Donnerstag, 30. Januar 2014

Herzliches Beileid


Trauer Schmerz Angst Wut und Freude haben ihren Sitz im Herzen des Menschen. In ihm ist der ganze Verstand des Leibs und also ist das Herz das Organ, das dem Hirn am nächsten steht, der Vernunft zum äußeren Geist. Das Hirn ist dem Herzen nur ein ihm ergebener enger Vertrauter, Verbündeter gegen das ZeichenReich. Das Herz ist Sitz der Seele und des geregelten Geists im Leib. Solange das Herz eines Menschen schlägt ist er noch beseelt, sind Leib und Geist noch beisammen und unversehrt ist des Körpers Bestand und Ganzheit. Der Mensch ist erst tot, wenn das Herz ihm sich versagt. Einen reinen HirnTod gibt es nicht. Das Herz belebt und beseelt erst und mit ihm nur vergeht der menschliche Leib. Das AnpassProgramm des GHirns hat mit dem Leben und der Seele so wenig zu tun wie die Kirchenverfassung mit den echten Menschen und ihrem wirklichen Glauben. Das Herz ist die Mitte des Lebens und als Organ das Kernstück des menschlichen Leibs. Wie geht denn unser Herz mit uns um in der Welt? Das eine in seiner Bewegung durch das richtige Leben macht unser Herz schwer und weit und das andere verhärtet es und engt es ein. Ein Herz kann entweder mit anderen mitschwingen, mitfühlen und -leiden oder es kann für die anderen sich zerreissen und mit der Anderen Herzen Trümmer lustig durcheinander zerspringen. Ein transplantiertes Herz jedoch verbindet nicht, nimmt die Seele des ausgeschlachteten Menschen an einen finsteren herzlosen Ort nur mit. Der HerzSeelenZwilling regiert dann den neuen Leib wie der fremde Herr erobertes Land: nur mit Angst und Gewalt. Das Herz unterdrückt den Fremden und die Seele vergewaltigt den Anderen und dessen haltlos gewordenen Geist. Die Vielfalt der Affekte geht dabei dem Herzen völlig verloren. Sie verdichtet sich zur Schönheit vollkommener freier Bosheit. Wer sein Leben allein hat aus anderem Leib, wird also zum Werwolf und Blutsäufer in alle Ewigkeit. Langsam zerfrisst ihn sein Wunder bares neues herzliches Beileid.