Was
ist Liebe?
Liebe
ist der Wunsch, geboren zu werden, endlich zu sein, ein und mein
endliches Sein. Richtige Liebe ist nicht dieser Wunsch, sich mit
einem anderen Körper zu einen und einem ganz fremden neuen zu
verbinden, ist (k)ein eigen artiges Seelen-Verschmelzen. Es ist ein
Verlangen gegen des Körpers Werden und Wachsen, gegen das Sein an
sich und in ihr ihm im anderen Körper, in und gegen die Hülle,
Geborgenheit, gegen das geborgte Kind-Sein im eigenen schwangeren
Körper, der wird und der sich nicht wirklich verändert, nur mehrt
und erweitert und der sich entwickelt und wächst, heraus aus dem
Wirt, hin zur Geburt. Ist also der Geburtstagsgruß nicht ein
Willkommen der sinnlosen Begierde: ein Ja der reinen Lust, die der
Körper ganz ist mit einem Hin-Nehmen zur um Arm End-Brust, An-Nehmen
weg-weisend Schmerz, saugend am Hunger, R greifend Herz. Ist das
Geschenk dazu der eigene geschenkte Körper und der Dankbarkeit Begierde Preis?
Es
gibt keine Liebe von Wert an sich für sich. Das wär doch Körper
Los und eine ohne ein physisches Wachsen. Kein Wert wird aus Wirt,
schafft sich also aus Nichts: Weib ist nicht Loch, aus dem Sein sich
klug windet. Aus diesem Lügenloch fiel einst einem Herrn ein Stein
nur ein als Zeichen von Sinn und Sein: ein Grabstein, mahn mal, Mannes Mal, als müsste ein
Kind aus dem Leib vom Mann gezogen werden, Mahnung des Weibs, wertvolle Nachkommenschaft
rein männliches Sein, seins, Raub und Metapher: Geburt als vor Weg Na(h)me des
Todes, im Namen des Vaters.
Die
Schlange steht an der falschen Stelle in Text. Der Verführer ist
eine sich hinwindene Textzeile, Linie und ist die Seele im Buch.
Koitus wurde gebucht für Freiheit und Freizeit, erzeugt nicht Liebe,
ist ein Verrat an ihr, eingebildet, beschrieben nur, erzeugt nur
Leben wie Waren und ist sein männlicher Überfluss und Überdruss,
ist nur ihr weibliches eigenschaftsloses Nebenprodukt, der enge Raum
der Begattung, eine Zelle für Eizelle, vaginaler Nebenschauplatz des
schamlosen schalen Begehrens, für sie schmerzhafte schändliche
Befleckung, für beide ein Fleck, ein Deckel auf Nichts, ein
Verschluss der Begierde, Verlust, Betäubung und Müdigkeit, Ende der
Suche und Sucht nach anderem neuem, wieder werter Sättigung, Schlaf
und Vergessen, wiederwärtige Wissensdurft. Koitus ist nicht Zweck
und Grund der Begierde, ist eben reine hohle Glaubensgeschichte,
geisterhaft, textlicher Wunsch und braucht den Zwang der heiligen
Ehe. Kein Mensch braucht diese falsche Liebe gegen den Körper, als
Ehe ehe der Leib für sich Vergehen gegen Geborgenheit und Woll-Lust
gegen Not sein muss/darf.
Ist
die Beschneidung nur Hohn dem weiblichen Schmerz oder schon ein
Zeichen der Schrift, und einst ein Strich des Körpers unter den
rechnenden Geist, für eine Wiedergeburt ins Leben und für die
Gratwanderung eines Schreibens darin und - wo da zu?
Wahre
wirkliche Liebe braucht Wachstum des Körper, ein Weiten und Wuchern,
Strecken und Längen, sehnendes Dehnen massigen Fleisches: Lenden
Berge von Sinnen mit runder praller dicker dichter großer stirner Denker
Hässlichkeit. Kleinhirn will heimlich doch Schöpfer sein. Sie
braucht für sie Reuen wie physische Not und körperlich verspürtes
Gebot aus sich ohne fremden unmenschlich freien und gleichen
gesetzmäßigst schriflichen Zwang. Liebe braucht wirkliche Zucht und
Züchtigung, braucht Ab-Arbeit, Bewegung, Tanz, heillose Flucht und
leider nun einsames Wandern, braucht Feuer und Röte der Scham,
braucht Wunde und Schmerz, niemals aber nur ein (un)gereimtes Herz.
