Donnerstag, 18. Juli 2013

Scham Verachtung und Verbot


Mensch verinnerlicht eine große Not und veräußert sie als Zwang in Zeichen. Das Zeichen als ein Objekt neuer Not ist nun beim Andern und muss eingetauscht werden. Es wird eingetauscht gegen die eigene äußere Not anZeichen der Arbeit. Adam ist Zeichenzeuger und Eva Zeichenreicher. Der Apfel ist wurmstichig. Im Bild kann der Schöpfungsmythos genommen werden wie er sich darstellt: als verkleinertes Wahres der Verkleidung. Eva ist reicher als Zeichenleib allgemeiner Verarschung. Inhaltlich ist am Mythos aber alles verkehrt: passend wieder zum Bild: der Verstand ist gänzlich am Arsch in der Welt. Welt war und ist Adam völlig verstellt. Soll doch kein Wort mir passen.

Wieso wirft man eine Schamesröte, das kleine Feuer im Sinn, beschränkt auf und im Kopf, ein Licht, das ihm aufgegangen sein soll, und ein großes Fieber, das den Körper gewaltiger ganz anders ergreift, einfach durcheinander? Sie wird betrachtet als simples geistreiches gern unbegriffenes Symptom eines vergangenen Handelns einer vergessenen Tat: als Metapher Bild mythisch? Zustand eines selbstherrlichen Ghirns, Stauraum des Sinns, Ort leerer Bewusstheit, ererbter Schuld, die vor allem dem Weib geziemt. Recht so. Doch Bild nicht mit Inhalt verwechseln! Die Projektion der Wahrheit ist als Bild innen im Kopf, der Inhalt, die Lüge ist aber stets draußen. Die hinzugedichtete Erinnerung, Gegenwart, soziale Realität muss ordentlich erst gewendet werden, den Psychologen und Analytikern muss der Hals real umgedreht werden. Ihr Körper ist ein zeichenschriftlicher, der gebrochen werden will. Es gibt einen Leib und es gibt die Realität, die sich des Leibs bemächtigt im gemeinsamen Zeichenspeicher. Es gibt einen Unterleib, aber es gibt keinen Hintersinn. Sinn ist Realität und reine Äußerlichkeit. Mehr Sinn ist nicht drin, Deutung und Interpretation sind Täuschung und Lüge.

Es befriedigen sich Objekte/Zeichen/Waren aneinander im klingelnden Wandern und nehmen den Menschen über sein Großhirn, den Zeichenspeicher mit. Sparsamkeit. Wie kann ein Zeichen sich aber selbst befriedigen vergleichbar der seiner großen Tat an ihrem Arsch? Wie ihm die Lust und der Wille gebrochen wird in der Wollust, so dem Ding der Wille und die Lust im Verlust seines Werts. Zeichen verbieten sich selbst den Verlust ihres Werts, sie sind immer in der Verhandlung. Wert ist gesichert mit aller Macht: Macht ist nichts als Wert, der sich selbst erhält: Vermögen sichert sich selbst mit Waffengewalt gegen jede Menschlichkeit, gegen den Leib. Der Diebstahl des Objekts, Kurzschluss im Wunsch, vernichtet den Wert und das Zeichen wird bildhafter Abdruck des großen wollüstigen Seins. Verbotenes Handeln ist Entwertung der WarenWerteWelt, Enteignung Entblößung der falschen bewerteten geldwerten Dinglichkeit, der Verkleidung der Welt. Weg mit dem Gewand! Fröhliche Nackheit. Die Scham ist die Arbeit der Zeichen füreinander: der abstrakte Wert kann nie verloren gehen, er richtet sich gleich wieder auf in mir. Die Wirklichkeit, also ihr Arsch, seine Welt an ihr, der Wert seiner Männlichkeit allerdings wird ihm nur durch die leibliche Arbeit, das Bearbeiten der Welt, neu aufgestellt. Last am Leib wird allmählich wieder Lust am Leib. Schreiben ist keine Lösung, Gewalt ist keine Lösung. Man muss beides verweigern: Vertrag ist simpel zu ignorieren.

Frau nimmt den Apfel und gibt ihn Mann: Frau hat ihm in Zeichen etwas mitzuteilen. Mann ist gezeichnet im Kleinen der Zeichen aktiv, verbietet Bruch der Zeichen, fordert Vertrag, braucht Handel. Der Vertrag ist Verlogenheit des Realen ist Basis des absoluten Sinns, der Gesetze und seiner Heiligkeit.

