Sonntag, 29. September 2013

Die letzte Lüge

In der ewigen Wiederkehr des Gleichen vergeht die Männlichkeit, ruht die Zeit und augenblicklich erhebt sich als der Erde Sinn der gebärende Leib. Wenn alle Erfahrung, alles Sein, jeder Sinn eingeht + aufgeht in einen/einem Punkt der Zeit, bleibt vom sinnlosen männlichen allgemeinen MenschSein nichts mehr, bleibt einem anderen Menschen nur noch der Leib. Am Ende seiner Geist- und Sinnreise hat mann nur in allgemeiner Erschütterung und völliger Zerrüttung in jeder Hinsicht begriffen, was eine Geburt ist: Entstehung des Lebens aus einem anderen Leib.

Die furchtbarste Lüge der Menschheit - zuletzt wiederholt von Mainländer, der sich selbst dafür mit den Tode bestraft – ist die, dass das Leben ein Ergebnis ist der Hinrichtung eines Geist oder seines Geists selbst oder der Männlichkeit.

Höhere Männlichkeit ist nur ein aufgeputzter Leib, steht auf der Bühne der Welt, hält sich für gescheit. Die Männlichkeit hat ihre Pracht auf der verkehrten Seit' angebracht: Reichtum und Macht hat mann außer sich, über sich gestellt: sein Sein als Blähung und dauernde Scheinschwangerschaft. Die ewige Wiederkehr des Gleichen widerlegt diese ScheinDauerhaftigkeit aller Zeichen. Kein Blähgemüse [und keine laue Bohne] gibt es in Zarathustras Höhle.

Das letzte Reich war also das der sich selbst einseitig liebenden Männlichkeit. Höchstem männlichen Geist ist frau die allergrößte Übelkeit des Leibs.

Die menschliche Geschlechtlichkeit ist eine der absoluten Scheidung von Mann und Weib. Die Ehe war die letzte Verbindung: danach wird der Verkehr bedeutungslos, also ohne höheren Sinn und nicht mehr gezählt und auch nicht erzählt (ein wenig ahnt N/Z, der letzte Mann, noch davon).

Für dem Mann war Geschlechtlichkeit letzter Sinn der kurzen Zeit eines tausendjährigen Reichs.

Mit dem Wegfall des Sinns ist der Mann hirnloser Leib und die Geschlechtlichkeit nichts mehr sonst als der gebärende Leib. Der Rest ist entleerendes Schweigen.

Jetzt muss man vielleicht die Sichtweisen sondern: Aus der Sicht des Mannes ist der der Leib sinnlose Folge einer Geburt nach zweckfreiem hirnlosen Sex. Aus der Sicht der Frau ist Geschlechtlichkeit nur Lebendigkeit und Leben ein sinnfreies Zeugen von Leben.

Die vorletzte Männlichkeit (im hässlichsten MenschenMann aller Zeit) verlangt immer den Opfertod der anderen (für sich als grausames Schauspiel auf die Bühne gestellt) als letzten Grund für ein ewiges Leben im jenseitigen Geist. Kreuzzug und Heiliger Krieg: vergewaltigende HurrahDämlichkeit.

Und Zustra?: ist im Selbstwiderspruch letzte und einzige echte Männlichkeit: ein analytischer Leib einsam mit sich und mit sich zersetzendem Hirn und auflösendem Geist. Tendenziell also weiblich und ein Fall für die Pflege durch befreite Weiblichkeit? Schmarotzers Schriftstellerei?

Echtes männliches Sein ist ein beinahe vorgeburtliches, dauert kaum etwas über die Geburt hinaus: endet mit der Entwöhnung: jede Geburt ist für den Mann eine Niederlage, mehr noch: der freie Mensch an sich ist beinahe eine Vernichtung allen männlichen Seins.