Sonntag, 17. November 2013

Anhimmeleien

Jesus war eine Massenerscheinung und eine erlöste Glückseligkeit. Ein Glück für die Zuschauenden in ferner Sicht. Ein Serienheld für FernSehernde. Es hatte einstmals in märchenhaft ferner Zeit jeder zweite Jude 'Jesus' geheißen. Zum Zeichen der neuen Erbärmlichkeit. Wen wundert da noch der serienhafte Erfolg eines Vor-Namens, eines coolen persönlichen Seins auf der Bühne, einer vorgeholten Intimität vor der Öffentlichkeit, der Sehnsucht der Vielen nach Einzigkeit.
Jesus hat gelebt. Niemand zweifelt daran. Er war eine völlig normale jüdische Massenveranstaltung und -erscheinung und ein ganz natürlicher [männlicher] Wunsch nach Schein und Geltung [durch Zahlen und Geld] in der tristen Alltäglichkeit.
Auch Fritz hat gelebt. Selbst wenn keiner ihn sich mehr als Namen vorstellen kann. Er war eine Massenerscheinung der 19. Jahrhunderts. Übrigens auch eine dichte dichtende alle und keinen ent-täuschende Einzigkeit.
Und Otto hat gelebt [oder wurde der abgedankt? und ist in historischer Wirklichkeit versunken?].
Alle haben ein Medium in uns oder unserer Zeitlosigkeit gefunden und leben darin weiter in alle Ewigkeit.

Warum nennt Hans Dampf die Frauen in seinem Stück Kuh, Schlange und Schaf, Stück Fleisch und Dreck oder Maria, Eva und Elisatbeth und mager die Grete? Mag er sie nicht oder spielt natürliche weibliche Kreativität auf der Bühne des Manns immer nur [wie vielleicht überall] in der Nebenrolle der Sachlichkeit?