Samstag, 29. Juni 2013

E/A


Eva/Adam

Er ist ihr sensibles Wahrnehmungsorgan der widerspenstigen feindlichen Außen- und Arbeitswelt. Er ist andererseits auch das von ihr sich zugeführte leicht sinnige Arbeitsgerät, Lust pumpend ihr sich erbrechende ergebene lustige Peinlichkeit, sich aus sich erpressender Brüller, ihr erogener Sattmacher, Bauchfüller, ihr seelenerweiternde Sinnlichkeit, ihr erheiternde Lächerlichkeit. 

Wahr nimmt sie ihn als Kern in sich auf, gern dringt sie ein in seine Oberflächlichkeit, seine Scham verhüllt ihrer Haft. Es ist das Tier allein nur in ihr, das Fortpflanzung sucht. Zur Stoßzeit kommt mann in vorsichtig sinnlichem Nehmen, verführt er seine Sinne nur ohnmächtig hin zu ihr. Sie vergreift sich an ihm, greift ihm, r presst ihm den Willen ab, entleert sich ihn sinnlich in ihr. Sie ist der Motor entwendeten Willens, der ihn sich zu wehrlosem Staunen macht. Die Not, die ihm Zwang und Geist gemacht, macht aus seinem Willen ihr leibliche Fülle und weltliche Macht, der Kern ihres Fleisches wächst hinaus ins Licht des neuen Erdentags. Er ist sanft entschlafen, hat traumhaft sie durch sich ersetzt und ewig Ur-Handlung um sich erdacht, sich wild so im Bild tiefer Nacht und - ist dazu dann zu und mit sich erwacht.