Wenn die wirklich Hirntoten vor dem Fernseher sitzen und die Seifenopern des Realen konsumieren, so erleben sie - auch wenn sie es nicht erkennen und vielleicht auch nicht wissen wollen - wie die Wirbelsäule, das Kreuz und die inneren Organe lebendiges Bühnenbild sind, ein bedeutender Teil auch des Alltags, in dem sie leben dürfen, und wie die alltägliche Banalität der Gefühle des Körpers aus dem eigenen leiblichen Haltegerät des Kreuzes und aus dem daran erhängten Inneren kommt auch im Verschluss noch der Geschlechter (konkret in den Organen und nicht im Begriff). Liebe ist doch nur eine Bildprojektion eines simplen Nervenverschlusses zweier Körper unter der Gürtellinie, also eine schöne Lüge für gründlich Ausgeweidete. * Woher kommen die (guten) Ideen, die begeistern, und die Intuition, die Schmetterlinge das Kribbeln im Bauch? Das Strampeln scheucht die Vögelchen auf. Also kommt der wahre fassbare Geist nicht aus dem Großrechner des Hirns und die Taube nicht aus dem Himmel. Der Gottlose, er erwandert sich ihn und die Armen im Geiste haben sich niedergeworfen vor der verblödenden Gewalt. Man kann sich die Einsicht, die Nahsicht der Dinge erstrampeln, die Welt durch das Leben, den Körper begeistern. Die Fern-Sicht aber ist Organverlust und -raub und also entgeisternd. * Wieso verliert der Mensch vor dem Fernseher das, was er bewusste Wahrnehmung nennt, wenn er seinen Körper durch Vergleichung mit einem anderen Körper, den vielen Körperteilen, auf der Bühne verliert? Ist Identifikation ein Verlust von Organen? Im Patriarchat wird der Körper erstmals auf die Bühne gestellt und der Geist erhält Asyl im Reich der geglaubten und mächtigen Zeichen. Der Geist muss sich nun schriftlich erklären als Subjekt der Zeichen der Schrift: Genealogie des Gegensatzes, der Hierarchien und der Macht. * Der buchstäbliche Zerfall im Endreich der Dummen - verbunden mit der Diktatur der Blöden, der absoluten Herrschaft des Volkes - bringt die Lüge auf die Bühne als falschen Körper und die Schrift wird ergänzend dazu Körperlichkeit, und eine allgemeine Schriftlichkeit entdeckt die Zerrissenheit von Leib und Hirn. * Wenn der Schreiber die Bühnenbilder dann traumhaft verwendet und wendet, nähert er sich bisweilen der Wahrheit. Wahrheit ist schwer zu schreiben: die Zeichen sind Lüge und den Betrügern, den Bühnen-Bilder-Bergern zu entwenden. Was hilft es, wenn die Wahrheit beinahe offensichtlich ist. Sie darf (es) nicht sein. Keiner schaut richtig in sich hinein. Sie ist immer noch zu weit weg und mühsame Arbeit am eigenen Widersinn. * Im Staat ist der größenwahnsinnige Kleingeist König: klein ist der Geist und groß die heimliche Macht der Zeichen. Sind Geist und Bewusstsein der innere Sinn der Dinge, ihr abstrakter Wert (geldvermessen) unter einem Prachtgewand herrlichster Zeichen oder - sind sie selbst einfach nur Oberfläche und schlichter Hautsack, der einen lebendigen Körper und sein Hirn nur umkleidet. Die Schlichten im Kleid, die Nackten, sind unmittelbar im Reich des bewussten Geistes. Den Armen (im Geist) gehört das sinnlose Zwischenspiel der Buchstaben und errechneten Zeichen von Wert darunter summarisch und innen drin, also die Werbeunterbrechung, Flucht und Flug in den Warenhimmel. * Wahrheit ist Fleischeslust, jedoch unterliegt sie noch rechts dem Handel und links dem Wandel. Bewusstsein ist Menschen-Haut und die Lüge Haut lustvoll drauf. Wirklichkeit ist einfache Körperlichkeit und viehisch wirklich und der Autor ein Esel und Narr und Prediger des Sinns.