Wundert es dich, dass manche die Welt für ein Standbild halten? Wenn man sie richtig betrachtet, so wie sie wohl wurde und immer gleich ist, v e r s t e h t man nichts mehr. Man ist in einem stark reduzierten Sinn ein Seher. Aller Sinn, der einem vermittelt worden ist, vergeht einem, ist dafür Lüge geworden. Das, was man sieht, ist klar, aber widersprüchlich in d e m Sinn, dass es dem Sprechen zuwider ist. Es ist wohl bildlich scharf irgendwie unmittelbar da, aber dadurch auch nicht mehr so recht mitteilbar. Warum und mit wem soll man auch diese hochauflösende Traurigkeit im Bild noch teilen? Wer will diese Hässlichkeit! Geteiltes Leid ist nur doppeltes Leid. Und wucherndes geäußertes Leid wird wieder zu Lüge und Bildung, vielleicht sogar zu einer gewissen furchtbaren Fröhlichkeit. Den Gläubigen ist gar nicht klar, dass ihrem Gott schon lange die Welt nur mehr peinlich ist. Gott ist nur Leid und Scham für seinen grössten Missgriff, die Erde, hat Augen und Ohren verschlossen, ist einfach nur - Traurigkeit heulend weit weg elend -- 'Mitleid! das braucht die göttliche Männlichkeit!' weiß nun der Mensch, Mitleid mit Gott, ein Mal noch muss man jetzt menschlich sein --- und der Bildungstand johlt abgehoben und der Glaube ist im letzten Nu wieder Freud.