Donnerstag, 6. Juni 2013

Angst


… ist dir ein Verlust von Vertrauen, (mir) keine bestimmte Angst vor wirklichen Dingen, sondern unbestimmt und unbestimmter, allgemeine Unsicherheit, leises Zittern der Hand, leichtes Beben der Stimme … führt zum Rückzug auf und in sich, man verdichtet sich in eine/einer allgemeine Körperlichkeit für sich und bleibt bei der Öffnung zum Wirklichen immer weiter Körper, ihm immer verhaftet, misst alles an der funktionierenden eigenen Leiblichkeit. Weiter wird weiter … ist nicht erinnerbar, ist aber nicht vorsprachlich. Ist euch der Verlust des Wortes an sich, (mir) der Sprache der anderen. Ausgesprochenes wird nicht mehr geglaubt. Der andere lügt unaufhörlich. Mit dem Verlust dieses Wortes geht die Wirklichkeit der Angst verloren, sie wird gespenstisch, schattenhaft unfassbar unkontrollierbar … lässt Halt nur mehr im eigenen Körper sein, lassen sein, lassen mich, zersetzt ihn, analysiert ihn, löst ihn auf in seine Funktionen, spürt seinen Teilen, einzelnen Bauteilen und Gruppen, Verknüpfungen nach … macht (mich) zu Körper aus Teilen mit Leben und Seele und Funktion, die sich auf sich bezieht und im Versagen des Körpers und der Funktionen ihn und sie in Bilder verwandelt … zeugt Bilder im Körper, Bilder des Körpers, die auf Bilder des Wirklichen passen. Wirklichkeit hat sich zu Körperbildern gewandelt, versagt, hat versagt … zwingt, den eigenen Körper als einen Körper in anderen Körpern zu suchen und zu entdecken. Der Körper findet sich wieder in anderen außer sich, neben sich, produziert ein Subjekt, das den eigenen Körper in seinem Großen und Kleinen in der Welt wiederfindet … erlaubt als Vehikel dieser Fahrt zurück in irgendein Trauen nur das Schreiben. Schreiben wird ermöglicht von einer Welt, die in Buchstaben zerfällt. Was alles bewertet, entwertet und schwächt es, macht es wie einen selbst angreifbar, anfällig für Begriff, Begreifen im Anfall, begreifbar, vernehmbar … war einst Wort-fort, als der Mensch im Vertrauern verstummte. Welt, die zerfällt, lässt sich tastend vom ängstlichen Körper erfahren. Schriftlich erfolgt in Bildern und Träumen die Rück-R-oberung … vereinzelt, verdichtet Ich und Selbst, Selbst nimmt Ich zu sich, Ich bleibt bei Selbst. Fortschrittlich. Angst weitet die Pupille und verstärkt das einfallende Licht der Nacht dem R-Innern. Lässt Bilder zu, die sich Buchstaben nehmen im Kopf und auf die Suche nach Worten machen im Körper und tastend reisen zu seinen Organen … hat ein schwaches vorsichtig hellsichtig Ich, ein zerbrechliches Subjekt des Wahren, flüchtiges auch der Waren und es nimmt sich die Welt für ein unmittelbar Sinne r-greifendes berauschendes Lied der Nacht … ersehnt ein schwaches schwindendes laues Nichts, ein Nicken des Lids (mir) hinaus im kurzen Moment uns un-r-laubten Misstrauens. Wunsch, uns Nothalt des Trauens