Samstag, 27. Juli 2013

Stadt III

Die Stadt als Staat ist eine kleine Welt in der Mensch nochmal für sich in seiner leiblich-geistigen Ganzheit ein mythisches Selbstbewusstsein entwickeln konnte. Dieses Bewusstsein war auch in der Gestaltung des Raumes der Welt und seiner Teile um Welt, in der Stadt im Ganzen und seinen geteilten Vierteln und in seinen Gebäuden und wieder deren Aufbau sichtbar. Vielleicht war das mythische Selbstbewusstsein jener Städter ein letzter steinerner Halt gegen den fortschreitenden Verfall des mythischen Denkens: der einzige echte Widerstand des Menschlichen gegen den Fortschritt an sich. Also ist vielleicht sogar unser dummes Bewusstsein nur der in die Stadt getragene und in Stein gesetzte und gehauene menschliche Geist. Und könnte der dann nicht auch mit dem Hammer wieder herausgeschlagen werden gelöst das Bewusstsein durch eine Zertrümmerung der absoluten Werte und des versteinerten Sinns der Normen Gesetze des stumpfen Wissens und des blöden Sinn B und G Wahren? Die Enge der Stadt schärft die Sinne und verweist den menschlichen Geist auf sie zurück. Die Stadt als Staat war Heimstatt des sinnlichen Geists. Abstraktionen sind dabei noch nicht wirklich erforderlich, beschränken sich auf die Mauern in Kreis und Quadrat, den Grund allen Beschränktseins zu einem endlosen Umfeld, dem Unsinn Umsinn einer noch greifbaren Weite und der Geistlosigkeit der anderen Menschen, die unter den nun gerichteten sind. Vor der Stadt verging die griechische Götterwelt in ihrem Abraum und im fruchtbaren Erd-Reich. Erst mit dem Fall der Mauern im Geist sollten sich die Beerdigten in Einem wieder erheben: dem Gottlosen mit dem menschlichen Leib. Die Christen haben ihn übrigens wieder restlos gemacht und so nebenbei im Vorübervergehen gründlich verfälscht: zum irdenen Gott mit dem losen oder erlösten Leib oder: im Gott als Über-Weib mit Inhalt eines unvergänglichen männlichen Leibs oder: in Gott als seligem Mann aus überwundenem menschlichem Weib usw. Der Einsame in den Mauern seiner Stadt sah erstmals in der Besamung die Bestimmung des Sexuellen und nannte sich in der Selbstschau Ursamer männlicher Eins-Samer oder einfach Ein-Samer und in seiner Unendlichkeit sah er blickschweifend ins Weite war er die Frau und sie endlich los schickte sie hinaus auf das Feld des Apeiron zum Ernten der Früchte ihres entwendeten Leibes und seiner Begeisterung Selbstgenuss. Die Mathematik und Grammatik entstand den Städtern aus dem Rzählen und Wahrnehmen durch hohe und feste Beschränkung der Anschauungen. Sie war ein Punkt oder der Kreis herum (gefangene Freiheit des Sinns) um sich oder Strich durch Strich. Als Satzzeichen erschufen sie sich nebenbei in einer Grammatik sprachlich selbst. Darüberhinaus sind uns heute Rechnen und Schriftlichkeit nur noch Reiners Anschauung und also verrückt und sie erklären nur noch sich selbst, also – Nichts und alles zerfällt. Pythagoras ist nicht nur über einen Ursamen gestolpert, sondern hat als Ein-Samer auch die Ein-Zahl widerlegt und eine Formel für die Weite der Unzahl und in einem Satz also Gott in der eigenen Wurzel entdeckt, sie zum eigenen Kreuz hin gereckt und hinauf zu verzweifeltem Hirnerweichen. Er war so auch seelisch selbstlich ein Einsamer in Vielzahl mit unzähligen Leben: ein Seelenwanderer wie Nietzsche. Konnte an verschiedenen Orten zugleich einer sein, war ein Wahrsager und sein Biss für Nattern - tödlich. Also sprach Zarathustra: beiß ab und zu an.

Bohnen waren verantwortlich für die Teilung der Welt in die blutig-blass-blaue im Unendlichen außen (Einblick der Seele in stahlblaue Zukunft) des Vor-der-Stadt und in die braunen zusamengeflügelten der Einsicht hinter der Mauer (im Ausblick sieht man die Wahrheit unter sich) erkennt man sich. Man hatte sich beider halb und halb zu enthalten: der Unendlichkeiten (außen im Land Hintern der Weiblichkeit) durch die und in der Erkenntnis (Mathematik) und der Beschränktheit (der Stadt, Statt ihres schwangerer Leibs ist ihm Blähung seines Zeichen, EinBruch, ein Riegel ist seine Regel, erregelt sich her aus ihrem dickem Bauch, seinem weiblich symbolischen Vorn, nicht die Bohne wert mehr ist Es dem Dauerständer der Angst) durch die und in der Regel (Akusmatik aus allgemeiner Wollust wurde aller Gebot). Askese tut nicht nur dem Magen des Weisen gut, schärft auch ein dem gewöhnlichen Verstand: mann braucht nützlichen Rat für höchsten Einverstand.