Der
vereinsamte Schreiber entsteht aus einem, dem sich die Öffentlichkeit
versagt, er wird Leser des eigenen Textes, der sich ihm fremd
entfaltet und sich seiner Herrschaft verweigert. Er wird reiner Leib
mit papierenem Kleid. Er wird Seher und Deuter wider die einfallenden
Zeichen und Wahrsager mit Rätsel-Worten, die ihm selbst entwendet
sind, er wird blind und stumm gemacht durch die Schreibarbeit, sein
Leid, von den Lebendigen ausgegrenzt. Wenn sich der Text von ihm
löst, wird seine Blöße, Bescheidenheit, Schüchternheit anderen
Hass und er wird gejagt, eingefangen, eingesperrt und wenn sein
eigenartiges wehes Texten ihn immer noch überkommt, wird er tot
gemacht. Er wird verschwiegen vom einzigen Leser, der seine Texte
nicht mag und nicht braucht und seine Wahrheiten werden verfälscht
zur Warnung, als gäbe es für ihn eine Alternative zum alle und
alles zersetzenden Erraten des wirklichen Menschen, er wird zum Genie
gemacht, zum Verkünder des Wahren im Wahn, als gäbe es da noch
einen Übersinn zur Verdichtung von Text und Leib mit Fleisch und
Blut.