Samstag, 22. Juni 2013

Liebe


Was ist Liebe?

Liebe ist der Wunsch, geboren zu werden, endlich zu sein, ein und mein endliches Sein. Richtige Liebe ist nicht dieser Wunsch, sich mit einem anderen Körper zu einen und einem ganz fremden neuen zu verbinden, ist (k)ein eigen artiges Seelen-Verschmelzen. Es ist ein Verlangen gegen des Körpers Werden und Wachsen, gegen das Sein an sich und in ihr ihm im anderen Körper, in und gegen die Hülle, Geborgenheit, gegen das geborgte Kind-Sein im eigenen schwangeren Körper, der wird und der sich nicht wirklich verändert, nur mehrt und erweitert und der sich entwickelt und wächst, heraus aus dem Wirt, hin zur Geburt. Ist also der Geburtstagsgruß nicht ein Willkommen der sinnlosen Begierde: ein Ja der reinen Lust, die der Körper ganz ist mit einem Hin-Nehmen zur um Arm End-Brust, An-Nehmen weg-weisend Schmerz, saugend am Hunger, R greifend Herz. Ist das Geschenk dazu der eigene geschenkte Körper und der Dankbarkeit Begierde Preis?

Es gibt keine Liebe von Wert an sich für sich. Das wär doch Körper Los und eine ohne ein physisches Wachsen. Kein Wert wird aus Wirt, schafft sich also aus Nichts: Weib ist nicht Loch, aus dem Sein sich klug windet. Aus diesem Lügenloch fiel einst einem Herrn ein Stein nur ein als Zeichen von Sinn und Sein: ein Grabstein, mahn mal, Mannes Mal, als müsste ein Kind aus dem Leib vom Mann gezogen werden, Mahnung des Weibs, wertvolle Nachkommenschaft rein männliches Sein, seins, Raub und Metapher: Geburt als vor Weg Na(h)me des Todes, im Namen des Vaters.

Die Schlange steht an der falschen Stelle in Text. Der Verführer ist eine sich hinwindene Textzeile, Linie und ist die Seele im Buch. Koitus wurde gebucht für Freiheit und Freizeit, erzeugt nicht Liebe, ist ein Verrat an ihr, eingebildet, beschrieben nur, erzeugt nur Leben wie Waren und ist sein männlicher Überfluss und Überdruss, ist nur ihr weibliches eigenschaftsloses Nebenprodukt, der enge Raum der Begattung, eine Zelle für Eizelle, vaginaler Nebenschauplatz des schamlosen schalen Begehrens, für sie schmerzhafte schändliche Befleckung, für beide ein Fleck, ein Deckel auf Nichts, ein Verschluss der Begierde, Verlust, Betäubung und Müdigkeit, Ende der Suche und Sucht nach anderem neuem, wieder werter Sättigung, Schlaf und Vergessen, wiederwärtige Wissensdurft. Koitus ist nicht Zweck und Grund der Begierde, ist eben reine hohle Glaubensgeschichte, geisterhaft, textlicher Wunsch und braucht den Zwang der heiligen Ehe. Kein Mensch braucht diese falsche Liebe gegen den Körper, als Ehe ehe der Leib für sich Vergehen gegen Geborgenheit und Woll-Lust gegen Not sein muss/darf.

Ist die Beschneidung nur Hohn dem weiblichen Schmerz oder schon ein Zeichen der Schrift, und einst ein Strich des Körpers unter den rechnenden Geist, für eine Wiedergeburt ins Leben und für die Gratwanderung eines Schreibens darin und - wo da zu?

Wahre wirkliche Liebe braucht Wachstum des Körper, ein Weiten und Wuchern, Strecken und Längen, sehnendes Dehnen massigen Fleisches: Lenden Berge von Sinnen mit runder praller dicker dichter großer stirner Denker Hässlichkeit. Kleinhirn will heimlich doch Schöpfer sein. Sie braucht für sie Reuen wie physische Not und körperlich verspürtes Gebot aus sich ohne fremden unmenschlich freien und gleichen gesetzmäßigst schriflichen Zwang. Liebe braucht wirkliche Zucht und Züchtigung, braucht Ab-Arbeit, Bewegung, Tanz, heillose Flucht und leider nun einsames Wandern, braucht Feuer und Röte der Scham, braucht Wunde und Schmerz, niemals aber nur ein (un)gereimtes Herz. Wirkende Liebe ist Brennen heilendes Feuer, Sinnloses löschender Durst, Bruch zerreißender Hieb und Schlag. Befriedigt sich selbst und setzt sich aus eigener Gewalt in körperlich Gang.

