Die Wirklichkeit in der
Zeichenwelt ist bildhaftig. Wir unterscheiden zwar zwischen einer
Realität und der Wirklichkeit, können aber über die Realität
hinaus nicht in die unbeschränkte Wirklichkeit zurück. Also musste die
Körperlichkeit den Leib erfassen und eine neue Leiblichkeit erzeugen. Noch haftet das Schiff über die spinnenden Fäden der
Schriftlichkeit am Körper der RD. Die vorgestellte Realität der
Zeichen musste also zunächst zurückgedacht sein, gewendet die Oberflächlichkeit
und zerrissen für eine Ahnung des vorschriftlichen echten Seins. Diese vermeintlich uranfängliche Wirklichkeit ist nun nur ein
kleiner Probe-Traum, ein auf den Punkt gebrachtes dichtes schweres
beengendes beschränktes Träumen. Tief erlebtes WirklichSein ist immer ein Probe-Träumen. Der gewaltsam analysierte Probe-Traum muss noch in
seiner unmittelbaren Bildlichkeit aus seiner so grob vereinfachten Wirklichkeit,
aus einem Kern geglaubter und vorgestellter Funktionen, gespiegelt
wieder zurückgeworfen werden in das Reale, die von den Zeichen
bestimmte Welt. Dort, in den neuen Texten und Bildern alter Zeichen,
entsteht dann vielleicht endlich die freischwebende Wirklichkeit. Sie ist kein Wahn,
sondern technisch realisierbar (so wie Waren zwar nicht umsonst sind, jedoch durchaus kostenlos greifbar). Man muss nicht nur die falsche
Körperlichkeit in der Moral und deren Verfestigung in der
Sittlichkeit auflösen, sondern den freiwerden Leib im Schein
vorhandener Zeichen neu erstehen lassen. Man muss also nicht nur den
Glauben auflösen, sondern ihn auch noch in eine neue höhere Unglaublichkeit
überführen. Aus Eis und Hohn wird ein blutend Herz und sich
spiegelnd daran nun ein Eis mit Honig. Wer das nicht begreift, ist
für die neue Technik der Raumflugkörperlichkeit nicht reif. Das Kind steht in der Mitte des dreiteiligen Werkes am Anfang des zweiten Buchs und wohl dort, weil in der Mitte die Mauern brechen. Das dritte Buch des Werks schafft im Rasen den Grund für das heimlich sanfte Abtauchen des Autors ins vierte Buch. Das Kind war also nicht EndZiel, keine neue WunschKindlichkeit eines Kinderlands erstrebt und erreicht, sondern das
Spieglein in der Hand ist der Wendepunkt hin auf eine höhere
Menschlichkeit. Sie hat mit unserer falschen hinterhältigen
blutsaugenden Menschlichkeit nichts gemein, sondern ist eine ehrliche
Leibtraumhaftigkeit. Aus
einem Heiligen Buch wird wieder die Heilige Buche, zwar schriftlich
umrankt nur der alte knorrige Stamm, jedoch in der Welt von neuen
Sinnen ändert sich spiegelnd das Eine des Wissens in echten Durst
und das Andere des vergangenen Lebens in entwendendes Träumen, ein
Reich wilder Reben voller goldgelber Trauben. Wünsche werden im Wert
von Waren und Waren vom Wert durch Entwenden und Erträumen befreit.
Und der wirkliche Mensch und Autor wandelt im starrenden Krampf
offenen Auges Wasser um in ein rauschendes Weinen.