Sonntag, 14. Juli 2013

Aufmerksamkeiten


Meine Deine Seine/Ihre

Meine unmittelbare Aufmerksamkeit des sich erleichternden Leibs

wenn einer alle geistigen Prozesse auf den ganzen Körper bezieht, sie in ihm sieht, sie in ihn hinein sieht, und den eigenen Körper also hat als Abbild einer Inszenierung seiner Möglichkeiten im sozialen Körper jetzt und durch alle Zeit, ihn als Bild zum Bild nimmt oder als besonderes verwandeltes Menschending zur umgebildeten Menschenwelt, wird er erlöst in unsinniger Ohnmacht, Verdichtung, Anfall im bohrenden Schmerz: Annagelung an das eigene Kreuz, Kreuzigung und Hin-Richten im Erkennen um neues Wissen, Hoffen auf eine GroßMacht des geschriebenen Worts im Unglauben: Z Schreiben zum Leib. Das Denken, Fühlen und Handeln gehört einem Bühnenstück, einem Handlungsablauf im Text, der den Körper in seinen Teilen zusammennimmt, in den man sich auflöst, in dem man ganz aufgeht, in dem man abhebt aus sich sein ganzes Vermögen, den und das man nicht kontrolliert und das bewusst dazu erfahrene wahrgenommene Herausfallen auf sich und wieder in sich hinein und die bewusste hemmende Aufmerksamkeit der gedanklichen Leere dazu ist bezogen auf die wirkliche Stellung des Körpers im Leben und in der Welt nichts als reale un- unter- und übermenschliche Vereinsamung. Die Einsicht ist endlich gewollt, die Bewusstheit hingegen ist überflüssiger Zufall und Einsamkeit ist leider unvermeidliches Beiwerk, der Schmerz zur Verdichtung in sich. Einsicht in sich ist leibliche durch die dünne verletzliche gläserne Haut hinterlässt leibliche Bewusstheit sich einem im Rest eines Seins ganz allein, für die Erkenntnis subjektlos und traumhaftes Geblendetsein, gegen jedes bewusste Aufmerksamsein und dessen sinnlos blinden Taumel, sein fast fassbares Nichts. Körper und Geist: da ist nur ein inszenierter Leib, sein Feuer des Erkennens in der gegenwärtigen Nacht und die Erwartung des Lichts des Tags: Schreiben als all G meine Entzügelung.


Vermittelte Aufmerksamkeit eines fremden toten auferstandenen erhabenen über alles erhobenen Erleuchteten

Das selbe geschieht, wenn der Körper im Gegensatz zur Welt steht: er austritt aus ihr als seinem eingebildeten sündigen Sein. Reihung: ein Büßer tritt für den Sünder ein. Kreuzigung eines andern und Vernichtung seines Leibs, hingerichtetes Leben für eine Erlösung vom Sein und den Sinnen. Diese allgemeine gelehrte vermittelbare Aufmerksamkeit entsteht, wenn ein Mensch einen wirklichen blickdichten Schleier bekommt, einen undurchdringlichen Panzer der Schau-Lust, er mit allen Sinnen in einen Sack gesteckt wird, real eingemauert in eine enge kleine Körperwelt des Selbst, sein Zimmerchen, seine Einsiedlerhöhle, seine Zelle im Kloster, seine isolierte Einzelheit im Gefängnis und die Ausgrenzung im Wahn der Irrenanstalt. Ergo ist diese Aufmerksamkeit ein Abschluss dem Wirklichkeitsverlust, der Verlust und der Verschluss der sozialen Realität und das Bewusstsein dabei ist eine perverse Beschränkung von wirklichem Sein durch Gewalt. Hier ist die Isolation krank im Verstand und gewolltes lähmendes Aufmerksamsein und Bewusstsein ist Lohn und die Erkenntnis der Leere, der Wille zum Nichts ist selbst Ziel eines seltsamen Strebens. Eine krampfhafte und geistige subjektive Aufmerksamkeit bildet sich, Einbildung, Bildung als ein Bewusstsein seiner selbst wird erreicht durch ein Abstreifen und Verstecken des Körpers. Die andere Erleuchtung des Meisters wird also durch das erreicht, was es vorgibt, n i c h t  zu sein, durch Abkapselung des Denkens, Fühlens durch ein Fesseln und Lähmen und Schwächen und Vernichten des Körpers und Abtöten des Körpers und Unterdrücken des leiblichen Hinwendens an die Welt. Seele und Geist wird durch eine wirkliche Beschränkung erreicht: ist das Produkt seines/ihres enthirnten, vergewaltigten Leibs.