Simpels Koitus aller Dings ist eingebildete schriftliche bildchenhafte textliche Genügsamkeit, Wunsch-Glück-Einerlei, fremdes Glück, verstellungsbewertet, harmloses Begehren, geldwert, gebildet und äußerlich, Neid- und Handelsgut, Schatz in der Truhe, Samen-Sparsamkeit, Spaß in der Dose, aufgehobene aufgeschobene Begierde, endlos nur oberflächlich veränderlich sein/Sein, in Schmuck und Kleid, seltsamer Männlichkeit auch mit Brüsten von Stolz Nippel gezogen geschwellte Delle Vorhirn, Starrsein und Maske, sich gleich stellend Vorwert, Komma und Zahl für Schönheit in ScheinN zu(m) Falten, Speicher unendlich vieler gleicher bewerteter Zeichen, hirnfaltig, heilige Dreifaltigkeit, Eins und Anderes und familiäre Übelkeit, Vater Mutter und Ehe und haufenweis Zeichnung von nachkommend Wunsch-Plan-Vermögen.

Die wahre Liebe ist die von Eva und Adam im Sündenfall hinein in die maßlose unerschöpflich sich selbst mehrende Körperlust, aufwühlend, aufwerfend die Frucht des Bodens zum Mühen der Arbeit und Winden der Furcht. Der Apfel ist zweierlei: erst Wort, dann ein Ding aus Buchstaben-Brei, also anfänglich Wort, dumpfes Brüllen, Enge der Brust, im Hinterkopf sich befreiende Lust und endlich nur noch Zeichen für Zeichen, Symbol, Sinn und sinnlose Geschichte zugleich, kehliger Laut, Kehlkopf auch selbst, Adams Gebrumm: uns heute in Rest-Männlichkeit aber lange entstellter Fall und Erfindung des ersten Lügenworts 'Sünde', textliches Verbot dem Schweigen GGeben über sich. Lasst uns die Lüge erwürgen, sie uns übergeben. Vergeben wir uns in Übelkeit zur ein Sicht der Vertreibung aus höllischer Lust, dem echt wunderbar wundersam schrecklichen Fall aus der Sünde heraus: vergehen wir uns in ihr Erd-Paradies.

Was ist ein Buch denn anderes als ein Lügengewebe, das Werkzeug der Sünde gegen den Körper zur Predigt und Überzeugung hin/Fall in eine Lügen-Grube der Zeichen, der reinen und unverbindlichen leeren satt machenden beliebigen kleinen reinen hohen Liebe: einer lächerlich kleinen Sünde der Langeweile, vielfach wortraubender Sinnüberschuss. Aus zwei verwachsenen in eins gefleischten leidenden und leidenschaftlich sich in sich an sich verlierenden Körpern, sich und ich her um armend, wurde einst eine Geschichte der blöden sinnreichen Verschränkung, Mission der Beschränkung der Lust, erogener Ver-Armung, Vertreibung in eine Scheinwelt ohne wirkliche Arbeit und Leid, in Schmarotzers Predigt-Welt, eine Welt der Intrigen, der Macht, des Reichtums der Huren, Verführer, der allgemeinen geldwerten Zuhälterei: S dichtet euch Geschichten im Spiegel der Lügen: Liebesgeschichten: und der enttäuschte Körper zur Schau abgestellt des dämlichen Betrachters sachlich Trieb hoch und auf und sich Nt haltend muss zu Bett und wird sich nur einmal im müden grundlosen Selbstmord wiedRichten: im letzten Traum sich entspannend vielleicht zur einsamen Autorität in Fleisch und Wut.

Groß ist das Missverständnis und durch den Text muss sich Wort ordnen und neu erfinden gegen den Buch-Stab der GWalt. Kann zerrissener Text übergehen in wundes Fleisch? Zerreisst alle Lügen-Texte und es sollte viele Wunden und könnte noch viel mehr Wunder geben.