Nachtrag zum Post 'Reisen'
Alle beschriebenen oder geschriebenen Zustände (der Text zählt auch dazu) haben etwas vom Sterben, auch wenn das nicht offensichtlich ist. Die seltsame Körperlichkeit der Erfahrung der Außenwelt, der Traum, die Trance, AKE bewegen das Bewusstsein wie durch einen Spiegel zurück an den Anfang des Seins des Einzelnen. Der 'Spiegel' bewirkt, dass die Verwindungen und Verwandlungen des Wegs bis zum Jetzt aufgedreht und wieder geöffnet werden einer unmittelbaren Wahrnehmung ursprünglicher Zustände. Deshalb verwandeln diese Erfahrungen auch anschließend die Wahrnehmung des Gegenwärtigen. Aber es scheint darüberhinaus noch mehr zu passieren. Jede Rückkehr ist eine Art kleiner Wiedergeburt in eine etwas veränderte Welt. Es sind diese Veränderungen, die auf uns als Zufälle herabregnen. Und mehr noch: das was der Rückkehrer dann neu schafft, das Resultat kreativen Handelns und Denkens läuft im Prozess seines Entstehens dem Werkzeug, dem Bewusstsein, dem Willen, dem Sprechen und Schreiben voraus. Kreativität ist somit nichts sonst, als das erneute Hindurch- und Eintreten durch den Spiegel des Realen ins Scheinen unseres Seins. Das Bild des Künstlers zieht in der Entstehung den Pinsel mit der Farbe nach sich. Weitere Veränderungen des Realen sind die Störungen, die der Körper bei der Rückkehr und dem Eintritt ins Reale durch dessen Spiegeloberfläche verursacht. Je weiter man sich von sich und der Gegenwart löst, je mehr Fäden auf dem Weg hin zum Anfang gerissen sind, um so deutlicher sind die Wandlungen.
Die Realität übrigens wird sich gegen die Wandlungen stets auch wehren: jede neue befreiende Erkenntnis, jedes wirklich kreative Werk wird als gefährlich eingestuft, der Urheber gejagt. Wie nun ist 1quattuor84, der Fluch der Neuzeit, aufzuheben? Nur von allen Menschen nach und nach gemeinsam ist das zu erreichen und nur bei gleichzeitiger allmählicher Beseitigung dessen, der alle an die absolute Oberflächlichkeit des Realen, das grundlos Weltliche bindet, alle zusammenkettet an das sinnlose Eine, das er selbst ist.