Menschliche Arbeit ist ein sich Vergleichen der Zeichen. Sie ist
ein Jagen hinter etwas her, ein sich vergleichen mit dem Gejagten,
sich selbst Jagen, das Gejagte mit sich vergleichen. Ein Verhältnis
der Zeichen, die sich im Wert miteinander vergleichen wird übertragen
durch die Arbeit gegen die Not auf den menschlichen Leib. Das
Vergleichen der Zeichen ist zuerst ein Betrachten der Gleichung, dann
ein Verhandeln von Zeichen, dann ein Handeln als Vergleichen.
Aggressivität ist daher beim Menschen primär nicht zielgerichtet
objektbezogen, sondern sie folgt einem Objektbezug, der Beziehung der
Dinge in der Bewertung an sich. Die Beziehung unterwirft sich das
menschliche Handeln. Daher ist Aggression Folge des Hirnrisses,
abstrakter positiver Bezug der Waren aufeinander, ein produktives
Verschlingen der Dinge, das dem Handeln vorgestellt ist, Vorstellung
ist. Vorstellung ist dann der Grund des Handelns: die euphorische
Verdichtung mit dem Objekt im Vergleich macht das Objekt zum Zeichen
der Überwindung und er/hält es. Das Objekt hat nun einen Wert und
ein ihm untergeordnetes Subjekt. Subjekt und Wert sind zunächst
verdichtet zur allgemeinen Lebenskraft. Sie fallen mit dem Überwert
der Dinge auseinander, dann ist Wert der Geist und das Subjekt der
Dinge hat eine Seele. Die Aggressivität, die auf eine Vernichtung
des Objekts aus ist, ist beim Menschen sekundär. Erst muss das
Objekt aus dem Bezug auf andere heraus, dann erhält es Wert an sich,
sein Wert überzieht es und sein Innerstes wird Leib. Aggressivität
ist dann die wieder ausgeschiedene leibliche Not des Objekts. Der
Wert muss wieder weg vom Objekt und hin unter die Herrschaft des
Geistes. Hirnriss restauriert sich in der aggressiven Handlung gegen
den objektiven Leib. Leib wird wieder Subjekt der gewendeten Not.
Also verdreht der Bezug der Leiber [im Geschlechtlichen] den Bezug
der Objekte im Reich der Zeichen. Ein Ringen ist von den Leibern
eingenommen und ein Ringen von den Waren und Dingen. Und jeder Schatz
hat absoluten Wert und neigt zum Seitensprung gegen den blöden Geist
hin zum dummen Leib. Schatz hebt den Riss im Leib auf, verdichtet ihn
und vernichtet ihn.
Wir haben also eine Wende der leiblichen Not hin zu Werten und
Objekten und eine geistige Notwendigkeit zwischen den Werten, die in
Sinn und wunden Leib verfallen kann.
Die heiligen Schriften haben nur einen Zweck, den Leib zu
verstecken, den Menschen das Denken gegen den Geist über die Zeichen
hinaus zu verstellen. Wer nur in oberflächlich objektiver
Bildlichkeit denkt in schriftlichen Zeichen, der hat einen Glauben.
Glauben ist eine Seligkeit der Dinge, selig Sein in Waren, absoluter
Hirnriss im fliegenden Geist. Gläubig ver- und erdichtete Aggression richtet sich nicht gegen den
Leib im Sinne einer anfänglichen Wende der Not, sondern wird im Bild
zu dicht fixiert zu einem heiligen alles vernichtenden Krieg. Damit
sind wir bei der absoluten geistigen geistlichen leiblosen
Männlichkeit [die nichts gemein mehr hat mit der durch die Not
bedingten Zerissenheit des männlichen Leibs, der männlichen
Geschlechtlichkeit].
Das ist nun die höchste Religiosität, wenn ein Rudel BGeisterter Männlichkeit über ein Weiblein herfällt und in der Gebärmutter aus ihrem zerrissenen Leib ihren heiligsten Schatz gefunden zu haben meint. Dreimal kommt diese jubelnde Männlichkeit: bei der blutigen Vergewaltigung, sodann am Strick des Henkers, bei der Gewalt am eigenen Leib, am heftigsten jedoch noch im Hirnriss einer eingebildeten Endlösung und im seligen TraumWunschParadies.