Mein Gedächtnis gehört nicht mir.
Jeden Tag bin ich ein anderer. Ich gleich mir nur in den Zeichen der
andern. Was dies Ich tut, tut es zu ihrem Gedächtnis. Ich hab ein
farbloses leeres Selbst, das allen Selbsts gleicht. Es ist ohne Wert.
Es ist weniger noch wert, geringer als Nichts. Es ist allumfassend und doch
erfasst es nicht mich. Selbst ist dein Un-Gesicht, Ich: die Maske
dazu: es ist dies Einzelheit, jedoch nicht Einzigkeit. Ich bewegt sich von
selbst zu Selbst. Ich spiegelt sich in mir, schickt ihm geschickt
Bewegungen nach, hinterher sich im Bild, schenkt sich Willen. Fremdes
Ich zieht Willen nach, den Willen im Spiegel hab ich. Wunsch ist der
Wille zur Wahrheit: ich wollt, ich hätt' 'nen Willen zum Wollen. Doch ich hab' nur Wünsche wie alle. Einen Willen hab ich doch wie ihr auch nicht. Manchmal einen schwach gegen sich.
Einmal nur
möcht' ich Willen meinen
möcht' ich Willen meinen
wenn ich einen Willen hab
Einmal nur
möcht' ich meinen Willen mögen
möcht' ich meinen Willen mögen
möcht' ich
dass mich dieser Wille mag
dass mich dieser Wille mag