundert. Lasset die kleinen/Tiere/Leute (nicht so sehr - gelegentlich auch - die Kindlein - unendliche Traurigkeit) nur zu mir kommen: also sprach Z. Versprach er sich nachsichtig, traumhaft und märchenhaft mal wieder. Zurück in der Höhle sind Stolz und Klugheit verschlagen und hin. Ausgeflogen Adler mit Schlange. Leben kommt, muss auch mal sein. Und Elf von Schlitz verkricht sich im Ritz. Die Wirbelsäule ist ein Spinnen und tausendfüßig Wanderer, der auch mal ausruhen muss. O nackter Schalk – oder Schal(k)im Nacken – O, oder so ... . N verbittet sich schwesterliches O gelegentlich brieflich. K. ist G-Macht. Verstand ist Wille - zum Wissen. Völlig unnötig. Auf Bildung und Wissen ist bald ge--wiss kein Wert mehr gelegt. Wissen ist niemals nur Macht. Es ist G-Macht, Willen zu wissen. Einfach nur Miss-Verstehen, miß zu verstehen! Heute ist Vergangenes Wenden und künftiges her zu sich Dreh'n: Spiegeleim, Spiegelein an der Wand, wenn Du mich fragst, was ich erkannt, als Du dich weg vom Text und hin zu mir gewandt, ohne das mächt'Gwand vielleicht: mene mene tekel u-parsin, hab meine Fingerchen gezählt an Deinen Backen, erst rechts dann links, dann beide angehoben und gewogen - die Pracht, dann sie geteilt und auseinander ihn gezogen - den Arsch, und ihm nach meiner Meinung mittel deutlich die Wahrheit, die ihm vor Enthalt-/Einsamkeit trauringfingerlich gesteckt und schwer und hart und vorenthalten ward, ene, mene, ekel, an-g-lupft, und so an ihr g-zupft und sie und ihn dann sanft, mitfühlend scheinbar ab-g-tupft.

Du  w e i s s t  Das, oh, Zarathustra? Das weiss Niemand. -- Sprach es, das Leben, ein dämlicher Reigen im sinnreichen Tanz.

Aber Quatsch! Alle wissen, dass R. nicht der Vater war. Nur der Ehemann nicht. Und es kommt schlimmer: R. ist nicht nur nicht Vater, sondern auch nicht Ehemann. Aber was am schlimmsten ist, Das  w e i ss wirklich nur Zarathustra - und sein Autor und Leser und ich. Arm r R. Jede Zeugung, die nicht Jungfernzeugung ist, ist nur männliche Krankheit und männlicher Wahn. Vererbt wird immer nur Vermögen und äußerer Sinn. Jedes besondere körperliche Merkmal im Erbgang ist Krankheit und Wahn, Hass wird zu Hässlichkeit. Schönheit ist daher eine Verbindung von Eigenschaftslosigkeit und Verblendung durch Vermögen, reiner Geldschein, charakterlos. Das ist das Weib im Erbe der Menschheit. Tolles Paar, im Tanz Lug und Trug. Ist schon mal jemandem aufgefallen, wie sehr der athletische Körper eitler Männlichkeit in seiner Gesamtheit dem weiblichen Unterbau gleicht!? Deutlicher geht es nicht - oder? Doch? Wird es sich je dem GHirn noch entfalten?

Dies war die vierte unbefleckte Empfängnis im Blog.

Mehr Sinn ist jetzt nicht drin und führt hier nur zu allgemeinem Buckel-Rutschen oder unsinnig kräftigem Walser-Tanzen mit Hosen-Lupfen.

Wirbelkörper


1 am Sein
N
ist ein Haeuten, Wenden und Tauschen
dies ist keine Lehre, kein Wissen, kein käuflich Ding
dies ist R leben, R raten, R lösen
Z
selb R lo/esen


N 1 Fall Z – Bewusstsein und Geist spiegeln in sich – Spiegel – Körperlichkeit – Lug – Sinn
RücksturZ – versenken in Schwere Sinn-Körper in Leib – Versinken – Text – Trug – versenkt
in OrgaN – All S auf Leben an Wänden – Sinnlichkeit – Leib – Sinne – in Sinnen


Haut ist zerrissen
Heute
zerbrochener Spiegel
Gestern vergessen, gewogen, versenkt
LebensumBildungmitGteilt
Morgen
Leben im Bild