Alltäglicher
sich selbst noch gepredigter gegenständlicher Nihilismus,
Nichts-Sinnigkeit und Nicht-Sinnlichkeit, Buddhismus, Christentum und
anhängende nur sich offenbare inhalts-leere heimliche manchmal
geheime und böse Weisheit, Geist-Glaube mit seinem ihm nötigen
zugeordneten blöden Diesseits, endlich unsere Wissenschaftlichkeit
und dämliche Gelehrtheit und ihr selbstherrlicher Weltverstand und
ihre so gern hingebungsvoll gelebte Oberflächlichkeit, die körperlos
ist, öffentlich und hirnlos, nicht Haut als Organ, das ist
Materialismus, ein Ding an sich mit einer Seele als Grund und Halt
als Zwang und Not, selbst der Atheist schwitzt nur sein Körper-Selbst
aus und hält seinen Schweiß und nicht nur ihn für seine Bestimmung
und Wichtigkeit und will sich mitteilen: schriftunterschriflich mit
kleinem Harem von gezügelten Geistern unter der drängenden
Sinnlichkeit. Alle Weisheits-Lehrer und scheinbar Wissenden sind sich
so sinnhaft hohl sinnlich in Predigt und Begriff - als gäbe es eine
Abstraktion über den Sinnen. Seltsam ist, wieviele Weiber sie für
ihre sinnlichen Einsichten verbrauchen. Mir sind ihre Weisheiten echt
sinnlich erfahrbar unter ihren Äußerungen und hinter ihrem Äußeren
durch ihren Gestank und in einer Ahnung des üblen Geschmacks und
spürbar durch ihre beliebige Weichheit und niedliche Förmlichkeit,
widerstandsfreie Formbarkeit, hörbare Selbstverstärkung sinnloser
Körper-Reibe-Geräusche gleich maschinellem Knacken Knarren
Knattern, körperlich in Rülpsen Schnalzen Schmatzen und all das
zusammen im sinnlosen Verbund ergänzt sich mir deutlich durch einen
Rest an Subjekt des Hin- und Herfallens als eines eitlen Schreitens,
wackelnden Tanzens als Verband, Falles und gemeinsamen Vergehens, das
mit seiner nachsichtig-überheblichen schmutzig-klebrigen gelben
Freundlichkeit und giftiger blutsaugender Zuneigung mir auch auf und
unter die Haut und an mein Blut will, gläubiges Selbst der
Widerlichkeiten. Darum also formt sich der Große Geist den Menschen
aus Kot: dieser Akt der Schöpfung ist mir sinnlich erfasst sichtbar
geworden als kranke dreckige Lüge. Schönheit geschöpft aus Rest
und Zufall Abfall Zerfall. Und der Autor erhebt sich aus seinem Text
und bewegt sich hin über ihn wie das Ungeziefer über den
Misthaufen. Ist das ein Argument gegen ihn? Ein schwachsinniges
Stolpern? Fragt sich, wer da stolpert und fällt. Was den Buddhisten
erhebt über den Rest von Unsinn ist der Wille zum Exkrement und
Ejakulat, ein Rest von männlichem Willen zur Macht, klösterlicher
Ver-Rat erhebt sich auf eigenem Unrath: Raub-Gold der Erde, behauptet
frech aus ihr erwachsen zu sein. Er stiehlt vergewaltigt und
versklavt und speit Armut und Krankheit auf die Betrogenen zurück
als Schein-Grund und frommen Sinn menschlicher Arbeit, lässt sich
von Schwachen und Kranken also tragen, also erhaben und erleuchtet.
