Der
Name ein Synonym für einen göttlichen Einfall, Verkommenheit des
Genies, Erscheinung der Masse, Rücksturz auf das schriftliche
Original, unbestimmter Eindruck und hohles Ideal, Elend und glückliche
Schlampigkeit, Verallgemeinerung zum Urbild der Eitelkeit, der Wunsch
im Traum, Volksbund mit Ladenhüter, Gott als Jedermann, Schädel mit
Einschlag, Vernunft, Verstand, Geist, Körper mit Sinn, ÜberMensch
in zahlloser Einsamkeit: ein vornehmer Eigenname mutiert zum
einfachen Vornamen Aller: Jesus - er bezeichnete seinen Mangel
an Vornehmheit. Gern wär er damals schon Römer gewesen. So ward Gott in ihm Jude, ein Held aus Nichts, eine
Eingebung aus sich selbst, Einkehr in sich mit folgender gründlicher
Wendung Bekehrung. Paulus, ein Mörder, hat sich in ihm vergeben, ein
schmutziger Zwang verewigt in reinster Selbstsucht sich. Ein
Menschentier verschreibt sich zerrissene Leiber und verspricht sich
Erlösung von einem abgerissenen Hampelmann. Ein Schlächter wurde
vom Vorhautlos frei und ein Schlechter zum absolut geistlosen
Durchschnitt der Masse. Jesus aus Paulus im leiblichen Einerlei.
Paulus:
Dichter mit Drang und - mit Jesus aus sich: einer Kopfgeburt, Kunstfigur halb und
halb plagender Krampf. Natürlich gab es den Auslöser, irgendein
Mordopfer, das nachträglich stellvertretend für alle gelitten hat:
einen großen Stellvertreter für alle, an denen sich die Bestie Paul, das Menschenvieh
vergangen hatte. Ein Stellvertreter der Not, in dessen Namen bis heute seine Jünger sich Opfer suchen. Ein Grund der Sucht. Lasset
die Kindlein hin und her zur Unschuld im Kommen. Hatte er also ein Kind
geschlachtet zu dessen verzweifelter Mutter Not und vielleicht –
Tod?
Es
war nicht Mitleid mit einem der vielen Gemarterten Zerrissenen Opfer.
Es hat ihn die Mutter bewegt, die für sie gestorben ist. Ein Sohn
ist zurück in die eigene Mutter und den eigenen Leib durch ihren
- ihrer beider - Hinterausgang gekrochen. Das war die Erlösung, die Wende der Not,
ein Umweg zurück, gegen die menschliche Unsinnigkeit, Hunger und Tod, durch
ein Großes Loch weitester Weltmännlichkeit, gegen jede Natur durch die Hölle
und Höhle, die allen gemein ist :-) hinein in ein himmliches Körperlos und wollüstigst inniges Sein.
Das also ist der Grund, warum Jesus nicht greifbar - und nicht unfassbar! - ist, es keine Spur von ihm gibt, ihn nie einer wirklich gekannt hat und keiner wirklich sich an ihn einstmals erinnern konnte. Paulus hat ihn händisch aus seiner Mutter geschieden und -- ihn dann aus bekanntem Material nach dem (Vor)Bild seines Vaters (im doppelten Sinn: als neuer Gott den neuen Adam - ein reiner Geist in irdenem Dreck) zum neuen vergoldeten Leib geformt. Gott der VerGeldung.
Noch nicht einmal d e r kleine Gott, diese Idee eines Gottes der Schamlosen Diebe und Mörder, war original.
Übrigens: Jesus Xristos Organell, der n e u e Gott, ging den Juden nicht ein. Der alte Glaube hat d e n seit jeher außerhalb des eigenen Lagers entsorgt, ausgeschieden begraben. Schäufelchen mit Kloß: dem Christen erwuchs so ein Pflänzchen der Heiligkeit, ein seltsamer fremder Sinn der bestens gedeiht auf jüdischer Reinlichkeit.
Frage: wer ißt noch mit Hunger und wer frisst nur mit sinnlosem Appetit und Maßlosigkeit?
Nachtrag: mir scheint auch, dass angeborene Reinlichkeit jüdische Gelehrte seit je her davon abhält, sich mit dem Christentum zu befassen, mit dem eigenen längst überwundenen Unrat. Diese Krankheit der Masse, eines Glaubens mit Leid, dieses übelriechende Geschwür gehört nicht zum wirklichen Leib.
Paulus hat Jesus nicht umgedacht, er hat Menschen umgebracht und sich neu in Zeichen der Schrift als Jesus erfunden. Vor Paulus gab es noch nicht einmal den Rest eines unscheibaren Wanderpredigers: dieses Figürchen gab's vor Paul nicht.