Im
Heil-Land
des Bösen,
jeder kleinen heimlichen oder verschlossenen Gemeinschaft innerhalb
einer großen (mit geistlosen inhaltsbunten Geheimbünden), einem
autonomen Teil im Staat (mit Verband/Bande der Scheinheiligen
und Überheblichen), jeder Anstalt, die sich nach innen und außen
verschließt (mit seinen Kontrollinstanzen gegen die Menschen
darin - in Gefängnis, Irrenanstalt, Kloster und Kirche, Kaserne und Schule), sind wesentlich Glaube, Gläubigkeit (Aberglaube,
Hinterwelt-Über-Sinn) einerseits und Herrschaft, Macht (Besitz, Geld und/oder hohler Anspruch) andererseits notwendig so stark verdichtet,
dass
auf diesen Inseln des Sinns (eingebildet, lieber anders
entstellt: des Un-Sinns) und in ihrer Mechanik, den Gebräuchen der
finsteren Falschheit und unheiliger Heimtücke, unfassbarer,
zwanghafter außerordentlicher und grauenvoller abartiger
Menschen-Spielerei, unter dem perversen, wollüstig zurecht gedrehten
Gewirk elitär-exzessiver geistiger und körperlicher
Selbstverwirklichung und sinnloser Askese und gemeiner Züchtigung,
hinter ritueller Maßregelung, Verwundung und Strafe, Mord und
Missbrauch, unter den Larven der hässlichen Fratze der blöden
Gewalt, im schmutzigen Versteck hinter der Bühne des Öffentlichen,
in ihren Kellern und Verliesen und Hinterzimmern, verborgenen
Kammern, hinter dem Schleier des Mysteriösen und Magischen, Üblen
mit bösen Ahnungen, versteckten Be/Drohungen etwas Wahres erkennbar,
des Menschen Auswurf ins Sein, die Injakulation ins Paradies und
seine vorzeitige Wirklichkeit sichtbar
wird, deutlich spürbar. Es wird Vor-Geschichte
nachgezeichnet. Text in Text legt sich mir auf sehr dünne Haut:
grauenhafter Wahnsinn wird mir körperlich Einsicht und Hass. Es ist ein
primitives In-Szene-Setzen der Verwandlung des Tiers, archaischen
Menschseins: der Täter distanziert sich durch die Gewalt von Wollust
und Angst, selbst primitiv brüllend vor Lust, betrachtet er
ideologisch verzerrt seinen Grund: Über-Mensch nennt er sich und ist noch nicht mal Vor-Mensch. Wenn man Versteck und Verbot und
den Willen
zur Über-Macht,
also Vergewaltigung und Mord und Lust-Gebrüll aus den Geschichten
vom Leben in jenen Einrichtungen/Anstalten abzieht, also Bewertung
verkehrt, die Abwertung des Opfers entfernt, Erniedrigung wegdenkt,
und die Handlungen aller verdichtet in Eins, hat man die Wahrheit
vielleicht im Griff, wenn man sie (aus)halten kann oder darf gegen
seine eigenen Zwänge, den Widerstand gegen den Verlust der perversen
Lust, zu der man vielleicht auch verurteilt ist. Praktiziert wird ein verboten Geglaubtes, im Glauben Verbotenes
in der Gestalt verbogener, also auf einen Andern gewaltsam
hingewendeter Verhältnisse, in denen man dann mit etwas Anstrengung
sowohl die Urszene (nach einer ersten Spiegelung/Transformation) erkennen, als auch
die entscheidenden Momente der späteren Wandlung (zweite Spiegelung)
herauslesen kann, gegen den durch diese weitere Entstellung
schuldbeladenden zwanghaften Ausgang des Menschen in die Welt der
Vernunft.
Hinterfragt man das Patriarchat, wird das verwandelte Tier im Menschen noch mit befreit
(und nicht mehr gequält und gefressen). Unsere nachschrifltiche
Mündigkeit
kann erst sein mit dem weiteren Ausgang des Menschen aus dieser
selbstverschuldeten Vernunft. Ein unbestimmt weites freies
Körperlich-Sein erlaubt Einsichten? Wir sind weiter selbst auf
der Bühne und schreiben nur und beschreiben das Stück. Wir sehen,
aber erleben es möglichst nicht. Wir gehen spazieren und denken nach. Ahnung der Urszene: es findet ein dunkles
nacht-traumhaftes Eintauchen in ein tiefes subjektloses Körper-Sein
statt, das im darauf folgenden wollüstigen Erwachen ein Subjekt der
Angst und der Pein erzeugt. Es hüllt sich ein. Das Tier instinktiv,
schaffte aus innerer Not noch die Bedingung des Fortlebens sich,
paarte sich nachträglich. Dem Menschen verwandelte die äußere Not
dies Verhältnis. Er erhielt durch den Zwang einen Körper der Not.
Die Not ist ein erster Spiegel, der die instinktive Abfolge von Mühe
und Lust, Arbeit und Leben vertauscht und verwandelt. Auf einem neuen
Körper, der sein Tier-Sein so abstreift, wird die Notwendigkeit,
Lust negiert und damit zur Wollust,
sie ist vergangenes Fort-Leben der Art. Der blöde Instinkt,
die Vorbereitung der Mehrung wird nun dem Körper neu eingeschrieben:
er wird als künftiger physischer Zwang Schmerz und Pein, Angst.
Körper des Menschen ist anfänglich Vergangenheit mit Wollust-Sein
(mit Wollust vergangen sein) und Zukunft mit Angst-Sein (die Angst
vor der Pein). Das Subjekt dazu und danach ist eines dieser Begierde
und Angst. Das brüllende Lachen des Täters zum Heulen des Opfers
gehört noch dazu, das Lachen
ist archaisches Ab-Bild der Wollust, Weinen
ihr Bei-Sein. Auf einer ersten Stufe des Bewusstseins bekam der
Körper sein noch rein physisches Subjekt. Der Koitus
übrigens wurde leer und wertfrei neben die Wollust gesetzt. Die
Ent-Faltung des Gehirns,
sein Winden gegen den Schädel, war nicht direkte Folge von großem
(dämlichen) Selektionsdruck sondern ganz simpel Vergegenständlichung
eines besonderen physischen Mangels, der Verwandlung des Körpers des
Tiers in einen Körper der Not, der verlangte als Halt der Dinge
Verstand.
Fass es als reine Hülle. Ein erstes Stück im Text.