Dienstag, 27. August 2013

Handgefaltet GHirn

Es Läuft alles Bewegte im Großhirn hinaus auf 1001 wilde Sprünge und blinde Sätze über so ungefähr zwei Quadratmeta Blödsinn und was ist dies dem fremden Verstand: unfassbar, ein unscheinbares graues Kästchen mit geregelten Maßen zum vernünftigen Sein. Was ist es seinen und seinem betrachtenden Sinnen: eine Bühne auf der die Gefühle versiegen, ein geriegeltes Buch voll geschüttelt mit Staben, ein Bild des Leibs aus erweichtem Stein, ein Traum von Mal zu Mal mit Siegel.

Es pflückt sich der Wissensgierige im Traum oder Märchen vom jungfräulichen Gestrüpp der Erkenntnis ein Äpfelchen - oder auch zwei. Und weint vor Glück über das Meer an Einbildung hin. Aber der Rausch vergeht und es bleibt das Gift der verdorbenen Einsicht.

Wenn man die Frau als Verführerin zur Vergifteten und Verdorbenen herabsetzt (gestraft mit Jungfräulichkeit und Regel) und die ursprünglich erniedrigte und falsche Schlange kriechender Männlichkeit erhöht zur Klugheit und zu gewalttätiger Bosheit und diese zur Entschuldigung in der Erbsünde des verwandelten Grundes enthebt und dem Mann genehm macht, dann wird notwendig auch noch ein gerechter Trampelgott freigesetzt als Sinn des Ganzen und die Einzigartigkeit und Souveränität des Mannes ist endlich vom Himmel gefallen. Das Weib und seine irdische irdene Leiblichkeit ist eine unveränderliche Konstante der Geschichte. Frau und Erde sind immer eins. Der Mann aber ist im Wesen veränderlich, ist erst kriechend in ihrem Staub und überhebt sich im hochfliegenden Stolz über sie und stürzt sich gern in seine 'reine' Erkenntnis oder verzweifelt daran.


In den einfachen Zeichen oder seinen kleinen Begriffen hat Mann reumütig sein Hirn der Schule des Dienens vermacht, erkennt sich sogar als zweifach verdorben: zur gekünstelten gelehrten Schauspielerei, seinen weibischer Betrug am Katheder und zum giftigen männlichen und mit Gift zum Verderben Befreiten, Trunkenen. Beide zusammen sind an sich berauscht: im gegenseitigen Vorwurf und im Wahn. Schneewittchen findet die Sache zum Kotzen: ihr Verehrter spielt Ernst den Philosophen und ist erschüttert vom angeblichen MärchenTraum. Hilflosigkeit der zahlreichen Deuter.

Übrig bleibt ein GHirn loser Text wie ein Leib, vorn über Sinn und hint unter Wirklichkeit, ein Nach-Denken der Interpreten über Umwerten, Überleben mit Mangel an Geltung und Geld, Überlegenheit durch Askese und und und ein Vergehen gegen alle Welt, und hin zu ihr und mit ihr sind sich alle eins in ihrer schaffenden weibischen Fürsorglichkeit.

Welcher Betrug ist bedeutsamer? Der des trunkenen Wahns, der in eingebildeter Männlichkeit seinen und anderer Menschen Körper vergiftet oder der des männlichen Größenwahn, der in gespielter Menschlichkeit Körper zerreißt? Rauschsuchtkranker und Possenreisser opfern sich gegenseitig unsere Leiber zu Millionen. Aber das ist die einzige Regel des MenschSeins: in der Not dem andern sich nicht zu verpflichten. Hat nicht gegen diese Regel der Herr die Ehe erdacht. Die Ehe ist für die Niederen und Schwachen, der Strick, der sie festhält fürs große Schlachten.