Donnerstag, 20. Februar 2014

WanderRöthe

Im Vorwärtsgang vom Kopf zum Unterleib.

Man muss anständig, gewaltig schamlos sein. Es gibt keine Autorität, die noch  ü b e r  eine gute Sache gehängt werden muss. Zum Guten kann man unvermittelt stehen. Der Schlechte hängt aber selbst über dem besten Stück nur lasch und dumm. Autorität brauchen bloß die, um deren eigene persönlichste Sache es schlecht bestellt ist. Das sind die Schlimmen. Schlimm nicht in einem falschen moralisch wertenden Sinn. Schlimm ist einfach die böse Krankheit des Körpers der Autoritären und deren deutliches Defizit im Geist. Was ist ihre Krankheit? Der Mangel des 'sündigen' Leibs gegenüber dem hoch über der Wirklichkeit beworbenen Anspruch. Werbung ist Lüge und jeder Anspruch ein Raub. Im Anspruch steckt nun also ein recht flüchtiger Geist, ein Gläubiger Dieb und Ungeist. Der der Autorität findet sich jenseits der Wirklichkeit (auch immer in der Schrift und im geschriebenen Recht, nebenbei). Die Schlimmen sind die also 'minderbegabten' Überheblichen unter den Normalen und schlimm im nun wertenden Sinn wird es erst, wenn sie die Macht erhalten und die Instrumente, Recht Gesetz Waffen, die es ihnen erlauben, ihre Krankheit des Übersinns über andere krumm hinzuhängen als ihre Autorität. Und natürlich müssen wir den Autoritäten die Krankheit verbergen mit unserer ‚Schamhaftigkeit‘. Scham versteckt immer nur eine fremde im anderen verborgene Krankheit. Unsere Scham birgt und verbirgt die entstellte Normalität des Autoritären. Wer bloß stark und gesund ist an Körper und Geist, also ein unbefangener Simpel ohne Anspruch und ohne Überheblichkeit, ohne Besitz und Bildung, muss sich für nichts schämen. Wir schämen uns nicht für uns und schon gar nicht für die autoritäre Blödheit und die sich überhebende Dürftigkeit des Scheins anderer. Und die Befreiung geht weiter, denn auch der vor dem eigenen Überanspruch Minderbemittelte, der Übermensch, ist ja kein wirklich Schlimmer. Von jeder Autorität befreit, der inneren fremden und sich äußernden eigenen, kann auch er zum guten hinteren Ende ganz schamlos sein. Noch sperrt man die Schamlosen ein wegen öffentlicher Ärgerlichkeit. Noch gibt es auch keine echte Öffentlichkeit. Dieser Raum ist nicht frei für die Mehrheit. Er wird besetzt von LügenAutorität HinRichtern ZwangVerordnern, verteidigt von Zipfeln der Schamhaftigkeit zwischen Gipfeln sinnloser Unverschämtheit. Öffentlichkeit ohne grenzenlose Offenheit ist ein hinterhältiger Betrug, Schein Schauspielerei, ausgrenzende Unterhaltung, die tägliche FressRation geistigen Holzmehls für das brav nickende Stimmvieh.

Wenn alle schamlos sind, wird doch offenbar, dass die Unterschiede im körperlichen und geistigen Leistungsvermögen von Mensch zu Mensch recht gering sind. Die großen Unterschiede basieren nur auf einem Unterschied an Vermögen und Besitz. Und was ist denn die Bildung, die mit ihren Unterschieden den Umgang des Menschmiteinander so sehr bestimmt? Zwischen Grundschule und  der Berufung zum Sein liegt nur verlorene Zeit, diese Zeit der Erzeugung einer realen Einbildung und über allem des Erwerbs der gymnasialen Hundemarke, des Überwerts an sich weit ab von des Lebens Wirklichkeit. Bildung: Hochzeit von PünktchenHüter und KommaHeger. Bildung ist ein wertloses Etikett, bestimmt zum SelbstBetrug oder für die BeWerbung der gesellschaftlich so hochgestellten ‚Persönlichkeit‘. ‚Ich‘ soll man angeblich vor lauter Freiheit schreien den ganzen Tag und ‚Persönlichkeit‘ sein und um Unterwürfigkeit sich dann doch nur bewerben. Viel Erfolg dabei! Bildung schmerzt anscheinend sehr, ist ein Brüller und jammert immer nur nach mehr und mehr. Da bin ich gern nur entspannter Idiot. Bildung schafft einen eingebildeten Wert über Wert, der mit dem Menschen nichts zu tun hat. Sie ist nur die persönliche Lüge, die ausschließlich dazu dient, den öffentlichen Betrug der rechtlichen Absicherung eines Unmaßes von Eigentum zu stützen.

Was ist denn N-Essay - oda so ähnlich - anderes als die endlich ganz privatisierte absolute Schamlosigkeit. Wenn das nicht das Ende jeder Scham ist! Weiter kann man den Blödsinn und Selbstwiderspruch wirklich nicht treiben. Die digitale Verblödung beraubt uns des Gefühls der Nacktheit? Ganz knapp vor Wahrheit und Wirklichkeit wird ein Nichts zum schönsten Kleid und Scheiße müheverlost ausgeschiedenes Gold. Es ist dies auch der letzte Schritt hin auf unsere absolute Schamlosigkeit und der Ansatz zum Sprung hinüber in eine anständige Freiheit und aller Gleichheit. Es ist das Ende jeder künstlich erhöhten Autorität. Es ist das Ende jedes Hintersinns, jeder Hinterwelt. Es ist das Ende jeder Verarschung durch Mode und Macht falsche und reiche Verkleidung. Der Mensch ist völlig entblößt auf den Leib zwischen Kopf und Fuß, zwischen Maul und Arschloch und nackt leiblich vereint zwischen Schamberg und Schwanz gestellt. Zuletzt schwimmen wir in Blut Scheiße und FotzenRotz und sind dabei neue Menschen zu werden. Diesmal wollen wir anständig sein und schamlos bleiben. Bildung ist uns nur Körperausscheidung und Besitz also ein schmutziger Haufen.

Die Röthe, die uns jetzt noch ins Gesicht gemalt ist, ist nicht die der Scham, sondern es geht auf in ihm und hin über alle Backen uns die MorgenRöthe des Lebens. Wir sind gleichgültig glühend und anständig stark wie die Neue Sonne, die für uns die Nacht hinscheiden und sich über alle dunklen Berge erheben darf.