eine Flugmaschine besteht aus zwei gleichen Hälften, zwei verbunden im Spiegel sich gleich, Wollust und Angst sich teilend, Wille und Wunsch sich zeugend. Die Angst ist die Wollust im Spiegel, Begierde des Andern. Der Wunsch ist die Lust am fremden Willen. Wollust und Angst vereint verkleinert Angst Wollust zu Wunsch und Lust, Angst und Wollust vermengt, erweitert, verfeinert die Wollust die Angst, macht sie zum Willen. Wille und Wunsch haben scheinbar den Leib als Grund, das ist ein Irrtum, hier täuscht sich der Geist: der wahre Grund ist die Suche nach dem Körper des Andern, für diese Sucht braucht es erstmals schon zwei. Der Selbstbetrug des Geistes erscheint ihm in der Phobie. Wille und Wunsch wiederum zeugen den Sinn, sind sich Zeichen. Wille und Wunsch bilden in zwei Köpfen vermengt, abstrakten Wert, Handel und Arbeit geteilt, als Basis für die Schein-Existenz der Zeichen. Die Scheinhaftigkeit des Sinns ist für den Kopf das, was für den Körper der Ur-Rest des Seins ist, der Ursprung, den keiner fasst, den es nie gab. Was den Menschen vom Tier wesentlich unterscheidet ist die Menge der Zeichen. Die Zeichen verweisen auf Sinn über sich und finden Halt im Selbstbewusstsein, das das überindividuelle allen Menschen gemeine Selbst der Zeichen ist, ihre Abhängigkeit voneinander. Begrifflichkeit ist eins und allen gleich vermittelbar, Sinnlichkeit ist das nicht. Dieses gehaltlose Selbst des Selbstbewusstseins, das allen gleich und leer ist, ist auch die in das Hirn des Menschen eingeschriebene Selbständigkeit der Zeichenwelt, erlaubt den Zeichen außerhalb des Kopfes eine Darstellung des Flugs im Geist, als Text oder Bild oder Bauplan oder Maschine. Die Zeichenwelt ist dem Menschen an die Stirn geheftet, sie ist seine Stirn. Und fliegt der Geist durch Raum und Zeit, dann kann das eine Maschine auch.
Liebe und Einsamkeit machen fliegen. Der körperlichen Liebe ist der Flug nur eingebildet und vorgestellt als der Wille zur Macht, nämlich der andern, zwei linke Flügel, Traum-Tanz von Blind mit Taub. So wie der Mensch sich als Tier denkt und träumt und sich raubend und mordend verwirklichen zu müssen meint, so erfindet er sich Willen und Machtspiel dazu und wälzt sich im Staub, das sind nur alptraumbeflügelte Balgereien. Zusammenleben ist also schwer und hält einen am Boden, zusammen raufend. Dazu der Glaube vom Sinn des Raufens.