Was
ist der Untermensch? Die Angst des Mannes vor der Erkenntnis
der ihm stets drohenden Wirklichkeit seiner ihm eigenen Unterwertigkeit,
vor dem Schwinden seines leibhaften Selbst, vor seinem Sein
als einem der Not Untertanen. Er ist unter ihr und unten an sich in
seinem eigenen Leib oder über ihm und über sich hinaus unter dem
höheren Geist. Und in seinem höheren Geist ist Mann vereinsamtes
Opfer seiner hohlen männlichen Angewohntheiterkeit in Höhlen auf
mühsam erklommenen Gipfeln. Der Übermensch ist
möglicherweise die die höhere Männlichkeit überraschende
Wiedergeburt des Weibes: sie ist Überwert, Einheitswert, Frauen sind
alle gleich, lautere Schönheit in seinem ZeichenReich. In der
warenwerten Welt ist Ware der Mann im Geist, Frau zur Münze
verkommen in seiner Widernatürlichkeit. Wie kommen nur Wert und Geld
doch noch ins Täschchen der Weiblichkeit? Mann hat das Leben
betrogen - und es ist ihm irgendwie verloren und fremd gegangen.
Allgemeine
Männlichkeit war [ur]anfänglich unter dem Weib ergeben der
Not, Schwangerschaft Zeichen einer Menschlichkeit der Not und Gewalt.
Schwangerschaft und Weiblichkeit entsteht über/Forderung der
Männlichkeit, Not fordert Arbeit, ein sich weitender Mangel verlangt
des Anderen Leid. Im Moment der absoluten Herrschaft der Zeichen
kommt die Übermenschlichkeit des Weibs auf ihn, geht
in ihn und in ihm auf der Same im Sinn: Mann steht geistig für immer
im Dienst einer Sache [Liebe zum Ideal {eigener feiger
Göttlichkeit}], aber das Zeichen, seine Sach wiederum steht im
Dienst eines weiblichen Überwerts und ihres bildlich schwangeren
prall überhöhten Leibs [sein irrender Sinn findet die Sinne unter
ihr wieder: in seiner höchsten Liebe, in ihrem angeblich so reinen
Leib, übersteigert noch in einer schwangeren Jungfräulichkeit
{und darum hat Zustra keine Schüler und Jünger, sondern nur
WunschKinder in seinem viertel Teil – und Mann steckt hilflos in
der Vollkommenheit ihres Leibs: das war schon Jesus' Fall aus der
verkommenen Jungfräulichkeit - Mann zeugt sich selbst aus der
Jungfrau - Mann hat gern Frau um sich, die ihm den unschuldig Jünger-
und Jungen-Gedanken erregt und vergewaltigend Einfälle zeugt}].