Donnerstag, 9. Mai 2013

Leid geht mit Leid

Mensch zu/gericht gegenüber und gegen Weib und gegen über End-Christ. Gegen Besitz an Zeichen. Gefühlt und Bild folgend. Was unterscheidet Mann und Weib? Mann erkennt und zerlegt sich den Schänder, restlos, ausnahmslos gegen die Regel, begreift und versteht, wendet den Willen ihm, lähmt, entmachtet, verleidet ihm Wollust, misstraut, vertraut nur gebrochenen Gliedern, zerrissener Haut, erloschenen Sinnen und spricht: 'Mein Leid sei dein Leid, doch deines sei auch Lust und Befreiung mir für alle Zeit und Ewigkeit.' Und Frau? Oh je nun. Sie betet für beider Bekehrung! Glaubt an Reue, Belehrung. Dem Mann nur Empörung: 'Ein zehn- hundert- tausendfacher Tod sühnt nicht die Tat, die geschah. Niemals erlischt mir DRache Durst.' Die Frau aber wird niemals dem Ich sich entgegenstellen und kann nur selbst sich verleugnen und wieder gibt sie dem Fremden, der haarigen Hand des haarigen Affen, dem Arzt auch das eigene Kind zum Hinschlachten, dem Priester in und mit ihrem Kind auch ihr eigenes gieriges Fleisch zum Bgrabschen, BgAffen. Sie hat ja noch eins und noch eins und mehr und und und. Frau steht an der Front der Zeichen und ringt immer weiter mit sich und ihnen als ihres gleichen, sie nimmt sich und Ich und ihren Köper im Selbst und den Zeichen, den weichen, ihr scheinbar so gleichen - für sie ist die Welt ein Puzzle aus lauter gleichen quadratischen Teilchen: 'Warte doch, wart nur ein Weilchen, mein Körper gehört zu den Waren und Zeichen, die Welt ist ein Blumen-Beet - und ich und mein kleines Selbst und mein Kind – wir sind alle wohl Veilchen.' Doch Mann spielt nicht mit, zerreißt weiter den Text der Lügen, der Blender, den Täter, den Mörder der Sinne und Kinder-Ver- und -Entwender. Frau hat weiter den Schleier der Tränen, die Lehre, den lieben verehrten Lehrer und lehrt selbst längst für immer entehrt, entblößt: 'Alles wird wahr, war und wird wieder gut. Alles lässt sich neu/wieder richten, Alles sich ewig zum Besseren wandeln und fügen, recht schlichten.' Sieht kopfschüttelnd Mann sich abwenden: 'Wunde seid ihr mir, blutig noch, voll schon von Eiter. Dein und Du sind Huren des Feindes, nichts weiter und weiter. Es gibt keine Versöhnung, kein Reichen der Hände, blöd heiter, wenn Du ist im Missbrauch der Pranken des Feindes verendet. Gib mir den Sinn doch zurück, dann lass vielleicht ich dir Haut und eins der Zeichen darauf, ich lass etwas von dem, das dir so wichtig, gewichtig, zurück, mit einem, wie einen langen schnellen durchgehend Schnitt. Gib mir mein Glück. - Wie? Sinn ist dahin!? Dann nimm Welt und Weib dir dazu doch noch. Denn wenn ich schon richte, hinrichte, dann - Alles, Alles: die Welt, ihr Sinn-Glaubens-Übel und ihren dämlichen Ur-Mutter-Grund-Weg dazu. Weg also! Mit-Leid vergeh, Leid geh mit Leid!'