~ Vorspiel
Was ER oder ES zusammengewürfel hat /
soll also der Mensch nicht erkennen.
Einer sieht im Traum
liest im Licht des Tags
sieht anderes anderer
weiß nur Schwarzes auf Weiß
und sieht immer nur schwarz
(§) Lesen und Erkennen
Sündenfall: aus dem höchsten Reich
der Erkenntnis, dem Gteilten Hirn, zwischen Leben und Wissen
hindurch, fällt der Apfel, wortwörtlich durch Namensgebung und
vorbei an der Aussprache und an Adams Sinneknoten
Mensch ist Körper und Leib. Geschichte
beginnt mit den Knochen und dem Fleisch auf dem GRipp.
Schrift und Schreiben sind nur ein
Herauswinden aus dem, was ihr/man Bildung nennt. Jeder fremde Text,
der nicht Körper ist, wir von mir wieder erbrochen. Dies ist die
wahre Geschichte von der Schöpfung des Schöpfers. Körperlich ist
Schöpfung und Schöpfer exakt wiedergegenben in: Nachgeburt und
Exkrement. Ist Schöpfung nicht eine Windung des Leibs hin zum
Exkrement? Und ist damit nicht … ? der Leib ein Schlüssel zum
Sinn? Der Frau vielleicht, doch dem Mann kriecht der Sinn ganz
andeswo hin.
Die Schöpfungs-Geschichte hat zwei
Teile: Geschichte der Schlange und Geschichte der Rippe. Der Rest ist
halt Rest, Verzierung und Sinn, also für den Arsch, den Herrn des
Sinns, der ich nicht bin und – und auch der Wahrheit, allgemeiner,
selbst meiner.
Die Geschichte der Schlange handelt vom
Körper des Menschen als Ganzem. Die Geschichte der Rippe ist eine
Kürzung und Verdichtung der anderen Geschichte durch eine
Verlagerung ins Zeichenhafte. Insofern ist die Rippe eher ein Teil
des Kopfes des Menschen, Hirnanhang.
($) Variationen (schmerzhaft anstrengendes Auf-Arbeiten)
In der Geschichte von der Rippe ist
alles verkleinert: Körper in einen Teil davon geschrumpft - und
nicht aus einem Teil davon, Rippe aus Adam! Lächerliche Lüge -: die
Geschichte spielt auch im Kopf, in einer Welt der Namen, steht mitten
im Text; Gesellschaft ins Familiale: durch ein Auseinanderreißen von
Fleisch werden Vater und Mutter erzeugt: Kind wird aus dem Körper
der Frau gerissen (entwendet, zum Sinn entstellt – Schmerz und
Wunde im Bild des Mannes), Mann aus dem Körper der Frau, weg von
ihr, passiv wie aktiv, Asket, Vergewaltiger seiner selbst (ganz
unentstellt: Mann wird zu Erde gemacht und nicht aus Erde, ist
Exkrement, Zeichen des Leibes des Weibs).
Mann und Mensch überhaupt ist
anfänglich Produkt einer Not. Frau wird schwangerer Leib als Zeichen
ihrer selbst, ein Sein wie ein Stein, der von allen getragen werden
muss. Armes Menschlein erkennt sich im Stein. Mann ist aus Namen
gemacht, er selbst ist nur etwas aus der Erde ausgeschiedenes.
Erbrochen wie mein blöder Text. So wie Kind Fleisch aus Fleisch ist,
so Mann Staub aus Staub. Nicht ist Frau sein Fleisch. Göttliche
Lüge. Diese Aussage ist nicht ein und mein Programm, sondern nur
Teil des/seines Schöpfungsmythos. Mann und seine Wahrheit ist
verborgen, Kind ist geborgen vor mir. Fleisch aus Fleisch ist immer
nur Kind. Mann und Mensch sind etwas, das anfänglich im Dreck
steckt. Mann ist in Not. Es ist anfänglich auch keine Not, die zur
Arbeit zwingt. Es ist nur die Not, die Selbstzerstörung ist.
Mann war gern Opfer, Brand, sein Geist
sein Rauch. Der Mann weist im Mythos, der Lüge, irgendwann
aufgestiegen im/mit Geist und mit/im Rauch in/mit der Rippe der Frau
die Not zu, zum eingebildeten geistigen Verzicht sich einen
zwanghaften Trieb.
