Donnerstag, 25. Juli 2013

Namen der Nachgeburt

Wirklichkeit

Die Wirklichkeit ist traumhaft, manchmal schwer, meistens angenehm leicht. Ihre Deutung jedoch ist immer falsch und führt durch Vergehen / zu Verbrechen gegen den Körper. Das gesprochene Wort zerfällt bewertet und für sich gestellt, wird ein äußeres und schriftlich von uns entgegengenommen. Wir sprechen nicht mehr, wir schlucken Begriffe, stottern und würgen uns ab, denken mit und speien von den Worten und Dingen die Hüllen buchstabiert wieder aus.

Wille

Anders als beim Tier hat sich beim Menschen die ewige Wiederholung des gleichen Werdens und Vergehens von Generation zu Generation aufgelöst in einen einzigen wirbelnden Tanz Aller in Allem und Einem. Die Fortpflanzung ist beim Menschen eine ungewollte. Gegen dies Ungewollte wird ein vergeblicher Wille behauptet. Die Vergeblichkeit äußert sich in der Gewalt, mit der der Wille verbunden scheint. Macht fordert Fortpflanzung und offenbart seine Falschheit und Verlogenheit in Missbrauch und Vergewaltigung. Das ist ein Problem des gepredigten Sinns. Es gibt keine Vertreter der Macht und der Pracht, die nicht Schänder und Vergewaltiger sind.

Nachgeburt

Kinderlose VerFührer sind Anzeiger einer trügerischen Müdigkeit und Ruhe, eingebildeter selbstbestimmter Willenlosigkeit, die die sinnlose Runde des Ungewollten scheinbar beenden. Aber sie sind nur über Sinn loser Übergriff auf ein Neues. Vortänzer sind sie der Sinnlosigkeit, schlank wie der Hunger selbst, einfältig und bescheiden und Vorboten schon wieder einer Zeit nach der Hungersnot. Die Führer/innen ins Nichts sind selbst auch immer schon tot. Totgeburt, Niederkunft einer ungewollt Schwangeren in ein Nichts und Anfang erneuten Unwillens. In der Not wird immer deutlich die Wahrheit: Eine der fremden Wirklichkeit ist so reich und ein paar Menschen scheinbar so rein und so klug, in sich verschränkt unbegreiflich über- und fast schon unsinnig: und alle anderen folgen arm und beschränkt. In Wirklichkeit sind alle betrogen vom ausgeschiedenen Leben und rein und schön ist der Zufall hin in einen Nachkommen an alle gehängt. 

Begeisterter Leib

Physisch ergibt sich für den Menschen Sexualität an sich und frei von der Fortpflanzungsfunktion. Die Vermehrung hingegen ist eine der Zeichen und Waren und sie ordnet sich die Sexualität nun unbestimmt unter. Der Menschen Geist ist ein ebenso äußerer. Sofern Mensch physisch sexuell aktiv ist, ist es ein technisches Reiben der Waren für Waren unter- und übereinander. Sofern er Geist zu haben meint, ist dies der Wert der Waren für sich, die auf die Verarbeitung und den Konsum, also ihre Befriedigung warten. Die Welt der Zeichen hat ihm die Fortpflanzungsfunktion nach innen gedreht und einen heiligen Schein und Geist übergestülpt. Für die Vermehrung der Waren durch die menschliche Arbeit befriedigt sich der Mensch selbst, hat physisch Last Lust Leid, gesellschaftliches und wirtschaftliches Wachstum als Funktion der Selbstbefriedigung der arbeitenden Massen und zum Konsum der erzeugten Produkte in Anschluss und Verschluss wird er enthalten im Ehe der Liebe und Wunsch und er wird vom Weibchen gehalten verdummt betäubt und vermehrt sich beiläufig. Die Vertretung geglaubter Wahrheiten kreißt, tritt gegen die Natur des Menschen an und behauptet nun einerseits ein Bild einer Seele, also einen kleinen und allgemein verfügbaren verhandelten Geist, der jeder Mensch in sich ist oder sein kann und andererseits predigt sie einen tierischen Sinn für die Vermehrung. Das ist ebenso falsch wie konsequent: eine abstrakte Halbheit, göttlich männlich im Bild, verloren das Weibliche an seinen Sinn, eine Wahrheit in Waren und Zeichen und sinnlosen Namen, Gerumpel mit Stil, ein Gegenbild zum Ganzen des unvermeidlich menschlich unbedeutend unbenannten Leiblichen.