Eva/Adam
Er
ist ihr sensibles Wahrnehmungsorgan der widerspenstigen feindlichen
Außen- und Arbeitswelt. Er ist andererseits auch das von ihr sich
zugeführte leicht sinnige Arbeitsgerät, Lust pumpend ihr sich
erbrechende ergebene lustige Peinlichkeit, sich aus sich erpressender
Brüller, ihr erogener Sattmacher, Bauchfüller, ihr
seelenerweiternde Sinnlichkeit, ihr erheiternde Lächerlichkeit.
Wahr
nimmt sie ihn als Kern in sich auf, gern dringt sie ein in seine
Oberflächlichkeit, seine Scham verhüllt ihrer Haft. Es ist das Tier
allein nur in ihr, das Fortpflanzung sucht. Zur Stoßzeit kommt mann
in vorsichtig sinnlichem Nehmen, verführt er seine Sinne nur
ohnmächtig hin zu ihr. Sie vergreift sich an ihm, greift ihm, r
presst ihm den Willen ab, entleert sich ihn sinnlich in ihr. Sie ist
der Motor entwendeten Willens, der ihn sich zu wehrlosem Staunen
macht. Die Not, die ihm Zwang und Geist gemacht, macht aus seinem
Willen ihr leibliche Fülle und weltliche Macht, der Kern ihres
Fleisches wächst hinaus ins Licht des neuen Erdentags. Er ist sanft
entschlafen, hat traumhaft sie durch sich ersetzt und ewig
Ur-Handlung um sich erdacht, sich wild so im Bild tiefer Nacht und -
ist dazu dann zu und mit sich erwacht.