Die drei Sterne oder kleinen Feuerbälle sind als dreifaches Gut auch Trikka, der Ursprungsort des Asklepioskultes. Die Schlange windet sich, sündigt fleißig und verkündet das leibliche Heil.
Durch die große Not kam das Wissen zur Welt, aber auch die große rote Feuerkugel der Sünde. Die weiße Feuerkugel ist nur die der göttlichen Langeweile. Die brennende Neugier ist es, die das Feuer der Wollust verschlingt und die schönen Leiber der Liebenden versteinert, zur Bildung macht, alles technisch verfeinert erneut zerkleinert zu trockenem staubigen Sinn, vergangener, verlorener Sinnlichkeit, Verstand oder Hirnsand.
Das Kreuz, an das mann glaubt. ist aus zwei verschiedenen Holzarten gemacht. Die Bäume dafür stehn in seinem Paradies. Die leibliche Wirklichkeit dazu sieht anders und etwa so aus: die Frau hat seit ewiger Zeit auf dem Buckel das tote Wissen des Mannes und allen Unterhalt menschlichen Lebens: daraus ist halt ihr Kreuz aus Fleisch und Bein gemacht.
Ein Mann hat immer nur Rückenprobleme: oben auf dem Buckel, wenn er seiner Natur folgt und kriecht oder unten knapp über dem Arsch, wenn er versucht, aufrecht zu gehn.
Frauen sind stärker belastbar. Die haben hint unten von Natur aus seit jeher mehr als nur einen Arsch zu tragen. Einen Buckel kriegen sie nicht, vorn haben sie nämlich für den Arsch ein kleines Ausgleichsgewicht. Das ist das Lockmittel der verkleinerten Lust, Zeichen der Armut des Verführten.
In Asklepios kommt die Männlichkeit eben zur Welt und die Schlange windet sich im Kreis wieder hin zur sichtbaren Wirklichkeit, zurück zum Weib und der Befreiung ihres Leibs. Die Schlange häutet sich ganz und schält sich nicht bloß aus der Vorhaut. Ein Seher hat keine Visionen, er erleidet Häutungen und sucht Heilung für einen wunden Leib .
Füllig sich wölbendes Charisma hat die Frau, der Mann nur hohle kurzsichtige Begeisterung. Z. verlässt seine Höhle und trägt nicht Begeisterung und Glaube wieder ins Tal, sondern in die Tiefe des Leibs und hin zum Ursprung des Menschseins ein tiefes Feuer der Liebe. Z. ist als Werk Flugapparat, ein ganzer Leib, aber von außen betrachtet (Idealismus noch, Körperlichkeit). Z. ist ein Heiler im Sinne des Asklepios, der sich erkennt und seinen Mangel durch einen leiblichen Rückbezug, eine Rückgeburt scheinbar berichtigt. Das Werk ist also eine Maschine, die fliegt. Der Autor stürzt ab und wird Herr über unsere Träume. Den Traum vom Heilen hat er mit H. v. B. gemein. Flugmaschine und leibliches Heil sind aus dem Text noch nicht extrahiert.
Und Professor Hippokrates schreit immer weiter und weiter noch nur 'Sieg heil!'. In der Mitte der Hierarchie am Ende des Weges zum anderen Wissen und nur im Bild befindet sich ein falscher kalter weißer Feuerball, der männliche Geist. Über diesen Gott und Lügengott, das üble Gegenstück der Leiblichkeit, spricht Hildegard am Ende ihrer Wege nicht mehr. Weiß wie das leere Blatt steht da die Opposition zum Wissen.
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Das Weltall ist ein Zwiegespräch der Liebenden. Manche sehen mehr darin. Da schwimmen sie zum Schein wie der Fisch aus Stein in einem Meer der Falschheit und Lüge und versinken in tiefer Traurigkeit.
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Das Weltall ist ein Gesicht der Liebenden. Manche sehen das nicht ein. Die sind blind und taub voller Hass und allein. Nie spricht ihnen eine Geliebte zum Herzen.
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Das Weltall ist ein ganzer Leib. Das wollen manche nicht spüren. Immer wollen sie die Leere und Langeweile der ewigen Lust. Nie werden sie Not und Wollust erkennen und nie die reine Begierde sein und nie nie ganz eins mit sich und den anderen in vollkommener Liebe.