Jungfräulichkeit
Die Jungfräulichkeit ist eine zufällige Begleiterscheinung der allgemeinen urmenschlichen Passivierung des Mannes, also seiner allmählichen Menschwerdung durch die koitale Verblödung.
Für Ihn mit seiner kleinen Beschränktheit ist ja der Schamberg der mons sacer auf dem er betend steht, in Wahrheit aber steht da nur ein Schlachtalter für ihn und der Aschehaufen seines Rests von Fleisch und Gebein. Ihr Busch brennt schon von allein. Dieses Rätsel ist seine einzig wahre Sicht des Wirklichen: sein so sinnlos verzweifelt brennender Geist steht in der Verbannung von ihrem ganzen brennenden Leib.
Der Riss zwischen tierischem Sein und menschlicher Not tritt immer hervor, wenn die Frau sich den Mann zur Brust nimmt. Der Koitus ist dabei so langweilig wie auch unsinnig neue Not nur zeugend in Hunger und Kinderschrei'n (noch einmal kommt er nur allein). Die Frau allein für sich ist gespalten hint für die Lust und vorn für die eigene Wollust. Die Konstitution des Weibs mit der außergewöhnlichen Orgasmusfähigkeit verweist auf die Natürlichkeit der Stellung, die ihr nicht nur den Vortritt (auch menschheitsgeschichtlich betrachtet) gibt, sondern auch den Vorrang und jedes Vorrecht vor allen Männern. Die Fähigkeit gehört notwendig zur geregelten Vielmännerei [die sog. Vielweiberei funktioniert leiblich gar nicht]. Jedes geschriebene Recht ist nur nachrangig männlich und ein großer Betrug: eine schriftliche Dauererektion als Folge seelisch-leiblicher Impotenz - und anders herum.
Vorn am Weib wird die Wollust zweigeteilt für Mann und Weib: seine geht an ihr verloren und ihre tritt dagegen rein und klitoral hervor.
Bei der Frau ist also der Leib analustig und noch klitoralüstiger. Nur an ihr selbst fällt die Lust auseinander in zwei. Für den Mann zerfällt sie nur nebenbei am Leib des Weibs. Er ist halt nur ihre Begleiterscheinung.
Beim Mann ist nun die Wollust an ihr hinten und/oder an ihm für sich, an Frau Voran aber hat er die selige Einlustigkeit der absolut leeren Langeweile. Gegen die verblödende Sinnsucht vor der Schönheit der Welt hilft aber der - KunstDarm als Überzieher. Alle Kunst kommt also, ganz nebenbei, so auch aus dem Darm. Priapos allerding hat es schon immer gewusst: die Dauererektion ist scheiße, ob nun künstlerisch erzeugt oder als Krankheit.
Dem Mann ist aber der Irrtum heilig: im Geist ist ihm die Wollust versprochen vorn und gottgegeben er/wartet auch in seiner 'Jungfräulichkeit'. Das ist und bleibt jeder richtig harte Mann: eine Jungfrau mit Kreuz und eisernem Ständer in alle Ewigkeit.
Da wird ein Wahn hochgehalten gegen den Lohn der allgemeinen Enttäuschung. Der Glaube versetzt Berge und die Wollust an einen hin, der ihr ewig verschlossen ist: sacro monte. Zu dicht?
Die Verwechslung der Natürlichkeit erzeugt der Frau Lustlosigkeit in Verbindung mit Verstopfung und den Männern die gegenseitige Arschkriecherei mit Gewalt eines Vorstoßes gegen Frauen und Kinder, der folgerichtig in die weite Leere und die zu enge Hose - auch die der Kleinen - geht. Das ist doch die ganze heilige Ehe, eine vollkommen widerwärtige Vieherei. Mit ihr ist der Mensch im Tierreich zurück: bei der Rammelei zwischen Hierarchie und sinnvoller Über-Zeugung.