Freitag, 30. August 2013

Er und Sie, Das und Das

Drei Ansätze*

Drei Verwandlungen: beschrieben die Geschichte des Menschen, ideal noch verfälscht. Adler und Schlage sind Heft und Schreibstift. Reines Zeichenreich. Idealismus. Meer**.

Das Kind mit dem Spiegel: die Wandlung der Fratze, Zeichen gegen die falsche Leere. Leib aus und gegen Zeichen. Im Mehr gebiert ES den eigenen Leib. Ihr Jüngstes aus seinem trächtigem Rasen: ewige irrsinnende Kindlichkeit***.

Der Wanderer: auf dem Weg der Größe, von der Erschütterung zur Seligkeit***. Mit-Wut und Mit-Liebe, vor Zorn und Sehnsucht (verletzt der Stolz, Klugheit erlöst?) weinte Zarathustra bitterlich. Was nun, wenn der neuen Kindlichkeit ein Fluch anhaftet? Was, wenn die Welt nicht nur nicht umgewendet neu gewertet und umgewertet bleibt und also nicht wieder in sich zusammenfällt (sich löst und verdichtet, überwertet wird und vernichtet, auch textlich, geschrieben und veröffentlicht, ausgedacht und abgeschlossen), sondern sich nun auch nicht mehr weitet in wachsende plappernde Unschuld und gewusste Freiheit und unendliches Glück**, sondern einmal in ewigem Zucken verhält? Ist das der Himmel? Oder Himmel und Hölle in Eins (G dicht über und unter der Erde): er und sie, das und das: ein dauerndes Zucken, ihr das, und Reissen, das sein, eines ewigen Gleichen****?


*Meine Lesart des Beginns von 'Also sprach Zarathustra', Teil I - III

Jesusworte:
**Thomas, Log. 18: er kann das Ende nicht erkennen, den Tod so nicht schmecken
***Thomas, Log. 2: von der Erschütterung zum Staunen eingebildeter Königlichkeit
****Thomas, Log. 111: Himmel und Erde werden sich entblättern und übereinander rollen

noch deutlicher:
1. Körperlichkeit als idealistischer Begriff eines Leiblichen
2. Verwandlung des eigenen Leibs, Geist wird leidende Leiblichkeit
3. Vergehen in unwürdiger Welt

Nachtrag:
Die Welt wird weder wieder in sich zusammenfallen - der Urgrund ist imaginär und unser Sein nicht verknallt -, noch wird sie ewig ins Nichts expandieren. Sie hat ein Ende im zuckenden Blödsinn.