Donnerstag, 17. Oktober 2013

Vom dreifachen Verkennen

Was ist die heilige Dreifaltigkeit? Ein Mann und seine in die Welt geschleuderte Minderwertigkeit als Beweis seines Geists - lux: seine Helligkeit ist ein fremder Beweis! - nux: seine Minderwertigkeit ist seine Erfüllung in einem fremden Leib - und er selbst? ist dem Leben fremd einfach nur wuchernde Krankheit des Seins Exkrement: crux der Männlichkeit. Darin steckt auch die dreifache Widerlichkeit des Monotheismus in seinen drei großen Gestaltungen. Sie lässt sich zu einem Bild verdichten und wieder entfalten aus anderer Sicht in eine Wendung des Teufels, eine Bosheit des Weibs und eine Entstellung des tierischen Leibs - oder Lüge, Betrug und Krankheit. Blindheit: ihr seht nicht die aufgerissene Erde, aus der das Korn kommt - stumme Fühllosigkeit: gemahlenes verschwiegenes Sein ein Maß nährender Wahrheit - Taubheit: keiner hört das Geschrei: geteiltes Brot ist Ursache großen seelischen Hungers und leiblichen Leids. Alles Lügen und Phrasen: Wahrheit gezählt Freiheit gewogen Gerechtigkeit geteilt: verkehrte Dreieinigkeit des nun im Norden anbrandenden toten Leibs der großen südlichen Menschlichkeit.
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Dem Mann beweist sich Gott tatsächlich durch eine Offenbarung in den Verstand hinein. Welcher Gott hat ihm also ins Hirn gegriffen? Der wahre Gott seiner absoluten Lächerlichkeit: ein Einbruch in seinen ihm ganz und gar entfremdeten Leib: Logik verweist auf: eine gewendete Weiblichkeit: die ihm hübsch übergezogene eigene und die ihm friedlich zugewendete fremde. Gelegentlich nennt er alle zusammen sein Schätzchen einen unteilbaren mitgeteilten Sinn seines Seins. Ist das nicht dicht: also voll: eine eingebildete Schwangerschaft?
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Noch so ein Dreierlei mit Übersetzung: Bildung Stand Stolz: Reiterstandbild: Macht erkennt innigst zu Pferd sich. Mann vergeht in unerreichbarer Leiblichkeit er starrt sich zu Stein.
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Erkenntnis ist also ein ungenügendes Surrogat für das dreifache Verkennen.