Sonntag, 24. November 2013

des Himmels Blau ...

... und das schreckliche weiße GWölk --- wie stören sie doch! die Flecken. Versprich mir wieder das Blau!

In Wolken und Rauch vergeht das Blau und der Himmel des wollüstigen Leibs wird ins weiße Licht der männlichen Sonne getaucht. Röte schwindet und triste Farbigkeit kommt und bleibt.

Wenn ein Weib sich befreit, ist maximal die Tür weggesprengt und sie wartet darauf, dass Mann sie austreten lässt und auftreten ins Freie. 'Tritt er auch aus aus der alten Hütte, mein Herr?' fragt sie sich. Der falsche Bau des Himmels wird ihr weichen, weil Sie das wirkliche Zelt, des Himmels strahlendes Blau dann an sich selber ist.

Das leuchtende Blau geht auf und zieht die Sonne heraus. Die Sonne ist nur der ausgeschiedene rot glühende männliche Leib. Der ewige Himmel der Erde vergeht in Müdigkeit und begräbt den wieder und wieder nur neu gemachten Mann, den durch seine wachsende Hässlichkeit vom höheren ewig ihm fremden Leib überzeugten.

Mann wurde aus einer Wucherung seines Leibs im Reich der Zeichen das Wuchern im eigenen Geist.

Es gibt kein Ich und kein Bewusstsein, auch kein Unbewusstes jenseitiges, das jenes im Diesseits als Gegenbild absichern müssste. Es ist alles nur falsch und uns gegen das Sprechen mit der Grammatik eingebleut. Da ist nun der Rest des alten Blau! Ein Verprügeln bis die Lustlosigkeit in Besinnungslosigkeit sich übergeht. Was bleibt, sind blaue Flecken, die gehören nun und auch nur zum Bewusstsein der Männlichkeit. Dies 'Bewusstsein' ist ein eingebläutes und seit einer endlos großen Kindheit mir zuwider und fremd.

Der Stamm (im Strom mit den Hühnchen) ist die Lade (sind wir uns da auf ihm einig?) die Einladung zum Äußern. In äußerster Offenheit begibt mann mit einem Satz sich auf den Balken unter das textliche Kleid. Sie ist dem Männlichen noch in Vielem verhaftet. Die erogene Beschränkung auf Zonen ist ein Machtmittel des Mannes und sollte Zeichen seiner Beschränktheit sein. Die Stangen an der Lade wollen immer gebrochen sein für ein Hervorstechen der Male an ihrem Leib.

Du sollst dich nicht erkennen: ist doch die doppelte Falschheit, als wär die Erkenntnis im Geist ein natürliches Streben in Sündigkeit, also notwendig  u n d  ein absolutes Vergehen. Wo bleibt da der Leib? Ist nicht das Unbewusste nur der Leib in ungewusster Dunkelheit? Schreber hat ihn ununterbrochen angegriffen, ihn Bgriffen, um bei ihm zu sein im Tageslicht.

Die Lade im Tempel: mit der männlichen Notwendigkeit wird der weibliche Leib ein verstopfter. Die Verstopfung ist keine der verzögerten Kindlichkeit, sondern eine des falschen 'Mannes'. Ist das nicht ein Mühen und Muhen der sprachlichen Äußerung gegen die dumm verstopfende widerliche Schriftlichkeit? Ist dies Schreiben nicht ein deutliches Übel und wert ein böses Gerücht? Folgt es nicht Nietzsche bis auf den häutigen Tag als Wahn wie eine abstoßendes Ekzem der Haut. Das Ekzem am männlichen Genitale ist doch auch eines im Sinn des Betrachters.

Ich sauge nur fest am Sprachleib gegen die Entwöhnung des lebendigen Schreibens und durch die schrecklich anstrengende Schriftlichkeit. Ausweglos widersprüchlich wie die Entwöhnung. Sie ist kein natürlicher Vorgang, sondern nur ein künstlicher Widerstand gesetzt einem in Waren und Zeichen und Wert und Geist verlorenen verstoßenen Leib. Sie ist der Glaube, der hinterhältig bewahrt vor der leiblichen Wirklichkeit und dem End ihres innersten physischen Leids.