Übrigens:
moderne Weiblichkeit übernimmt für den eigenen Verstand der Welt
die männliche Fehldeutung und Lüge und verweigert sich der
Schwangerschaft. Die seltsamen psychoanalytischen Wahrheiten, die
selbst nur moderne Mythen und Lügen sind, laufen für die Frau auf
eine banale Verdichtung von Mann, Kind und Scheiße hinaus. Frau
macht sich damit zum Mythos eines Mannshirns. Das ist ein Widerspruch
in sich. Für alle Herren des Sinns von Anfang der Mannswelt an (ist
noch nicht sehr lange her): der
Mann macht sich das Bild des Weibes und das Weib bildet sich nach
diesem Bilde - und wird so nicht Weib. Weitere
Ausführungen gestrichen.
Die
Geschichte mit der Rippe ist also noch jung, handelt von der
Aneignung der Frau, Weib als des Mannes Besitz. Vom Sinn und
Zeichensinn her gedacht war im Anfang der Name, das Wort. Wort ohne
Sinn war aber ava nur Brandzeichen auf dem Körper des Mannes,
sinnlose Wunde, Schmerz und Schrei. Frau war geteilt, doch Mann war
zerissen. Rippe ist Rune, Schriftzeichen, Vater und
Mutter, alles im Namen des Vaters, mit seinen Namen und Zeichen
gedacht. Rippe ist Vater-Mutter-Kind Grund und Gerippe
gesellschaftlichen Seins, der Sinn nackt und falsch gedacht, Scham
ist da angebracht. Und sie schämten sich doch! Von Anfang der
mannswelt an.
Übrigens: Psychiatrie ist Ort der
Verdichtung von Mann, Scheiße und Kind:
- Aufenthalt für Frau, die sich für
Mann hält, sich Mann als Kind hält und Scheiße für sich behält,
ein/gebildet ist und wirklich sich (für) verstopft hält;
Aufenthaltsort für Mann, der sich
begriffen hat: als Verdichtung von Mann und … . Psychiatrie ist
also Ort der Selbstverwirklichung des modernen Mannes (als Arzt und
Patient – Autor trifft dort seinen Verleger! Mann mit Büchleich
und bescheidenem Ansinnen auf textliches Fortdauern).
Psychoanalyse: Autorität versucht Frau
den Sinn des schwangeren Körpers zu offenbaren in amüsanter
Sinn-Verrenkung, absurder Verschränkung von Sinn und Sinnlichkeit,
der frau sich ergeben soll, freiwillig dem Zwang – gelegentlich
sich befreit, indem sie sich den Analytiker zur Brust nimmt, sich den
Unsinn und kleinen Herrn nicht versagt. Herrlicher Blödsinn. Gilt
doch für jeden Text. Aber Text wirkt auch ohne Verstand!
Die Geschichte von der Rippe ist
geschachtelt. Außen Scham und Geschlechterteilung (entstellt), dann
Reich der Zeichen mit Namensgeber, Adams Sinn (unentstellt),
zuinnerst gewendet: Vater und Mutter als Ergebnis sinnvollen
Handelns, ein Fleisch ist sein Fleisch zerissen, vom weiblichen
Körper gelöst: Zeichenlüge: Mann zeugt Weib aus Rippe, sich aus
dem Weib als Kind und gibt ihr noch seinen Namen (nennt er sie nicht
Schlange und Falschheit?). Bedankt euch, Weiblein, seid oder werdet
nun fromm! 'Fromm' ist bei Nietzsche: Witz komm! oder: Vorsicht,
Ironie! Gelehrte Text-Dämlichkeit wird Gehirn gelegentlich zu
gewaltigem Körperschmerz. Dem flachGdachten Glehrtenhirn ist das
Oberflächlichkeit, Metaphern-Seligkeit. Aber Körper kommt noch aus
Text hervor, mörderische Gewalt aus unmenschlichem Zwang, Gewalt aus
Hunger und Not. Wenn Texte mal zu deutlich Körper sind, werden sie
mit dem Autor totgemacht: was bleibt: unbegreiflich viel Sinn,
Übersinn, Glaube, Ruhm - Dichterlos: textlos, verstandlos, leblos.
