Donnerstag, 25. Juli 2013

Stadt II

Der Stadtstaat ist erfüllt mit unbestimmten Bildern des Ganzen des Menschlichen, mythisch sind in ihm die Menschen unvermittelte archaische Leiblichkeit, Weiblichkeit, metaphorisch greifbar in der Gestalt des Raums, der Bauten und sind im Beiwerk scheinbar bescheiden vor Gott Männlichkeit im Sinne einer Symbolisierung von männlicher Macht und Gewalt, der das Weibliche auch schon nur noch deutlich aufgesetzt ist als gefesselte, eingeschränkte symbolisch überhöhte. Großmacht der Weiblichkeit kippt in Vielweiberei und Hurerei. Salman hat seinen Tempel, der ganz deutlich weiblicher Leib ist, daneben seinen Palast als männliche abstrakte Körperlichkeit und in der Verschachtelung der schönen Körper schon auch deren Auflösung angedacht und deren erneute Verdichtung mit dem Anderen im gemeinsamen weiblichen Körper des Wahnsinns moderner Verstädterung. Der Tempel wird gefüllt mit dem ganzen Unrat des männlichen Geistes, die eherne Ratlosigkeit zu Ehren eines neuen Gottes. Es bestehen Hintern der mächtige Leib aus Cheruben, die ihn bewachen, allgemeiner Weiblichkeit Verschluss, und vorn noch ihre kleinen Gemeinheiten und Doppelgänger haben - und auch doppelflügel/geliche Türchen. Die Öffentlichkeit vorn ist nicht allgemeiner Zugang, nicht frei, sondern gesetzlich geregelter - abgeleitet ist sie aber noch erkennbar vom ungeregelten allgemeinen Eingang hinten. So wird aus Allgemeinheit und Weiblichkeit männliche Kleinlichkeit und Verschränktheit, verkehrt und verschoben. Das ist aber immer noch ausreichende Körperganzheit. Der Neumann baut sich ja zwei Körper: einen Tempel und einen Palast. Das treibt wohl am Tempel die Wahrheit des Weiblichen Ursprungs hervor: alles ist deutlich in Sinn und Zeichen weiblich. Am Palast ist den Wandel ergänzend alles entstellt in ein Herrschaftsgebilde. In ihm ist diese Entstellung jedoch fast vollkommen: nur den Feinden in den Verliesen wird möglicherweise noch blutige Wahrheit: im Versteck und Verbrechen am Körper kommt uns wieder in hinterhältig falscher deutlich deutbarer teuflischer Symbolik die Weiblichkeit zum Leib: auf Säulen aus Erz wird fremdes WeibsKapitell Granatäpfel Netz und Lotus über Allem (bald männliche Macht über alles im Kleid lieber Mütterlichkeit). Das eherne Meer / Mehr über den zwölf Ärschen ist die Erfindung des Christentums mehr als nur ein hellsichtiger Vorgriff (der Kirche des Paul). Zwölf Rinder unter dem heiligen Gral. Lotus und Netz - Äpfel bezwungen - verdorbene und verbotene Weiblichkeit über den ehernen Säulen - männliche Gerätschaft mit weiblichem Aufsatz wird in die Tempel gestellt: doppeltes Vergehen am und zum  LeiblichWeiblichen. Damit ist der Tempel auch bereit für den Sarg Gottes: die ungeladene Herrlichkeit des neuen Bundes, Schwangerschaft symbolisch dem männlichen Körper, deutlich der Ort (Priesterherrschers Herkunft aus einem Hinterzimmer - Zwang, Krypta, Aufgang einst in Wahn und Göttlichkeit) - die langen Stangen der Trage Kraft übrigens verschwinden hinten und vorn spitzeln sie sogar noch angeblich in ihrem Zipfelchen hervor.



Erlösung durch MissBrauch: bei den Nachfolgern in religiösen Dingen ist das nun weniger metaphorischer Bau und symbolische Aufwertung als ein Handlungsprinzip geworden. Staatlichkeit verlangt einen neuen Glauben. Die dann folgenden Religionen sind uns also gekommen mit Erlösung durch Totschlagen von Sinnlichkeit und Sinn. Ende der Leiblichkeit in hohem Sinn. Die aus sich austreibende, den fruchtbaren Boden zunehmend überwuchernde Stadt, wird entweder (wenn dem Wachstum Grenzen gesetzt sind) ZwangsStaat oder geht in einen Prozess unaufhaltsam fortschreitender Verstädterung über. Der alte noch menschliche Glaube er/löst sich in paranoidem männlichem Zwang (heiliger Krieg, Endlösung) oder in schizoidem Zerfall (Heilige Kriecherei bis zur absoluten geistigen und physischen SelbstRlösung). Die ungleichen Brüder vertragen sich nimmer und in der Not frisst der entblößte Erlöser und der nackte Kriecher den gläubigen Krieger.