Die Beschäftigung mit dem Buddhismus lohnt sich, weil man als
unbefangener unbestimmt freier Konsument der Über-Reste des
Menschlichen hier unmittelbar mit dem bloßen Auge ohne
Deutungsarbeit sieht, welcher Körper den Phallus hinter sich in die
Welt gesch(m)issen hat: Geburt wird nebensächlich, schwangerer
Körper unwesentlich, aus- und weggestoßen und deutend kommt der
eklige braune männliche Sinn in die Welt: und die Göttin ward Mann
und Religion rätselsüchtiger Zwerge Werk und Sinn, zierliche
hässliche Männlein am Schwänzchen aufziehbar erobern eine ihnen
fremde unbekannte Körperwelt. All die leeren großen Gestaltungen
des Glaubens sind ausnahmslos ein herr-lich Sondern und Gleichstellen
und Sezieren und Verleugnen und Töten von lebendigen Körpern. Alle
Leiber sind aber weiter im (verkannten) Wechselspiel und das Absolute
gehört dem klaren Sinn nur dazu wie die Absolution der Leiblichkeit
im Exkrement. Glaube gehört zum Lebendigen nur so wie der
unbrauchbare Anteil am Verdauten zum Körper. Tod wird mit Erde
bedeckt, nicht gefressen, Mensch ist nicht Insekt! Begriff ist
Ausscheidung von weitgehend leblosem Rest! Wir sind Körper und
nichts sonst und haben nichts als unseren Leib zum Begreifen. Alles
ist dieser Leib. Die Körperlichkeit ist nichts Abstraktes, scheint
schriftlich nur losgelöst vom Leib, Oberbegriff, ist aber nur
leiblicher lebendiger loser Übergriff auf andere Leiber, Reihung
Schachtelung Bewegung: ein Mehr an Begriff ist nicht möglich, nicht
erforderlich. Körper unser ist nicht Begriff, er ist nur
Wiederherstellung des (gesprochenen) Wortes, Schmerz des sich
entfremdeten Leibs im Gdachten. Auch die Entfremdung ist nicht selbst
fassbar, sondern nur verdrehter, gewendeter Leib. Jeder kann ihn sich
richten. Glaube ist trockenes Wort, Wortraub, Buchstabenrascheln und
-rauschen: sucht doch im Jenseits den Baum des Lebens und dort auch
euren Sinn am Baum der Erkenntnis. Das aber ist eine Wahrheit:
menschlicher Leib dreht sich zur Widernatur, ist natürlich Krüppel
und dem wunden Körper wird Schmerz. Das ist nicht Nihilismus:
sondern textliches Nachsinnen, muss auch nicht sein, im Schreiben
wehrt sich buchstäblich die Armut und der Schwache darf sich
erheben: meine Überheblichkeit. Schreiben kostet nur Zeit und ist
selbstverständlich nicht geldbewertet. Zeit ist mir nicht Geld.
Schmerz ist einzige unfassbare Abstraktion, Wunde Riss Bruch
Widernatur ist einziger wirklicher Begriff. Schmerz hat wirklich
unnötigen Sinn. Nicht ein Nichts mit Glauben behaupte und schreibe
ich, sondern ein Leben mit Fleisch und Blut, Körper gegen Sinn und
Mensch gegen Gewalt. Wir brauchen keine Abstraktion, kein Nichts und
keinen Begriff. Eva ist lebendiges wundes wucherndes Fleisch, immer
ganzer Leib, in der Körperlichkeit begreift Weib sich als Hingabe an
anderen Leib. Adam ist ihr Opfer, isst ihren Apfel, weibliche
Objektität, für sie Leib, für ihn Verlust der Leiblichkeit,
Hungersnot. Zur Objektität gehört die Geschlechtlichkeit: Ihr Sein
ist sein Mangel und Wille. Adam ist schmerzhaft Bemühen, Arbeit für
Leib, ihren Körper. Lohn der Arbeit ist ihm Blödseligkeit.
Blödseligkeit ist sein Maximum an Leiblichkeit. Weib ist geteilt,
Ware. Mann ist zerrissen in Körper und Angst, Angst als Folge realer
Verwundung, Hunger, hätte gern eine Wunde, die ihm zwischen Körper
und Schmerz statt der Blödselikeit Leiblichkeit wieder schenkt:
arbeitet und arbeitet, sehnt sich nach Wunde, verkehrter Wunsch zur
Arbeit ist Penisangst, immer schon vielfach verkehrt, Begehren in
Warenzuständen ist sinnloser Kastrationsneid: sinnvollem männlichen
Denken ist grundsätzlich der Zugang zum Wahren und Wirklichen
verwehrt. Alles wird nur immer verkehrt. Nimm ihren Körper und
arbeite dich tot für ihr Glück. Und der Sinngelehrte und -gläubige
denkt nach und denkt nach, weil er so gerne ins formlose braune
Nichts und wieder um Herr Streifen will und sie auch (B) kriegt. Wer
hier bei mir etwas wie Glauben und Hinterweltsinn erkennen will, dem ist der Text
flüchtig Vergleich und wirklich nur Exkrement und mein Sinn ist ihm
bestenfalls allgemeiner und boshafter Eigensinn Widersinn also
sinnfrei Geschenk: Fluch Flug … weg von mir: Buchstabenhaufen,
Satzzeichen und wertlose Wunschinterpretation, Geschenk
hingeschmissen nochmal. Lassen mich, lassen los, lassen sein.