Trauer Schmerz Angst Wut und Freude
haben ihren Sitz im Herzen des Menschen. In ihm ist der ganze Verstand
des Leibs und also ist das Herz das Organ, das dem Hirn am nächsten
steht, der Vernunft zum äußeren Geist. Das Hirn ist dem Herzen nur ein ihm ergebener enger
Vertrauter, Verbündeter gegen das ZeichenReich. Das Herz ist Sitz der Seele und des geregelten Geists im Leib.
Solange das Herz eines Menschen schlägt ist er noch beseelt, sind
Leib und Geist noch beisammen und unversehrt ist des Körpers Bestand und Ganzheit. Der Mensch ist erst tot, wenn das Herz ihm sich versagt.
Einen reinen HirnTod gibt es nicht. Das Herz belebt und beseelt erst und mit ihm nur vergeht der menschliche Leib. Das AnpassProgramm des GHirns hat mit dem Leben und der Seele so wenig zu tun wie die Kirchenverfassung mit den echten Menschen und ihrem wirklichen Glauben. Das Herz ist die Mitte des Lebens und als Organ das Kernstück des menschlichen Leibs. Wie geht denn unser Herz mit uns um in der Welt? Das eine in seiner Bewegung durch das richtige Leben macht
unser Herz schwer und weit und das andere verhärtet es und engt es
ein. Ein Herz kann entweder mit anderen mitschwingen, mitfühlen und
-leiden oder es kann für die anderen sich zerreissen und mit der Anderen Herzen Trümmer lustig durcheinander zerspringen. Ein
transplantiertes Herz jedoch verbindet nicht, nimmt die Seele des ausgeschlachteten Menschen an einen finsteren herzlosen Ort nur mit. Der HerzSeelenZwilling regiert dann den neuen Leib wie der fremde Herr erobertes
Land: nur mit Angst und Gewalt. Das Herz unterdrückt den Fremden und die Seele vergewaltigt den Anderen und dessen haltlos gewordenen
Geist. Die Vielfalt der Affekte geht dabei dem Herzen völlig verloren. Sie
verdichtet sich zur Schönheit vollkommener freier Bosheit. Wer sein
Leben allein hat aus anderem Leib, wird also zum Werwolf und Blutsäufer
in alle Ewigkeit. Langsam zerfrisst ihn sein Wunder bares neues herzliches Beileid.