Ich erlaube mir, in meinem Schreiben mir von einem eingebildeten anderen den Leib richten zu lassen. Bleibe doch gefangen im Text, zerrissen in Wirklichkeit in ein Schreiben mit Leid.

Es geht nicht um eine Verdrängung des Weiblichen, die aufzuheben wäre. Die Vorstellung der Verdrängung selbst ist noch falsch und zu beseitigen. Die Schlange ist nur der unbewusste Widersinn SelbstWiderspruch einer zum hohlen Geist aufgeblähten abstrakten Körperlichkeit. Die Verdrängung ist nur eine weitere Maske des richtenden Geistes. Verdrängung als Begriff bezeichnet mir einen neuen Bdeutenden Sinn und ist eine Lüge und der schlimmste Makel am Leib, ein Aussatz gelehrter Überzeugung. Die Verdrängung ist eine Einführung des Geistes in die Geschlechtlichkeit. Also wieder eine Vergewaltigung: Sex als Notwendigkeit. Die Verdrängung und ihre Umdeutung des Leibs ergänzt nur die Männlichkeit durch eine Entstellung des drängenden Leibs. Wirklicher Leib aber offenbart sich durch Verdrängung des Geists und drängt in die Wirklichkeit und ändert das Reich der Zeichen. Die alte Verdrängung ist nur ein neuer Übersinn. Der Leib aber wühlt im Urgrund der Sprache und sucht unter dem Sinn Seinesgleichen.

Die Sonne ist die Hitze und Röte, das Glühen und Mühen, die Schwere der vorne nach oben gezogenen und Trägheit der hinten nach unten geschobenen Not. Sie ist die aus einem äußeren Zwang wieder und wieder geborene und zerrissene Männlichkeit.

Heute ist sie die Notwendigkeit, der versteckte Schweiß im Aufzug und in der Herablassung ihrer männlichen Seligkeit.

Darum muss Frau aufgerissen sein im blöden männlichen Wachsein: er verkennt sich in ihr als sein Wachsen hinein in den Grund ihrer Wende der Ganzheit der sich weitenden Spalten.

Die Verschiebung betrifft nur die Vorstellung, die Verwerfung hingegen die nachgestellte Realtität. Der Mensch folgt den Waren in seinem Realen. Hier im Reich der Zeichen dominiert die eherne Männlichkeit. Die Verschiebung ist nur sein Verstellen und mythisches Lügen, der über die Erde gestellte männliche Himmel erzeugt vom Licht seiner Herrlichkeit. Und der Wahrheit wird der Sinn, der Kopf gegen den Leib verdreht, bis er reißt.

Die einsame Ganzheit beschließt den Kreis, sie pflegt in der Wiederkehr der Not erneut die uranfängliche hilflos bedürftige kleine sinnliche Männlichkeit.

In der Öffentlichkeit und den dort geschriebenen Gedanken treibt den Schreiber eine unbestimmte Not um sich selbst herum, die möglicherweise auch einen schrecklichen Verdacht erregt: Autorität einerseits und Wahn andererseits [ein Paar, das einem Dichter allerdings völlig fremd sein müsste. Daher kommt der vermeintliche Widerspruch zwischen dem Menschen und dem Autor. Wer den Menschen persönlich kannte, hat die Texte anders gelesen, der hat die geistige nächtliche Einsamkeit erkannt und dem schmiegen sich bloß mehr nette tröstende Worte des Autors an eine große Harmlosigkeit].

Genug Text und Gedanken zerkleinert zerklopft zermahlen. Mahlstein: da wirft ihm mal die schöne Müllerin doch den Stein des Anstoßes ans Hirn und er greift im Fallen nach seiner schmerzenden Kopflastigkeit.

In der Sonne Not wird der Himmel erstrahlen im Blau und der Schatten geht wieder zurück und geht unter.