Für
kein wirkliches Glück wird man auf eine bloße Vorstellung des Glücks
verzichten, ein Glück in unerfüllbaren Wünschen. Ein vorgestelltes Glück hat man kaum noch ein wenig im Kopf und
durch seine geöffneten Sinne kann der es auch kaum bei sich halten. Es
ist des erhobenen Geistes gewaltige Inkontinenz, dies Rauschen und
brausende Winden des Raums, ein Geschenk nur des schwachen
menschlichen Leibs. Aus dem Kopf heraus wird die Welt unendlich und
unfassbar weit und vom Schein des weit weit weg gewünschten Glücks und
Verlangens hell erst erleuchtet. Ist die Einsicht Erkenntnis in diesem Schein nicht das Meer endlosen Glaubens Hoffens und nicht sehr viel mehr als die reine hohle Erleuchtung selbst mit ihrer Eingebung eines höheren Zwangs und richtender klarer Gesetze? Das scheinende scheinbare Glück löst
die Gedanken und die Welt und sprengt das Hirn und schafft eine
Gier sich in mächtigster Unvollkommenheit. Wer einen viehisch vollständigen Leib
hat, ahnt nichts von der Wirkung, die der mangelhafte außer sich
haben muss. Eine Unvollkommenheit des Leibs öffnet sich als höchste Liebe die
Welt und schickt einen sehnenden Sinn hinaus auf die ewige Reise.
Glück ist reine Dankbarkeit verhaftet dem Mangel, in dem der Leib
sich uns niederschlägt zur hemmungslosen Befreiung des Denkens hin
in eine uns großartig seelisch erschütternde Sucht.