Samstag, 23. März 2013

klammer


Jetzt wird es klammer. Doch, auch wenn es anders aussieht. Da ist keiner wirklich und in der Klemme. Kein A und kein O bei der Rücksicht. Hat keiner gemerkt. Das hier war und ist kein abstraktes Zeichen-Denken. Es ist und bleibt bildhaft, imaginär, nicht illusionär. Es geht oder fällt in zweifacher Hinsicht oder in zwei Richtungen aus der Zeichenwelt raus, wir sind nicht auf der Bühne dazwischen, blutig geklammert: ) raus aus der Klammer - wir sind raus als Körper, der sich nicht festschreiben lässt, der sich verändert auf eine Art und Weise, die den Zeichen nicht zugänglich sein will, wir ver-formen uns, sind ungezogen, ziehen aus, verziehen uns - hier muss ein Spiegel her zum Begriff - und wir sind raus aus dem Körper als zeichenlose gelöste Körperlichkeit - hier muss ein Spiegel her für den Begriff -, die den Wahrnehmungsvorgang im Erwachen der Superstition des Tags umkehrt und die - nun zurück in die Klammer: () - zurückkehrende Zeichen-Reiche sprengt und neu ordnet, die Reste reichen für bescheidenes allgemeines Verwerten: Umwertung der Werte (nicht neu auf-wertend). Von der Körperlichkeit ausgehend durch eine Umwertung von Werten, also eine Spiegelung von Sinn und Zerstörung von Hierarchien/Machtstrukturen (Widerlegung des Wollens) als Gegen-Willen zum Text, gelangt man auf die Ebene tiefer, die der Vor-Zeichen (z. B. den Ort scheinbar so grausamer Gedächtnisbildung). Nachdem die Körperlichkeit (abstrakt und leer und weit) durch eine Umwertung den Raum der Vorschriftlichkeit geöffnet hat, müssen die Ur-Szenen dort, die uns nur falsch in einigen Mythen diese ganz andere Welt darstellen, noch/schon diesseits, erkannt und rückübersetzt werden: wir brauchen dafür nochmal den Spiegel (besser: erst noch – in der verkehrten Klammer oben und links), für körperliche Vorgänge. Wir können natürlich nicht raus aus unserer Haut, brauchen für jeden Verstand irgenwie Zeichen, aber wir brauchen keinen Willen zur Macht und zum Sinn, wir haben einen Willen zur Kontrolle des Texts und zur unbestimmt spielerischen Beherrschung des eigenen Körpers. Sind nie in der Zeichenwelt? Ungern und in Klammern, Texte, die das erklären wollen, mit Schmerz und Unsinn, mühsamst körperlich und anderen also textlich erträglich gemacht. Wir sind schon Text, verformen uns nicht wirklich, bleiben dem verdammten SpieGl verhaftet. Was ist nun der Wahnsinn, scheinbarer und meiner? Nur ein Text, textlicher, kein für die Richtigen wirklicher. Ein Missverständnis anderer seits und u. U. - sofern man mich also für simpel (und) verrückt hält (und und): ich bin jedem gern ein Spiegel. Es braucht Schreiben nicht sein, und kann es jederzeit enden. Sein-Sein ist absolut unauffällig, 0-0. Diese Texte sind keine falsche oder hinterhältige Litera-Tour, überhaupt keine Tour, und schon gar nicht breit oder stark, kein hirnweiches Triefen vom Wissens-Schaft. Nur Lust, keine Begierde und keine Wollust. Da wär ich ja forscher oder wie blind und Odysseus, der gern mit verbundenen Augen dem Gesang der Kastraten oder anderen seltsamen Klang-Körpern lauscht. Gewaltig blöd oder falsch verbunden, Gewalt und falsches Bewusstsein, Zuschauer, Opfer, das sich im Spiegel verkennt: denn, wer immer (freiwillig, gern) die Bühne der Zeichen betritt, ist ein Lügner und Blender, für sich ist er Unrat-Sammler des Sinns, hat für sich und an sich selbst einen kleinen und weichen birnen-gleichen Spender der Zeichen. Nochmal raus aus der Klammer und raus aus dem Text: Ergebnis des Textens: in der Wirklichkeit jenseits des Schreibens ergibt sich die Tendenz zu freundlicher (hintersinnhältiger) Harmlosigkeit, zwanglos sich teilendes Sein-Lassen. Nochmal rein in die Klammer: Begeisterung führt mich nun nur zur Umwertung und schreibend Verwandlung von Zeichensystemen. Beides, Aus- und Einklammern, ist auf den Körper bezogen und geht weg von der Gewalt verselbständigter Zeichenwelten (der falschen, abstrakten und jenseitigen mit ihrem höheren Sinn und tieferen Grund).