Mittwoch, 25. September 2013

Adler und Schlange

Wenn man sich über einen Sinn des Lebens Gedanken macht, übersieht man die wirklichen Zeichen. Der 'höhere' Mensch braucht so den 'Übermenschen'. Der höhere Mensch ist Wahn und der Übermensch ein Gespenst. Zarathustra hat seinen Schatten. Die wirklichen Zeichen finden sich im Tierischen, aus dem der Mensch [vielleicht nur der weibliche?] zusammengesetzt ist. Es sind also Adler und Schlange gar nicht Stolz und Klugheit, sondern eher Symbole der Intuition: das Geistige, das auch dem Bauch aufsteigt und auffliegt, und die Schlange ist die ihr zugehörige Leiblichkeit, die im Gedärm zum Einfall des Geistes wütende Notwendigkeit [Ecce Homo, die hochbewusste Analyse eines Selbstmissverständnisses]. Symbole sind diese ältesten Zeichen: ein Stein ist Zeichen, Symbol der Schwangerschaft und der umgeworfene Stein Symbol der Männlichkeit. Das Standbild ist Metapher: der Wunsch des Gefallenen. Symbol ist Leib, Metapher nur WunschBildlichkeit. Der Lingam ist eine Verdichtung: eingebildete WunschSchwangerschaft einer sehr sehr simplen Männlichkeit: er ist die Metapher der Männlichkeit – er/weicht aus dem Weiblichen - und das harte greifbare Symbol seiner Dummheit. Männlichkeit fällt vom Standbild oder es kommt ihr beim Ritt auf dem Pferd aus dem Schritt. Und ewig reitet der Landarzt verkehrt auf der Sau, und Ludwig, der König, auf seinem Stallknecht und der heilige Franz [oder Michael?] hat auf seinem [drahtigen] Esel lange Ohren als Flügel.