Wenn man sich über einen Sinn des Lebens Gedanken macht,
übersieht man die wirklichen Zeichen. Der 'höhere' Mensch braucht
so den 'Übermenschen'. Der höhere Mensch ist Wahn und der
Übermensch ein Gespenst. Zarathustra hat seinen Schatten. Die
wirklichen Zeichen finden sich im Tierischen, aus dem der Mensch
[vielleicht nur der weibliche?] zusammengesetzt ist. Es sind also
Adler und Schlange gar nicht Stolz und Klugheit, sondern eher Symbole
der Intuition: das Geistige, das auch dem Bauch aufsteigt und
auffliegt, und die Schlange ist die ihr zugehörige Leiblichkeit, die
im Gedärm zum Einfall des Geistes wütende Notwendigkeit [Ecce Homo,
die hochbewusste Analyse eines Selbstmissverständnisses]. Symbole sind diese ältesten Zeichen: ein Stein ist Zeichen, Symbol der Schwangerschaft
und der umgeworfene Stein Symbol der Männlichkeit. Das Standbild ist
Metapher: der Wunsch des Gefallenen. Symbol ist Leib, Metapher nur
WunschBildlichkeit. Der Lingam ist eine Verdichtung: eingebildete
WunschSchwangerschaft einer sehr sehr simplen Männlichkeit: er ist
die Metapher der Männlichkeit – er/weicht aus dem Weiblichen - und
das harte greifbare Symbol seiner Dummheit. Männlichkeit fällt vom
Standbild oder es kommt ihr beim Ritt auf dem Pferd aus dem Schritt.
Und ewig reitet der Landarzt verkehrt auf der Sau, und Ludwig, der
König, auf seinem Stallknecht und der heilige Franz [oder Michael?] hat auf seinem [drahtigen] Esel lange Ohren als Flügel.