Wirkende Liebe ist Brennen heilendes Feuer, Sinnloses löschender
Durst, Bruch zerreißender Hieb und Schlag. Befriedigt sich selbst
und setzt sich aus eigener Gewalt in körperlich Gang.
Simpels
Koitus aller Dings ist eingebildete schriftliche bildchenhafte
textliche Genügsamkeit, Wunsch-Glück-Einerlei, fremdes Glück,
verstellungsbewertet, harmloses Begehren, geldwert, gebildet und
äußerlich, Neid- und Handelsgut, Schatz in der Truhe,
Samen-Sparsamkeit, Spaß in der Dose, aufgehobene aufgeschobene
Begierde, endlos nur oberflächlich veränderlich sein/Sein, in
Schmuck und Kleid, seltsamer Männlichkeit auch mit Brüsten von
Stolz Nippel gezogen geschwellte Delle Vorhirn, Starrsein und Maske,
sich gleich stellend Vorwert, Komma und Zahl für Schönheit in
ScheinN zu(m) Falten, Speicher unendlich vieler gleicher bewerteter
Zeichen, hirnfaltig, heilige Dreifaltigkeit, Eins und Anderes und
familiäre Übelkeit, Vater Mutter und Ehe und haufenweis Zeichnung von nachkommend Wunsch-Plan-Vermögen.
Die
wahre Liebe ist die von Eva und Adam im Sündenfall hinein in die
maßlose unerschöpflich sich selbst mehrende Körperlust,
aufwühlend, aufwerfend die Frucht des Bodens zum Mühen der Arbeit
und Winden der Furcht. Der Apfel ist zweierlei: erst Wort, dann ein
Ding aus Buchstaben-Brei, also anfänglich Wort, dumpfes Brüllen,
Enge der Brust, im Hinterkopf sich befreiende Lust und endlich nur noch
Zeichen für Zeichen, Symbol, Sinn und sinnlose Geschichte zugleich,
kehliger Laut, Kehlkopf auch selbst, Adams Gebrumm: uns heute in
Rest-Männlichkeit aber lange entstellter Fall und Erfindung des
ersten Lügenworts 'Sünde', textliches Verbot dem Schweigen GGeben
über sich. Lasst uns die Lüge erwürgen, sie uns übergeben.
Vergeben wir uns in Übelkeit zur ein Sicht der Vertreibung aus
höllischer Lust, dem echt wunderbar wundersam schrecklichen Fall aus der Sünde heraus:
vergehen wir uns in ihr Erd-Paradies.
Was
ist ein Buch denn anderes als ein Lügengewebe, das Werkzeug der
Sünde gegen den Körper zur Predigt und Überzeugung hin/Fall in eine Lügen-Grube der Zeichen, der reinen und unverbindlichen leeren
satt machenden beliebigen kleinen reinen hohen Liebe: einer lächerlich kleinen
Sünde der Langeweile, vielfach wortraubender Sinnüberschuss. Aus
zwei verwachsenen in eins gefleischten leidenden und leidenschaftlich
sich in sich an sich verlierenden Körpern, sich und ich her um
armend, wurde einst eine Geschichte der blöden sinnreichen
Verschränkung, Mission der Beschränkung der Lust, erogener
Ver-Armung, Vertreibung in eine Scheinwelt ohne wirkliche Arbeit und
Leid, in Schmarotzers Predigt-Welt, eine Welt der Intrigen, der
Macht, des Reichtums der Huren, Verführer, der allgemeinen geldwerten
Zuhälterei: S dichtet euch Geschichten im Spiegel der Lügen: Liebesgeschichten: und der enttäuschte Körper zur Schau abgestellt des
dämlichen Betrachters sachlich Trieb hoch und auf und sich Nt haltend muss zu
Bett und wird sich nur einmal im müden grundlosen Selbstmord wiedRichten: im letzten Traum sich entspannend vielleicht zur einsamen Autorität in Fleisch und Wut.
Groß
ist das Missverständnis und durch den Text muss sich Wort ordnen und
neu erfinden gegen den Buch-Stab der GWalt. Kann zerrissener Text
übergehen in wundes Fleisch? Zerreisst alle Lügen-Texte und es sollte viele Wunden und könnte noch viel mehr Wunder geben.