Dieser so deutlich neue Einsatz und Teil des Blogs ist so allgemein peinlich, dass es keine Leser für ihn mehr geben dürfte. Er teilt die Menschheit in zwei völlig getrennte Teile: einen vor Z. und einen danach: einen der weiblichen Armut und einen des reichen männlichen Behinderten. Es ist dies auch die Teilung in männlich-materiellen Reichtum und eine allgemeine Armut im Geist. Z. steht zwischen Mann und Frau sowohl als auch zwischen Arm und Reich, Leib und Geist.
Alles dicht und schnell hingeschmiert. Höchste Zeit!
Ich bin ein Parasit, der einen anderen Parasiten befällt. Ich erkenne die Krankheit, die ich bin. Ich distanziere mich mit ihr vom befallenen Leib. Ich falle von der kommenden großen Gesundheit ab, vom fremden Leib wie auch von der fremden Krankheit.
Die schriftliche ist ganz dicht gesprochen die kurze Geschichte der Menschheit. Sie ergibt sich aus Nietzsches SelbstBegriff und -Verstand. Der größere lange Teil der Menschheitsgeschichte aber, der ergibt sich aus seinem leiblichen Untergang. Die kurze Geschichte steht in den Büchern, die lange im Brief (brieflicher - allgemein auch prophetischer – Selbstmissverstand/hier ist er selber Prophet und Erlöser). Die kurze Geschichte der Menschheit ist die der Umwertung der Werte (sogar noch des Materialismus selbst, dem Stirner das kurze Ende bereitet). Die lange ist die, die beide Geschlechter wegen ihrer verschiedenen Natürlichkeit (geerbt von Tier) unterschiedlich trifft. Die lange Geschichte der Not hänge ich noch gelegentlich an den kleinen Haken der Jungfräulichkeit.
Z. ist das Zwischenstück des sich selbst erlösenden männlichen Irrtums. Briefliche Wahrheit: Einsicht der Narretei. Das Briefliche ist mit Bezug auf die lange Vorgeschichte der Menschheit zu sehen! Im Kleid ist der Mann erlöst (Narr) oder größenwahnsinnig (Uniform und Ornat). Der Mann hat keinen ganzen Leib.
Das ist das maximale Pathos: die distanzierte Narretei, die Liebe zur eigenen Peinlichkeit.
Ich stelle Nietzsche also um und schreibe ihn noch mal als g a n z e n nieder und - schreibe damit und mit ihm die Geschichte der Menschheit neu.
Es ist 'höchste Zeit' für eine unvollkommenene Verdichtung. Die Verdichtung ist eine absolut männliche. Sie ist der Knoten 'Zarathustra', der Wendepunkt, der sich selbst zwischen einer jungen und alten Geschichte erlöst. Sie ist der widersprüchliche männliche/Leib. Sie ist Ausblick auf ein Unbestimmtes des Mannes (im Überhöhten des unfassbar Übermenschlichen) und auf den Untergang des Widerspruchs und der falschen Selbsterkenntnis (also des analytisch verdrehten und schriftlich fixierten 'Wahnsystems').
Der Schrei in vierten Teil des Zarathustra ist eine Warnung des Männlichen vor sich selbst und wurde von N. u. a. als Anti-Anti-Semitismus in die Deutung hineingezogen. Der Antisemitismus als schwarze Wolke über Europa war eine viel zu deutliche Gefahr. Die allgemeine religiös-männliche Verblödung der Menschheit ist das meinem Z. wohl undeutlich erst erklingende Hintergrundrauschen. Die Deutung des Antisemitismus im 19. Jahrhundert durch N. geht der Vernichtung des Geists (also mit einem anderen Bild N.s: der jüdischen Kultur) in Europa im 20. Jahrhundert voraus.
Was für ein Vorspiel und was für ein trauriges unendliches Endstadium.
Die höchste Grausamkeit hat nun den 'letzten Menschen' erzeugt. Es bleibt Stumpfsinn, der sich dem Waren Rausch des blutigen Hintergrunds völlig ergeben hat.
Es ist höchste Zeit für den letzten Einschlag. Der braucht keine Stellvertreter, keine Ideologen und Demagogen mehr. Er kommt aus heiterstem Himmel ganz von allein.
Einer kommt, einer geht, einer bleibt. Ich bin der Hintergrund, die schwarze Wolke nun auch. Die Analyse ist der Blitz, der Schlaganfall. Es kommt --- Krieg. Verlust aller Männlichkeit. Was bleibt?: vor uns: das Weib.
Das ist der Kreis (s. o.): die männliche Analyse fällt ab von sich selbst wie die fremde Krankheit an einer erlösenden Weiblichkeit.
Z.: Ein Buch also für Alle und Keinen? Für alle Frauen und keinen Mann!