Außer Dienst und befreit: Zarathustra Teil IV
AD
und vielleicht eine ID:
also
A.D. oder Ade (für die Franken auch mal AT) und ADieu
(für die Franzosen) und Anno Domini [für die Begeisterten im
heiligen Reich]. Somit ist nicht nur der Papst außer Dienst und
mehrfach verabschiedet, sondern auch dessen alder Herr lang schon (so etwa seit zwei tausend Jahren).
Übrigens:
warum ist der Papst einäugig? Einer der fast blind ist, ist ein
Seher in sich mit einem Auge. Die Brille macht ja aus zwei Augen
nicht vier, sondern vervielfältigt und versteckt und erlaubt vor
allem e i n Sehen: ein Hilfsmittel vermittelt Einsehen. Es macht ein
gutes Sehen des Auges nach vorn und eines zurück in sich. Eines für
die Notwendigkeit und eines gegen den Zufall. Ein Hilfsmittel hilft
den Sinnen und macht also auch höheren Sinn. Sinn loser höherer
Menschlichkeit seltsamer Sinnlichkeit? Kurzsichtigkeit ist nicht nur Grund des S e h e n s
an sich, es teilt sich das Werkzeug und das Organ selbst sich: ein
Auge erkennt den Sinn, ist scharfen Sinns, das andere Auge wirft
Bilder hinein in die Welt, ist pure erweichende Sinnlichkeit. Das
schlechte übrigens verspricht damit Güte und Freundlichkeit. Der Uneinsichtige sieht
im Mangel der Sehenden nur den stieren starren Blick [übrigens ist
das ein Sinn der zwei Wölfe, der trauernden heulenden]. Wer sich aber
wundert [Zarathustra er/greift die Hände des Papstes mit
Bewunderung], der erkennt [weiß z. B., wie der Sinn vergangen ist
und Gott starb in Einsicht oder Einsiedelei], und wer erkennt [sucht
in der Höhle des Auges], der öffnet sich [Räthseln], und wer sich
öffnet den rechten Augen, sieht in ihnen seins, er sieht hinein in
sie in sich und dort seine Herzlichkeit [und ihm ist geschenkt ein
Herzklopfer der Innerlichkeit {frei nach Didymus Judas Thomas,
(94)}]. Mit dem Papst außer Dienst ist Zarathustra sich vollkommen
eins.
In
der Mitte des Textes steht unter der Scheidung: dass an der Thür
seines [des wahren trauernden Gottes] Glaubens der Ehebruch steht.
Somit ist wohl der Ehebrecher rechtgläubig. Muss er nicht für die
Erlösung vom Erkennenden und vom Erkennen selbst auch noch ein
letztes Mal hintergangen sein? Hat Z. sich darum den Narrenhut
aufgesetzt, war hier mal mit Nietzsche eins? Ein wirklicher
Ehebrecher.
Ehebruch
übrigens ist ein Bruch der linken Leiste/Stange der Lade. Salomons
Tempel ist ein zeitloses Objekt, ewig sich gleich, Flugraummaschine,
vollkommene Leiblichkeit, stehende Weiblichkeit und Untergang des
verstehenden Mannes. Die Lade ist das fehlende Wissen des Mannes um
das Geschlecht: Er selbst ist das fehlende sich an allem vergehenden
Geschlecht. Heimlich wird es eingeführt durch den Hintereingang und
offen ihm als Verächtlichstes Niederstes hingeworfen: sein eigenstes
restlichstes Sein.
Übrigens
sind nicht Hass und Liebe Gegensätze. Sondern Angst und Hass sind
Gegenspieler auf einer Ebene und leiblicher Widersinn Empfindung
Gefühl. Furcht ist Gegensatz der Liebe: beide sind schriftlicher
Affekt geistig künstlich und gehören auf die Bühne sind
Intrigenspiel Gegenstand der Schauspielerei und nichts als Betrug.
Not
trennt Leib und Geist. Diese Spaltung zerreißt den männlichen Leib
in Hass und Angst und teilt den weiblichen in Furcht und Liebe. Ist
der siebte der Armleuchter im System der Gefühle/Affekte dann nicht
der Narr Transistor männlich göttliche Lächerlichkeit?
Zurück
zur verkleinernden Tugend! Undeutlich ist der Krüppel und vieldeutig
die Heiligkeit. Wieso ist ein bucklichter Bettler behindert und
schlecht und der treue Diener [selbst ausgedient noch] tugendsam recht? Wieso hat der Bettler
die Notwendigkeit auf dem Buckel und wird der umgekehrte Krüppel zum
zufällig Bgabten gemacht? Aus der Vergangenheit kommen die
bescheidenen Erklärungen die Gründe und die Zukunft ist zufällig
beherrscht vom göttliche Sinn oder Unsinn der Freiheit. Die
Bruchstücke von BGabten sind neu zusammenzufügen, werden GWollte:
das ist der Wille gegen den zerrissenen Leib. Er ist ein gegenwärtig
in Eins GMachter. GWollt ist GMacht. Es hat nicht mich ein
vergangener Zufall notwendig gezeugt. Die absolute Not hat mich
erschaffen und den Zufall überwindet die Notwendigkeit. Der Schüler
hat den Lebensweg vor sich, der Lehrer nur seine tote
Textleiblichkeit. Und der Autor ist ein geschädigter, hat einen
Buckel oder war es einmal. Es ist der Transistor die
Maschine der Männlichkeit mit der Erweiterung des Raums in die Zeit.
ID:
eindeutig oder unbestimmt freie Idee? In der Improvisation vergeht
die Zeit im doppelten Sinn, steht mit der unendlich großen
Schnelligkeit im ein Klang. Musik die man sich einverleibt. Musik,
die Hass erzeugt den Predigern des geregelten Sinns. Musik, die in
kleinste Teilchen zerfällt, in eine zerspielte Welt gegen die
Traurigkeit.
Und
die Kuh [ein paar Texte weiter in der Heiterkeit von Teil IV] schweigt balde,
kaut ewig heimlich wieder das eigene Sein, und bleibt Ihm ein Rätsel
und heilig. Aufmerksame WarmAtmer gibt es unter den Rindviechern und kalte
distanzierte Zornschnauber.
Glaube,
Verbrechen und Betrug: genau in der Reihenfolge kommt der Mann zur
Erlösung. Das vierte Eck ist wohl abgebrochen. Ein Teil war nicht im
Handel. Das war die Freizeit eines Professors a. D. Er wollte wohl
nicht anecken und Zeit los sein [wie der Tempel des weiblichen
Leibs]. Das ganze Wahre: nur einer weiß das und der steckt selbst
nur im Text: Zarathustra. Der Betrug ist ein Bild und die Erlösung
nichts als sein Preis: die Verdichtung eine Erfindung der Nachwelt:
verlegt verlogen: Tantiemenheiligkeit.