Aus
einem netten Buch, in dem Nietzsche/Zarathustra grundlos zum Leben
erweckt scheint:
… vom
Kindheitstrauma zum überforderten/-den Schüler zum überheblichen
Studenten zum weltfremden Professor zum drogensüchtigen Traumtänzer,
von Männerfreundschaft und Krötentraum zur knabenjagenden Bestie,
vom Einsiedler der schweizer Berge zum Italienurlauber (Urlaub als
Flucht auf glückselige Inseln), vom Leser, dem 10000 Texte
einverleibt, zum Dichter und Philosophen, der sich selber wörtlich
erschafft ... Die Texte, das Wörtliche lassen sich belegen oder lass ich gelten, aber das
übrige ist wohl geträumt. Weiter: … vom Menschen, der sich zum Text
unter Texten umschafft und sich in allem spiegelt, zum Text-Körper,
der im Wahn wieder wirklich wird, werden will ... Schon wieder nur
halb richtig. Kind mit Unschuld und Not und - der Fratze im Spiegel?
Der
sinn-gelehrte Deuter hängt am schlaffen Euter und folgt Nietzsche
von Zitat zu Zitat zu Zitat, füllt sich prall mit Andeutungen, merkt
nach über 500 Seiten, dass nichts kommt von triefem Gehalt und
gebiert endlich für sich und aus sich zum Schein eine seltsame
Monstrosität, einen angeblich so grundbösen Menschen mit
verbrecherischen Gedanken, der sich mit einer Lustseuche Folgen
selber straft. Die kranke Lust eines Nietzsche-Rückdeuters, könnte das
sein. Nenn ich so. Klebt an Nietsches Leimrute, der
Deutlichkeitsfalle der ach so weisen Sprüche des Narren für -
Narren.
Jeder
weiß heute, dass krank immer die Lust schon der Gottesfürchtigen
war, die sich wie die Weiber kleiden, kinder- und knabenquälendes,
-vergewaltigendes Pfaffengesindel. Mit Nietzsche nicht zu
verwechseln! Und Mörder und gründlich verdorben und schlecht war
immer schon der Mensch auf der Bühne, der Schauspieler, der Redner,
der politische Führer, Verführer (Wagner und Hüttler, Z-NN, 200,
zwei Nullen zum Geburtstag). Mit Nietzsche nicht zu verwechseln! Der
Hüttler hat übrigens wirklich den Stock bekommen, mit dem sein Vorbild schon von Zarathustra Dresche bezogen hat. Der Sepp war noch
dankbar dafür: hier ist der Hund, so verliebt in den Stock seines
Herrn.
Nietzsche
war kurzsichtig, Hypochonder, depressiv und ein wenig
autistisch-weltfremd. Nicht wirklich körperlich krank, nicht
infiziert mit großem Leid. Euphorischer Selbstdenker, depressiver
Selbsthenker (so etwa nach Kafka). Er war auch kein Epileptiker, nur
weil sein Denken sehr bildhaft war und im Hirn gelegentlich gegen die
Sinnzeichen intuitiv feuerte. Philosoph und Dichter, gewaltig und
bunt. Einzige Vision wahrscheinlich der dämlichen Deutlichkeit dazu, wär mir zu bunt:
eine Kuh, die auf einem Ochsen reitet.
Die
Lust-Seuche Syphilis ist Märchen, das kein Mediziner glaubt. Tripper
eher wahrscheinlich (Kröten gemeint: Schweizer Krankheit, Kröten im
Überfluss, Morbus Venereus, hier: der Tripper, auch ein Wanderer,
gehörte wohl Basels kranker Weiblichkeit, glasklar wie ein Kondom).
Gelüftete, geliftete Ochsenhaut, ekzematöse Selbstbespieglung
irrer Ärzte. Zwerge mit grausliger Visage. 'Schwul und verseucht':
da hat sich der Gelehrte behandschuht die gläserne Giftspritze
aufgezogen. Die Ärzteschaft hätte es einfach haben können: Buch aufschlagen und
lesen: also sprach … nach und nach mir der Schmarotzer.
Das
Ende Nietzsches ist einfach: die Volkskrankheit des 19. Jahrhundert
war die Depression, nicht nur als Nachwehen der Aufklärung, ein Mittel dagegen war jedem leicht zugänglich
Morphin/Opioide (Narcein in Turin). Im Zustand der Depression und im
mäßigen Rausch (macht Denken und Schreiben wirr) kam Nietzsche ins
Irrenhaus. Von einem Pfaffen/Theologen angeführt, dem falschen
Freund offensichtlich! Angeschmiert. Lehrbuchmäßige
Behandlungsempfehlung: extrem hohe Dosen von … Morphium/Opioiden.
Die angeblichen Wahnsymptome wahnsinnig dichter Denker im 19.
Jahrhundert: immer Behandlungsfolgen! Lies die Oneiroide
Erlebnisform! Hölderlin war typisches Opfer der Mittel der
Verblödung: brutale Zwangsmaßnahmen und Morphium in großer Menge. Hysterisches Weibchen der Zucht. Damit hat man in kürzester Zeit aus Menschen mit Hirn und
Lebenskraft die 'letzten Menschen', Wahnsinnige und Idioten gemacht. Und
man seziert nachträglich nachtragend im Wissenschaftsbetrieb die
Gehirne und findet: gelegentlich im Nachlass den Teufel. Oft hat aber
ein frommer Teufel schon aufgeräumt und mit dem Feuer des Geistes
den rechten Beweis der Sinnlosigkeit erbracht. Der Suff wars, die Drogen, die Trauer,
die Einsamkeit, die mordete oder – nur der Zufall und die brennende
Zigarette auf trockener Haut. Literaturwissenschaftlich
kotverschmiert, ejakuliert, ins Stiefelchen uriniert, regrediert.
Schluck
doch die Kröte für eine glasklare Einsicht, ertrag Wahrheit und
Wirklichkeit – und spiel den Alltags-Idioten, das hält dir die
falschen Freunde vom Leib! und erspart dir i h r e n Wahnsinn. Lieber
Tanzen und Rasen, Schwitzen auf heißen steinernen Sonnen-Terrassen,
lieber alte Kröte als – Opas Dornhöschen, sinn-wiederkäuend mit
triefnassen Nasen und - Jung auf grünendem saftig sanfthügelig
heiligem Rasen.
5
Sterne geb ich dem Buch, dem Kontrast des leeren weißen Blattes zum
Schriftzug des Dichters, auch der entblößten beschrifteten gewaltig schönen Leiblichkeit, da tanzt
doch die Hure mit einem Verführer.