Sonntag, 9. Juni 2013

Blödseligkeit


Alltäglicher sich selbst noch gepredigter gegenständlicher Nihilismus, Nichts-Sinnigkeit und Nicht-Sinnlichkeit, Buddhismus, Christentum und anhängende nur sich offenbare inhalts-leere heimliche manchmal geheime und böse Weisheit, Geist-Glaube mit seinem ihm nötigen zugeordneten blöden Diesseits, endlich unsere Wissenschaftlichkeit und dämliche Gelehrtheit und ihr selbstherrlicher Weltverstand und ihre so gern hingebungsvoll gelebte Oberflächlichkeit, die körperlos ist, öffentlich und hirnlos, nicht Haut als Organ, das ist Materialismus, ein Ding an sich mit einer Seele als Grund und Halt als Zwang und Not, selbst der Atheist schwitzt nur sein Körper-Selbst aus und hält seinen Schweiß und nicht nur ihn für seine Bestimmung und Wichtigkeit und will sich mitteilen: schriftunterschriflich mit kleinem Harem von gezügelten Geistern unter der drängenden Sinnlichkeit. Alle Weisheits-Lehrer und scheinbar Wissenden sind sich so sinnhaft hohl sinnlich in Predigt und Begriff - als gäbe es eine Abstraktion über den Sinnen. Seltsam ist, wieviele Weiber sie für ihre sinnlichen Einsichten verbrauchen. Mir sind ihre Weisheiten echt sinnlich erfahrbar unter ihren Äußerungen und hinter ihrem Äußeren durch ihren Gestank und in einer Ahnung des üblen Geschmacks und spürbar durch ihre beliebige Weichheit und niedliche Förmlichkeit, widerstandsfreie Formbarkeit, hörbare Selbstverstärkung sinnloser Körper-Reibe-Geräusche gleich maschinellem Knacken Knarren Knattern, körperlich in Rülpsen Schnalzen Schmatzen und all das zusammen im sinnlosen Verbund ergänzt sich mir deutlich durch einen Rest an Subjekt des Hin- und Herfallens als eines eitlen Schreitens, wackelnden Tanzens als Verband, Falles und gemeinsamen Vergehens, das mit seiner nachsichtig-überheblichen schmutzig-klebrigen gelben Freundlichkeit und giftiger blutsaugender Zuneigung mir auch auf und unter die Haut und an mein Blut will, gläubiges Selbst der Widerlichkeiten. Darum also formt sich der Große Geist den Menschen aus Kot: dieser Akt der Schöpfung ist mir sinnlich erfasst sichtbar geworden als kranke dreckige Lüge. Schönheit geschöpft aus Rest und Zufall Abfall Zerfall. Und der Autor erhebt sich aus seinem Text und bewegt sich hin über ihn wie das Ungeziefer über den Misthaufen. Ist das ein Argument gegen ihn? Ein schwachsinniges Stolpern? Fragt sich, wer da stolpert und fällt. Was den Buddhisten erhebt über den Rest von Unsinn ist der Wille zum Exkrement und Ejakulat, ein Rest von männlichem Willen zur Macht, klösterlicher Ver-Rat erhebt sich auf eigenem Unrath: Raub-Gold der Erde, behauptet frech aus ihr erwachsen zu sein. Er stiehlt vergewaltigt und versklavt und speit Armut und Krankheit auf die Betrogenen zurück als Schein-Grund und frommen Sinn menschlicher Arbeit, lässt sich von Schwachen und Kranken also tragen, also erhaben und erleuchtet. Die Beschäftigung mit dem Buddhismus lohnt sich, weil man als unbefangener unbestimmt freier Konsument der Über-Reste des Menschlichen hier unmittelbar mit dem bloßen Auge ohne Deutungsarbeit sieht, welcher Körper den Phallus hinter sich in die Welt gesch(m)issen hat: Geburt wird nebensächlich, schwangerer Körper unwesentlich, aus- und weggestoßen und deutend kommt der eklige braune männliche Sinn in die Welt: und die Göttin ward Mann und Religion rätselsüchtiger Zwerge Werk und Sinn, zierliche hässliche Männlein am Schwänzchen aufziehbar erobern eine ihnen fremde unbekannte Körperwelt. All die leeren großen Gestaltungen des Glaubens sind ausnahmslos ein herr-lich Sondern und Gleichstellen und