Es gibt in manchen Texten noch deutlichst Körper zu finden.
Die Sach mit der Rippe ist später
gemacht als die Schlange, aber von mir irgendwie deutend weiter
zurückgedacht.
(*) Improvisationen (spielerisches lustvolles Ausbessern)
Augäpfel-Sternchen vorsichtig
verdreht, nicht wirklich restlos nach innen: es muss ja noch Text ins
Gerät – und die Gelehrten machen ja immer noch jeden, der nicht
gerade hinausschaut am Fester des Turms in die krumme Weite der
eingebildeten Welt zum Rätsel-Genie und Epileptiker, zum Tausendfuß
und zum Elf im Ritz und vergessen die Treppe, die 30 Stufen, die sie
selbst hochgestolpert sind. Jetzt hängen sie hilflos an Almas
Rockzipfel. Also ist Adam der Apfel in die Hand gefallen und die
verdammte Schlange erhebt sich mit ihm und schreit ihn an: 'Beiß
ab!, Beiß zu! Ab und zu.' Schmeckt gut, so unendlich gut. Der Apfel
ist echt und kein buchstäblicher, kein Schwarzer auf Weißer. Hängt
da nicht noch einer in der Baum-Schöpfung Krone? Kriech doch rauf,
hopp hopp weiter ins Heitere, rüber und wieder runter, bevor dein
Alter kommt, und mich dir und deinen Ausblick und mir diesen
prächtigen An-und Einblick wieder aus dem Kopf schlägt.
Die Geschichte mit der Schlange ist
schwerer zurück zu richten oder andern zu deuten. Sie ist dem Körper
näher, ist älter, muss aber nicht so weit weggeschoben werden,
schließt Hirn ein wie Haut, während Gerippe und Fleisch älter zu
sein scheinen, da sie zum Hirn und dem Rippen-Zeichen darin einen
größeren Abstand haben. Die Schlange ist nah beim Kreuz und der
Wirbelsäule. Das Kreuz ist nur ein Wiederherrichten der WS. Die
Sache mit der Rippe war eine Wiederholung der alten Geschichte mit
Betonung der Sinn-/Zeichen-/Namensgebung. Sie war eine Übersetzung
ins Private und daher den Sinn-Süchtigen leichter zugänglich: Lüge
liegt gern auf Lüge. Übrigens: zum # kam die Schlange einst wieder,
war dann im Sinn schwieriger niederzumachen. Christlicher Witz hat
dann daraus ein sinnloses Zeichen-Nichts gemacht: ein neues
Schriftzeichen, ein abstraktes Symbol: wenn man dichtend dran ist,
kann man die Wahrheit/Sinn-Lüge beinahe schon wieder riechen. Adam
hat mir die Rippe mitten durch die Stirn ins Vorderhirn gerammt. Die
Rippe ist wirklich nur ein Knochen und schriftlich Zeichen,
Bindeglied, Brücke, Achse.
Ein Schöpfungsmythos muss auf Frau
bauen. Ein Text aber kommt aus dem Kopf und behauptet folglich das
Gegenteil. Frau wird nachträglich gebaut. Also folgt im Text dem
Baum der Erkenntnis (Adam wird auf sein Pflänzchen hingewiesen) der
Kopf mit einer dicken Lüge (Adam ist souveräner Namen(s)geber) und
dann der Körper (Geschichte von der Verführung durch Schlange und
Eva) mit dem Baum des Lebens als seltsamen Anhängsel. Übrigens,
meint Er, dem Menschen könne man nicht mehr trauen, der frisst auch
noch den andern Baum leer. So sei es. Sieht man also das Ganze als
lebendigen Körper, ist die Frau mitten drin und am Beginn. Das Leben
vor dem Tod (vor dem Eintritt ins Reich der Zeichen) ist dann auch
der Beginn des Mythos: deutlicher: mit dem berichtigten Fehler vom
Anfang, der falschen Kopfgeburt: wird der Körper auf den Kopf
gestellt und das Anhängsel gewendet: vom Leben für des Menschen Tod
zum Leben vor dem Tod. Sinnmacher zieht den Schwanz ein.
