Samstag, 2. Februar 2013

Klang, Brummen oder Gesang

OM undundund OM

OM ist reiner Klang, wird nicht erzeugt. Auch nicht, schon gar nicht durch leierndes leeres Aus-Sprechen, sonstiges Äußern. Es ist nicht mal hingehaucht. Om ist Klang-Körperlichkeit, der vom angeschlagenen Instrument, vom zerschlagenen, abgelöste Klang, Klang ohne Ursprung, der nur für sich ist und Raum, der geht und vergeht. Er ist sich selbst Hülle und Kern, Klangfülle, Raumklang. Shivas Trommel schlägt sich selber an, zeugt klopfende tropfende Raum-in-Raum-Blasen aus Klang. Jeder kann einen Klang seh'n, der sich die Ursache rhythmischen Klangs auch weg denken kann. OM ist als Untermalung auch da, außen wie innen, von selbst, dumpfes Brummen, gehört zur Besinnung, allumfassendes Summen, nicht zu orten, ist es überall. Der tiefe Ton ist Fortgang und Fortklang des OM, gehört zum Öffnen der Sinne, ist in ihrem, ist ihr Zusammenschluss und er verschwindet mit dem Einklang der Einsicht und neuer gereifter Erkenntnis. OM gehört mir, gehört nicht uns und nicht dir, keinem zum Aber-Glauben. Keiner hat ein Ommonopol. OM wird gefälscht und dieser Betrug gegen Spenden veräußert. Geteilt wie Brot und Not gegen Selbstwert und -achtung und mitgeteilt Unsinn. Ein gemeinsam gesungenes OM, fröhlich gesummtes, fremd-klingendes, veräußertes, verlorenes, zum tränen-verschwommenen Sehen, auch Sehnen wunsch-frommem. OM gestohlen, entwendet, verwendet, veräußert, verkauft, falsch genomm'. OM wird gern im sinn-gereiften gefreiten Westen ausgehaucht und hin-, wie das eigene Leben zum Sinn. Zuerst wird 's ganz unten appliziert auf den Körper, oben kommt 's ungeniert und verwundert als schönes Wölkchen kleiner Vergeistigung wieder hervor. OM-Laut-Getrommel und -Wortmalerei und -Geschrei. OM-Meditation, Suche im Kopfstand, fängt bei den Füßen an, zu Füßen des Herrn, dessen Tritte man sich so gern doch geben lässt, in Demut empfängt und ist der Schüler, die Schülerin bereit und bereitet, werden sie, bildlich-gebildet beritten und der schwer fassbare Unsinn des Meisters dorthin geschleudert, wo man verdaut, in den Bauch, von oben wie unten, ins Hirn auch. Einmal nur fasst die Sinn-Magd, der -Knecht des Herrn die Wahrheit, sofern sie wenigstens ahnend zu deuten vermögen, nämlich dann gern, wenn sie OM schlucken dürfen und das als und mit Sinn-Vergabe ergebenst schlürfen und wenn 's dann nicht schmeckt und es stinkt, schleimiges fadenziehendes Sinnknäuel-Gespinst, -Gewirk und -Gewürg, hat sie die Wahrheit, haben sie ihren und seinen Lügen-Sinn bekomm' und das OM wird endlich richtig gerichtet genomm', doch wieder erbrochen und laut gerülpst ausgesprochen. OM. Der Meister mag es sich denn noch einmal nehmen, sich und ihn sich wieder aufrichten zum handfesten Mann's- und OM-Abgesang.