Samstag, 28. September 2013

Über und unter Mensch

Was ist der Untermensch? Die Angst des Mannes vor der Erkenntnis der ihm stets drohenden Wirklichkeit seiner ihm eigenen Unterwertigkeit, vor dem Schwinden seines leibhaften Selbst, vor seinem Sein als einem der Not Untertanen. Er ist unter ihr und unten an sich in seinem eigenen Leib oder über ihm und über sich hinaus unter dem höheren Geist. Und in seinem höheren Geist ist Mann vereinsamtes Opfer seiner hohlen männlichen Angewohntheiterkeit in Höhlen auf mühsam erklommenen Gipfeln. Der Übermensch ist möglicherweise die die höhere Männlichkeit überraschende Wiedergeburt des Weibes: sie ist Überwert, Einheitswert, Frauen sind alle gleich, lautere Schönheit in seinem ZeichenReich. In der warenwerten Welt ist Ware der Mann im Geist, Frau zur Münze verkommen in seiner Widernatürlichkeit. Wie kommen nur Wert und Geld doch noch ins Täschchen der Weiblichkeit? Mann hat das Leben betrogen - und es ist ihm irgendwie verloren und fremd gegangen.

Allgemeine Männlichkeit war [ur]anfänglich unter dem Weib ergeben der Not, Schwangerschaft Zeichen einer Menschlichkeit der Not und Gewalt. Schwangerschaft und Weiblichkeit entsteht über/Forderung der Männlichkeit, Not fordert Arbeit, ein sich weitender Mangel verlangt des Anderen Leid. Im Moment der absoluten Herrschaft der Zeichen kommt die Übermenschlichkeit des Weibs auf ihn, geht in ihn und in ihm auf der Same im Sinn: Mann steht geistig für immer im Dienst einer Sache [Liebe zum Ideal {eigener feiger Göttlichkeit}], aber das Zeichen, seine Sach wiederum steht im Dienst eines weiblichen Überwerts und ihres bildlich schwangeren prall überhöhten Leibs [sein irrender Sinn findet die Sinne unter ihr wieder: in seiner höchsten Liebe, in ihrem angeblich so reinen Leib, übersteigert noch in einer schwangeren Jungfräulichkeit {und darum hat Zustra keine Schüler und Jünger, sondern nur WunschKinder in seinem viertel Teil – und Mann steckt hilflos in der Vollkommenheit ihres Leibs: das war schon Jesus' Fall aus der verkommenen Jungfräulichkeit - Mann zeugt sich selbst aus der Jungfrau - Mann hat gern Frau um sich, die ihm den unschuldig Jünger- und Jungen-Gedanken erregt und vergewaltigend Einfälle zeugt}].