Mittwoch, 2. Oktober 2013

Blutegel – Hirn mit Wurm

Was dem Pythagoras der Arme [Freund] im Hund, war Nietzsche der Arm am und im Pferd und sind dem Gewissenhaften des Geistes die zehn Blutegel am Arm. Die Ironie macht aus dem falschen Tier im Menschen den Freund bei in und an ihm: Zarathustras Begleitier. Der Zyniker wird zur Gewissenhaftigkeit im Geist, ein schlimmer Biss verwandelt in faules zähnestumpfes küssendes Saugen.

Erst biss den Menschen das Tier, die Schlange, die Not, dann wurde die Wunde zur Unsauberkeit und an ihm zur Scham. Der Zyniker ist im Bilde nur und seinem falschen Mythos auf eine beschränkte Ewigkeit verhaftet. Die Ironie hingegen befreit den Hund vom Tritt und das Pferd vom Schlagen und aus dem engen Verschlag. Unsauberkeit wird gepflegt und wieder dicht zur erheiterten Schamlosigkeit.

Darum ist also die Geschichte von der Umarmung des Pferds eine Lüge. Nietzsche war kein Zyniker [das wär nur bei einem Franzosen Tugend und ehrliches aufrichtiges Leid am lebendigen Sein]. Dafür wurde der Zahnarzt Bettmann [von wem auch immer] erschaffen, engagiert und erfunden zur falschen von Nietzsche für die große Welt verächtlich auf kleinen Zetteln erdichteten Bissigkeit. Der Betmann, Verführer bettelnd nach Männlichkeit, Zahn- und Possenreißer in eigener verlorener Sache, sein Opfer befeuernd hinauf im Zug beißenden Rauchs verlogener Stumpfsinnigkeit. Opus diaboli.

Bewirft nicht Reichtum und Macht die Armen immer mehr noch mit Schmutz, Spott und Hohn [verspricht nun dem Leiden der Arbeit ein zweites Leben im Netz – vormals im Himmel]. Bei Nietzsche wird zurückgeschlagen, darauf ein Witz gemacht [der Stock für den Führer], dagegen auch die Liebe des Unbefangenen erhoben, eine erfreulich offene Schamlosigkeit (ausdrücklich im Brief mit Bezug auf Ree und Salome). Ist Liebe immer Ironie, schamlos im Spiegel und Entstellung der zynischen männlichen Wende?

Der Ironie gehört im Bild der ganze Mensch, Hirn und Leib. Der Gewissenhafte weiß nur Eins und leidet am Andern der Unwissenheit. Zarathustra tritt ihn und für ihn ein. Die Ironie wäre damit eine Verdichtung von wundem Leben und heilender Liebe, Wirklichkeit und Traum, VorBildlichkeit, greifbare Wahrheit, textliche Lebendigkeit in sich niederschreibender deutlichster undeutbarer bedeutsamer unbedeutender Bildlichkeit.

Ich bezweifle gern, dass N. sich selbst zerrissen hat, um Autor Geist und Kunstwerk und purer Leib zu werden, bestehe verzweifelend auf einer Vergiftung. Gehört aber auch d e r Wunsch noch ins Reich des Bösen, zu den 10 Regeln und ge- oder verbotenen regen Egeln beidhändig beschränkter Männlichkeit? 'Trief tiefer' 'Wozu -  m i c h [i] martern' 'Gieb ... Mir - dich! --' dich mir und dir mich. Gib mir mein Herz, mein letztes Glück, den WortZauber zurück.

Die PsychoAnalyse hat versucht die Gewissenhaftigkeit wieder zur Regel zu machen, nochmals letztmals verknüpft mit der ärztlichen Verachtung des Leibs. Ihre Neurose ist eine Steigerung der WarenMenschlichkeit. Mit dem Geist im Hirn hat der Arzt sich auch den sündigen EkelWurm neu erschaffen im PatientenLeib. Blutsaugen ist dem hirn- und saftlosen Gesindel der Gelehrten Medizinmänner nur eine Fortsetzung ihrer Verdrehung des Menschlichen zur Männlichkeit.

Der Analytiker ist ein Zyniker, der Lächerlichkeit säht und verbreitet und mit Gewalt Menschlichkeit erntet. Die Analyse ist eine hässliche Fehlkonstruktion. Eine frühkindisch urmenschliche verbanal-sadistisch in Schlamm und Schleim kriechende Selbstbeschmutzung. Sie ist der letzte gläubige Versuch des Geistes und seine letzte Sünde am Leib. Suhlt und wälzt sich in eitler Selbstgefälligkeit. 

Ende jeder Lehre der Nichtigkeit!