Brief an einen Leser oder - die verlorene Schönheit.
Ich bin nur Zuhörer meiner Gedanken und Zuschauer innerer Bilder.
Ist dem reinen Zuhörer je ein persönliches Wort an einen VorTragenden weit
weg erlaubt? eine Rückmeldung ganz von unten aus sich vom innersten Gegen- und
Bodensatz her? Darf er Ihm sagen, dass er sich über jedes der schönen dahin gegangenen Worte und jede der so hübsch frechen Gesten noch hat gefreut? Erinnert er sich an den, der allein nur gut zuhören kann, der nie viel für sich redet und - nie mit. Für keine Tafel hat er die Stimme. Sie ist nicht laut genug dafür, rasch flüchtige Unfähigkeit. Beiläufig Schriftliches nimmt hastig sie auf.
Ein reiner Zuhörer kann nur immer sich selbst erzählen. Er ist so besessen von seiner 'Verfassung', der Schriftlichkeit, seinem Geist bzw. - aus anderem Blickwinkel - seinem Texten, seiner Schreibarbeit, also dem ganzen TextLeib, der ihm gefragt scheint. Wieso bleibt immer am Ende die Fraglichkeit so furchtbar allein?
Nizza wäre ein Einstieg gewesen, den ich übersehen hab', bzw. ist die erforderliche Berührung nur im Geist zeitversetzt – von einem Tag zum nächsten - erfolgt. Das nenne ich eine rechte Verschiebung und Gedanken auf Wanderschaft: den Verweis auf die Trockenheit, die dem Ort in Frankreich (für Nietzsche) einerseits, und andererseits der reifen Scheibe im Zwischenwirbelbereich anhaftet. Zum Sprung wirbelnd hinüber gehört auch der von der wunderbar weiblichen Deutlichkeit hin zu meinen unscharfen Gedanken, die wie aufgerauht an ihr und Ihnen noch hängen. Ich bin manchmal so unordentlich zeit-los - aufgewühlteste unangenehme Klebrigkeit.
Ich will nun gern so sparsam sein wie nur möglich in den nötigen schriftlichen wie notwendig schon in den vergeblich bemühten mündlichen Äußerungen.
Behandeln Sie doch meine Gedanken vertraulich. Sie sind nur leicht für Sie allein dahin gedacht. Löschen Sie mich.
Löschen Sie doch gegen Lots Verderbtheit die brennende Stadt! Lassen Sie die Töchter frei und allein. Nehmen Sie sich in Acht vor dem dunklen FlügelMann, der auf jedem Umweg zu falschem Ruhm vorbei fliegt an der einzigen Pracht des Ewig-Weiblichen.
Ich schreib' doch nur, weil das Vergessen besonderer Menschen mir in mir so schwer fällt.
Das Schöne an Ihnen zieht zu sich hin - und erhält mir zäh fest ein Bewusstsein des eigenen schwer wiegenden Mangels. Wieso zieht es mich allein nicht hinan. Was macht ihm die Schwere Masse. Ich will vergessen sein. Ich bin nur Pein. Ich bin einem sich selbst fremden Geist gleich hin und her gerissen zwischen verborgenem leiblichem Glück und schmerzlichem Erinnern des fremden Wunders am schönen Wesen. Wie so kann Ich nicht so sein.
Sie sind noch da und sind mir unfassbar angenehm, herzlich gut, die herrlichste blühende Glut* in Ihrer ganzen Menschlichkeit.
Ich stehle Ihnen von der für Sie wertvollen Zeit, nicht wahr? Verzeihen Sie mir das gefälligst und nehmen Sie für einen Schlag meinen Dank oder Herzfehler an.
* Sand aus der Sahara gibt derzeit der Kirschblüte hier sommerlich-afrikanischen Charakter. Selbst die Natur bezeugt Ihre Vollkommenheit. Sie sehen das doch nicht als Kompromiss?
Ein reiner Zuhörer kann nur immer sich selbst erzählen. Er ist so besessen von seiner 'Verfassung', der Schriftlichkeit, seinem Geist bzw. - aus anderem Blickwinkel - seinem Texten, seiner Schreibarbeit, also dem ganzen TextLeib, der ihm gefragt scheint. Wieso bleibt immer am Ende die Fraglichkeit so furchtbar allein?
Nizza wäre ein Einstieg gewesen, den ich übersehen hab', bzw. ist die erforderliche Berührung nur im Geist zeitversetzt – von einem Tag zum nächsten - erfolgt. Das nenne ich eine rechte Verschiebung und Gedanken auf Wanderschaft: den Verweis auf die Trockenheit, die dem Ort in Frankreich (für Nietzsche) einerseits, und andererseits der reifen Scheibe im Zwischenwirbelbereich anhaftet. Zum Sprung wirbelnd hinüber gehört auch der von der wunderbar weiblichen Deutlichkeit hin zu meinen unscharfen Gedanken, die wie aufgerauht an ihr und Ihnen noch hängen. Ich bin manchmal so unordentlich zeit-los - aufgewühlteste unangenehme Klebrigkeit.
Ich will nun gern so sparsam sein wie nur möglich in den nötigen schriftlichen wie notwendig schon in den vergeblich bemühten mündlichen Äußerungen.
Behandeln Sie doch meine Gedanken vertraulich. Sie sind nur leicht für Sie allein dahin gedacht. Löschen Sie mich.
Löschen Sie doch gegen Lots Verderbtheit die brennende Stadt! Lassen Sie die Töchter frei und allein. Nehmen Sie sich in Acht vor dem dunklen FlügelMann, der auf jedem Umweg zu falschem Ruhm vorbei fliegt an der einzigen Pracht des Ewig-Weiblichen.
Ich schreib' doch nur, weil das Vergessen besonderer Menschen mir in mir so schwer fällt.
Das Schöne an Ihnen zieht zu sich hin - und erhält mir zäh fest ein Bewusstsein des eigenen schwer wiegenden Mangels. Wieso zieht es mich allein nicht hinan. Was macht ihm die Schwere Masse. Ich will vergessen sein. Ich bin nur Pein. Ich bin einem sich selbst fremden Geist gleich hin und her gerissen zwischen verborgenem leiblichem Glück und schmerzlichem Erinnern des fremden Wunders am schönen Wesen. Wie so kann Ich nicht so sein.
Sie sind noch da und sind mir unfassbar angenehm, herzlich gut, die herrlichste blühende Glut* in Ihrer ganzen Menschlichkeit.
Ich stehle Ihnen von der für Sie wertvollen Zeit, nicht wahr? Verzeihen Sie mir das gefälligst und nehmen Sie für einen Schlag meinen Dank oder Herzfehler an.
* Sand aus der Sahara gibt derzeit der Kirschblüte hier sommerlich-afrikanischen Charakter. Selbst die Natur bezeugt Ihre Vollkommenheit. Sie sehen das doch nicht als Kompromiss?