Samstag, 25. Januar 2014

Heutung

Das Bewusstsein ist ganz außer uns und scheinbar außer sich, unbegreifbar komplett im Außen und in seinem uns fremden Äußern. Es ist nicht nach außen geworfen, wie der KreuzSchmerz, der uns immer eigen bleibt, nicht projiziert nur in die andere Welt. Es war nie hier und ist nicht bei uns. Das Großhirn ist nur ein Speicher, ein lebendiges AufzeichnungsGerät, das dem Außen nachgezogen ist. Es ist ein Parasit, ein Agent einer schlingenden Macht, die die Erde befallen hat und ihre Natur und Frucht ihres Leibes und Lebens frisst. Es ist der ProjektionsRaum des Geistes aus Zeichen, das trojanische SehPferdchen, mit dem das Böse in uns dringt, uns übernimmt und uns glühend macht und uns unserem schreienden Leib aus reinem Schmerz übergibt. Der gesetzlich mechanische Zusammenhang der Dinge ist nur ein schöner Widerschein eines ganz GAndertN in uns. Die Wirklichkeit ist unfassbar. Bewusstsein und Geist sind selbst noch und n u r wie ein Schleier über die Wahrheit gehängt. Bewusstsein ist Irrtum und Geist noch die Lüge darauf. Man muss schon vollkommen ungläubig und lächerlich, spaßhaftig sein, will man sich einen Leib mit Verstand für eine irdische Welt neu erobern. Man muss vollkommen verblödet sein, wenn man in der Erkenntnis Zuflucht sucht. Die Erkenntnis gehört einem Körper aus gestohlenen Organen, zusammengeflickt unter lederner Haut. Nun rede doch, abgeledertes KuhArschloch! Oder ruht alle sanft auf der Ochsenhaut! Die Zeichen müssen restlos endlich weg, die Waren alle vernichtet werden. Der Mensch muss sich seines GroßHirns entäußern, das Erkennen ganz und gar einschränken, um leiblich wahr und wirklich zu sein, leiblich wieder Vollkommenheit. Wir müssen in die Gegenwart unseres Leibes eintreten, mit Schweigen und Traum, uns der Vergangenheit Zukunft, der Krankheit des Geistes in uns, entwinden. Wir müssen das Hirn wegsprengen von uns und der Welt und seinen Schatz der Lügen hinschütten über die regen Organe im noch lebendigen Leib. Der Leib muss sich sperren, die Brücken einreißen zum Schein des Geists. Die OrganSpende der Armen ist der letzte Versuch der Reichen, sich das Geld- und ScheinVermögen des Großhirns zu retten. Die GroßMächtigen nagen am letzten LebensNerv der Menschheit. Horcht! auf einen leisen pfeifend scharfen UnterTon und die Zinsen schwinden schon und balde jungt die oberflächliche Perversion des Kapitals nicht mehr: es kommt der Hunger der armen Welt, die Kinder der Reichen zu fressen. Die Reichen sollten dann nach wenig mehr als einer kleinen Zeit wieder vergehen wie alle Zeichen im leiblichen Meer und wir können ins uns ertrinken. Am Himmel sollte der Schein aus golddbrauner Nacht hineingeh'n in blutroten Morgen. Sieht niemand dies große Zeichen, das aufbrennt über der behaupteten Schönheit an dem vor lauter Dreck glänzenden Ende der Welt! Ein letztes Mal dreht sich doch vielleicht endlich der aus Ordnung und Überfluss erdichtete ZeichenLeib um sein saugendes Loch zum NachSinnen geistiger Impotenz. Das Bewusstsein als schöne Haut platzt auf mir und wird über neuer großer unartig schamloser wunderbar hässlicher Nacktheit abgestreift. Reißt mich doch aus, zieht mir die Haut ab und gebt mir die unbestimmt-leibliche Eigenheit innerster menschlicher sinnlich-lebendiger Glückseligkeit.