Sezieren und Verleugnen und Töten von lebendigen Körpern. Alle Leiber sind aber weiter im (verkannten) Wechselspiel und das Absolute gehört dem klaren Sinn nur dazu wie die Absolution der Leiblichkeit im Exkrement. Glaube gehört zum Lebendigen nur so wie der unbrauchbare Anteil am Verdauten zum Körper. Tod wird mit Erde bedeckt, nicht gefressen, Mensch ist nicht Insekt! Begriff ist Ausscheidung von weitgehend leblosem Rest! Wir sind Körper und nichts sonst und haben nichts als unseren Leib zum Begreifen. Alles ist dieser Leib. Die Körperlichkeit ist nichts Abstraktes, scheint schriftlich nur losgelöst vom Leib, Oberbegriff, ist aber nur leiblicher lebendiger loser Übergriff auf andere Leiber, Reihung Schachtelung Bewegung: ein Mehr an Begriff ist nicht möglich, nicht erforderlich. Körper unser ist nicht Begriff, er ist nur Wiederherstellung des (gesprochenen) Wortes, Schmerz des sich entfremdeten Leibs im Gdachten. Auch die Entfremdung ist nicht selbst fassbar, sondern nur verdrehter, gewendeter Leib. Jeder kann ihn sich richten. Glaube ist trockenes Wort, Wortraub, Buchstabenrascheln und -rauschen: sucht doch im Jenseits den Baum des Lebens und dort auch euren Sinn am Baum der Erkenntnis. Das aber ist eine Wahrheit: menschlicher Leib dreht sich zur Widernatur, ist natürlich Krüppel und dem wunden Körper wird Schmerz. Das ist nicht Nihilismus: sondern textliches Nachsinnen, muss auch nicht sein, im Schreiben wehrt sich buchstäblich die Armut und der Schwache darf sich erheben: meine Überheblichkeit. Schreiben kostet nur Zeit und ist selbstverständlich nicht geldbewertet. Zeit ist mir nicht Geld. Schmerz ist einzige unfassbare Abstraktion, Wunde Riss Bruch Widernatur ist einziger wirklicher Begriff. Schmerz hat wirklich unnötigen Sinn. Nicht ein Nichts mit Glauben behaupte und schreibe ich, sondern ein Leben mit Fleisch und Blut, Körper gegen Sinn und Mensch gegen Gewalt. Wir brauchen keine Abstraktion, kein Nichts und keinen Begriff. Eva ist lebendiges wundes wucherndes Fleisch, immer ganzer Leib, in der Körperlichkeit begreift Weib sich als Hingabe an anderen Leib. Adam ist ihr Opfer, isst ihren Apfel, weibliche Objektität, für sie Leib, für ihn Verlust der Leiblichkeit, Hungersnot. Zur Objektität gehört die Geschlechtlichkeit: Ihr Sein ist sein Mangel und Wille. Adam ist schmerzhaft Bemühen, Arbeit für Leib, ihren Körper. Lohn der Arbeit ist ihm Blödseligkeit. Blödseligkeit ist sein Maximum an Leiblichkeit. Weib ist geteilt, Ware. Mann ist zerrissen in Körper und Angst, Angst als Folge realer Verwundung, Hunger, hätte gern eine Wunde, die ihm zwischen Körper und Schmerz statt der Blödselikeit Leiblichkeit wieder schenkt: arbeitet und arbeitet, sehnt sich nach Wunde, verkehrter Wunsch zur Arbeit ist Penisangst, immer schon vielfach verkehrt, Begehren in Warenzuständen ist sinnloser Kastrationsneid: sinnvollem männlichen Denken ist grundsätzlich der Zugang zum Wahren und Wirklichen verwehrt. Alles wird nur immer verkehrt. Nimm ihren Körper und arbeite dich tot für ihr Glück. Und der Sinngelehrte und -gläubige denkt nach und denkt nach, weil er so gerne ins formlose braune Nichts und wieder um Herr Streifen will und sie auch (B) kriegt. Wer hier bei mir etwas wie Glauben und Hinterweltsinn erkennen will, dem ist der Text flüchtig Vergleich und wirklich nur Exkrement und mein Sinn ist ihm bestenfalls allgemeiner und boshafter Eigensinn Widersinn also sinnfrei Geschenk: Fluch Flug … weg von mir: Buchstabenhaufen, Satzzeichen und wertlose Wunschinterpretation, Geschenk hingeschmissen nochmal. Lassen mich, lassen los, lassen sein.