Scham ist ein kleines Zeichen der Wollust, vorgestellt ins eigene Gesicht geschrieben, die kleine Röte des Kopfes, eine kleine WarenWunschWiederholung der großen Röte des brennenden Körpers der Not und der großen Lust, der wirklichen Wollust. Scham hat keinen Inhalt in sich und in mir. Sie hat ihren Gehalt in der richtigen Welt. Verschont mich mit Interpretation und blöder Imagination. Imagination ist Projektion einer verlogenen Welt nach innen und nicht meine Überlagerung des Außen mit gespeicherten Bildchen erinnerter übler Geschenke. Im Geschenken verführen die Waren einander. Die Übelkeit hängt den Dingen an, nicht dem Körper.

Werden die Beziehungen der Waren nicht geachtet, geht ihr Wert verlustig und der Verlust wird auch einer des Kopfes für den Leib, Verachtung: ist ein Verweis der Schamlosigkeit, Hinweis der Wertlosigkeit, Schande. Das Schandkleid ist eine Äußerlichkeit. Kleid ohne Wert, verlorener Wert. Der Leib wird verkleidet und ist natürlich nicht mehr im Spiel, Natur soll nicht sein.

Schleier: das Schamkleid der ewigen Schande für einen Verrat an den Zeichen, das Verbot und die Unterdrückung der Mit-Teilung der Urheberin der gleichen Verteilung der Wollust, Ende aller Schönheit der Zeichen in seiner restlos beschränkten Männlichkeit und Verachtung der Welt ist damit doch wieder am Anfang des Menschseins, sein Sein für den Arsch: wieder weg also mit ihrem Gesicht, Blick auf End Gericht, Kleid hoch geschoben ihr über den Kopf - der Wille zur Verheimlichung ihrer Pracht ist ohne Zweifel immer und wieder seine Erlösung. Mann nimmt sich damit wirklich zurück und das Weib ist wieder bei seiner leiblichen Bestimmung: ihre Voll-Endung hinten und seine am schnellen Einzug.

Unser Orientale hat sich also auf eine perverse Art zu Lasten der Weiblichkeit archaische Lebensinhalte und -praktiken zurückerobert. Und der Preis dafür war? Ein freiwilliger. Eine Reduzierung der Wollust im wiedergewonnenen lustigen Akt: die Beschneidung seiner selbst. Das Verkümmern des Lustfühlers am Arsch gehört notwendig zur Befreiung der Weiblichkeit im Sack.

Statt die Weiber in einen Sack zu stecken, könnte der Muselmann auch einfach alle Weiber in Huren verwandeln: der Effekt ist der selbe: Frau bleibt ja Arschloch, nur er er wär bei den Huren halt schneller am saugenden end-seitlichen Sinnloch. Und immer denkt sich der erhabene Zipfel näher der End-Zeit seiner Erlösung und unserem Gott.

Die Beschneidung der Frau war zunächst als Ausnahme auf die Ausgenommenen beschränkt, Abzeichen des öffentlichen Weibes war der Verschluss, die Schnalle am Schnabel, der Knebel Knoten dem Hebel am zänkischen Weib: ein Loch für alle das reicht. Die wahre Liebe Wollust und Kind muss und darf nicht sein. Befreiung zur Hurerei wird dem Weib also durch dessen Endstimmung, Verschneiderung. Gelegentlich und natürlich wieder unabsichtlich unwillentlich zufällig. Irgendwann wurde der EheSack wieder drübergehängt, Hurerei war wohl auch mal am End. Ist doch ein Widerspruch der Endlösung männlichen Sinns. Was blieb war ein Fest zu Ehren der heiligen Huren vergangener Zeit: die weibliche Verstummelung: an sich aber ist sie ein männliches Missverständnis, der Sinn für den Ochsen am anderen Loch: es ist immer eine Vernähung des vorderen, kein Schnitt nur für sich.

Der PappEnde am breiten Weiber# hält die Hurerei am höchsten: Jungfrauengeburt, zugeschweißte geistige Hungerpuppe mit aufgeblasenem Arsch hinter Lochstopf: unschuldige Muttergottheit: ein Weib von seiner Sünde befreit: ein altes Schnittmuster für einen neuen Stoff. Der Handkasper am # und im Gleich hinter dem Schritt schämt sich nicht mehr, ist selbst die Prinzessin hüpft tanzt auf der Bühne, dichtet und schreibt und schlüpft endlich auch wieder in sein unheiliges unseliges Rattenloch einsamer Männlichkeit.