Das Bildreich der Schlange wurzelt im
tierischen Sein, Baum der Erkenntnis zu Baum des Lebens, beides in
eins gedacht: geheimes Wissen alter Hirne in eigenen Hälften: nicht
Wissen (Erkenntnis gewendet) um Tod (Leben gewendet). Bildlich
zurückgedacht. Gezeichnet statt getextet. Verdammte Kreativität.
Beides gehört nun ins Paradies. Nicht-Wissen und Tod. Gab es also
ein Paradies? Nein, oder ein anderes, leibliches. Das Paradies ist
also ein Bild für die Not. Not ist Wendepunkt. Allgemein
menschlicher. Damit hat sich der Geist verflüchtigt. Seltsame
Nachsicht und Blindheit. Nicht nur meines Geistes im Ersatz der
Metapher durch seinen wirklichen Sinn. Sondern auch der Urheber der
Handlung, die göttliche Schlange, ist weg. Wir haben ihn und sie zum
Ende verdammt. Es gibt anfänglich doch noch kein Wissen mit Über-
und Hintersinn, keinen Adam mit Sünde und Schulden. Eva isst nicht
nur den Apfel, sondern sie ist als schwangerer Leib und auch sonst,
Zeichen gegen die Not. Mann hat nicht Apfel von Frau: Mann wird
verführt, Frau nimmt ihm Not: erste Annäherung im Sinnlichen. Frau
nimmt mann Mangel ab. Beides, Tod und Leben wird überwunden: zweite
Annäherung im Sinn. Die Annäherungen waren Spiegelungen,
Sinn-Gebungen, keine simplem Korrekturen des Mythos, kein blödes
Weiterspinnen.
Es ist ein körperliches Überwinden
des Todes, der Not. Dazu gehört anfänglich nicht die Arbeit, sofern
sie mehr ist als bloß Leid. Auch die Scham gehört nicht hierher,
sondern unter das Zeichen-Kleid. Aber der Eva wurde schon einmal ein
Sinn, ein Fleisch, sein Sinngeber zutiefst eingefleischt. Nun dazu
die letzte der Lügen: der Schmerz der Gburt. Ist diesmal gar kein
richtiger Schmerz. Körper kann sich wenden: kommt denn dem Adam
nicht, wenn Eva ihn sich zur Brust nimmt, wie einst dem Kind, die
Seligkeit wider Willen? Ihr wird das Kind symbolisch entrissen, im
Namen des Vaters entwendet. Der Geburtsschmerz wurde vom Mann dazu
erfunden. Dieser Schmerz ist doch seine wirkliche Wunde aus Wollust
und Not, der Brand seines Körpers, die Röte, die Scham, aus der
sein Geist, seiner Hass-Opfer Rauch aufsteigt. In der Not wurde Frau
für den Preis seines langsamen Todes der Mann entrissen und ihr
zeichenhaft wiedergeschenkt für beider leidlos lustlosen
Zeugungs-Genuss, schriftlich gesichert, körperlich unsicher.
Schluss mit Sinn, oder?
Ist die Rippe nicht ein erhobener
Zeigefinger, Schlange Arm und Hand, die Bgreift, liefert nicht der
Rücken die Requisiten dem paradiesischen Entzücken, sind nicht Adam
und Eva jedem mitten im Sinn und Gehirn, sind nicht die Baumkronen
des Großhirns mit Zeichen Früchten reich über ihnen und ist Gott
nicht dieser Donner- und Hammerschlag::: was machen alle Gläubigen
und was ist Religion: tote Schriftzeichen hirnlos anbeten, noch nicht
einmal lesen, Menschen in Massen als 'Ungläubige' ausgrenzen,
vergewaltigen und schlachten. Das also ist lebendiger Sinn der
Schrift! und vielen der Baum des Lebens mit den Früchten:
Selbstsucht, Genuss und Hurerei, Vergewaltigung und Mord. Trag jeder
den Sinn, sinnsprengend ins eigene Gotteshaus hin. Wenn der
Sinn-Deckel weg ist, Mauern des Zwang und der Lügen gebrochen,
Prediger fortgekrochen, dann gehn wir wieder hin und schaun in den
Himmel mit unserm Eigensinn.
Und was macht der Dichter? Gibt sich
Äpfeln hin, simplem Apfelgenuss, und ihrem köstlichen Mus, das
macht ihm Sinn, sinnlich, Muse im Sinn. Religion ist nur Sinn-Mus(s).