Die exklusive Aufmerksamkeit in und auf sich

Maya ist beider Geschlechter Leib. Ein Ende in Feuer und Licht aber taugt uns so nicht? Wir dummen Europäer brauchen ein Nichts im Hirnversand? Brahman, eigennützige Lüge, insofern schmutziger verlogener Schleier über den Dingen erzeugt uns wohl gern deren eingebildete Durchsichtigkeit, unbestimmte Aufmerksamkeit und ein leeres ergebenes Bewusstsein. Uns kommt die Kahlheit des gelben Sandmannes so recht, dieses fahlen Kunstlichten im Sack, Spottlichten der Bühne: seine Verkörperung von Einfalt, Einheit, Einssein mit sich in geistiger Klausur, erfunden erlogen für Sie neben Ihm und Ihre teilnahmslose Betrachtung der Welt, Ihre Dummheit physisch ihm greifbar und nutzbar: so verwandelt sich ihm Scheiße in Gold, unsere Arbeit ihm in geldwertes Vermögen. Das also wovon sich der Körper der Neuzeit hier bei uns nun schon fast befreit hat, Absonderung Folter Zwang Unterdrückung Erziehung hin zur Ein-Bildung für sich und zur Lüge von rätselbehafteter Bewusstheit und flüchtigem Geist über uns und zur unbestimmten Seele in uns, dem hohem Selbst eines hohlen Körpers, kommt nochmal und letztmals wider uns, die wir wehrlos sind im Zustand der noch ungewohnten Blöße und leidlichen leiblichen Ungebundenheit und Schwäche und der schwebenden Leichtigkeit über dem Sinnlichen im letzten Sinn, also in einer letzten Verstimmtheit, Vorahnung absoluter und vergänglicher physischen Unbestimmtheit Sterblichkeit :: nun als letzte Krankheit uns bzw ersteht uns als angebliches Heil neu zum letzten Rest der Sinnsucht die verführerische Beschwernis eines angeblich goldenen Pfads in ein fernes tiefes verborgenes scheinbares Glück: der neue Krummacher des Körpers: Yoga: der Geist der Analyse erpresst aus uns heraus geschunden gewunden gegen unseren freien Fall, Aufschlag im Grund des Selbst, das nunmehr noch ein letztes mal - hoffentlich - bewusste Aufmerksamkeit aus sich gebiert: ein Parasit jungt einen andern aus sich: die allerletzte und absolute Blödheit, ein letzter Aufstand gegen unseren künftigen unbeschränkten schrankenlosen Willen zur freien rein leiblichen Gesundheit. Kurz komme uns Oberflächlichen seine Anbetung des Mohns und dessen Gift-Fessel des Leibs: die uralte Einbildung des männlichen Erwachens, Sand ins Getriebe des Lebens aller und Sand in aller Mund und jedes Gehirn: OM :: obsolete Männlichkeit. Maya - im Mai - ist beider Geschlechter Leib.


Lass mir nun leider keine Religion gefallen, keine Lehre und Philosophie - schon gar nicht durch die Hintertür: da war doch schon einmal ein deutlicher Generalangriff auf bestimmte Weiblichkeit: angeblich Depression und Selbstmord. Die Geschichte richtig betrachtet: Asyl für die Lüge (für einen falschen tibetischer Arzt) - erzeugt und erhält falsches Bewusstsein und Stolz und hohes Selbst. Ist das Seelchen dann weg, wird die Lüge dem Körper zum Untergang: halbherziger Doppelselbstmord scheint ihm die Lösung. Leiblich und richtig und herzlich wäre gewesen: sich Leben und Liebe erhalten, Leib und Seele zusammen fassen und – dem Arzt und Menschenfresser die Gesundheit nehmen, die angebliche Heilkraft, ihn zurückweisen, ausweisen, zur Ausreise nötigen: eine Kleinigkeit: Reinlichkeit gegen Buchstabenungeziefer. In Tibet sollte sich der Tibeter selbst medikamentieren mit Pillen gedreht aus Mist, Mercurium und Mohn vom Goldkäferlein. Leib Leben Liebe sehen wir anders nur für uns und wir haben sie nicht für ihn. Wir haben schon unsere große Leidenschaft und brauchen keinen neue Medizin.