Samstag, 23. November 2013

Abgang mit Absenkdämpfer

Im Tempel hat sich versteckt die geraubte Wollust des Weibes. Die weibliche Wollust ist die unpassend verlängerte Stange an der angeblich demütig hingenommen Lade. Das ist die (ganz bestimmt nicht ernst gemeinte) Frechheit des Usurpators: als sollte und wollte gar das Weib von Stangen oder stehenden Männlein geladen sein. Weib ist schon lange geladen, Mann soll nur noch beladen die Willigkeit. Weib will entladen sein und braucht einen tragsamen Esel.
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Sollen denn beide auf ewig betrogen sein? Zarathustra  u n d  das Leben: wissen sie doch, was keiner sonst weiß: die urspüngliche Öffnung war eine Weite der Not - die Liebe ein Paar aus Notdurst oder -durft und Langeweise oder -weile, tief im Verschluss der der Wollust so nahen Gewohnheit.
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Warum sucht der Pfaffe das Weite in einer kindlichen Enge, sein eigenes große Nichts in der Vernichtung aufblühenden Lebens und erwachenden Geists? Und warum der Mann die weite Welt in den ihr von ihm verbotenen Zonen der Lust? Weil das der aufgeblasene leere Sinn der überhobenen Eroberer ist. 
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Warum gräbert der Arzt immer weiter nur nach Geld und Verschwendung von Leben zwischen genervten Organen?
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Zarthustra hat alle in seine höhlichte Weisheit gelockt für ein leibeinigendes Eselsfest. Wozu scheiden an seinem Leib zwischen Mann und Weib und scheitern in der Geschlechtlichkeit? Beim Eselsfest der unheilig geweiteten Lust sind doch alle gleich.
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Für die Römer war der jüdische Gott ein Mensch mit Eselskopf (vielleicht am Ochsenkopf). War das ein Ehrentitel oder Spott und Hohn? Ein unbefangen handelnder menschlicher Geist, eine witzige Idee, die nicht ganz gehaltlos ist, ist u. U. einem neutralen Betrachter [der den Geist ja nicht sieht] eine wirklich wollüstige Natürlichkeit. Die große Wollust ist dem Mann dann nicht zuwider, wenn er sie sich als Esel vor- und unterstellen kann. Das wäre eine bibliche Bildlichkeit vorbeugend überheblicher Bildung.
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Also war Jesus wahrscheinlich eine in diesem Sinne vollkommene jüdische Leiblichkeit. Wahrscheinlich war er ein jüdische Massenerscheinung, wie 'Fritz' oder 'Otto' einmal eine deutsche. So wie Elischa im Bild Bethel ausgewichen ist, so hat Jesus in Wirklichkeit auch nie eine Heiligkeit gewollt und erreicht. Er ist nur ein wenig auf sie oder ihn hinaufgestiegen, die Berge zu Bethel, jedoch der Sinn überhebend und über legender oder über legener Heiligkeit wurde ihm zweimal genommen ab- und übergezogen. Hingezogen hat es ihn wohl ein wenig. Aber er war halt kein Hüttler, er war ein Zeltler. Hergezogen sind über sie die kleinen Kinder ('komm doch her Glatze, Esel, Vorhautfreiheit! Flach- oder Flachskopp!) und übergezogen wurde sie ihm in einem deutlich vollkommen überzogenen Fluchen. Da hat sich Elischa verzogen in die Welt der rätselnden außerbuchmäßigen Leserschaft ins Vorzelt der häutigen Zeitlichkeit, eine zeitliche Ferne und neue Welt der späten christlichen Begeisterung für ein Sinnloses Rückschau Endes Fernseh Märchenwunder.
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Was ist ein Christ? Was ist eine scheinbare Begeisterung? Eine schöne vorzeitige Bescherung nach einer verflucht lange dauernden 1 Amen Erektion. Und was ist die wahrscheinliche schönste Bescherung? Eine scheinbare Beschneidung durch Ruck und Zuck und Zug an der Vorhaut.
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Es gibt keinen Willen des Seins, der uns rät im Geist. Es gibt nur einen Unwillen gegen die Ratlosigkeit, einen Willen, der erst geraten sein will, gegen den Widerstand eines Seins in der Not.
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Texten muss ein Pendeln von Lust zu Wollust sein.
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Es beinhaltet der Tempel bereits die neuen Geistergeschichten (Religionen) aus Verfall (?) und Zufall (?) [ist das nicht auch das Verhältnis von klassischer Physik und quantenmäßigem Idealismus?]. Rate die neuen Vor- und Hinrichtungen des Glaubens :: Hinten fährt eine Begeisterung hinein in den Leib und vorn ein schleierhaftes Gesicht als Überraschung heraus. Dem Geist ist das Leben ein Hinterlader (SackPacker) und vorn seine Fortpflanzung eine tote Funktion (seine Resurrektion aus dem Grab ihrer Zonen). Die Frau aber ist keine Sackbombe der platzenden Einheit aus Flüstergelagen heraus und nicht der fliegende Deckel (oder Absenkdämpfer) auf der Senkgrube des Geistes  - und kein Sachgezwungenes, nicht das magische Dreieck des versachlichten Todes aus gevorderten Nippeln und einer bergenden Schimpelei. 
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Weisheit im Überfluss hin zur Leere - Vater-Sohn und tiefe heilige Inspiration - Abgang in die saugende Grube des Sinns - Deckel runter auf den Übersinn - Unsinn: Absenker dämpfender Fröhlichkeit.