Samstag, 23. Februar 2013

Hunger

In der Hunger-Mühle

Hunger ist Gegensatz des Traums und Gegner des Träumers und Ende des Träumens. Der Hunger ist die Ur-Kraft des Seins und das innerste Sein ist sein Mangel. Die Welt ist ein Verschlingen des Seins in einer großen unendlichen Körperlichkeit. Die Welt ist geteilt in ein winziges Nichts, einen Kern, Mangel, Not und eine Hülle des großen saugenden Nichts als Etwas, der unbestimmten Körperlichkeit, des Verlangens, des Hungers. Die Begierde ist Hunger nach Leben, Weiter-Leben. Leben aber ist Verschlingen anderen Lebens. Begierde folgt physischem Mangel. Hunger nach Nahrung ist Wille zum Sein. Aus Hunger wird Energie und Energie mahlt Not und Not wird zu Brot. Not tut eine Hungers-Not für ein neues Verstandes-Brot. Liebe ist Hunger nach Anders-Sein und nach Sinnlichkeit. Sinnlichkeit ist Körperhunger nach Sinn. Sinn ist nur das Versagen der Sinne an der die Sinnlichkeit saugt. Die Welt wird vom Hunger entfaltet zwischen Mangel und Versagen. Die Welt ist aus Nichts geboren, aus Mangel und Hunger. Zeit ist Weitung und Raum ist Teilung der Hunger-Körperlichkeit. Groß und gewaltig und dick und unersättlich ist der Körper des Hungers und Hungernde sollen fette Hunger-Körperlichkeit fressen.

Zusatzstoff:
Seltsam, wie der Hunger immer mehr von der Menschen-Welt erfasst, näher kommt, nicht wahr. Immer mehr Menschen hungern und hier: immer leichter und billiger wird das Fressen im Schlau-Affen-Land - auch irgenwie immer deutlicher - gehaltlos. Der Hunger ist schneller als der Verstand. So also kommt der Geschmack abhanden. Vielleicht hat ihn ein Wurm gefressen, so 5 Fuß breit und 4 Wochen lang. Also schaut mal bloß hin. Auch das Zuschauen ist fast umsonst.